"Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

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imkerforum-nordbiene
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"Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 14. Februar 2019, 17:01

Hallo allerseits,

das "Volksbegehren Rettet die Bienen" ist durch, ca. 18% stimmten dafür.

Auch viele Imker, oder sogenannte "Imker", waren dafür und haben teils kräftig die Werbetrommel gerührt; vor allem im Internet.

Sie machen vor allem die Bauern verantwortlich für das "Bienensterben", sehen aber nicht den gesellschaftlichen Zusammenhang, die Zwänge, denen auch die Landwirtschaft ausgesetzt ist.

Bauern beklagen sich bereits über den Pranger von Imkerseite. Dabei sind wir wahre Imker doch auf ein gutes Verhältnis mit der Landwirtschaft angewiesen: auf Absprachen vor Ort, auf gegenseitige Rücksichtnahme während der Spritzung, bei der Aussaat oder bei der Zwischenfrucht.

Treiben nun einige weinige Öko-Chaoten einen Keil in die bislang gute Zusammenarbeit vor Ort? Dies ist zu befürchten. Wir werden die Früchte bald ernten, die die unsägliche Bienenrettungspropaganda hervorbringt. Aber: es sind Früchte des Giftes und der gegenseitigen Anschuldigung.

Der Schuss geht nach hinten los.

LG
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Didi
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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Didi » Donnerstag 14. Februar 2019, 17:45

Moin Kai,
vom Grundsatz her halte ich die Abstimmung für sinnvoll. A..ber, was daraus entstehen kann, da muß ich dir Recht geben. Es werden die ach so süßen Bienen vorgeschoben um Politik gegen die Landwirte zu machen. Erstens wissen wir als Imker das die Bienen nicht gefährdet sind, noch nicht, sondern die Biodiversität im allgemeinen. Es läuft hier genau so wie beim Diesel. Wenn der geschafft ist, geht es gegen den Benziner und wenn wir den weg haben werden wir feststellen das E- Autos auch umweltschädlich sind. Als nächstes warte ich auf die Kampagne gegen Heizungen.
Das traurige an der ganzen Sache ist eigentlich das ein paar Ökospinner eine ganze Regierung verarschen kann. Aber wer sich 3000 Berater leisten muß um regieren zu können?
Wir sollten die Berater regieren lassen, wird billiger und vielleicht nicht viel schlechter.
LG Dieter

Feuerstein
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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Feuerstein » Donnerstag 14. Februar 2019, 19:39

Mich wundert hier gar nichts mehr. Gründoof ist Mode. Pony reiten und Pferdekutschen verbieten wollen, aber Esel-Taxis zu gerne einführen. So kann dann jeder, der auf dem Land wohnt, weils in der Stadt nicht mehr bezahlbar ist, mit dem Esel in die Stadt zuckeln. Und wenn sie dann merken, dass Esel zu viel furzen, werden die auch wieder abgeschafft.

Postkugel
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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Postkugel » Donnerstag 14. Februar 2019, 20:27

Ich glaube nicht, dass hier ein Keil zwischen Bauern und Imker getrieben wird. Man muss sich nur mal die Ergebnisverteilung anschauen: Die groesste Zustimmung zu dem Volksbegehren gab es im Bereich der Grosstaedte und deren Speckguerteln (Schlafdoerfer). Also dort, wo die Menschen fernab der Urproduktion von Lebensmitteln agieren.

Mir persoenlich geht diese ganze Oekoheuchelei sowas von auf den Senkel. Wenn ich dann wieder hoehre "erst stirbt die Biene, dann der Mensch" kann ich immer nur den Kopf schuetteln. Denn die Wahrheit ist genau anders herum: Erst stirbt der Mensch (Bauer+Imker), dann die Biene. Man muss sich nur mal die Bevoelkerungsentwicklung und den Altersdurchschnitt auf dem Lande abseits der Speckguertel irgendwelcher Grosstaedte anschauen, dann sollte eigentlich jedem klar werden, wass ich meine. Die Ursachen sind sicherlich vielfaeltig, aber es hat auch etwas mit zu billigen Lebensmitteln zu tun. Wenn ich mir bspw. die Preissteigerungen beim TUEV anschaue, dann verstehe ich nicht, weshalb Lebensmittel unbedingt so billig sein muessen.

Wenn der Staat etwas Gutes fuer Insekten tun will, dann soll er eine mind. 30% Steuer auf alle verkauften Lebensmittel einfuehren. Das trifft die Importware genauso wie lokal erzeugten Sachen. Der relative Preisdifferenz wird jedoch geringer und damit der Reiz, das Zeug von irgendwo heranzukarren (Klimaschutz). Man koennte aber mit den Einnahmen die lokale Wertschoepfung foerdern. Ich gehoere noch zu einer Generation, welche die Kartoffeln fuer die eigenen Schweine mit dem Korb auf dem Feld eingesammelt hat, nachdem der Siebkettenroder diese auf die Erdoberflaeche befoerderte. Und ich habe in meine Kindheit mit der schweren harzer Fekdhacke Zuckerrueben gehackt, weil es damal noch genug Geld fuer diese Arbeit gab. So haben die Doerfer damals mehr Menschen ernaehrt. Und fast jeder hat sich selbst was angebaut, weil es halt nicht immer alles zu kaufen gab. Und die ganze Krauterei und menschlich Arbeit fuehrte letzlich dann auch zu mehr Biodiversitaet.

Ich stelle mir gerade vor, wenn ich so einen SUV-fahrenden "Bioschitzelfresser" aus einer Grossstadt mit auf's Feld zum Bioruebenhacken nehme. Wie lange der wohl durchhaelt?

robirot
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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von robirot » Freitag 15. Februar 2019, 08:32

Von der Zielsetzung muss ich sagen, das ich doch recht überrascht gewesen war, das doch mal recht durchdacht vorgegangen wurde. Aber leider ist die Forderung völlig realitätsfremd. Es wird erneut wieder nur gesagt, wir wollen das, dass und dass aber kein Punkt genannt wie man diese Forderungen auch real umsetzen kann und wie Kai schon erwähnt ees ist erneut ein reines Landwirtschafts Bashing, ist ja eh gerade trend.

Ist ungefähr so gut wie das Neonicsverbot. Anstatt das man einen realen Plan vorschlägt und z.B. sagt, Beize bis 2020 ok, Spritzen mit Neonics wird untersagt, ab 2020 30% verringerte Beizemenge, ab 2025 Totalverbot.
Dafür wird bis 2022 die Agrarpolitik neu überdacht und diverser Aufgestellt und z.B. Silphie, Sonnenblume Ölrettich, Öllein und Buchweizen gehen stärker mit in die Förderung.
Hätte auch sehr viele Vorteile, v.a. da einige dieser Pflanzen von Natur aus wenig bis keine Pestizide für den Anbau benötigen. Wegfall der Prämien für den Anbau ohne Pflug und Egge und lieber eine Prämie für den Pestizidarmen bzw. -freien Anbau.
Das würde die Ziele wesentlich schneller erreichen und zwar nicht über irgendwelche Zwänge, sondern einfach durch das setzen von Anreizen, welche auch die Motivation massiv Steigern würde, ein Zwang erzeugt im grunsätzlich erstmal eine Abwehrhaltung.

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tinafalke
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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von tinafalke » Freitag 15. Februar 2019, 10:50

Bei mehr Rücksichtsnahme wären
wir nicht , wo wir heute sind.

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Postkugel » Freitag 15. Februar 2019, 13:53

Es entscheidet das Geld. Nur das Geld!

Moral ist zwar nett, nur muss man sich diese leisten koennen. Solange es nur das Geld der anderen kostet, ist gut Moralisieren.

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Sturmimker » Freitag 15. Februar 2019, 22:32

Danke tinafalke für deine treffende Antwort!
Ihr seit's ja nette Imker. Ist hier eigentlich irgendwer Bio/Öko-zertifiziert?
Mancher kennt sich scheinbar bestens mit dem Pestizideinsatz von imkerlich nutzbaren Kulturen aus und andere wissen wie Zuckerrüben (daraus besteht das Winterfutter für Bienen) gepflegt werden könnten. Ich frage mich tatsächlich warum es nicht verstanden wird, dass man mit Gifteinsatz keine Lebensmittel produzieren sollte.
lg Michael

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Postkugel » Samstag 16. Februar 2019, 00:28

Der Zuckerweltmarktpreis liegt im Moment bei 13 Cent/Pfund. Macht 25 Cent pro Kilo. Die Zuckermarktordnung ist 2017 gefallen. Wenn man da nicht mithalten kann, ist man aus dem Geschaeft. Zieht der Bauer halt auch in die Stadt. Zu Essen gibt's ja bei Aldi.

Klar ist es Mist, wenn man Gift auf Lebensmittel spritzt. Aber es ist auch Mist, wenn man zu Weltmarktpreisen produzieren soll aber seine Steuern, Loehne, Sozialabgaben, Schornsteinfegergebuehren, BG, etc. etc. nicht in Peso und auf dessen Niveau entrichten darf. Und es ist mind. genauso grosser Mist, wenn es kaum regionale Vertriebsstrukturen gibt. Von einer Jugend, die gern dicke Maschinen faehrt, aber sich zu fein ist, auch mal wirklich die echte Hand anzulegen, ganz zu schweigen.

Natuerlich liegt noch mehr im Argen. Und schwarze Schafe gibt es ueberall.

Was die Biozertifizierung bei Honig betrifft: Das gehoert fuer mich in die Kategorie "Ablasshandel". Teure Label fuer teuer Geld. Entweder ich verpflichte mich freiwillig, bestimmte Standards einzuhalten und lasse jederzeit Kontrollen zu. Dafuer kann ich dann das Label *kostenlos* nutzen. Aehnlich CE. Oder ich verzichte halt drauf und kann dafuer meinen Kunden ein gutes Produkt zu einem guten Preis anbieten.

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von robirot » Samstag 16. Februar 2019, 01:19

Sturmimker hat geschrieben:
Freitag 15. Februar 2019, 22:32
Ihr seit's ja nette Imker. Ist hier eigentlich irgendwer Bio/Öko-zertifiziert?
Nein, bewusst nicht, sry aber bei diesen Siegeln geht es Absolut nicht um eine echte Bio Wirtschafft, sondern rein um eine Imagepflege und Geld an Verbände.
Sturmimker hat geschrieben:
Freitag 15. Februar 2019, 22:32
Mancher kennt sich scheinbar bestens mit dem Pestizideinsatz von imkerlich nutzbaren Kulturen aus und andere wissen wie Zuckerrüben (daraus besteht das Winterfutter für Bienen) gepflegt werden könnten. Ich frage mich tatsächlich warum es nicht verstanden wird, dass man mit Gifteinsatz keine Lebensmittel produzieren sollte.
Weil die heutige Realität, einfach mal anders ist! Möglich wäre vieles, jedoch erfordert dies v.a. ein geselschafftliches Lernen. Dies ist kein Prozess den wir von heute auf morgen Schaffen können.
Auf den Gifteinsatz im Agrarbereich, werden wir auch in Zukunft nicht verzichten können, allerdings gibt es einige Gifte die man durch Natürlich vorkommende "Gifte" (wie z.B. Schachtelhalm extrakt) ersetzen könnte. Das Ziel sollte viel mehr sein, von Synthetischen persistenten Chemikalien wegzukommen, nicht den einsatz aller mittel Grundsätzlich zu verteufeln.

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Sturmimker » Samstag 16. Februar 2019, 10:00

Guten Morgen,
Ich darf euch ein Statement unseres Erwerbsimkerbundpräsidenten zeigen!?
https://www.erwerbsimkerbund.at/der-der ... 00+1138319
lg Michael

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Postkugel » Samstag 16. Februar 2019, 19:32

Nebenbei: Lustiger Kaefer.

Man kann Landwirtschaft auch giftfrei betreiben. Ohne Frage. Aber...

Mal ein Beispiel. Als ich noch ein Jungspund war, bauten meine Grosseltern immer auch etwas Salat an. Auf dem Feld gab es ein paar Reihen ungespritzten Salat "fuer den Eigenbedarf und die Enten", dann kamen ein paar Reihen Strohblumen (fuer Zwiebelzoepfe als Deko), und dann kam der Salat zum Verkauf (natuerlich gespritzt).

Der ungespritzte Salat war nicht schlechter wie der gespritzte. Weder optisch noch im Ertrag. Lediglich ein paar kleine Fliegen krabbelten drin rum. Die konnte man einfach so abwaschen. Aber die Zeitspanne zwischen Ernte und Verzehr betrug da auch keine 12 Stunden. Der Handel weigerte sich jedoch "Salat mit Fliegen" abzunehmen. Also Gift drauf! Wir mussten das dann ja nicht essen, denn fuer uns selbst (und die Enten) hatten wir ja noch die Reihen hinter den Strohblumen...

Was ich sagen will: Gute, giftreie und frische Lebensmittel gibt es nur lokal zur passenden Jahreszeit. Wer giftfreie Lebensmittel wuenscht muss a) den Preis dafuer zahlen, b) einen gewissen Beschaffungsaufwand akzeptieren und c) kann dieserjener nicht zu jeder Zeit jedes haben.

Ich persoenlich habe damit kein Problem. Gesamtgesellschaftlich stelle ich mir das jedoch schwieriger vor. Da ist so eine Unterschrift natuerlich einfacher zu leisten. Das Gewissen ist beruhigt und die persoenlichen Folgen sind erst einmal gering bis nicht vorhanden.

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Re: "Bienenretter" treiben Keil zwischen Imker- und Bauernschaft

Beitrag von Sturmimker » Sonntag 17. Februar 2019, 20:16

So geht es natürlich auch:
Die Fa. BASF bewirbt ein Fungizid, welches in die Rapsblüte gespritzt wird.
Das wird für so manche Imker zum Problem werden, behaupte ich jetzt mal salopp...
https://www.agrar.basf.de/agroportal/de ... 4Zetynt92Y
lg Michael

P.S.wir denken hier in Ö bereits über ein ähnliches Volksbegehren laut nach

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