Flugling in der Frankenbeute mit Zwischenboden

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Feuerstein
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Flugling in der Frankenbeute mit Zwischenboden

Beitrag von Feuerstein » Dienstag 23. Oktober 2018, 19:07

Ich mache mir gerade einen Plan, was ich alles im Winter kaufen muss. Dazu eine Frage:

Wenn ich zur Schwarmverhinderung mit Fluglingen und wiedervereinigen arbeiten will, kann ich den Deckel der Frankenbeute als "Zwischen-" Boden nehmen? Das Flugloch wäre dann seitlich, da die Beute nicht quadratisch ist. Bei der Segeberger könnte man das Flugloch am "Zwischendeckel" nach hinten offen lassen.

Bin auch am überlegen, ob ich auf diese Art und Weise gleich noch teilen und behandeln machen könnte, um auf Ameisensäure zu verzichten.

So hätte ich einen überschaubaren Materialaufwand und nur für die Völker, die ich über den Flugling zur Völkervermehrung nutzen will, bräuchte ich Böden in entsprechender Zahl.

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Nebenfrage, die mir gerade kommt: Ist die Schwarmneigung bei der Carnica sicher zu erkennen, um nur dort, wo es nötig ist, Fluglinge zu machen? Schwärme kann ich mir an meinen Standort nicht unbedingt leisten. Oft lese ich, dass einjährige Königinnen weniger schwärmen. Allerdings stört mich momentan der Gedanke, jedes Jahr die Königin zu himmeln. Weiß gar nicht, ob ich dass übers Herz kriege. Da hab ich nicht dran gedacht, als ich mit dem Imkern angefangen habe. Bin kein Weichei, aber trotzdem habe ich da erst mal ein Problem mit.

Postkugel
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Re: Flugling in der Frankenbeute mit Zwischenboden

Beitrag von Postkugel » Dienstag 23. Oktober 2018, 22:05

Leider kenne ich mich mit der Frankenbeute nicht aus. Dafuer habe ich jedoch mit der Bildung von Fluglingen bzw. Teilen- und Behandeln (TuB) ein paar Erfahrungen gesammelt.

TuB kommt normal erst nach der Schwarmsaison bei oder nach der letzten Honigernte zum Einsatz und dient nicht der Schwarmverhinderung. Was Du diesbezueglich mit Flugling meinst, ist ein sog. Koeniginnenableger. Dieser ist nach meinem Wissensstand der einzig zuverlaessige Weg, einem Volke die Schwarmstimmung zu nehmen. Auf jeden Fall sicherer wie das "Zapfenpfluecken". Ich wuerde das aber nur machen, wenn wirklich Schwarmstimmung aufkommt, was man ja merken sollte. Den Koeniginnenableger kann man auch als 1-Wabenableger bilden, wenn man das Wirtschaftsvolk nicht uebermaessig schwaechen will (wovon ich ausgehe).

TuB ist eine feine Sache und wurde aus dem Celler Rotationsverfahren heraus fuer Segeberger und Zanderbeuten Beuten (2 Brutraeume) entwickelt. Sollte also mit je einem zusaetzlichen Deckel und Boden auch bei der Frankenbeute funktionieren. Ich als Dadantimker habe es da deutlich schwerer: Ich brauche wirklich alles doppelt...

Wenn Du recht sicher auf Ameisensaeure verzichten willst, solltest Du zusaetzlich noch Fangwaben in den Fluglingen einsetzen (hat Liebig nicht gemacht). Ich hatte diesen Sommer in den Brutlingen auch noch Bayvarolstreifen haengen, damit diese waehrend des Auslaufens der Brut nicht zur Milbenschleuder werden (aufgrund des Wabentausches und des Ausschleussen des betreffenden Wachses in Richtung Kerzen aber kein Problem). Erst dann habe ich die Spruehbehandlung mit Ox durchgefuehrt. Fuer das kommende Jahr werde das versuchsweise noch etwas verbessern und ggf. (erst einmal bei einem Volk) auf das Bayvarol, welches hier sowieso nur noch etwa 60% der Milben erreicht, zu Gunsten einer Fangwabe im Brutling verzichten. Mal sehen...

Es gibt bei den biotechnischen Methoden eine ganze Reihe von Feinheiten (bspw. sollte die Koe. beim Bilden des Fluglings unbedingt gekaefigt werden!!!), welche essentiell fuer die Wirksamkeit des Verfahrens sind. Und es ist absolute Terminarbeit. Irgendwann bastel ich mir dafuer mal ein kleines Excel-Tool, welches die Termine der einzelnen Schritte nach Kalender errechnet, denn man wird langsam alt...

Was ich aber hier oben neben dem Verzicht auf AS richtig gut finde: Man kann die Milben schon bekaempfen, waehrend die Honigraeume noch auf den Voelkern sind (vor Ende Juli ist die Sommertracht hier kaum reif), da zunaechst noch keine TAM zum Einsatz kommen. Und die Fragen, ob das Volk erst einen Arzt oder doch den Koch benoetigt und wie sich das Wetter in den naechsten Tagen entwickelt, sind hinfaellig.

Silas
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Re: Flugling in der Frankenbeute mit Zwischenboden

Beitrag von Silas » Donnerstag 25. Oktober 2018, 17:34

Hallo Feuerstein
Ich habe die Heroldbeute und wollte auch nicht so viel Sachen rumstehen haben.
Da habe ich mir ein Rahmen gebaut: den ich für das Absperrgitter, geschlossenen Boden, Bienen Flucht oder mit Netzteil zum wandern nehme.

Das habe ich mir bei der APP
DBIB QUEEN Abgeschaut da heißt es Cloake Bord.
Gruß Marcus

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Als ableger
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Rahmen mit Boden und 4 ausgängen

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