Wie viel Mellifera ist in der Buckfast?

Fragen und Antworten zur Buckfast-Zuchtbiene

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Bschein
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Wie viel Mellifera ist in der Buckfast?

Beitrag von Bschein » Donnerstag 23. September 2010, 17:27

Hallo,

hat von Euch mal einer irgendwo gelesen wie viele Gene der Dunklen Biene in der Buckfast stecken? Die Buckfastimker schreiben z.B. auf Ihrer Homepage: "Ursprung der Buckfastbiene ist eine Kreuzung von vor 1920 zwischen der dunklen, lederbraunen Ligustica und der einstigen englischen Form der Mellifera".

Wenn ich das also richtig verstehe müssten ja noch x % Mellifera-Gene in der Buckfast schlummern?

Servus aus Bayern
Philipp

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Horst

Beitrag von Horst » Donnerstag 23. September 2010, 19:49

Interessantes Thema Philipp, frage ich mich auch des öfteren, denn wenn man die Pedigrees der Buckfast von Bruder Adam anschaut so kommt man auf das was du beschreibst, aber dann wurde mit der südfranzösischen (mellifera), der carnica usw. experimentiert. Die spätere Basis bilden meist Herkünfte aus dem Sinop (Türkei) und Macedonien (alles C Typen).
Gäbe es einen Buckfast-Stamm der von ca. 1910 (also vor der Seuche) mütterlicher seits stammt so wäre das ein mellifera Stamm. Gibt es es den ?
Übrigens lange Zeit kannte keiner Bruder Adam in England.
Ich bin jedenfalls der Meinung, dass mit Einführung der großen Zelle (MW) so um 1900 herum das Problem der Tracheenmilbe in England begann.
Mit imkerlichen Grüßen aus NRW grüßt, Horst

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Re: Wie viel Mellifera ist in der Buckfast?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 23. September 2010, 19:54

Bschein hat geschrieben:
Wenn ich das also richtig verstehe müssten ja noch x % Mellifera-Gene in der Buckfast schlummern?

Servus aus Bayern
Philipp
Hallo Philipp,

ja, Du hast recht, in der Buckfast schlummert (schlummerte) ein ganz erheblicher Anteil M-Gene. Wieviel, das wurde meines Wissens nie untersucht. Ich weiß auch nicht, ob dies sinnvoll wäre, denn im Laufe der Jahrzehnte wurde soviel in die "Ur-Buckfast" eingekreuzt (Anatoliaca, Sahariensis, Carpatica, Monticola), und Buckfast ist auch nicht gleich Buckfast. Jede Linie hat ganz verschiedene Herkünfte; und es gibt ja auch noch die sogenannte Elgon-Biene, die viel Blut der Afrikanischen Biene Monticola in sich trägt.

Einen interessanten Artikel zur "Rassenfrage" in Österreich kann man hier lesen, ist recht interessant: http://www.buckfast.de/de/pdf/BI2-02.pdf

LG
Kai
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Beitrag von Bschein » Donnerstag 23. September 2010, 22:58

Ich denke da müsste immer noch einiges der Mellifera drin sein. Wenn man davon ausgeht, dass das so funktioniert:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... mzucht.png

dann kann der Melliferaanteil nicht komplett verschwunden sein.

Na ja, vielleicht findet sich mal jemand, der das wissenschaftlich untersucht.

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