Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Moderator: Johannes

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Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 28. September 2013, 18:50

Hallo allerseits,

ich habe mal wieder gearbeitet :P : heute durfte ich aus einer großen Probe die Salzburger Alpenland untersuchen, das Ergebnis ist hier nachlesbar: http://www.nordbiene.de/dunkle-biene-fl ... chung.html

39 Bienen wurden untersucht, im Gesamtergebnis lagen 56% aller Flügel im Mellifera-Bereich. Damit zeigt sich auch hier eine Hybridiserung der aktuellen Salzburger Alpenland.

Interessant bei der Probe war, dass praktisch sämtliche Flügel einen Mellifera-typischen Cubitalindex zeigten. Erst der Blick auf Hantelindex und vor allem Discoidalverschiebung zeigte hier die Vermischung an. Der Cubitalindex reicht also allein für sich genommen nicht aus, um Hybrideinflüsse festzustellen.

Die Bienen waren optisch durchweg sehr "dunkel". Wir haben es hier wie bei der Nigra mit einer typischen Mellifera-Hybridbiene zu tun.

Die Untersuchung hat mir wieder viel Freude bereitet.
LG
Kai

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Marakain

Re: Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Beitrag von Marakain » Samstag 28. September 2013, 19:18

Optisch sieht man ja nix... wie du schon sagst. Das zieht sich ja irgendwie durch. Also bei den Untersuchungen von Nigras, Salzburgern oder Kampis. Alle optisch sehr dunkel....
Mich treibt die Frage um wie das sein kann... wo du doch selber nur zu gut weist das bereits bei F1 bereits optisch die Carncica deutlich zu sehen ist.

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Re: Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 28. September 2013, 19:37

Hallo Kalli,

die Antwort auf Deine Interessante Frage ergibt sich aus folgendem Umstand:

bei all diesen von Dir genannten Hybridbienen erfolgte die Hybridiserung vor vielen Jahrzehnten, gar vor über 100 Jahren vielleicht (Ausnahme Braunelle). Bei der Salzburger kommt vielleicht noch zum Tragen, dass sie sich am Rande der natürlichen Übergangszone zur Carnica befindet.

Diese Hybridisierungen erfolgten lange und zum Teil schleichend. Danach setzte dann eine jahrzehntelange Auslese auf "dunkel" und "niedriger Cubitalindex" ein, was nun diese Bienen (Salzburger, Nigra, Kampinoska etc). ergab.

Ganz im Unterschied dazu ist eine "Soforthybride" Mellifera x Carnica "sofort" mit bloßem Auge zu erkennen, da sich viele C-Eigenschaften dominant, oder zumindest intermediär, vererben.

LG
Kai
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Re: Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Beitrag von Johannes » Samstag 28. September 2013, 20:28

Hallo Kai,

das erklärt dann wohl auch, warum noch immer viele Mellifera-Anhänger von verschiedenen Öko- oder Lokaltypen der Dunklen Biene ausgehen!?

Würdest du so weit gehen zu sagen, das es sich hier (wie bei der relativ jungen Buckfast) um eine Art erbfesten Hybriden handeln könnte?
Ich meine, wenn die Vermischung schleichend und über fast 100 Jahre von statten ging, ist sie ja sicher tiefer im Erbgut verankert als die sofortige Hybridisierung der F1- und F2-Generation beispielsweise am eigenen Stand. Wenn dem so wäre, könnte man ja tatsächlich von einer Rasse (Nigra, Braunelle, usw.), wenn auch nicht von einem Typ Mellifera sprechen.

LG Johannes

Das Bestellformular auf meiner Webseite wird vorübergehend noch geschlossen bleiben. Ich möchte die Zucht erst mal anlaufen lassen und ein paar Verpflichtungen erfüllen.
Je nach Kapazität werde ich im Juli aber bestimmt noch Königinnen anbieten können. Ich bin bei der Planung aber lieber bescheiden, um niemanden zu enttäuschen!

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Re: Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 28. September 2013, 21:47

HAllo Johannes,

das könnte man fast in der Tat so sagen. Ob sie erbfest sind, also nicht doch weiter aufspalten, kann ich nicht sagen, aber zumindest ziemlich "einheitlich" scheinen diese Hybriden zu sein, denn die Streuung der einzelnen Flügel ist ja doch sehr begrenzt (es gibt keine Ausreißer, sondern eine recht kompakte Wolke). Zumindest die Arbeiterinnen dieser Probe sind alle recht einheitlich, wenn auch nur zum Teil im Mellifera-Bereich.

Von daher könnte man tatsächlich wohl von einer Naturhybride sprechen. Hierfür spricht auch die Tatsache, dass sich die Salzburger recht nah an der natürlichen Übergangszone zur Carnica befindet.

LG
Kai
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Re: Flügeluntersuchung: Salzburger Alpenland

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 29. September 2013, 12:21

Nachtrag: hier wurde die Königin begattet: http://www.mellifera.at/seiten/belegstelle.html

LG
Kai
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