Wettereinfluss bei der Paarung

... auf einen Blick. Bitte jede Flügeluntersuchung zuerst hier einstellen. Eine Verschiebung des Themas erfolgt dann ggf. durch den Admin

Moderator: Johannes

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Neuer Drohn
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Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Neuer Drohn » Mittwoch 24. Februar 2016, 20:39

Hallo Bienenfreunde

Hier habe ich mal ein interesantes Messergebnis. An dem man sehr gut sehen kann wie sich schlechtes Flugwetter auf die Paarung auswirken kann.

Gleich vorweg: Sowas ist sehr selten...

Hier handelt es um eine Königin die für 3 Wochen auf Nordstrandichmoor aufgestellt war. In den 3 Wochen herrschte richtiges schiet Wetter (Viel und staker Wind und sehr kalte Temperaturen). Es gab im großen und ganzen nur 3-4 Tage halbwegs gutes Flugwetter. So das die Königin nicht richtig begattet wurde. Bei der Kontrolle auf der Belegstelle legte sie schon befruchtete Eier. Aber als sie wieder auf dem Festland war, muss sie noch mal zur Begattung ausgeflogen sein.

Denn nur so ist dieses Ergebnis zu erklären.

Was sehn wir alles in dieser Messung

- Fremdeinschlag im Cubitalindex von 30% Buckfast und Carnica
- 45% der Bienen haben eine Positive Discoidalverschiebung
- 33% gelbe Ecken und Ringe
- 33% haben etwas breitere Filzbinden

So das die Reinpaarung nur bei ca 55% liegt.

Bild


Was sagt uns dieses Ergebnis.

Auch Königinnen die auf Belegstellen gebracht werden, können unter Umständen noch ein Fremdeinschlag bekommen. Wenn sie aufgrund des Wetters nicht richtig begattet werden. Damit schützt sich das Volk davor, dass die Königin später im Jahr auf einmal drohnenbrütig wird und die Bienen keine Möglichkeit mehr haben, eine neue Königin zu pflegen und diese dann nicht mehr begattet werden kann. Denn dann währe das ganze Volk dem Untergang geweiht.

Mfg Basti

Paarung schlechtes Wetter.png
Auch in 2016 gebe ich wieder Reine Inselköniginnen der Dunklen Biene ab.

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Johannes » Donnerstag 25. Februar 2016, 07:01

Hallo Basti,

dass ist ja mal wieder eine interessante Sache! :)
Hätte ich eigentlich nicht für möglich gehalten, dass eine schon stiftende Königin später noch mal ausfliegt. Aber da du die Königinnen ja ordentlich zeichnest, glaube ich das Ergebnis.

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Neuer Drohn » Donnerstag 25. Februar 2016, 12:30

Hallo Johannes

Bis gestern hatte ich auch nur davon gehört aber noch nicht live gesehen...

Da keine fremden Dohnen auf der Belegstelle waren. Bleibt nur dies Möglichkeit...

Oder hat jemand noch ne andere Idee...

Mfg Basti
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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Johannes » Donnerstag 25. Februar 2016, 12:44

Also eine Idee hab ich noch, weil ich das selber schon erlebt habe.
Es könnten 2 Königinnen im Volk sein. Die Inselkönigin schien den Bienen mangelhaft begattet und sie haben still umgeweiselt. Nun ist es mitunter so, dass neben der neuen Königin auch die alte noch recht lange im Volk bleiben kann. Ich hatte das mit einer 3 Jahre alten Königin, die über viele Monate ein Brutnest in der unteren Zarge hatte, während ihre Tochter sich in der oberen austobte.

Aber den Winter überstehen solche Konstellation eigentlich nicht. Denn es bildet sich ja nur eine Wintertraube. ... Oder trifft das vielleicht in diesem "Winter" nicht zu?

Wann wurde die Probe denn genommen?

LG Johannes

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Herbert » Donnerstag 25. Februar 2016, 16:32

Hallo Johannes und Basti,
eine andere Theorie wäre,Bienen sollen ja nicht über Wasser fliegen,aber bei Ebbe sieht die Sache doch vielleicht anders aus.Ich will doch hoffen es ist nicht so.
Der Radius zur Hamburger Hallig und auch zur Halbinsel Nordstrand beträgt nur ca.5 Km :?
Vor einigen Jahren hat sich auch ein Bienenschwarm auf einer Nordseeinsel verflogen,dort gab es aber
keine Bienenhaltung :?: :?:

LG Herbert

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Neuer Drohn » Donnerstag 25. Februar 2016, 16:43

Hallo Herbert

Selbst bei Ebbe steht immernoch Wasser in den Fahrrinnen. Bei dem Schwarm handelte es sich auch um Bienen ohne Drohnen...

Der DNA test in 2014 hat gezeigt das keine fremden Dohnen soweit fliegen.

Zu dem hätte das bei all den Messungen auffallen müssen... Ich habe mittlerweile ca 25-30 davon durchgeführt...

Mfg Basti
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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Johannes » Donnerstag 25. Februar 2016, 17:08

Neuer Drohn hat geschrieben:...Zu dem hätte das bei all den Messungen auffallen müssen... Ich habe mittlerweile ca 25-30 davon durchgeführt...

Mfg Basti
Das sehe ich auch so.
Natürlich wäre die einfachste Erklärung, dass die Hallig nicht sicher ist. Aber dem steht gegenüber, dass es sich hier um eine Ausnahmeerscheinung handelt und dazu noch gleich fast 50 % Fremdeinfluss. ... Das kann einfach rein von der Wahrscheinlichkeit her schon nicht sein. Denn dann müssten bei miesem Wetter gerade an dem einen Tag, wo die Königin ausgeflogen ist, gleich viele Dunkle, wie fremde Drohnen dagewesen sein. Und das auch beschränkt auf anscheinend nur diese Königin. ... Ganz ehrlich: Das geht nicht!

Trotz alledem finde ich das Thema bemerkenswert. Denn von einer echten Erklärung sind wir noch entfernt.
Meine Theorie mit den 2 Königinnen im Volk gefällt mir noch ganz gut. Ist zwar auch unwahrscheinlich, aber möglich.

Basti, du hast oben geschrieben, dass du schon davon gehört hast, dass eine legende Königin noch mal ausfliegt. War die Quelle verlässlich? ... Denn ich habe sowas noch nie gehört oder gelesen und kann es auch nicht ganz glauben, dass das rein physiologisch möglich ist. :shock:

Die aller einfachste Erklärung wäre, dass überhaupt nicht mehr die Originalkönigin, sondern eine recht rein begattete F1 im Kasten ist. ... Wäre das mit dem Zeitpunkt der Probennahme vereinbar, oder weißt du sicher, dass die gezeichnete Königin da war?

LG Johannes

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Herbert » Donnerstag 25. Februar 2016, 17:35

Hallo Basti,
mit dem besagten Schwarm wollte ich auch nur sagen,das in ausnahmen Bienen sehrwohl wenigstens auch über Fahrrinnen gehen.Da aber Königinnen bis zu 12 Km zu den Drohnensammelplätzen fliegen können,und
wohl nicht alle gleichzeitig zur Begattung ausfliegen,wäre nichts unmöglich. :shock:
Davon das allerdings Königinnen die in Eilage sind,und sich nochmals begatten lassen,davon habe ich noch
nichts gehört.Es wird wohl ein Rätsel bleiben :?:

LG Herbert

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 25. Februar 2016, 17:50

Hallo allerseits,

ein hochinteressantes Thema, das es sich weiterzuverfolgen lohnt. Insbesondere würde mich interessieren, ob eine nochmalige Begattung der Königin nach der eigentlichen Brunftzeit und nach erfolgter Eilage wiederum nochmals auf Begattungsflug geht.

Am ehesten könnte ich mir noch eine von Johannes dargestellten Varianten vorstellen. An eine Fremdbegattung auf der Hallig selber glaube ich bei diesem Schlechtwetter auch nicht, obwohl die nächsten Fremdbienen (Hamburger Hallig mit der Carnica Belegstelle Sklenar: 3,2 km und Imker auf Nordstrand: 4,8 km) nicht allzu fern erscheinen. Die Entfernung zum Festland dürfte eher noch größer sein, wenn man Lüttmoorsieldeich nicht als Festland interpretiert. :wink:

Es lohnt sich, die Königin weiter zu beobachten. :P

LG
Kai

Map: Belegstelle Nordstrandischmoor (bitte bei Bedarf herauszoomen)


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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von darkbee » Donnerstag 25. Februar 2016, 18:46

Hallo zusammen,

letztes Jahr hatte ich ein Volk mit zwei Königinnen.
Bei der Frühjahrsdurchsicht Mitt April ist mir neben der rot gekennzeichneten Königin eine zweite ungezeichnete Königin aufgefallen, die ich dann mit blau markiert habe.
Die zwei Damen waren bis mindestens Ende Juni Stockkarte 28.06 auf jedenfall im Volk. Da Weiselzellen noch Mitt Juli gezogen wurden habe ich die Sache mal laufen lassen. Geschwärmt sind sie nicht habe nur mal im August geschaut ob Brut da ist dies war auch der Fall. Genauer reingeschaut habe ich aber nicht vielleicht haben die nun drei Königinnen? :mrgreen: :wink:
Wer von den beiden, oder ob beide Eier bestiftet haben kann ich leider auch nicht sagen....

Bin gespannt was mit dem Volk ist also Pollen bringen sie rein sieht soweit gut aus. Ich werde berichten.....

Bild
IMG_1023.JPG
zwei Königinnen

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Johannes » Donnerstag 25. Februar 2016, 19:11

darkbee hat geschrieben:Hallo zusammen,

letztes Jahr hatte ich ein Volk mit zwei Königinnen.
Bei der Frühjahrsdurchsicht Mitt April ist mir neben der rot gekennzeichneten Königin eine zweite ungezeichnete Königin aufgefallen, die ich dann mit blau markiert habe.
Die zwei Damen waren bis mindestens Ende Juni Stockkarte 28.06 auf jedenfall im Volk. Da Weiselzellen noch Mitt Juli gezogen wurden habe ich die Sache mal laufen lassen. Geschwärmt sind sie nicht habe nur mal im August geschaut ob Brut da ist dies war auch der Fall. Genauer reingeschaut habe ich aber nicht vielleicht haben die nun drei Königinnen? :mrgreen: :wink:
Wer von den beiden, oder ob beide Eier bestiftet haben kann ich leider auch nicht sagen....
Hallo Michael,

das ist ja mal ein mega geniales Foto und eine tolle Geschichte!!!! 8)
Ich würde das Foto schon als einmalig bezeichnen!

LG Johannes

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Johannes » Donnerstag 25. Februar 2016, 19:17

Herbert hat geschrieben:...Davon das allerdings Königinnen die in Eilage sind,und sich nochmals begatten lassen,davon habe ich noch
nichts gehört...
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:...Insbesondere würde mich interessieren, ob eine nochmalige Begattung der Königin nach der eigentlichen Brunftzeit und nach erfolgter Eilage wiederum nochmals auf Begattungsflug geht. ...
Basti hat mir gerade ein Foto aus dem Buch "Zuchttechnik und Zuchtauslese bei der Biene" von Ruttner geschickt.
Da steht: "Die Erfahrung spricht dafür, daß Königinnen, ..., in manchen Fällen die Eierstöcke so weit zurückbilden, daß sie wieder flugfähig werden und sogar nochmalige Paarungen vorkommen."

Echt spannend und mir bisher völlig unbekannt. :!:

LG Johannes

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von darkbee » Donnerstag 25. Februar 2016, 19:54

Johannes hat geschrieben: Basti hat mir gerade ein Foto aus dem Buch "Zuchttechnik und Zuchtauslese bei der Biene" von Ruttner geschickt.
Da steht: "Die Erfahrung spricht dafür, daß Königinnen, ..., in manchen Fällen die Eierstöcke so weit zurückbilden, daß sie wieder flugfähig werden und sogar nochmalige Paarungen vorkommen."

Echt spannend und mir bisher völlig unbekannt. :!:

LG Johannes
Ist mir auch neu. Wirklich sehr interessant, danke für die Info :D

Grüße
Michael

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von Herbert » Freitag 26. Februar 2016, 08:48

Hallo ihr zusammen,
die Nachpaarung von Königinnen soll es ja tatsächlich gegeben haben :shock: es ist erstaunlich die Natur.
In anderen Foren wurde auch darüber berichtet,das laut Ruttner die Königinnen nach der Eilage nochmals
ausfliegen könnten, wenn die Begattungskästchen nicht genügend Platz zum legen haben.
Aber nach wie vor ein hochinteressantes Thema.
Echt starke Bilder von Michael,habe schon mehrfach davon gehört,das auch Zwei Königinnen ein Volk
regieren können :P :P

LG Herbert

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Re: Wettereinfluss bei der Paarung

Beitrag von VDM » Freitag 26. Februar 2016, 09:02

Hallo!

In einem anderen Forum stellte ich genau diese Frage im Jahr 2011. Es wurde für unwahrscheinlich gehalten.

Jetzt bin ich aber froh, dass ich mit meiner Vermutung nicht ganz daneben gelegen bin.


Hier die Schilderung meines alten Falles von 2011:(Zitat) "Folgendes veranlasste mich zu dieser Frage:
Da ich umziehen werde, bat ich den Seuchenwart unseres Vereins, sich meine Bienenvölker anzuschauen und ein Gesundheitszeugnis auszustellen. Der Mann imkert seit über 50 Jahren und ist seit vielen Jahre Sachverständiger.

In meinem Wirtschaftsvolk (drei Völker hatten sich wegen Behandlungsfehler und unzeitigen Umstellens wegen einer Baustelle 'verabschiedet') fanden wir beide weder Königin, Stifte, offene oder gedeckelte Brut.

Die Untersuchung war am 24.09.
Am 29.8. waren 20 Waben bei 2 Zanderwaben besetzt gewesen und 5 Waben mit Brut waren vorhanden.
Vom 3.-14.09. machte ich eine AS-Behandlung mit dem Nassenheider horizontal (200 ml). Es fielen 1700 Milben, obwohl ich aus diesem Volk während des Sommers 4 Ableger erstellt habe.
Das offensichtlich weisellos gewordene Volk setzte ich über Zeitungspapier einem Ableger zu.

Am nächsten Tag, 25.09. fand ich im Gras vor dem alten Standort einen dicken Klumpen Bienen. Ich stellte eine Zarge und FW darüber. Sie zogen ein.

Ich fand dann einige Tage später die alte Königin (Umweiselung vom Herbst 2010), aber keine Stifte. Das Völkchen 'heulte'.
Ich musste einige Tage verreisen. Ich wollte sie heute bei der wärmeren Witterung vor die anderen Völker abfegen, der ruhige Flugbetrieb ließ mich jedoch vorher in die Beute schauen.
Und siehe da, eine 1 Brutwabe fand sich mit je 2 handtellergroße Brutflächen (Stifte, offene und gedeckelte Brut).

Entweder ist die alte Königin noch da und sie ließ sich ein weiteres Mal begatten oder das Volk wurde von einer anderen Königin okkupiert.


Die alte Königin war ohne Nummer gezeichnet. Eine unbezeichnete oder anders gezeichnete Königin fand sich nicht.

Mir scheint: Auch Königinnnen wollen leben. Und wenn eine solche Vitalität an den Tag gelegt wird, sollte sie am Leben bleiben können.
Ich vermehrte mit ihr weiter. Leider kam ich in eine starke Buckfast-Gegend und die Erfolge der Standbegattung waren so "verteidigungsbereit", dass ich komplett umweiseln musste.
Bei meinen Carnica gehe ich nur noch auf eine Belegstelle.

Wer den Ruttner hat und selbst nachlesen möchte. Hier die Seitenzahl.
Friedrich Ruttner, Zuchttechnik und Zuchtauslese bei der Biene, Ehrenwirth-Verlag, 4. Auflage 1979, Seite 78 (III. Paarungskontrolle, 3. Die Belegstelle, Abschnitt Begattungsvölkchen).

Herzlicher Gruß

Andreas

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