Schwere Erdarbeiten

Fragen rund ums imkerliche Eigenheim

Moderator: Johannes

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imkerforum-nordbiene
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Schwere Erdarbeiten

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 18. Februar 2015, 10:54

HAllo allerseits,

hier mal eine Frage an die Freunde mit möglichen Erfahrungen:

Das NAchbargrundstück direkt neben meinem wurde geteilt, verkauft. Seit ca. 1 Woche finden dort schwere Erdarbeiten statt; mit Schaufelbagger, Raupe und Rüttler. Die Erdstöße spüre ich im ca. 50 m entfernten Haus. Die Bienen stehen ca 10-20 M von der Baustelle entfernt.

Der gesamte HAng (s. Foto) wurde abgetragen. Bis direkt an die Grundstücksgrenze heran. Schwerer Lehmboden. Es gibt dort hinten nun eine ca. 5 m hohe "Steilküste" direkt neben den Bienen. Reiner Lehmboden. Muss ich mir wegen der Erdarbeiten Sorgen machen? Zur Info: ein Reinigungsflug fand bislang hier nicht statt´.

LG
Kai

Foto: Baustelle. Rechts im Bild sind die Völker zu sehen.

Bild
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Re: Schwere Erdarbeiten

Beitrag von Heiko » Mittwoch 18. Februar 2015, 11:34

Hallo Kai,

dem Foto nach sind die Erdarbeiten ja fast vorbei.

In solchen stark "bindigen" Böden wird für den Fundamentbereich ein Bodenaustausch vorgenommen und ein entsprechendes
Kiesbett eingebaut. Das muss natürlich auch verdichtet werden, damit es nicht unregelmäßig einsackt und so den weiteren Aufbau beschädigt.

Das kann ganz schön stark rütteln. Zum Verstellen ist es jetzt ja eigentlich zu spät. Reinigungsflug war bei mir auch noch nicht. Schau doch mal
nach ob Schäden da sind und falls ja, zeige sind sofort beim Bauherren an.

Das gilt übrigens auch für dein Haus. Schau mal nach ob es irgendwo neue Risse gibt. Die Beweislage ist natürlich da schwierig. Im Idealfall
wird so eine Bautätigkeit den direkten Nachbarn angezeigt.

Gruß Heiko

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Johannes
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Re: Schwere Erdarbeiten

Beitrag von Johannes » Mittwoch 18. Februar 2015, 13:25

Hallo Kai,

eine echt schwierige Sache.
Ich würde mir auch Sorgen machen.

20 m von meinem Stand entfernt wurden vor Jahren mal zum Hochwasserschutz Spundwände von 8 m Länge in die Erde gerammt. Das fanden die Bienen gar nicht lustig. Zum Glück (für die Bienen) war das im Sommer. Sie konnten ihrem Ärger Luft machen. Das missfiel aber den Arbeitern. Schaden genommen haben die Völker letztlich nicht. Aber ob deine Völker jetzt vor dem ersten Reinigungsflug damit klar kommen? ... Ich weiß es nicht!

LG Johannes

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Re: Schwere Erdarbeiten

Beitrag von Hainlaeufer » Donnerstag 19. Februar 2015, 16:35

Hmmm... leider musste ich schon öfter außergewöhnliche Situationen erleben, wo man sich dann als Imker wirklich die Frage stellt, ob das nicht "zu viel Stress" für die Bienen war.
Erstaunlicher Weise gab es immer wieder Ereignisse, wo trotzdem die Mehrheit der Bienen erfolgreich den Winter überstanden. Also man mutet den Bienen oft nicht so eine ausdauernde Kraft zu. Die imkerliche Sorge ist aber natürlich was normales und ja... es ist wirklich fraglich, ob man nicht abwandern sollte? Wie lange noch hier gearbeitet wird? Was kommt dort hin? Nicht, das hier plötzlich eine Baustelle steht, wo ein Haus o.ä. hin kommt und die nächsten Bauarbeiter fürchten sich vor deine Bienen und ein Umzug ist plötzlich wirklich zwingend?

Echt schwierige Situation - ich hoffe für dich und deinen Bienen aber das Beste!

LG

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Re: Schwere Erdarbeiten

Beitrag von Luxnigra » Freitag 20. Februar 2015, 11:59

Hainlaeufer hat geschrieben:Was kommt dort hin? Nicht, das hier plötzlich eine Baustelle steht,

LG

Plötzlich ist da nicht.

Schliesslich besteht eine Baugenehmigung, und die ist doch einsehbar?!
Bleib auf deinem Land und wehr dich redlich

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Johannes
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Re: Schwere Erdarbeiten

Beitrag von Johannes » Montag 2. März 2015, 18:07

Hey Kai,

wie sieht es denn bei den Erdarbeiten aus?

Hast du Probleme bei deinen Bienen festgestellt?


LG Johannes

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Re: Schwere Erdarbeiten

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 2. März 2015, 18:18

Hallo Johannes und alle anderen,

vielen DAnk erstmal, ganz besonders u. a. auch an Heiko, für die erklärenden Erläuterungen. Die Erdarbeiten haben tatsächliuch nur ca. 4-5 Tage gedauert. Jetzt liegt da ein Sand-/Kiesbett, das wohl als Grundlage für ein ebenerdiges Betonfundament dienen wird. An den Völkern konnte ich noch keine Schäden entdecken; mal schauen, was wird. Glücklicherweise ist der Winter ja vorüber.

LG
Kai
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