Imkern in meinen "Trogbeuten"

Alles zu Beuten mit der Arbeitsweise in einer Ebene: Trogbeuten, Lagerbeuten, T120, Golzbeute, Schleswig-Holsteinische Wanderbeute, etc. etc.

Moderator: Johannes

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monaldi
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Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von monaldi » Freitag 4. Juli 2014, 18:02

Hallo Zusammen,

ich bin hier seit kurzer Zeit aktiv, weil ich in diesem Sommer 2 dunkle Königinen in zwei Carnica Völker zusetzen werde. In einem anderem Thema wurde ich von Johannes gebeten, meine Trogbeute und mein Imkern mit diesen selbsgebauten Beuten bei Gelegenheit vorzustellen.

Ich fange mal an. Ich werde nach und nach ergänzen.

heute nur eine kurze Einleitung, wie ich mit den Beuten imkere.

Diese Betriebsweise hat ein anderer Imker im Jahr 2010 in unserem Verein vorgestellt und mich hat sie gefallen als eine Alternative. Ich imkere auf diese Weise seit dem Jahr 2011. Die Beuten werden sogar in einem Werk für behinderte Menschen hier im Kreis hergestellt. Man muss sie also nicht mehr bauen. Am Anfang haben die Beuten allerdings einige "Mängel" gehabt, wie z.B. keine Möglichkeit, ein Varroabrett reinzuschieben. Deshalb habe ich irgendwann aus verschiedenen Einleitungen für verschiedene Beutensysteme meine Beuten entwickelt. Ich gebe zu, dass sie nicht ohne Fehler sind. Es gibt immer noch etwas zu verbessern. Das Behindertenwerk hat die Beuten weiter entwickelt, so dass sie nun keine enormen Mängel aufweisen dürften.

Hier die Einleitung und ein paar Bilder.

Grundsätzlich wird die Trogbeute wie eine Magazinbeute genutzt, da sie im Prinzip auch eine ist.
1. einräumige Überwinterung ( 16 Waben Zander )
2. Erweiterung im März/April wie bei einer Magazinbeute
3. Aufsetzen des Honigraumes- an der unteren Zarge (16 Z ) ändert sich nichts
- einlegen eines normalen Zanderabsperrgitters
- aufsetzen des Honigraumes (10x Zander Mittelwände)
4. Schwarmstimmung (bestiftete Weiselzellen)- jetzt kommt die erste Änderung
gegenüber der Magazinbeute!
- Honigraum entleeren und Zarge herunternehmen
- Absperrgitter (Zander)entnehmen - wird nicht mehr benötigt!
- alle Weiselzellen werden entfernt.
- 5 Waben aus der unteren Zarge (16 x Zander) entnehmen
- das halbierte Absperrgitter am Rand auf die Bausperre legen und das Trennschied
einsetzen.
- eine besonders schwere Futterwabe - mit Pollen und Honig - an das Trennschied
in den seitlich entstandenen Ablegerraum einhängen.
- mit vier Brutwaben und ansitzender Königin wird der seitliche Ablegerraum aufgefüllt.
- Honigraum kann jetzt wieder aufgesetzt werden.
5. Schwarmkontrolle nach einer Woche - Honigraum ( wie oben entnehmen )- neu angezogene
Zellen werden ausgebrochen - Schwarmstimmung ist beendet!
- Honigraum wieder aufsetzen und weiterimkern wie mit dem Magazin.
6. Mitte Juli Honigraum entnehmen - Trachtende - und abschleudern.
7. Brutentnahme - das Trennschied und das halbe Absperrgitter wird entnommen.
- eine Brutwabe (Fangwabe) mit offener Brut verbleibt mit der Königin im Volk.
- die vier anderen Brutwaben kommen in einen separaten Sammelableger.
- Brutraum auffüllen (16x Zander)
8. nach einer Woche wird die verdeckelte Fangwabe entnommen und vernichtet!
Ende der Sommerbehandlung in der Trogbeute!
9. Danach laufende Varroakontrolle
10. Winterbehandlung - Volk ist brutfrei - und auf 16 Zanderwaben in der Trogbeute
überwintern!

Die Bilder kann ich hier leider nicht anhängen, weil sie zu groß sind. Sie befinden sich auch nur auf meinem PC, so dass ich kein Link angeben kann.
Bitte um Rat.

Ich vermute, dass Viele sagen werden, dass diese Betriebsweise Bienenunfreundlich ist, wenn man die Königin für lange Zeit in einem sehr kleinen Raum absperrt.

Ich freue mich auf eure Reaktionen.

Gruß Vlastik

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von Johannes » Freitag 4. Juli 2014, 22:44

Hallo Vlastik,

erst mal Danke für den interessanten Bericht!

Zu den Bildern:
Die musst du mit einem Bearbeitungsprogramm (z. B. Paint) verkleinern. Maximalgröße: 250 KB; Höhe: <1000 Pix; Breite: <750 Pix



Zu der Betriebstweise hab ich noch eine Frage. Wie lange bleibt die Königin auf den 5 Waben?
Die Tatsache, dass die Königin längere Zeit auf nur 5 Waben brüten kann stört mich gar nicht. So schont man die Königin und steigert ihre Lebenserwartung. Kai macht das ja jetzt mit seinen Zuchtköniginnen im Dadantableger auch. Und im MiniPlus wird auch nicht mehr Platz sein. Mich verwundert mehr, wie die Völker dann noch trachtfähig bleiben. Die Brut von nur 5 Waben würde für meine Wirtschaftsvölker nie ausreichen. Die brüten ohne Absperrgitter auf 18 - 25 Zanderwaben.

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von monaldi » Samstag 5. Juli 2014, 08:17

Johannes hat geschrieben:

Zu der Betriebstweise hab ich noch eine Frage. Wie lange bleibt die Königin auf den 5 Waben?
Die Tatsache, dass die Königin längere Zeit auf nur 5 Waben brüten kann stört mich gar nicht. So schont man die Königin und steigert ihre Lebenserwartung. Kai macht das ja jetzt mit seinen Zuchtköniginnen im Dadantableger auch. Und im MiniPlus wird auch nicht mehr Platz sein. Mich verwundert mehr, wie die Völker dann noch trachtfähig bleiben. Die Brut von nur 5 Waben würde für meine Wirtschaftsvölker nie ausreichen. Die brüten ohne Absperrgitter auf 18 - 25 Zanderwaben.

LG Johannes
Hallo Johannes,

es ist unterschiedlich. Wenn die Weiselnäpchen bestiftet sind, spertt man die Königin ab. Sie bleibt zum Honigschleudern an den 5 Waben.

Es ist klar, dass der Honigertrag nicht so hoch sein kann, wenn man auf 18-25 Waben die Königin läßt. Auf der anderen Seite verbraucht das Volk auch weniger. Und bis zu der Schwarmstimmung waren eigentlich die 16 Waben voll.

Mir geht es aber nicht vor allem um den Honig, wenn ich imkere. In diesem Jahr haben wir 40 Kg von 4 völkern geerntet. Aber in diesem Jahr ist einiges schief gelaufen. Wir mussten meinen Familien für 2 Wochen im Mai besuchen und die Völker sind teilweise geschwärmt.

HIer in der Gegend ist es schlecht mit Tracht. Nach Raps kommt nichts mehr. Im letzten Jahr war z.B. keine Ernte.
2012 haben wir von 3 Völkern 50 Kg geschleudert. Hier muss man Honig schleudern, wenn der Raps abgeblüht ist, sonst ist der Honig schon in den Waben so fest, dass man ihn nicht mehr ausschleudern kann.

Wir sind 2012 umgezogen. An dem früheren Standort haben wir von 2 Völkern 60 Kg geschleudert (1x Frühtracht, 1x Sommertracht oder mann konnte bis Juli/Augist warten).

Auf dem Land ist halt anderes Imkern.
Der Kollege, der sich das ausgedacht hat, behauptete, dass es keine enorme Einbußen gibt, was die Honigmenge betrifft.

Es spielen viele Faktoren eine Rolle.

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von monaldi » Samstag 5. Juli 2014, 08:23

Hier die ersten Bilder.

Bild
DSC08005.JPG
Trognbeute samt 2 Honigzargen
Bild
DSC08006.JPG
Platz für Trennschied
Bild
DSC08007.JPG
Raum für Absperren der Königin mit Trennscheid
Bild
DSC08008.JPG
Trennschied seitlich
Bild
DSC08009.JPG
Boden

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von monaldi » Samstag 5. Juli 2014, 08:25

Und noch ein Bild.

Rest folgt noch später.

Bild
DSC08011.JPG
Boden mit Leiste unter dem Trennschied

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von Johannes » Samstag 5. Juli 2014, 08:42

Hey, tolle Fotos! :)

Die Beute sieht echt interessant aus!
Für meine Betriebsweise (Ablegerbildung / Zucht / großer Jungbienenbedarf für Begattungskästchen) wäre das aber nichts.
Aber wenn du damit ohne massive Varroabehandlung klar kommst, dann spricht das für diese Betriebsweise. :P

LG Johannes

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weitere Bilder

Beitrag von monaldi » Montag 14. Juli 2014, 19:58

Hallo zusammen,

wenn es noch jemanden interessiert, hier noch einige Bilder:

Bild
DSC00831.JPG
Bild
DSC00832.JPG
Bild
DSC00833.JPG
Bild
DSC00836.JPG
Bild
DSC00838.JPG

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von Johannes » Montag 14. Juli 2014, 21:29

Die Kästen sehen echt gut aus. Und so rücken-schonend! :D

LG Johannes

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von heinz-egon » Donnerstag 29. Oktober 2015, 15:05

monaldi hat geschrieben:Hallo Zusammen,

ich bin hier seit kurzer Zeit aktiv, weil ich in diesem Sommer 2 dunkle Königinen in zwei Carnica Völker zusetzen werde. In einem anderem Thema wurde ich von Johannes gebeten, meine Trogbeute und mein Imkern mit diesen selbsgebauten Beuten bei Gelegenheit vorzustellen.

Ich fange mal an. Ich werde nach und nach ergänzen.

heute nur eine kurze Einleitung, wie ich mit den Beuten imkere.

Diese Betriebsweise hat ein anderer Imker im Jahr 2010 in unserem Verein vorgestellt und mich hat sie gefallen als eine Alternative. Ich imkere auf diese Weise seit dem Jahr 2011. Die Beuten werden sogar in einem Werk für behinderte Menschen hier im Kreis hergestellt. Man muss sie also nicht mehr bauen. Am Anfang haben die Beuten allerdings einige "Mängel" gehabt, wie z.B. keine Möglichkeit, ein Varroabrett reinzuschieben. Deshalb habe ich irgendwann aus verschiedenen Einleitungen für verschiedene Beutensysteme meine Beuten entwickelt. Ich gebe zu, dass sie nicht ohne Fehler sind. Es gibt immer noch etwas zu verbessern. Das Behindertenwerk hat die Beuten weiter entwickelt, so dass sie nun keine enormen Mängel aufweisen dürften.

Hier die Einleitung und ein paar Bilder.

Grundsätzlich wird die Trogbeute wie eine Magazinbeute genutzt, da sie im Prinzip auch eine ist.
1. einräumige Überwinterung ( 16 Waben Zander )
2. Erweiterung im März/April wie bei einer Magazinbeute
3. Aufsetzen des Honigraumes- an der unteren Zarge (16 Z ) ändert sich nichts
- einlegen eines normalen Zanderabsperrgitters
- aufsetzen des Honigraumes (10x Zander Mittelwände)
4. Schwarmstimmung (bestiftete Weiselzellen)- jetzt kommt die erste Änderung
gegenüber der Magazinbeute!
- Honigraum entleeren und Zarge herunternehmen
- Absperrgitter (Zander)entnehmen - wird nicht mehr benötigt!
- alle Weiselzellen werden entfernt.
- 5 Waben aus der unteren Zarge (16 x Zander) entnehmen
- das halbierte Absperrgitter am Rand auf die Bausperre legen und das Trennschied
einsetzen.
- eine besonders schwere Futterwabe - mit Pollen und Honig - an das Trennschied
in den seitlich entstandenen Ablegerraum einhängen.
- mit vier Brutwaben und ansitzender Königin wird der seitliche Ablegerraum aufgefüllt.
- Honigraum kann jetzt wieder aufgesetzt werden.
5. Schwarmkontrolle nach einer Woche - Honigraum ( wie oben entnehmen )- neu angezogene
Zellen werden ausgebrochen - Schwarmstimmung ist beendet!
- Honigraum wieder aufsetzen und weiterimkern wie mit dem Magazin.
6. Mitte Juli Honigraum entnehmen - Trachtende - und abschleudern.
7. Brutentnahme - das Trennschied und das halbe Absperrgitter wird entnommen.
- eine Brutwabe (Fangwabe) mit offener Brut verbleibt mit der Königin im Volk.
- die vier anderen Brutwaben kommen in einen separaten Sammelableger.
- Brutraum auffüllen (16x Zander)
8. nach einer Woche wird die verdeckelte Fangwabe entnommen und vernichtet!
Ende der Sommerbehandlung in der Trogbeute!
9. Danach laufende Varroakontrolle
10. Winterbehandlung - Volk ist brutfrei - und auf 16 Zanderwaben in der Trogbeute
überwintern!

Die Bilder kann ich hier leider nicht anhängen, weil sie zu groß sind. Sie befinden sich auch nur auf meinem PC, so dass ich kein Link angeben kann.
Bitte um Rat.

Ich vermute, dass Viele sagen werden, dass diese Betriebsweise Bienenunfreundlich ist, wenn man die Königin für lange Zeit in einem sehr kleinen Raum absperrt.

Ich freue mich auf eure Reaktionen.

Gruß Vlastik
Hallo Vlastik
Die Beuten sehen klasse aus und wie es scheint sauber verarbeitet. Die Betriebsweise ist mir nicht ganz verständlich.
Du gehst also mit 16 Waben in den Winter. In Kaltbau. Ich habe damit keine Erfahrung, habe immer nur in Warmbauweise meine Bienen gehalten, sowohl in Magazinen als auch in Trogbeuten. Wie geht das im Frühjahr weiter? z B bei der Stachelbeerblühte(das ist bei mir der Zeitpunkt um das Volk auf die Tracht vorzubereiten. Überprüfung der Waben mit dem Winterfutter und Pollen, eventuell einengen des BR Nestes mit dem Schied und die HR Zugabe mit Leer und MW.
Wie viel ? Damit der Honig gut verarbeitet wird!. Du hast im Bild 2 HR wann setzt du diese auf? Bei diesen doch etwas größeren Waben, besteht die Möglichkeit das der Honig schnell kandiert da die Waben nur unzureichend besetzt, vor allem bei Raps.
Die Ableger Bildung auf 5 Waben ist zwar machbar, aber es hemmt doch die Königin sich zu entfalten. Wann wird sie Umquartiert oder ist das eine Art Brutentahme um die Varroa zu dezimieren? Scheint mir unzureichend. Das mit der Schwarmverhinderung scheint mir durch die 2 malige Durchsicht auf WZ doch mit etwas Arbeit verbunden. Was ist wenn du es nicht rechtzeitig erkennst?
Wann und wie erfolgt die Varroa Behandlung? und die Auffütterung?, Wie und wann bekommt das Volk dem du die WZ entnommen hast eine Königin? Oder ist es eine Rückvereinigung? Eigentlich ist der Ableger Raum alle was deine Trogbeute vom Magazin unterscheidet, aber für dich sicherlich eine Bereicherung in der Betriebsweise. Bitte verstehe die Fragen nicht falsch, finde es gut wenn Imker sich abseits der Magazine nach anderen Wegen umsehen. Habe das mein Leben lang so gehalten, nur bin ich vorbelastet durch meine Vorfahren (in 4 Generationen), die alle meist in Trogbeuten geimkert haben. Wenn du möchtest stelle ich dir mal meine 2006 gebaute Trogbeute Vor mit einer speziellen Betriebsweise die doch einige Vorteile bringt, sowohl in der Schwarmverhinderung , Varroa Dezimierung, kein Durchblättern um WZ zu suchen, Einsatz des Schieds bei diversen Vorgängen, kleinere Waben für die leichtere Handhabung z B Kuntsch hoch und Dickwaben oder Oberträgerleisten für Naturbau. HR als Ableger Kasten verwenden mit bis 10 große Waben und wenn nötig noch eine HR zusätzlich zu geben falls sich das Volk gut entwickelt.
Durch die komplette Brutentnahme die durch MW und Leerwaben ersetzt werden und somit ein fast komplettes neues Brutnest und einer neuen Königin.
Das so einiges damit du nach Wegen suchst es auch mit deiner neuen Trogbeute zu versuchen.
LG Heinz egon

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von monaldi » Donnerstag 29. Oktober 2015, 20:11

Hallo Heinz,

du hast sehr viele Fragen gestellt. Ich kann zur Zeit nicht viel davon beantworten, weil ich kaum Zeit für etwas anderes als meine 2 kleine Kinder. Ich versuche nach und nach zu antworten. Der Winter ist lang.

Nur vorab, ich suche keine anderen Betriebsweisen mehr. Ich bin eigentlich mit meiner Betrriebsweise zufrieden. vielen Dank für dein Angebot. Ich habe die Beuten selbst gebaut und möchte auch nicht auf andere Rähmchen oder Maße umstellen. Der Aufwand ist mir zu groß.

mehr hoffentlich später.

bis dann

Gruß VLastik

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von Johannes » Donnerstag 29. Oktober 2015, 20:23

Hallo Vlastik,

ich hoffe es geht dir, deiner Familie & deinen Bienen gut!
Auch wenn du gerade im Stress bist, vielen Dank für den kurzen Beitrag. :)

In diesem steckt eine tiefgründige und wichtige Informationen: Jeder Imker hat eigene Vorlieben und aufgrund der regional verschiedenen Gegebenheiten bedeutet das auch, dass jeder sein Konzept in Verbindung mit "seiner" Beute finden muss!

Wenn du das gefunden hast, ist das großartig. Dann kann und muss es für dich auch keine bessere Kombination aus Beute und Betriebsweise geben!

Gleiches gilt natürlich auch für dich, Heinz. :) Wenn du mit deiner Beute und deiner Betriebsweise glücklich bist, ist das perfekt! Selbstverständlich freue ich mich über deine Beiträge und dein langjähriges Wissen aus Generationen. Sicher helfen deine Beiträge auch manchem Imker. Heute oder in Zukunft.

Seid mir aber beide nicht böse, wenn ich keine eurer Trogbeuten zum Vorbild nehme, sondern was eigenes kreiere. :P
Im übrigen möchte ich mal sagen, dass ich mit meiner "Wochenend"-Betriebsweise sehr gut klar komme und daran auch so schnell nichts ändern werde. Deine Methode der Brutentnahme, Heinz, ist im PC abgespeichert und jederzeit abrufbar. Vorerst werde ich sie aber nicht anwenden, trotzdem alles absolut schlüssig ist. Auch ich habe meine Methode, die aber sehr auf die Aufzucht möglichst hochwertiger Königinnen ausgelegt ist. Da passt deine Methode gerade nicht so gut.
Was meine Liebe / Neugier zu neuen Beutensystemen angeht, hab ich wohl einfach einen Tick. :mrgreen: Ich hab momentan 5 Rähmchenmaße am Stand (BGK nicht mitgerechnet) und fahre gut damit. Ich hab ja auch 5 verschiedene Bienenrassen. ... Das verfolgt mich anscheinend. :P

LG Johannes

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von heinz-egon » Freitag 30. Oktober 2015, 17:00

Johannes hat geschrieben:Hallo Vlastik,

ich hoffe es geht dir, deiner Familie & deinen Bienen gut!
Auch wenn du gerade im Stress bist, vielen Dank für den kurzen Beitrag. :)

In diesem steckt eine tiefgründige und wichtige Informationen: Jeder Imker hat eigene Vorlieben und aufgrund der regional verschiedenen Gegebenheiten bedeutet das auch, dass jeder sein Konzept in Verbindung mit "seiner" Beute finden muss!

Wenn du das gefunden hast, ist das großartig. Dann kann und muss es für dich auch keine bessere Kombination aus Beute und Betriebsweise geben!

Gleiches gilt natürlich auch für dich, Heinz. :) Wenn du mit deiner Beute und deiner Betriebsweise glücklich bist, ist das perfekt! Selbstverständlich freue ich mich über deine Beiträge und dein langjähriges Wissen aus Generationen. Sicher helfen deine Beiträge auch manchem Imker. Heute oder in Zukunft.

Seid mir aber beide nicht böse, wenn ich keine eurer Trogbeuten zum Vorbild nehme, sondern was eigenes kreiere. :P
Im übrigen möchte ich mal sagen, dass ich mit meiner "Wochenend"-Betriebsweise sehr gut klar komme und daran auch so schnell nichts ändern werde. Deine Methode der Brutentnahme, Heinz, ist im PC abgespeichert und jederzeit abrufbar. Vorerst werde ich sie aber nicht anwenden, trotzdem alles absolut schlüssig ist. Auch ich habe meine Methode, die aber sehr auf die Aufzucht möglichst hochwertiger Königinnen ausgelegt ist. Da passt deine Methode gerade nicht so gut.
Was meine Liebe / Neugier zu neuen Beutensystemen angeht, hab ich wohl einfach einen Tick. :mrgreen: Ich hab momentan 5 Rähmchenmaße am Stand (BGK nicht mitgerechnet) und fahre gut damit. Ich hab ja auch 5 verschiedene Bienenrassen. ... Das verfolgt mich anscheinend. :P

LG Johannes
Hallo Johannes ,hallo Vlastik.
Die Masse der Imker die schon einiges investiert haben, möchten keine andere Betriebsweise oder Beuten.
Aber alle jene die noch suchen können ja vergleichen wenn es auch als Anfänger schwer fällt, vor allem wenn man aus den Vereinen fest verwachsene Strukturen was Bienenrasse und Beuten betrift. Das Hauptanliegen ist aber verständlich zu machen, dass mit einer Betriebsweise die Varroa fast ohne Chemie möglich ist. Nur mit MS zu bestimmten Zeiten nach den Schlupf der Bienen in der Brutscheune und den Ablegern.

Wie muss jeder für sich in seiner Betriebsweise prüfen wie das bei seinen Beuten möglich ist. Dabei spielt sicherlich die Anzahl der Völker eine Rolle.

Vielleicht lässt sich das auch verfeinern, auch in den Beuten von Vlastik. Wichtig ist, dass die Varroa gut 30 Tage keine Möglichkeit hat sich in der Brut zu vermehren oder Zulauf vom Ableger bekommen. Das Absperren wie es auch vorgeschlagen wird um eine Brutpause zu erreichen ist eine Möglichkeit. Ich möchte allerdings keine Königin in einen Käfig 30 Tage einsperren. Ich habe in den 80 er Jahren eine PVC Tasche aus Absperrgitter gefertigt, weis aber nicht mehr warum und wozu. Da hätte die Kö genug Platz und die Wabe könnte ausgewechselt werden nach Bedarf bevor die Bienen mit den Varroa schlüpfen.

Bei meiner Betriebsweise brauche ich keine AS Behandlung im Herbst sowie eine Winterbehandlung mit Oxal. Zur Vorsicht wird das auf der Windel zu entsprechender Zeit geprüft, bisher seit Jahren nur wenige bis zum Jahresende. Ausgenommen davon sind Völker bei denen eine komplette Brutentnahme nicht sinnvoll wäre. Diese werden später mit anderen vereinigt oder aufgelöst z B weil die Königin nicht zusagte.

Eine Frage noch an Vlastik: Was ist mit den restlichen Waben nach Entnahme der 5 Waben mit der Königin und du das Absperrgitter zum HR nicht mehr benötigst? Geschieht das vor der Tracht?

Außerdem haben schon Bienenzüchter sich belehren lassen müssen wie man ein Schied richtig anwenden kann um auch kleine Trachten zu nutzen vor allem bei größeren Waben. Königinnenzüchter haben wohl andere Bestriebsweisen, fragt sich ob nicht auch hier dieses zu integrieren ist?
Richtig ist doch, dass die volle Volksstärke nach der Entnahme erhalten bleibt, ohne Trachtverlust und nach 30 Tagen auch ohne Varroa. Nach dem Schlupf der Brutscheunen und der Behandlung mit MS auch weiter Bienen zur Verfügung stehen.

Ich denke nachdenken lohnt sich, vor allem wenn man noch etwas jünger ist.

Wünsche ein schönes Wochenende heinz egon.

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von monaldi » Samstag 23. Januar 2016, 07:10

heinz-egon hat geschrieben:
monaldi hat geschrieben:Hallo Zusammen,

ich bin hier seit kurzer Zeit aktiv, weil ich in diesem Sommer 2 dunkle Königinen in zwei Carnica Völker zusetzen werde. In einem anderem Thema wurde ich von Johannes gebeten, meine Trogbeute und mein Imkern mit diesen selbsgebauten Beuten bei Gelegenheit vorzustellen.

Ich fange mal an. Ich werde nach und nach ergänzen.

heute nur eine kurze Einleitung, wie ich mit den Beuten imkere.

Diese Betriebsweise hat ein anderer Imker im Jahr 2010 in unserem Verein vorgestellt und mich hat sie gefallen als eine Alternative. Ich imkere auf diese Weise seit dem Jahr 2011. Die Beuten werden sogar in einem Werk für behinderte Menschen hier im Kreis hergestellt. Man muss sie also nicht mehr bauen. Am Anfang haben die Beuten allerdings einige "Mängel" gehabt, wie z.B. keine Möglichkeit, ein Varroabrett reinzuschieben. Deshalb habe ich irgendwann aus verschiedenen Einleitungen für verschiedene Beutensysteme meine Beuten entwickelt. Ich gebe zu, dass sie nicht ohne Fehler sind. Es gibt immer noch etwas zu verbessern. Das Behindertenwerk hat die Beuten weiter entwickelt, so dass sie nun keine enormen Mängel aufweisen dürften.

Hier die Einleitung und ein paar Bilder.

Grundsätzlich wird die Trogbeute wie eine Magazinbeute genutzt, da sie im Prinzip auch eine ist.
1. einräumige Überwinterung ( 16 Waben Zander )
2. Erweiterung im März/April wie bei einer Magazinbeute
3. Aufsetzen des Honigraumes- an der unteren Zarge (16 Z ) ändert sich nichts
- einlegen eines normalen Zanderabsperrgitters
- aufsetzen des Honigraumes (10x Zander Mittelwände)
4. Schwarmstimmung (bestiftete Weiselzellen)- jetzt kommt die erste Änderung
gegenüber der Magazinbeute!
- Honigraum entleeren und Zarge herunternehmen
- Absperrgitter (Zander)entnehmen - wird nicht mehr benötigt!
- alle Weiselzellen werden entfernt.
- 5 Waben aus der unteren Zarge (16 x Zander) entnehmen
- das halbierte Absperrgitter am Rand auf die Bausperre legen und das Trennschied
einsetzen.
- eine besonders schwere Futterwabe - mit Pollen und Honig - an das Trennschied
in den seitlich entstandenen Ablegerraum einhängen.
- mit vier Brutwaben und ansitzender Königin wird der seitliche Ablegerraum aufgefüllt.
- Honigraum kann jetzt wieder aufgesetzt werden.
5. Schwarmkontrolle nach einer Woche - Honigraum ( wie oben entnehmen )- neu angezogene
Zellen werden ausgebrochen - Schwarmstimmung ist beendet!
- Honigraum wieder aufsetzen und weiterimkern wie mit dem Magazin.
6. Mitte Juli Honigraum entnehmen - Trachtende - und abschleudern.
7. Brutentnahme - das Trennschied und das halbe Absperrgitter wird entnommen.
- eine Brutwabe (Fangwabe) mit offener Brut verbleibt mit der Königin im Volk.
- die vier anderen Brutwaben kommen in einen separaten Sammelableger.
- Brutraum auffüllen (16x Zander)
8. nach einer Woche wird die verdeckelte Fangwabe entnommen und vernichtet!
Ende der Sommerbehandlung in der Trogbeute!
9. Danach laufende Varroakontrolle
10. Winterbehandlung - Volk ist brutfrei - und auf 16 Zanderwaben in der Trogbeute
überwintern!

Die Bilder kann ich hier leider nicht anhängen, weil sie zu groß sind. Sie befinden sich auch nur auf meinem PC, so dass ich kein Link angeben kann.
Bitte um Rat.

Ich vermute, dass Viele sagen werden, dass diese Betriebsweise Bienenunfreundlich ist, wenn man die Königin für lange Zeit in einem sehr kleinen Raum absperrt.

Ich freue mich auf eure Reaktionen.

Gruß Vlastik
Hallo Vlastik
Die Beuten sehen klasse aus und wie es scheint sauber verarbeitet. Die Betriebsweise ist mir nicht ganz verständlich.
Du gehst also mit 16 Waben in den Winter. In Kaltbau. Ich habe damit keine Erfahrung, habe immer nur in Warmbauweise meine Bienen gehalten, sowohl in Magazinen als auch in Trogbeuten. Wie geht das im Frühjahr weiter? z B bei der Stachelbeerblühte(das ist bei mir der Zeitpunkt um das Volk auf die Tracht vorzubereiten. Überprüfung der Waben mit dem Winterfutter und Pollen, eventuell einengen des BR Nestes mit dem Schied und die HR Zugabe mit Leer und MW.
Wie viel ? Damit der Honig gut verarbeitet wird!. Du hast im Bild 2 HR wann setzt du diese auf? Bei diesen doch etwas größeren Waben, besteht die Möglichkeit das der Honig schnell kandiert da die Waben nur unzureichend besetzt, vor allem bei Raps.
Die Ableger Bildung auf 5 Waben ist zwar machbar, aber es hemmt doch die Königin sich zu entfalten. Wann wird sie Umquartiert oder ist das eine Art Brutentahme um die Varroa zu dezimieren? Scheint mir unzureichend. Das mit der Schwarmverhinderung scheint mir durch die 2 malige Durchsicht auf WZ doch mit etwas Arbeit verbunden. Was ist wenn du es nicht rechtzeitig erkennst?
Wann und wie erfolgt die Varroa Behandlung? und die Auffütterung?, Wie und wann bekommt das Volk dem du die WZ entnommen hast eine Königin? Oder ist es eine Rückvereinigung? Eigentlich ist der Ableger Raum alle was deine Trogbeute vom Magazin unterscheidet, aber für dich sicherlich eine Bereicherung in der Betriebsweise. Bitte verstehe die Fragen nicht falsch, finde es gut wenn Imker sich abseits der Magazine nach anderen Wegen umsehen. Habe das mein Leben lang so gehalten, nur bin ich vorbelastet durch meine Vorfahren (in 4 Generationen), die alle meist in Trogbeuten geimkert haben. Wenn du möchtest stelle ich dir mal meine 2006 gebaute Trogbeute Vor mit einer speziellen Betriebsweise die doch einige Vorteile bringt, sowohl in der Schwarmverhinderung , Varroa Dezimierung, kein Durchblättern um WZ zu suchen, Einsatz des Schieds bei diversen Vorgängen, kleinere Waben für die leichtere Handhabung z B Kuntsch hoch und Dickwaben oder Oberträgerleisten für Naturbau. HR als Ableger Kasten verwenden mit bis 10 große Waben und wenn nötig noch eine HR zusätzlich zu geben falls sich das Volk gut entwickelt.
Durch die komplette Brutentnahme die durch MW und Leerwaben ersetzt werden und somit ein fast komplettes neues Brutnest und einer neuen Königin.
Das so einiges damit du nach Wegen suchst es auch mit deiner neuen Trogbeute zu versuchen.
LG Heinz egon

Hallo Heinz,

ich habe endlich etwas Zeit zum Antworten:

Ja, ich gehe in den Herbst und Winter mit 16 Waben. Im Frühling läuft es eigentlich bis zur Schwarmstimmung ganz normal. Wie bei der Imkerei mit Magazinen. Es ist aber in der kurzen Anleitung auch angegeben.

Die HR setzt man halt dann auf, wenn unten voll ist. es ist jetzt sallop gesagt, ich hoffe, du verstehst, wie ich es meine.

In jedem HR sind 10 Rähmchen. Entweger gebe ich Mittelwände oder Rähmchen nmur mit einem Anfangsstreiefen.

Ich bin nicht in einem Raum, wo es nur reinen Rapshonig gibt. Bei mir ist es halt gemischt. Ich muss aber natürlich auch nach dem Abblühen von Raps schauen, dass ich rechtzeitig schleudere. Aber das ist allgemein bekannt. Sonnst kommt der Honig nicht aus den Waben.

Das Absperren der Königin bei Schwarmstimmung ist in der Anleitung auch erklärt. sei mir nicht böse. Es ist vor allem eine Maßnahme zur Schwarmverhinderung. Natürlich auch eine Maßnahme gegen die Varroa. Auf 5 Waben hat sie weniger Platz, sich zu vermehren. Dazu kommt, dass es kaum Drohnenzellen gibt.

die Königin bleibt bis zu der Brutentnahme abgesperrt. dann wird sie freigesetzt.

Die 4 BW werden entweder vernichtet oder man bildet Ableger, die mann dann aber gegen Varroa behandeln muss. Bei der Brutentnahme und der Pflege der Sammelbrutableger orientiere ich mich an dem Verfahren von Dr. Büchler aus Kirchhain.

DAs Volk bekommt keine neue Königin. Die ist doch in dem Raum mit 5 BW abgesperrt.

Varroabehandlung kommt nur in FRage, wenn der Befall zu hoch ist. Ich benutze die Puderzuckermethode. Auffütern sofort nach dem Abschleudern. Zumindest Teilweise. Grund?
1. Vermeinden von Räuberei
2.Vermeinden, dass zu viel Waben mit Futter gefüllt werden und die freigesetzte Königin keinen Platz mehr für die Brut hat.

Zweimalige Durchsicht nach WZ finde ich nicht so aufwendig, wenn ich es mit dem Imkern im Magazin vergleiche.

Ich imkere seit Anfang an im Kaltbau. Ich habe es halt so gelernt.

Du kannst hier natürlich deine Betriebsweise vorstellen.(falls dies mittlerwweile nicht bereits geschehen ist).

Ich hoffe, ich habe deine FRagen einigermaßen beantwortet.

Gruß Vlastik

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Re: Imkern in meinen "Trogbeuten"

Beitrag von heinz-egon » Montag 25. Januar 2016, 17:48

Hallo Vlastik.
Habe erst Heute deine Antwort gefunden, kenne mich mit dem Programm nicht so aus. Habe im Internet auch die Beschreibung der kompletten Brutentahme gelesen. Unterscheidet sich nicht merklich von anderen Beiträgen mit diese Thema.
Habe einmal damit begonnen den 1 Beitrag hier einzustellen mit der Aufstellung in welchen Beuten mit welchen Bienen ich in meinem Leben geimkert habe. Außerdem später die Info mit den zT Kurzbeschreibungen wie ich darin wann meine Bienen gehalten habe.
Bis zu dem Zeitpunkt wo ich aus den Erfahrungen mir meine neuen Trogbeuten gebaut habe und auch dazu und darin die Betriebsweise. Kann dir diese einmal vorab zustellen wenn ich deine E Mail habe. Meine heinz@ritters.de
Hatte ja schon einiges geschrieben über die komplette Brutentnahme.
LG Heinz Egon.

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