Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

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Moderator: Johannes

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Ape
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Re: Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

Beitrag von Ape » Mittwoch 24. Januar 2018, 20:39

Rönsahler hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 17:45
Hallo Imker,
vielleicht darf ich auch mal zu dem Wasser was bei Futterteigfütterung sagen.
Eine mir bekannte Berufsimkerin hat mir mal einen unheimlich guten Tipp mal gegeben, den ich seit zig Jahren erfolgreich betreibe.
Wenn ich auf den Ablegern Futterteig lege, kommt in die andere Ecke ein Zipp-Beutel mit Wasser hinzu.
Und zwar beschafft ihr euch die Gefriebeutel mit Zipp Verschluss, gibt es in allen Größen.
Dort kommen in einen Beutel der für 3 Liter Inhalt gedacht ist 2 ltr. warmes Wasser und einen kleinen Löffel reines Vitamin C Pulver hinzu.
Dieses bekommt man in Reformhäusern oder Apotheken, kostet nicht viel.
Dieser Beutel wird durch den Zipp Verschluß geschlossen und flach direkt gegenüber dem Futterteig auf die Waben gelegt.
von der oberen Seite her her sticht man mit einer Nadel einige Löcher hinein und drück etwas flüssigkeit raus, ein paar Tropfen genügen.
Ihr sollt mal sehen wie die Bienen dieses mit großem Appetit aufnehmen und ruckzuck ist der Beutel und der Teig weg.
Dieses habe ich seit zig Jahren erfolgreich bei Ablegern praktiziert, auch wenn diese nicht so viel Bienenmaterial hatten, die Völker quellen auf.
Natürlich mit einer entsprechenden Königin, das sollte ja wohl jedem klar sein...
Hallo Heinz,

erst einmal auch von mir Willkommen hier im Forum. Hab viel Spaß.
Danke für den Tipp. Klingt für mich einleuchtend. Das merke ich mir definitiv vor.
Würdest du die Vorgehensweise auch im Winter bei einer Notfütterung empfehlen (so fern die Temperaturen nicht zu tief sind) oder nur zur Ablegerpflege? Hast du damit im Winter Erfahrung und wenn ja, gibt es Probleme wenn das Wasser gefriert und dann wieder auftaut? Auf das Vitamin C dürfte es ja keinen Einfluss nehmen?!

Rönsahler hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 17:45
...Genau so einen Tipp haben ich von ihr bekommen wegen der Ablegerbildung und die Verbannung einens Volkes auf einen anderen Stand, wegen dem einfliegen der Flugbienen.
Bei mir bleibt jeder Ableger oder auch Volk egal ob 0,50 cm oder zig Meter verstellt auf meinem Bienenstand, und keine Biene fliegt in den alten Kasten zurück. Ableger oder Volk einige Zeit etwa 2 Stunden abgesperrt, dann Flugloch eingeengt, und dann das Flugloch mit einem Tannenreis oder sonstigens versehen. Dieses machen ich in der Regel des Abends, weil dann auch alle Flugbienen zu Hause sind.
Dieses Tannenreis oder ähnl. muss aber so befestigt werden, das es nicht sofort von dem Wind weggeblasen wird, ich stecke es immer mit dem dicken Ende zuerst in das Flugloch rein.
Am anderen Morgen könnt ihr dann folgendes Beobachten....
Die Bienen, die dann zuerst versuchen durch das Flugloch zu krabbeln, sehen das noch nie dagewesene Hinderniss und wissen nicht was sie dort erwartet. Sie können den gewohnten Himmel im direkten Begehen an das Flugloch nicht sehen und müssen erst das Hinderniss überwinden.
Diese starten dann zum ersten Flug über, oder durch das/dem Hinderniss hinweg und fliegen sich ganz neu ein. Wenn ihr dieses beobachtet werdet ihr sehen, wie sie sich mit dem Gesicht zur Beute (als wenn sie die neue Landebahn fotografieren wollten) ihre Flugkreise erweitern und dann wieder direkt den neuen Standort be,- bzw. anfliegen...
Diese Variante habe ich ebenfalls schon erfolgreich getestet! Ich bin begeistert davon. Wenn ich es nicht selbst versucht hätte, würde ich ebenfalls behaupten das es nicht funktioniert. Ich musste auf Grund einer nicht ganz optimalen Standortwahl innerhalb des Flugradius meine Völker verstellen und wollte nicht auf einen Ausweichstand, in Ermangelung dessen war es zudem auch nicht einfach so möglich. Da habe ich das probiert. Man muss eben recht gewissenhaft das Flugloch "verbarrikadieren". Frei nach dem Motto "Versuch macht Klug".

Grüße aus dem Gebirge
Steve

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Re: Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

Beitrag von Rönsahler » Mittwoch 24. Januar 2018, 22:30

Hallo Steve,
Nochmal zu der Fluglochbeschmückung............
Ich mache das wenn ich drauf vorbereitet bin mit irgendeinem koniferenzweig oder Wachholderzweig, die sind dicker und nehmen den Bienen mehr Hindernis, beim Tannenreis ist es schon mal etwas zu flach, jenachdem wie die Zweige ausfallen, und dann auch zu spärlich.
Fakt ist sie dürfen bei Fluglochannäherung von innen nicht den Himmel sehen.

Jetzt zur Fütterung...........
Ich hatte mal Besuch von einem Waschbär, der mir etliche Beuten geöffnet hat, und dort natürlich sich über die Futterwagen hergemacht hat.
Gott sei Dank hat er diese nicht alle zerstört, ich nehme an das er gestört wurde, aber es war soviel Schaden das ich nachfüttern muste.
ja ich habe es auch schon im Winter bei normalen Völkern praktiziert, nur sollte man dann eine etwas dicke Dämmung drüber machen.
Ich habe ja die Seegeberger Beuten für DNM, und die Dadantbeuten nach Bruder Adam,.
Wenn sowas eintritt kommt zusätzlich ein halber Honigraum leer drauf, dort kommt das Futter und die Flüßigkeit rein, und dadrüber eine Folie, damit die Bienen keinen Kontakt zum Schaumstoff oder Styropor haben, diese Dämmung geht bis unter das Dach, also dicke Schaumstoffschicht bis unter das Dach des Deckels, das hat noch immer so geklappt.
Womit hast Du denn es probiert, mit Tabak oder Lachgas, oder meinst du den Tipp mit dem Verstellen der Völker ??
Heinz

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Re: Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

Beitrag von Ape » Mittwoch 31. Januar 2018, 15:13

Rönsahler hat geschrieben:
Mittwoch 24. Januar 2018, 22:30
Hallo Steve,
Nochmal zu der Fluglochbeschmückung............
Ich mache das wenn ich drauf vorbereitet bin mit irgendeinem koniferenzweig oder Wachholderzweig, die sind dicker und nehmen den Bienen mehr Hindernis, beim Tannenreis ist es schon mal etwas zu flach, jenachdem wie die Zweige ausfallen, und dann auch zu spärlich.
Fakt ist sie dürfen bei Fluglochannäherung von innen nicht den Himmel sehen.
...
Hallo Heinz,
ich habe ebenfalls Koniferenzweige genommen und verkehrt herum in das verengte Flugloch gesteckt. Dann noch weitere auf das Flugbrettchen. Hat zufriedenstellend funktioniert. Es gab nur vereinzelt Bienen, die sich am alten Standort gesammelt hatten, geschätzt um die 20-30 Stück waren es. Die Beuten waren nach der Aktion dennoch gut gefüllt, also hat sich der Flugbienenverlust auch deutlich in Grenzen gehalten. Entgegen der Logik des Verlustes, bei kleineren Völkern (Ablegern) würde ich das wieder machen, bei starken Wirtschaftsvölkern hätte ich dann doch etwas Bammel, dass der Verlust steigen könnte. Aber auch hier gilt, Versuch macht klug. Im schlimmsten Falle heißt es Beute zurück an den alten Standort, und nach Einbruch der Dunkelheit aus dem Flugradius bringen und alt hergebracht verstellen.

Grüße
Steve

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Re: Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

Beitrag von Rönsahler » Mittwoch 31. Januar 2018, 22:51

Hallo Steve,
nein Du brauchst nur die paar Bienen, wenn sie sich in einer hingestellten Beute dort wieder versammelt haben wieder in den Ableger reinschütten, aber bitte Abends, dann über Nacht wieder den Schmuck auflegen und du sollst sehen es klappt.
Wichtig ist, das sie keinen Himmel sehen können, der Schmuck muss so dicht sein das sie nur mit Mühe dadurch zwingen können. wenn sie von innen her in die Nähe des Fluglochs kommen.
Wenn Du zu viel Bammel hast, bei großen Völkern, Hol dir ganz billigen normalen Pfeiffentabak, den zum rauchen, etwas in den Smoker oder Imkerpfeife rein, und nach dem er anfängt zu qualmen einige Stösse davon in das Flugloch rein, du wirst ein kurzes Aufbrausen hören und nach einer Weile Totenstille. Die gesamte Mannschaft ist dann bedüzzelt und du kannst mit Ihnen machen was du willst.
Durch diesen normalen Tabakqualm verlieren sie Ihren Instinkt zum Flugloch und fliegen sich neu ein. Nach einigen Minuten kommen sie wieder zu sich und fangen an zu brummen und zu krabbeln. Es passiert Ihnen wirklich nichts. Ich habe das schon zigmal so gemacht und immer gute Ergebnisse erzielt. Selbst wenn ein paar Bienen dann nochmal zum alten Standort fliegen sollten, wenn kein Kasten dort mehr steht, dann betteln sie sich bei den nächsten Nachbarn ein. Ich mache das seit zig Jahrzehnten so, und bringe keine einzige Beute mehr aus dem Flugradius von 3- ? km. weg.
vG
Heinz

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Re: Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

Beitrag von Ape » Donnerstag 1. Februar 2018, 07:14

Hallo Heinz,
danke für den Tipp aus der "Imkertrick-Kiste" :)
Auch das mit dem Vitamin C werde ich mir merken.

Grüße

Bettina
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Re: Video: Mini-Plus-Beute einzargig überwintern und füttern

Beitrag von Bettina » Donnerstag 1. Februar 2018, 17:11

Spannend!! ich liebe es, die Erfahrungen von anderen zu lesen. In meinem Imkerkurs damals wäre das alles als altes Gewäsch verteufelt worden. Aber wie kann so etwas Gewäsch sein, wenn es jemand erfolgreich praktiziert?
Mit Ablegern habe ich es übrigens auch schon selber erfolgreich ein paar Mal so gemacht. Allerdings habe ich noch einen anderen " Trick" dazu genommen, den ich damals im Imkerforum gelesen hatte. Die Imkerin machte das damals genau wie Du, Heinz, mit den Zweigen, und führte aber an, man solle die verschlossene Beute abends am besten beim Verstellen noch ein bisschen erschüttern, dadurch sollten die Bienen "denken" , ihr Baum sei umgefallen. Das würde in Verbindung mit dem Fluglochschmuck dazu führen, dass sie sich neu einfliegen.
Mit einem WiVo hat es damals bei mir nicht geklappt, aber jetzt weiß ich auch warum, den Himmel konnten meine locker noch sehen, weil ich nicht so stark "geschmückt" hatte. Ich war dadurch von der Idee wieder abgerückt.
Ich will dieses Jahr viele! Ableger machen, wahrscheinlich auch Königinnen Ableger, und ich bin gerade nochmal sehr dankbar für diese gepostete Erfahrung, wird mein Imkerjahr wahrscheinlich einfacher machen.

Auch diese Mini-Plus Überwinterung- nie hätte ich gedacht, dass sowas klappen kann. Ob ich mir dann doch mal ein paar M+zulege? :wink:

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