Ablegerbildung aber richtig (Video)

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Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 21. April 2015, 16:44

Hallo allerseits,

es beginnt wieder die Zeit der Völkervermehrung, der Schwärme und der Zucht. Gerade die künstliche Völkervermehrung bedarf eines besonderen Augenmerkes, da aktuell wieder Verfahren beschrieben werden, die einem die Haare sträuben lassen. Folgende Verfahren werden gepriesen, die aber allesamt erfolglos enden werden:
  • Ablegerbildung ohne Königin
  • zu schwache Ableger (1 Brutwabe, sonst nichts?)
  • keine Zugabe von Bienen
  • etc. etc.
Daher möchte ich kurz meine Sichtweisen zu den notwendigsten Punkten der Ablegerbildung darstellen:
  • ein Ableger soll mit begatteter Königin oder aber mit einer schlupfreifen Weiselzelle gebildet werden
  • er besteht aus mindestens 2 verdeckelten Brutwaben, 1 Futterwabe, 1 Leerwabe, 1 Mittelwand und ausreichend Futterteig (1kg)
  • bei Aufstellung am Heimatstand MÜSSEN noch Bienen hinzugegeben werden: pro Brutwabe noch Bienen von je 1-2 offenen Brutwaben, da ja alle Flugbienen (es können bis zu 70% aller Bienen sein!) wieder nach Hause fliegen mit der Folge, dass der Ableger unterbesetzt ist und die Brut an Unterkühlung stirbt.
Alles weitere ist im Video dargestellt.

LG
Kai

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Johannes » Dienstag 21. April 2015, 17:47

Hallo Kai,

ich sehe das etwas differenzierter! Nur, weil manche Methoden nicht dem Optimum entsprechen, heißt das nicht, dass sie "allesamt erfolglos enden werden".
Natürlich kann man Ableger ohne Königin bilden. Es ist dann nur nicht sicher, ob in 3 Wochen eine legende Königin vorhanden ist und es geht einem Zeit verloren. Aber mein Opa hat 70 Jahre geimkert und niemals Königinnenzucht betrieben oder Königinnen gekauft. Entweder hat er Schwärme gefangen oder weisellose Brut-Ableger gebildet. ... Das geht schon!

Es gibt sogar eine recht praktische Methode, wo die Bildung ohne Königin in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg ist. Diese möchte ich mal kurz beschreiben:
Sobald ein Volk offensichtliche Schwarmtendenzen zeigt, stellt man den Brutraum mit der Königin etwas abseits auf einen neuen Platz. An Stelle des Volkes kommt der Honigraum und darunter eine Zarge mit Leerwaben oder MW. In die Mitte hängt man eine offene Brutwabe. Nach 9 Tagen kann man diese entfernen (falls man eine begattete Königin hat) und gibt diesem Flugling eine begattete Königin unter Teigverschluss zu. Würde man sie direkt nach der Teilung zugeben, würde sie mit größter Sicherheit abgestochen. Da schwarmtriebige Flugbienen kaum eine fremde Königin ohne vorhergehende Weisellosigkeit annehmen.


Auch die Bildung schwächerer Ableger funktioniert. Sie macht nur bedeutend mehr Arbeit bei der Betreuung! Wenn man aber durch Winterverluste nur wenige Völker kat und den Bestand aufstocken will, nimmt man diesen Aufwand mMn gern in Kauf.


Aber natürlich hast du ganz recht! Mehr ist immer besser. Das gilt für Brutwaben wie für Bienen! :D

LG Johannes

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 21. April 2015, 17:56

Johannes hat geschrieben: ...Auch die Bildung schwächerer Ableger funktioniert. Sie macht nur bedeutend mehr Arbeit bei der Betreuung! ....
Hallo Johannes,

völlig richtig! :P

Alle von Dir genannten Verfahren können auch zum Erfolg führen, wenn die Mehrarbeit an Betreuung etc. garantiert ist. :wink: Hieran hapert es aber oft, und besonders Jungimker vertrauen hier der "Natur" ... mit oft traurigem Ausgang. Oft fehlt auch die Erfahrung für die dann nötigen Handgriffe. Für uns alte Hasen natürlich kein Problem. :wink:

LG
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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Johannes » Dienstag 21. April 2015, 18:07

Ja, Kai,

mit genügend Routine (falls es in der Imkerei sowas gibt :mrgreen: ) fällt einen vieles leichter. Ich persönlich halte so einiges für machbar und erfolgversprechend. Man muss oft nur schnell und vor allem richtig reagieren!
Außerdem sollten auch Jungimker das Recht haben, aus Fehlern zu lernen.
Auch alte Hasen machen jährlich Fehler, sie geben sie nur seltener zu! :wink:

Aber es ist natürlich schade um jedes durch Unwissenheit verlorene Volk.
Von daher auch von mir der Hinweis: Bildet eure Ableger mit vielen Jungbienen, verdeckelten Brutwaben und einer begatteten Königin. Ein entfernter Außenstand für Ableger wirkt auch durchaus positiv!
Nur bei akutem Völkermangel sollte man auch zu riskanteren Verfahren greifen.

LG Johannes

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 21. April 2015, 18:15

Dem würde ich mich hundertprozentig so anschließen. :P

So stark und viel wie möglich! Vor allem auch was Futter betrifft. und die Sommerpflege der Jungvölker ist natürlich auch wichtig, um auf Einwinterungsstärke zu kommen. Diese habe ich letzten Sommer wegen Umzugs und Hausrenovierung leider etwas vernachlässigt, was sich in der geringeren Auswinterungsstärke der Ableger gnadenlos bemerkbar macht. 8)

Und: von einem Außenstand träume ich nach wie vor. :P Ein Außenstand wäre die Krönung. Wenn dieser dann noch isoliert in einem Morr- oder Waldgebiet liegt, könnte man ihn gleich als Begattungsplatz nutzen.

LG
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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Marakain » Dienstag 21. April 2015, 20:35

Vielleicht tritt das Problem nur bei mir auf aber das Video ist bei mir nicht abrufbar.

Heidjer
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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Heidjer » Mittwoch 22. April 2015, 01:08

Dieses Verfahren von Pia Aumeier ( nicht gerade meine Freundin) habe ich aucvh chon ausprobiert. Es funktioniert. Hier lesen http://www.imkerschule-sh.de/sites/defa ... n_Volk.pdf
Wolfgang

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 22. April 2015, 10:01

HAllo Wolfgang,

danke für den interessanten Link, ausgerechnet auf dem Sever der Imkerschule Schleswig-Holstein. :P

Als Imkerlehrling von Werner Schundau, Christian S. Jansen und anderen aus den 1980er Jahren, ein aus damaliger Sicht unvorstellbares Verfahren der Völkervermehrung. Und auch heute noch habe ich Zweifel: werden aus solch erzogenen Königinnen vollwertige Weisel?

Und auch bei unserem Schleswig-Holsteinischen Klima habe ich arge Zweifel bezüglich der notwendigen Wärme und der Dauer der Vegetationsperiode. Vor Jahren habe ich auf diese Weise mehrere Ableger erstellt: 1 Brutwabe, eine Mittelwand, 1 Futterwabe, und weil ich keinen Außenstand habe, kamen jeweils noch Bienen von 2 Brutwaben hinzu. Daraufhin kam es im Mai zu einem Temperatursturz mit der Folge, dass sämtliche Brut in den Ablegern verkühlte. Vergebliche Liebesmüh!

Dass es auch anderen (zumindest hier in SH) so ergeht, belegt folgender Link: http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post321222

Bis heute haben wir hier in Kiel Tagestemperaturen von ca. 12-14 Grad. Bei solchen Temperaturen möchte ich keine Ableger bilden müssen; zumal die Völker noch lange nicht soweit sind.

Sicherlich mag das Verfahren funktionieren, wenn die Bedingungen (Wetter, Imker) gut sind. Empfehlen möchte ich aber eigentlich den sichereren Weg. :P

LG
Kai
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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 22. April 2015, 17:15

Nachtrag

Und auch hier gibt es eine aktuelle Diskussion dazu: http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post467312

Wie gesagt; ich kann die Negativerfahrungen leider nur bestätigen. :roll:
LG
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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Heiko » Donnerstag 23. April 2015, 14:28

Hallo Kai,

schön, dass du dieses Thema mal wieder aufgegriffen hast. Mit deiner Methode der Ablegerbildung bist du eigentlich am nächsten am natürlichen Geschehen dran. Wenn schon Schwarmzellen da sind und du die alte Kö mit einem Teil der Bienen weg nimmst ist das quasi Schwarmvorwegnahme.
Das Volk ist darauf eingestellt sich zu teilen und hat schon eine begattete Kö. Das ist definitiv die sicherste und "wesensgemäße" :wink: Methode.

Die Ableger die beim Schröpfen anfallen, stellen den natürlichen Ablauf auf den Kopf und schaffen aus einer Notsituation heraus nach. Auf jeden Fall
ein schlechterer Start, der aber nicht zwangsläufig an der "Wand" enden muss.
Um es gerade diesen Ablegern zu erleichtern, habe ich für dieses Jahr meine Ablegerkästen umgebaut. Der Gitterboden ist weg und gegen ein entsprechendes Brett getauscht. Das Flugloch wesentlich kleiner und nicht mehr mittig sondern seitlich (dort wo die Brutwaben hängen). Sinn und Zweck der Aktion ist gerade die Startphase zu unterstützen durch

bessere Warmhaltigkeit
bessere Fluglochwache

Überwintern sollen Sie in den Kästen ja nicht aber vor kalten Nächten/Tagen/Wind geschützt werden, sowie ungebetenen Gästen der Zutritt verwehrt werden.

Gruß

Heiko

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 23. April 2015, 15:26

HAllo Heiko,

danke. Deine neuen Ablegerkästen gefallen mir; ich glaube sie sind für uns hier im Norden genau das richtige. :P :P :P

Anbei zwei weitere Statements, die ich voll unterstütze: http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post467433

Vor allem auch im Hinblick auf die minderwertigen Königinnen.- Ich glaube es war Prof. Ruttner, der sich mal die Mühe gemacht hat, Königinnen der verschiedensten Aufztuchtverfahren miteinander zu vergleichen. Dabei wurde festgestellt, dass Schwarmköniginnen und Königinnen aus allerbester Pflege im Großvolk die meisten Ovariolenzahlen ausbildetenen.

Minderwertige Nachschaffungsköniginnen brachten es auf gut die Hälfte der Ovariolen.

Klar, dass aus solche Kümmerableger bzw Mickerköniginnen "irgendwie" was werden können ...

LG
Kai
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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Johannes » Donnerstag 23. April 2015, 17:49

Hallo Kai,

diese Erfahrung hab ich auch gemacht, bevor ich mich mit der Zucht befasst habe.

Die Nachschaffungsköniginnen können gut bis sehr gut sein. Aber die Ausschussquote ist beträchtlich. Die meisten halten kein Jahr durch. ... Also dank mir. Weil sie schlich kein vernünftiges Wirtschaftsvolk aufbauen können.
Solche Ableger werden von mir (falls ich sie überhaupt mal erstelle) grundsätzlich nach der Varroabehandlung umgeweiselt.



Noch ein paar Worte verlieren möchte ich zum Thema "Schröpfen der Völker". Durch die Entnahme von 1-2 Brutwaben kann man mMn das Schwärmen nicht verhindern. Entweder man wartet bis die ersten Zellen da sind und macht es dann so wie von dir beschrieben, oder man muss bedeutend mehr als 2 verdeckelte Brutwaben entfernen.

LG Johannes

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von Heiko » Donnerstag 23. April 2015, 21:17

Johannes hat geschrieben: Noch ein paar Worte verlieren möchte ich zum Thema "Schröpfen der Völker". Durch die Entnahme von 1-2 Brutwaben kann man mMn das Schwärmen nicht verhindern. Entweder man wartet bis die ersten Zellen da sind und macht es dann so wie von dir beschrieben, oder man muss bedeutend mehr als 2 verdeckelte Brutwaben entfernen.
LG Johannes
Hallo Johannes,

ich Schröpfe nicht um Schwärme generell zu verhindern sondern um zu verzögern. Ziel ist den Frühjahrshonig zu ernten ohne dass vorher geschwärmt wird (bei Wirtschaftsvölkern). Wenn ich
bei 1,5 DNM 2 Brutwaben entnehme, ist dass schon eine ordentliche Lücke. Entweder es kommt dann kein Schwarm mehr oder eben später.

Bei nicht Wirtschaftsvölkern - die sich aber durch andere Vorzüge wie z. b. reichliche Propolisverwendung oder Reinheit auszeichnen - mache ich "sichere Ableger" und verstärke diese dann mit den Schröpfablegern. Teilweise lasse ich auch Schwärme bewusst zu.

Ich hab beides am Stand. Nur Liebhaberei ist dann irgendwie doch zu wenig und eigener Honig/Propolis ist schon was tolles!

Lg Heiko

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Re: Ablegerbildung aber richtig (Video)

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 8. Mai 2015, 10:37

HAllo allerseits,

aus aktuellem Anlass und auch wegen des kühlen bis kalten Witterungsverlaufs gerade hier im Norden: anbei "beste" Beispiele dafür, wenn man Ableger zu schwach bildet:

http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post469575

http://www.imkerforum.de/showthread.php ... post469051

https://www.landlive.de/boards/thread/67326/page/1/

usw usw.

Das ist mir vor vielen Jahren auch mal passiert: es flogen zu viele Bienen zurück, die komplette Brut ist darauf hin verkühlt, die Ableger waren hinüber. Vergebliche Liebesmüh.

Es ist immer schade um solche vermeidbaren Verluste.

LG
Kai
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