Ablegerbildung

Moderator: Johannes

Schaeng
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Ablegerbildung

Beitrag von Schaeng » Freitag 5. April 2019, 16:30

Hallo Forianer ,
Ich möchte vor dem großen Schwärmen einen Ableger bilden.
Ich habe 2 Völker und imkere auf Dadant.
Daraus ergibt sich, das ich nicht so viele Waben zur Verfügung habe wie andere Imker.
Meine Fragen sind nun
1. Ist es besser einen Königinnenableger zu bilden , oder soll sich der Ableger eine eigene Königin nachschaffen?
2. Wie bekomme ich das am besten hin mit der Bienenmasse , so das ich die beiden Völker nicht zu sehr verkleinere wegen der Honigernte der Sommertracht?
Für eure Tipps und Ratschläge bin ich euch sehr dankbar.
Liebe Grüße Jürgen

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Didi
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Didi » Freitag 5. April 2019, 18:26

Moin Jürgen,
erst die Honigernte und dann Ableger oder Sammelbrutableger, den dann nachschaffen lassen oder mit einer Kö beweiseln.
LG Dieter
Ps. Weiselzellen während der Tracht brechen.

klaus
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von klaus » Freitag 5. April 2019, 18:40

Hallo Jürgen,

wieviel Ableger willst du denn machen? Ableger kannst du auch schon Mitte Ende April machen,
1 X Brutwabe mit Brut in allen Stadien
1 X Futterwabe
1 X Mittelwand
Ob Dadant oder 1,5 DNM oder DNM es Funktioniert mit allen Massen.
Hier mal ein Link:
https://www.youtube.com/watch?v=a4JNGRsnw-0
LG Klaus

Schaeng
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Schaeng » Freitag 5. April 2019, 18:49

Maximal 2 Ableger...mehr Beuten habe ich im Moment noch nicht.
Ich möchte auch die Völkerzahl langsam erhöhen,damit ich den Arbeitsmehraufwand besser abschätzen kann.

klaus
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von klaus » Freitag 5. April 2019, 19:25

Hallo Jürgen,
wenn du von jedem 1 BW nimmst dann passt das. Schau dir das von Pia Aumeier an, da gibt es einige Teile.
LG Klaus

Schaeng
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Schaeng » Freitag 5. April 2019, 21:55

Ich habe schon oft gelesen,das der Einwabenabenableger nicht so gut sein soll?

klaus
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von klaus » Freitag 5. April 2019, 21:59

Erklär mir bitte den Grund.
LG Klaus

Silas
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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Silas » Freitag 5. April 2019, 22:47

Hallo Miteinander
@Jürgen
Na auf die Antwort bin ich auch gespannt.
Nur als Beispiel 1 Wirtschaftsvolk spendet mir im Jahr bis zu 5 Waben und dann auch 5 Völker
und auf Honig muß ich nicht verzichten, da habe ich immer so viel das meine sogar mit der kompletten Sommertracht eingefüttert werden. Ich habe auch nur ein Brutraum in allen maßen, weil ich im Frühjahr junge starke Völker habe und sie dann verkaufe. Und der link den Klaus dir geschickt hat, ist auch mein Vorbild nur das ich es in einen alten Bienen journal gefunden habe. Gruß Marcus

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Rene » Freitag 5. April 2019, 22:53

Guten Abend,

eine andere Möglichkeit, nach dem Raps oder nach der Robinie Ablegerbildung und Milbenbehandlung kombinieren. Alle Verdeckelten BW raus (die Kö ist danach bestrebt die fehlende Brut wieder auszugleichen und es entsteht keine Schwarmstimmung bzw wird dem entgegengewirkt), eine Seite der Waben Bienen abfegen, die unverdeckelten markieren und wenn sie verdeckelt sind raus.
Kö selbst Nachziehen lassen, wenn Brut geschlüpft behandeln mit MS und ApiliveVar Streifen. Was der oder die Ableger dann noch eintragen, für den Winter belassen.

So hast du einen vernünftigen Ableger, das Volk ist den größten Teil der Milben los, der Ableger dann auch.

Die zweiten Waben die dann verdeckelt sind kannst du ja später wieder vereinigen mit dem Volk, wenn du das möchtest.

L.G. Rene

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Schaeng » Samstag 6. April 2019, 15:48

Danke für eure Tipps.
Ich habe mir die Videos angeschaut. Sehr informativ und gut erklärt .
Wenn ich eine Brutwabe mit Brut aller Stadien in eine dadantbeute einquartiere, dann braucht es ja noch Bienenmasse zum pflegen der Brut.und da mache ich mir Gedanken ob das Spendervolk nicht zu stark geschröpft wird.
Da ich keinen 2. Standort für meine Bienen habe, weiß ich,das ich die Flugbienen aus dem Ableger verlieren werde. Daraus folgt,das ich mehr Stockbienen dem Ableger zuführen muss. Meine Sorge liegt dann im Spendervolk wo dann ein Knick in der bienenentwicklung entstehen könnte.
LG Jürgen

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von klaus » Samstag 6. April 2019, 20:46

Hallo Jürgen,
dann schau dir die Videos noch mal an, vielleicht verstehst du es dann.
Wenn du keinen 2. Standplatz hast dann stecke Zweige ins Flugloch, die meisten Flugbienen bleiben, sie fliegen sich neu ein, lass die Zweige ruhig eine Woche drinnen.
LG Klaus

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von robirot » Samstag 6. April 2019, 21:46

Bei Dadantwürde ich es viel einfacher machen.

Kauf/Zieh dir eine Begattete Königin. Wenn es dann los geht mit der Ernte, fegst du die Bienen in einen Kunstschwarmkasten ab, 3 Tage in Keller (Füttern, Kö bleibt gekäfigt) und dann Einschlagen in eine frische Beuten nur mit Mittelwänden, Kö zum Ausfressen frei geben und mit Futtertasche (ManLake 2gal)/ Futterzarge ca. 15 Liter Futter geben.

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Silas » Samstag 6. April 2019, 22:06

Hallo Miteinander
@Jürgen
Also wen ich meine Völker am gleichen Stand umstelle dann mache ich es Abens um 19.00uhr mache den Boden unten und vorne zu. Mach den Rauchboy mit Lavendel und 4gram Zigaretten Taback an so das es richtig qualmt, nun hebe ich den Deckel ab und mache 3 bis 4 rauchstöse in die beute fertig. Nach 1 Stunde also um 20.00 Uhr öffne ich vorne den Boden und unten. Die Bienen fliegen sich neu ein weil sie durch den Tabak ihre Orientierung verlohren haben. Mann kann aber noch zusätzlich wen mann möchte das flugloch mit Brennnessel zustopfen so das nur eine kleine Öffnung bleibt. Habe ich von einem alten Imker und in einen meiner Bücher um 1900 herum ist es auch beschrieben. Übrigens ich mache es morgen bei mir weil ich Völker am Stand umstellen möchte und ich so keine Flugbienen verliere. Gruß Marcus

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Schaeng » Sonntag 7. April 2019, 16:52

So, Ich habe nun einen Einwabenableger nach Pia Aumeier erstellt. Dazu habe ich auch noch das Flugloch mit dem Fluglochkeil auf eine ganz kleine Größe verkleinert und mit Zweigen mit Blättern dran du zugestellt das die Bienen rein und raus können aber eine ganz neue Aussicht haben.
Nun heißt es warten.
Ich bin mal gespannt wie es klappt.
Ich werde dann berichten wie es läuft.
Nochmals vielen Dank für alle eure Ratschäge.
Ich habe viel gelernt.
LG Jürgen

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Re: Ablegerbildung

Beitrag von Antilles » Sonntag 7. April 2019, 22:16

Hallo,
Silas hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 22:06
Mach den Rauchboy mit Lavendel und 4gram Zigaretten Taback an so das es richtig qualmt, nun hebe ich den Deckel ab und mache 3 bis 4 rauchstöse in die beute fertig.
Sowas lese ich immer mal wieder, finde die Methode mehr als fragwürdig.
Einerseits versucht halb Deutschland NeoNICOTINoide zu verbieten um die Bienen zu schützen, andererseits kommen dann Imker auf die Idee Nikotin in ihre Beuten zu blasen. Obwohl, oder noch schlimmer, gerade weil sie wissen, dass Nikotin das Gedächtnis der Immen angreift. Und dass wo ein Paar Zweige den gleichen Effekt liefern. Is mir irgendwie unbegreiflich.
back2topic:
Habe bisher auch nach Aumeier 1Waben ableger gemacht. Sehr empfehlenswert.

Versuchsweise möchte ich dieses Jahr aber auch Königinnenableger machen. Habe dass letztes Jahr bei einem Kollegen aus dem Imkerverein kennen gelernt.
Seine Gedanken dazu:
In der Tracht, wenn die ersten Weiselnäpfchen auftauchen entnimmt er die Königin mit ausreichend Bienen (was immer das heissen mag) und baut damit einen neuen Ableger. Im Volk kommt es zur Brutpause, bis die neue Königin loslegt.
Ziel:
- Schnell wachsender Ableger weil von Tag 1 an eine Königin
- Volk hat selbst die Larven ausgewählt welche zur Königin werden soll. Keine aus der Not heraus gewählte Larve die ggf schon zu alt war.
- Brutpause = Varroadruck senken
- Brutpause = keine Brutpflege, mehr Honigertrag (mir fällt der Begriff nichtmehr ein, war wohl aus nem alten Buch eine Theorie, dass die Bienen mehr Sammeln können, weil keine Brut zu pflegen ist)
Ich hab keine Ahnung ob das gut ist. Ich probiers einfach mal aus, und kann so unproblematisch ein neues Beutenmaß einführen und ebenfalls testen.

Lg Jonas

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