Varroaresistente Stämme

Wissenswertes zur züchterisch unbearbeiteten Biene in Deutschland

Moderator: Johannes

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Johannes
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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von Johannes » Freitag 4. Dezember 2015, 16:03

elk030 hat geschrieben:...
Ich freue mich ob solcher Berichte und würde gerne mehr erfahren;
insbesondere, weil der Trend immer mehr zu behandeln immer häufiger zu Völkerverlusten führt.
Gruss, Elk
Dem kann ich mich nur anschließen!
Ich habe beim Lesen in anderen Foren auch oft den Eindruck, dass die Völker trotz und nicht wegen der Behandlung überleben. Oft wird viel zu viel behandelt. Ich finde es auch überhaupt nicht gut, wenn die Völker mit Chemie vollgepumpt werden!

Aber ich finde es auch bedenklich, von varroaresistenten Bienen zu sprechen, nur weil paar Völker ein paar Jahre ohne Behandlung überlebt haben! Mit Resistenz hat das nichts zu tun. Im Übrigen halte ich das Wort "Varroaresistenz" für unglücklich gewählt. Es gibt doch auch keine flohresistenten Katzen. :mrgreen: Es gibt nur paar Katzen mit mehr und andere mit weniger Flöhen. :lol:

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von elk030 » Freitag 4. Dezember 2015, 20:25

Moin
Kennt ihr den Waschbäreffekt?
Es gab Versuche den Waschbären auszurotten.
Mit dem Ergebnis, daß man nach der Aktion mehr Tiere hatte als vorher,
weil umgehend die Geburtenrate explodierte.
Eigene Erfahrungen deuten darauf hin, daß es bei der Milbe nicht anders ist.
Heißt, daß sich bei Nichteinmischung die Vermehrung der Milbe in Grenzen hält;
teilweise überraschender Weise sich sogar erheblich reduziert.
Schwarmbetriebsweise, eigener Wachskreislauf, Naturwald(kaum Pestizide/Fungizide,ect.)
und wenig Eingriffe im Bienenvolk unterstützen das in meinem Falle.
Elk
Da ich noch in der Versuchsphase bin(Jahr 5), rate ich natürlich dringenst davon ab, ähnlich Törichtes zu unternehmen.

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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von Konrad » Samstag 5. Dezember 2015, 09:03

Hallo Elk

Diese Völker sind nicht gestorben.Sie leben noch.
Ich werde in den nächsten Tagen genauer berichten.

Konrad

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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von Konrad » Samstag 5. Dezember 2015, 19:39

Hallo

Dass es an der Biene liegt ist vielleicht ein Irrweg.Ich denke eher, dass die Biene oder Milbe einen Parasiten hat, der der Biene nichts ausmacht aber der Varroa.Durch diese ständigen Milbenbehandlungen wird wahrscheinlich dieser Parasit auch ausgelöscht. Nach einem sehr hohen Varroadruck ( 30 Milben pro Tag) habe ich 2 Buckfastvölkern (2013) Bienen von einem Volk (Carnica) zugegeben das jetzt den 6. Sommer ohne Behandlung macht.

Diese Buckfastvölker hatten nach 2 Jahren heuer im Herbst immer noch einen sehr niedrigen Varroabefall.

Konrad

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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von Katrin » Dienstag 22. März 2016, 08:28

Konrad hat geschrieben:Hallo

Dass es an der Biene liegt ist vielleicht ein Irrweg.Ich denke eher, dass die Biene oder Milbe einen Parasiten hat, der der Biene nichts ausmacht aber der Varroa.Durch diese ständigen Milbenbehandlungen wird wahrscheinlich dieser Parasit auch ausgelöscht.
Also das was ich dazu gefunden habe, isst der Bücherskorpion Varroa und kommt von selbst in die Bienenstöcke.
https://www.youtube.com/watch?v=qkdrRuWmbm4

Zu den Bienenläusen hab ich nur ne Vermutung.
Wikipedia hat geschrieben: Die Bienenläuse leben im Pelz der Bienen, vornehmlich der Königin. Hier fressen sie vor allem beim Nahrungsaustausch mit anderen Bienen und bei der Fütterung der Königin mit und betteln die Arbeiterinnen auch direkt an.
Sie tun den Bienen nichts, aber sie besetzen den Platz, den die Varroa will? Wäre mal interessant ob die um die jeweilige Biene kämpfen.

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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von Johannes » Dienstag 22. März 2016, 08:35

Blue hat geschrieben:...Zu den Bienenläusen hab ich nur ne Vermutung.
Wikipedia hat geschrieben: Die Bienenläuse leben im Pelz der Bienen, vornehmlich der Königin. Hier fressen sie vor allem beim Nahrungsaustausch mit anderen Bienen und bei der Fütterung der Königin mit und betteln die Arbeiterinnen auch direkt an.
Sie tun den Bienen nichts, aber sie besetzen den Platz, den die Varroa will? Wäre mal interessant ob die um die jeweilige Biene kämpfen.
Aber die Bienenlaus schadet zumindest der Königin, da diese weniger Futter bekommt. Bienenläuse gehören meiner Meinung nach auch nicht in ein gesundes Bienenvolk!

LG Johannes

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Re: Varroaresistente Stämme

Beitrag von Luxnigra » Mittwoch 23. März 2016, 15:23

Auf Ouessant, die Insel im Atlantik mit der Dunklen Biene, gibt es keine Varroa, weil dort noch nicht angekommen.
Allerdings haben diese Bienen Läuse! Ein gewisses Mass an Läusen ist tragbar für die Bienen.

Leider ist es äusserst Schwierig, von Ouessant etwas zu bekommen.
Bleib auf deinem Land und wehr dich redlich

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