Projekt Sicula 2017

Interessantes zur seltenen Sizilianischen Biene Apis mellifera sicula

Moderator: Johannes

Richthofen
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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Sonntag 12. Februar 2017, 08:32

Hallo Johannes
Angehörige ! Richtig - trotzdem an unserem Standort fremde Arten . Der Mensch hat sie hier angesiedelt .
Kannst Du mit allen durchspielen , Fisch , Vogel, Vierbeiner alles zurecht verboten .
Ganz bestimmt ist das rechtlich :lol: abgesichert , menschlich korrekt . Doch von wem und wo und wie begründet ?
Zudem , wem schreibst du folgende Atribute zu wie : Nachhaltiges Denken und Handeln , Bequemlichkeit , Geldgier , Ökologisch eingepasst , Eigennutz ?
Der Landwirtschaft , den Chemiefirmen einerseits und der Imker-schaft andrerseits .
Weil heute Sonntag ist : :wink:
Mit der " Bienenwahl " verrät so mancher Imker die selber oft hoch gehaltenen Ideale .
LG Markus

Richthofen
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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Sonntag 12. Februar 2017, 22:12

Hallo Zusammen
Kann sein , dass ich mit meiner forschen direkten Art hier einige vor den Kopf gestossen habe ? Dass ich im Klee stehe ?
War doch eine Frage !
Versuch das selber zu klären :
Kann es sein , dass Apis mellifera mellifera kein schützenswertes Wildinsekt ist , so klassiert ist , sonder bloss ein Nutztier und eben da alles aus Westliche Honigbiene plus Kreuzungen etc. über einen Leist geschlagen wurden ? Wie sträflich auch wenn es zu dem Zeitpunkt in DE keine reinen A.m.m mehr gab ! Nun sind Tür und Tor natürlich offen - die Gesetze sind dazu bereit .
In der Schweiz und anderen Ländern die noch reine Restbestände hatten deshalb auch noch früh genug Schutzgebiete eingerichtet wurden .

LG Markus

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von elk030 » Sonntag 12. Februar 2017, 23:31

Ich beneide Kai ein wenig um diese Gelegenheit mit so einer ungewöhnlichen Biene arbeiten zu dürfen.

Ich wünsche viel Freude an diesem spannenden Projekt.

Elk

Richthofen
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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Montag 13. Februar 2017, 05:01

Hallo Elk und Mitleser
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen , das tun doch viele , einschliesslich mir . ( Beneiden )
Nur ob es sinnvoll ist ? Zu welchen Risiken , auch dann wenn die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden .
Ich war im letzten Herbst in Kenia und da bei einem Imker ein paar mal zu Besuch .
Einerseits hatte der keine Varroa- probleme , die kannte der mit seinen Bienen nun vom hören sagen . Dafür waren sie hoch aggressiv , näher als sachte drei Meter ran und ohne Vollschutz anschauen war nicht .
Dann hatte er auch stachellose Bienen , an einem Tag teilten wir ein Volk dessen eine Hälfte er in eine neue Beute einschlug . Später als das Volk darin erstarkt war hat er das ganze für 10 $ weiterverkauft . Er produziert solche Ableger auf Bestellung .
Den habe ich auch in Teilen beneidet !
Mein Kollege der da ein Anwesen hat , hat in der Folge auch ein Volk stachellose Bienen samt Beute bestellt .
Ja meine Murmel hat da ganz schön rotiert . :lol:
So wie ich den Menschen kenne hat ganz bestimmt schon wer solche Souveniers auch ohne Papiere etc. mitgenommen . :twisted:
Aber darum geht es gar nicht .
Ich frage mich einfach weshalb der Gesetzgeber für solches Tun , wie begründet Hand bietet . Weshalb hier " Die Biene " oder keine - nicht Pflicht ist ? Es ist eben schon mehr als wenn ich einen einzelnen Paradiesvogel im Käfig halte .
Wenn hier das Fragen schon das Potenzial zu Stunk hat , lasse ich es jedoch sein . :oops:

LG Markus

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von elk030 » Montag 13. Februar 2017, 12:54

Fern aller Argumente spreche ich hier nur mein Bauchgefühl aus und das sagt mir:
Kai ist der richtige Mann, um ein solches Projekt anzufassen
und wir können uns darauf freuen, seine Erfahrungsberichte zu lesen.
Ich kann es ihm nicht verdenken, das er sich an einer varroatoleranteren Biene versucht.
Erfahrungen, die er dabei sammelt, könnten auch für uns sehr hilfreich sein.
Schönen Gruss, Elk

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von tinafalke » Montag 13. Februar 2017, 13:07

Hallo Markus!
Stunk gibt es doch gar nicht.
Das ist doch nur der Anfang,
um für uns eine neue Biene
zu bekommen, damit uns
die Bienen erhalten bleiben.
Gruß Fooke

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Montag 13. Februar 2017, 13:40

Hallo Fooke

Wenn dieses Ansinnen eine bessere " Neue Biene " bei uns einführen zu wollen von Buckfast- oder Carnicaimkern stammen täte ,
würde mich das nicht verwundern. Jedoch hier an dieser Stelle :shock: !
Also wenn das nur der Anfang ist , dann somit der vom Ende !
Nebst Varroa- sollte Sie parafin- und neonicotinoidresisten , dann schon auch noch sein :roll: !
" Du veralberst mich doch ! " :D

Gruss Markus

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Hainlaeufer » Montag 13. Februar 2017, 14:29

Ich glaub da ist schon jemanden ziemlich fad :wink:? Wird wohl Zeit das endlich die neue Bienensaison startet, weil wenn es schon so in den Fingern kitzelt... :).

Sonnige Grüße!

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von tinafalke » Montag 13. Februar 2017, 15:00

Hallo Markus !
Durch Bienen -- Verbote, werden wir kaum was verändern .
Das scheint ja für Dich wichtig zu sein.
Gruß Fooke

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Montag 13. Februar 2017, 15:14

Hallo Fooke

Die selben Fehler wieder auf Neue zu begehen war noch die Lösung .
Das scheint für Dich wichtig zu sein . :wink:

Gruss Markus

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Montag 13. Februar 2017, 15:51

Hallo Zusammen

Ja , für meine Dunklen dürfte der Frühling auch kommen . :)
Sollte es mit dem Bienen-sterben der momentanen Bienen tatsächlich schon so schlimm sein , dass eine Lösung nur durch die Einkreuzung oder die Einführung neuer Rassen , Unterarten zu erreichen ist : Sagt mir mein Bauchgefühl nebst meinem Sachverstand , ist das die Aufgabe die ein staatlich geführtes Institut mit angemessener Infrastruktur angehen sollte , und ganz bestimmt kein Hobbyimker . Dieses Ansinnen würde ich schon als absurd bezeichnen . Wobei ich nicht denke , dass Kai das beabsichtigt .
Faszination , Freude , das ist das Eine , im kleinen Rahmen Erfahrungen sammeln zumal mit F1, F2, ja da franselt das ja schon wieder mächtig aus .
Wo ist eine Risiko-Analyse bitte ?

LG Markus

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Didi » Montag 13. Februar 2017, 16:32

Moin,
ich habe mir auch schon überlegt ob ich nicht was anderes haben sollte.
Es ist nämlich so, daß bei mir die Ratten so groß sind, daß die Katzen sie nicht mehr erlegen können. Ich brauche was Größeres.
Vielleicht einen Luchs oder Leoparden. :roll: Leider braucht der etwas viel Futter.
Leute, wir sollten bei unseren Bienen bleiben. Zu Testzwecken mit einer anderen Unterart? Okay.
Das Problem rotten wir damit aber nicht aus: Die Milbe.
Und was holen wir uns eventuell für neue Probleme ins Haus??
Oder ist die Imkerschaft schon so verzweifelt, daß sie jeden angeblichen Strohhalm ergreift?
Nachdenkliche Grüße
Dieter

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von Richthofen » Montag 13. Februar 2017, 17:21

Hallo Dieter

Ein Silberstreif am Horizont ! :D
Meine hier abschließenden Gedanken ,Worte, Sätzchen habe ich jedoch schon gefasst .
Passt trotzdem :
Ein Biologe hat mal geäußert wonach die Imkerschaft für viele Probleme der Bienen selber schuld und verantwortlich seien .
Einhellig wurde er im Sold der Chemie stehend bezichtigt .
Mein Bienenpate hat mir dann auch mal gesteckt , das grösste Übel für den Bien sind Teile der Imkerschaft - Du bist ein Teil davon , handle verantwortungsvoll , das sind nicht nur Deine Bienen das sind unsere .
Im 4ten Jahr ist mir nun der Groschen gefallen , begriffen - ja das kauf ich nun ab . :cry:

Liebe Grüsse Markus

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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 13. Februar 2017, 17:22

Richthofen hat geschrieben: Ich frage mich auch wie das eigentlich rechtlich so gehandelt wird .....( Neozoen )...
HAllo,

rechtlich gesehen gibt es hier kein Problem, da es rechtlich nicht eingeschränkt Ist. Bei der Sicula handelt es sich, wie bei Carnica, Ligustica etc. juristisch gesehen um Rassen. Und Rassebeschränkungen gibt es in Deutschland nicht; das betrifft nicht nur Honigbienen.

Von daher steht es juristisch natürlich jedem frei, sich für eine Bienenrasse zu entscheiden.

Imkerlich betrachtet handelt es sich bei der Sicula auch nicht um eine neu nach Deutschland eingeführte Biene. Seit vielen Jahren bereits wird diese Biene hundertfach nach Deutschland eingeführt. Auch nach Skandinavien und Russland. Nur: niemand gibt dies öffentlich zu. :wink:

Im Vergleich zu anderen Fremdbienen ist diese Zahl jedoch verschwindend gering. Es dürften jedes Jahr bis zu 100.000 Carnica-, Ligustica und Buckfastbienen sein, die eingeführt bzw verkauft werden. Auch dies sind alles Fremdbienen. Hinzu kommen noch viele Hundert Königinnen aus Anatolien, dem Balkan, aus Osteuropa (Kaukasier) und den USA (VSM-Ligustica, Midnite, etc).

Man kann also in Deutschland "bienengenetisch" nichts kaputt machen. Die paar Siculas gehen da komplett unter.

LG
Kai

PS: Thema auf Wunsch vorübergehend geschlossen. :)
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Re: Projekt Sicula 2017

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 24. Februar 2017, 13:41

Hallo an die Sicula-Freunde, :wink:

soeben erhielt ich von Susanna Amodeo die Bestätigung, dass ich im Mai 8 reine Sicula-Königinnen erhalte. Sicher wird da die eine oder andere Königin für meine beiden Imkerfreunde aus Kiel und der näheren Umgebung über sein.

Meine Siculas werden (wohl) in Miniplus-Völkchen, die dann zu gründen sind, eingeweiselt werden. Hierauf freue ich mich ganz besonders. Ich lasse die Videokamera nebenbei laufen. :wink:

LG
Kai

Foto: kleine Sicula im "Anflug" (im wahrsten Sinne des Wortes.

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