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Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 10:10
von Rene
Hallo allerseits,

Mal eine Frage anderer Art. Wo habt ihr eure Gerichten Waagen erworben? Oder habt Ihr jemanden der eine hat und Ihr könnt sie mitnutzen?
L.G. Rene

Re: Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 14:37
von bienengral
Hallo Rene,

ich habe meine von: Jürgen Wandert Wägesysteme
der-waagen-profi@gmx.de
gibt es bei ebay. Koste ca. 200 Euro.

Wenn du nur wenig Honig verkaufst reicht es aus eine ungeeichte Waage mit einer geeichten Waage vor der Abwiegung abzugleichen und pro 500 g dann 4 - 5 g mehr in das Glas zu geben.

Die 4 - 5 g die man mehr in das Glas gibt holst du bei einer geeichten Waage (bei welcher man auf 500g genau abwiegen kann) vom Preis nicht mehr raus.
Beispielrechnung: 10 Euro Kg preis vom Honig ergibt 4 bis 5 cent pro Glas weniger. Dann musst du 4000 Gläser verkaufen = 2000 kg Honig bis du den Preis der Waage wieder bekommen hast.

Grüße Thomas

Re: Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 17:54
von Silas
Hallo Rene
Habe meine bei Germarott Bienentechnik
www.bienentechnik. com
In Hildesheim gekauft Preis 149 Euro andere Imker Geschäfte verkaufen sie mitlerweile auch aber für einen deutlichen hören Preis . Sie gibt es in 2 warianten 1g/2g und 2g/5g Genauigkeit und geeicht. Gruß Marcus

Re: Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 18:15
von Herbert
Hallo,
bienengral hat geschrieben:
Samstag 3. März 2018, 14:37

Wenn du nur wenig Honig verkaufst reicht es aus eine ungeeichte Waage mit einer geeichten Waage vor der Abwiegung abzugleichen und pro 500 g dann 4 - 5 g mehr in das Glas zu geben.
wenn die Kontrolle vor der Tür ist,hast Du Probleme mit einer ungeeichten Waage,egal ob viel oder wenig Honig.

LG Herbert

Re: Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 18:25
von Silas
Hallo Miteinander
Wen du Honig verkaust mußte du eine geeichte Waage dafür benutzen entweder du leist sie dir und der Verleiher fürt Buch als Nachweis für die Kontrolle oder du kaufst dir eine und die muß jedes Jahr zur prüfen und geeicht werden. Wen man Honig in kleineren Gläsern als 500g verkaufen möchtest must du eine Waage mit 1g Genauigkeit haben. Alles andere kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen und das ist meistens nicht ohne habe letztens jahr ein kennen gelernt der ist mit 490euro dabei gewesen . Du darfst noch nicht mal mehr ein geeichtes Gewicht als Maß nehmen. Und das ist es nicht wert.
2018-03-03 18.37.03.jpg
Honig

Re: Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 19:36
von bienengral
wenn die Kontrolle vor der Tür ist,hast Du Probleme mit einer ungeeichten Waage,egal ob viel oder wenig Honig.
Muss jeder Imker eine geeichte Waage besitzen?

Beim Abfüllen selbst kann man eine Küchenwaage oder sogar ganze ohne Waage arbeiten, wenn man hinterher eine Stichprobe an Gläsern wiegt und die gemessenen Gewichte dokumentiert. Bei Stichprobe werden nach der Abfüllung verschiedene Gläser auf der geeichten Waage gemessen und die Ergebnisse dokumentiert. Dabei sollte man natürlich auch das Gewicht von Glas, Deckel und Deckeleinlage beachten. Am besten man misst verschiedene Gläser, da die Gewichte unterschiedlich sein können.

Dadurch kann eine geeichte Waage problemlos gemeinschaftlich genutzt werden, beispielsweise unter befreundeten Imkern oder der Imkerverein kann eine geeichte Waage zur Verfügung stellen.

Re: Honig

Verfasst: Samstag 3. März 2018, 22:07
von Postkugel
Warum muss es eigentlich eine hocchelektronische Wage sein? Die muss man auch dauernd kostenpflichtig nacheichen, denn nach dem Ablauf der Eichfrist ist die Ersteichung rechtlich keinen Pfifferling wert.

Fuer mich ist ein geeichtes Gewicht immer noch die beste Waage. Dieses sollte seine Masse ueber 'zig Jahre halten. Wenn ich meine Haushaltswaage vor dem Abfuellen (und ggf. auch mal zwischendurch) darauf abgleiche, sollte der Sache genuege getan sein. Schaut Euch doch einfach mal die zulaessige Toleranz der geforderten Eichklasse III an. Ganz ehrlich: Man kann's auch uebertreiben. Omas alte Kaufmannswaage tuts doch, wenn diese reproduzierbare Ergebnisse liefert. Alles andere ist in meinen Augen Obrigkeitsglaeubigkeit und eine Homage an den Ablasshandel :oops:

Freilich, wenn ich im Jahr 5 Tonnen Honig abfuellen muesste, ist so ein elektronischer Abfuellautomat schon von Vorteil. Und bei der Menge kommt's auf die Euro fuer die regelmaessige Eichung auch nicht mehr an.

Apropos uebertreiben: Zahlt der Kunde fuer den Zucker oder das Wasser...also wenn man sehr genau sein will, muesste das notwendige Fuellgewicht auch noch an den Wassergehalt des Honigs angepasst werden... :mrgreen: (duckundweg).

Re: Honig

Verfasst: Sonntag 4. März 2018, 15:50
von bienengral
Hallo Postkugel,

da bin ich voll bei dir. Aber leider ist ein Eichgewicht nicht mehr zugelassen seit 01.01.2015. Die meisten Gesetzte und Verordnungen werden von den Großkonzernen über die Politik geschrieben. Diese wollen mit erhöhten Auflagen den Klein- und Mittelstand zur Aufgabe bringen. Für einen Hobbyimker ist dieser ganze Quatsch mit geeichten Waagen derart überzogen, dass sich dies nicht Lohnt. Dies ist der eigentliche Zweck der Übung. Dies kann man bei den meisten Gesetzen welche etwas mit Handel, Verkauf, Haftung etc. zu tun haben sehen. Wem nützen diese Gesetze? Den Großkonzernen (hier sind die Auflagen auf das Produkt bezogen marginal). Den Bürgern wird ein besserer Schutz vorgegaukelt. Aber mal ehrlich. Wenn ein Kunde beim Hobbyimker kauft wird er doch sehen ob das Glas voll ist oder nicht. Selbst wenn 50 g fehlen sollten dann ist halt der Kaufpreis um 50 Cent höher pro Glas. Der Kunde wird dann entweder nicht mehr kommen oder zahlt den höheren Preis weil er den Imker unterstützen möchte.
In den Nachrichten kam letzte Woche gerade die Meldung das in Importhonig aus China sehr oft mit Zuckersirup gestreckt wird. Aber Hauptsache mit geeichter Waage abgefüllt.

Re: Honig

Verfasst: Sonntag 4. März 2018, 16:36
von Rene
Ich gehe da voll mit ... Dennoch müssen wir uns an den Vorgaben halten... Warum? Die Amtstierärzte haben auch Schulungen... Im Moment ist Ruhe mit Geflügelpest und so lange die Schweinesuche nicht angekommen ist und kein Rinderwahnsinn von sich reden macht... kann es passieren, dass die Imker Mal kontrolliert werden. Neben Fragen nach der Behandlung und was man so einsetzt (zugelassene Medikamente?) und wo man ggf Bienen kauft (Unterlagen) mit Gesundheitspapierchen, kann auch die Frage nach der Honigprobe und geeichten Waage.mal fallen. Egal ob es Schwachsinn ist und nur die Kleinen trifft oder nicht.
Aber solche Nachrichten mit gestreckten Honig kann man auch in Foren verlinken bzw bei Facebook usw... und die Menschen so darauf hinweisen...
L.G. Rene

Re: Honig

Verfasst: Sonntag 4. März 2018, 22:04
von Postkugel
Hallo Rene,

zuerst einmal zu Deiner Ausgangsfrage: Ich besitze selbst eine geeichte Waage. Diese ist von der Fa. Kern und erworben habe ich sie bei einem Online-Haendler.

Fakt ist: Der Kunde hat Anspruch auf die vertraglich zugesicherte Art, Menge und Beschaffenheit der Ware, fuer die er bezahlt. Dafuer brauche ich keine Gesetze, weil sich das eigentlich von selbst versteht. Ich nenne das mal buergerlichen Anstand.

Was es aber dafuer braucht, ist ein Eichgewicht. Denn die Eichung der hochelektronischen Waage sagt ja nur, dass diese am Eichtag (zufaellig?) richtig funktionierte. Wenn die dann zwischendurch mal runtergefallen ist, zweckentfremdet wurde oder sich einer mit seinem fetten A**** draufgesetzt hat, ist die Eichung fuer die Katz. Aber ich muss beim Abfuellen, Gesetze hin- oder her, auf Nummer Sicher gehen. Das kann ich nur mit einem Eich- bzw. Kalibriergewicht, mit dem ich die Waage vor und nach! dem Einsatz kontrolliere.

Und bezueglich dem "Kontrolleur" sei gesagt: Solange keine Gefahr fuer Leib-/Leben-/Gesundheit besteht, faellt derartiges Gehabe fuer mich in die Rubrik "totalitaerer Staat". Die koennen gern kontrollieren, dass in den Glaesern die geforderte Fuellmenge enthalten ist. Wie ich das erreiche, geht die einen feuchten Dingswas an. Ich bin aber ein freier Buerger und kein Untertan. Wem ich hier etwas zeige oder auch nicht, entscheide allein ich. Selbst wenn die Waage im Haus ist, wuerde ich die niemanden "vorzeigen", wenn ich das nicht fuer noetig halte. Die ist dann gerade verliehen...

Schlimmer wie die Thyrannen sind Buerger, die sich freiwillig und ohne Not zum Untertan machen. Oder mit dem alten Goethe gesprochen: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der taeglich sie erobern muss!