Dunkle Biene in Thüringen?

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Blacky
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Dunkle Biene in Thüringen?

Beitrag von Blacky » Montag 25. August 2008, 15:34

Hallo Imkerkollegen,
seit einiger Zeit bin ich eifriger Leser in diesem Forum. Die Beiträge sind überaus interessant und haben mich dazu bewogen nächstes Jahr selbst mit der dunklen Biene anzufangen. In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob es in Thüringen schon Imker gibt, welche die dunkle Biene halten und ggf. auch züchten. Wie ist die Sanftmut bei der dunklen Biene ausgeprägt und welches ist die richtige Beute für diese, da ich davon ausgehe, dass die Dunkle nicht auf Höchstleistung gezüchtet ist.

Für eure hoffentlich zahlreichen Antworten bedanke ich mich im voraus :lol:

Blacky

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Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 25. August 2008, 17:55

Hallo Blacky,

vielen Dank für Deinen Eintrag. Ich weiß, dass Dunkle Königinnen auch schon nach Thüringen gingen; vielleicht meldet sich der eine oder andere ja bei Dir.

Bezüglich der Sanftmut kann ich nur eines festhalten: meine Dunklen Bienen sind zumindest genauso sanft wie die Carnica!!! Sanftmut ist aber letztlich keine Frage der Rasse, sondern von vielen Faktoren abhängig.

Thüringen ist ja ein wunderschönes Bundesland, aber auch eines mit rauhem Klima, man denke z. B. an die Hochrhön. Ideale Voraussetzungen für die Dunkle Biene.

Viel Glück und Erfolg!

Herzliche Grüße aus Kiel
Kai
Zuletzt geändert von imkerforum-nordbiene am Mittwoch 10. September 2008, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Sanftmut

Beitrag von bernd » Montag 25. August 2008, 20:19

Hallo,
ich erwähnte schon sehr häufig, dass meine Nordischen extrem sanftmütig sind. Ich verfüge über keine Schutzkleidung. Rauch setze ich grundsätzlich nur ein, um die Bienen in die Beuten zu drängen oder bei Wetterumschwüngen, so ein Eingriff nicht aufschiebbar ist. In meiner HP ist nachzulesen, dass ich im Juni Besuch hier oben hatte. Es war der frühere Geschäftsführer des Landesverbandes Hannover. Er mochte es nicht glauben, wie friedvoll sich meine Nordischen verhielten.
Vor vielen Jahren besorgte ich mir eine Sklenarkönigin (Juist). Deren Nachkömmlinge waren die grössten Stecher meiner gesamten "Imkerlaufbahn"! Dennoch: Ich würde deshalb nie behaupten, Carnica seien Stecher. Es kommen solche Ausfälle eben überall vor!

Grüsse vom 65. Breitengrad (nördlicher also als Fairbanks in Alaska),
Bernd

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Dunkle Bieme - Beutenfrage

Beitrag von Blacky » Dienstag 26. August 2008, 07:47

Hallo Kai, Hallo Bernd,
danke für die nette Begrüßung hier im Forum bzw. für eure schnellen Antworten. Da ihr beide ja schon lange die Dunkle haltet/ züchtet überzeugen mich eure Aussagen bezüglich der Sanftmut. Nett wäre es, wenn ihr noch, bezüglich der passenden Beute, ein paar eurer Erfahrungen mir mitteilen könntet.

Viele Grüße aus Thüringen
Blacky

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Re: Dunkle Bieme - Beutenfrage

Beitrag von bernd » Dienstag 26. August 2008, 16:01

Blacky hat geschrieben:Hallo Kai, Hallo Bernd,
danke für die nette Begrüßung hier im Forum bzw. für eure schnellen Antworten. Da ihr beide ja schon lange die Dunkle haltet/ züchtet überzeugen mich eure Aussagen bezüglich der Sanftmut. Nett wäre es, wenn ihr noch, bezüglich der passenden Beute, ein paar eurer Erfahrungen mir mitteilen könntet.

Viele Grüße aus Thüringen
Blacky
Hej Blacky,
welche Beute? das ist aus meiner Sicht eine "Glaubenssache". Ich habe Deutsch Normalmaß, weil dieses Maß mit dem schwedischen "Lag Normal" identisch ist. Zudem reicht diese Grösse hier oben völlig aus, mehr als eineinhalb Brutzargen sind hier angesichts der kurzen Brutzeit kaum möglich. Und das funktioniert ganz gut. Doch auch in Deutschland verwende ich dieses Maß, obwohl die Völker dort wesentlich stärker werden. Kleine Räume sind der Völkerentwicklung ohnehin viel zuträglicher als riesen "Hallen", insbesondere im Frühjahr. Man kann ja Raum geben. Und wer weiss, vielleicht liegt das Winter-/Frühjahrsproblem auch an zu grossen Bienenwohnungen? Ich jedenfalls kenne ein solches Problem nicht, weder in S noch in D. Das Getue um die verschiedenen Grössen finde ich deshalb fast albern. Doch jeder/jede mag nehmen was er/sie möchte. Und nun eine Frage an Kollegen/Kolleginnen, welche Erfahrungen mit Körben haben: Wie stellt sich die Raumsituation dort dar?
Ich habe keine Erfahrung mit Körben, doch wenn ich mir diese Behausungen vorstelle, viel Raum bieten die ja nicht. Und nicht jeder Korbimker wird Schwarmbienenzucht betreiben (wollen)?

Beste Grüsse,
Bernd

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Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 26. August 2008, 17:33

Hallo,

ich glaube auch, dass die Beutenart den Bienen ziemlich egal ist. Ich selber verwende Holzmagazine im Dadant-Maß, weil ich große Waben und einen großen Brutraum praktisch finde. Persönlich finde ich Styropor unsympathisch.

Aber alle anderen gängigen Beutensysteme sind natürlich gut und für die Mellifera zu verwenden. Persönlich würde ich nach folgenden Auswahlkriterien vorgehen:

Möglichst einfach und möglichst artgerecht.

Mit Körben habe ich keine Erfahrung. Kann mir aber schwer vorstellen, dass bei einem Korbvolumen von umgerechnet 7 Normalmaßwaben keine Schwarmstimmung aufkommen soll. Denoch: die Bienen fühlen sich auch im Korb natürlich wohl!

LG
KAi
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Beutenarten

Beitrag von bernd » Dienstag 26. August 2008, 19:03

Ja, Kai, ich stimme Dir in jedem Punkt zu. Und obwohl auch ich in Holzbeuten das natürlichste Material für eine Bienenwohnung sehe, hat
es, zumindest in meiner Region, seine Tücken. In Schweden ist es so, dass fast ausschliesslich Holzbeuten Verwendung finden.Diese stehen allerdings in kleinen Schutzhäuschen, eines für jede Beute. Der Zwischenraum zwischen Schutzhäuschen und Beute beträgt ca. 8cm. Im Spätherbst wird dieser Zwischenraum mit einer Isolierschicht, i.d.R. Frigolit (Schaumstoffplatten), ausgefüllt. Ergebnis: Holz nimmt die in der Bienenwohnung zwangsweise entstehende Feuchtigkeit auf und sättigt sich mit dieser. Wegen der Schaumstoffummantelung ist ein Dampfaustausch kaum möglich, weshalb die Bienenwohnung feucht bleibt.
Verzichtete man auf die Isolierummantelung, so könnte ein Dampfaustausch ebenfalls nicht stattfinden, weil bei Temperaturen von bis zu-40°C die äussere Schicht gefrieren würde. Die Feuchtigkeit bliebe auch in diesem Falle in der Bienenwohnung. Ich habe alles "durchgetestet", mit dem Ergebnis, dass in kalten Regionen Kunststoffbeuten die geeignetsten Bienenwohnungen sind: Schwitzwasser läuft an den Wänden ab und gelangt durch den offenen Boden hinaus. Somit ist maximal ein dünner Feuchtigkeitsfilm vorhanden, die Wand selbst nimmt keine Feuchtigkeit auf und bleibt somit in sich trocken. Ich habe hier vollständig auf Kunststoff umgestellt, und ich habe seitdem viel weniger Arbeit im Blick auf den Winter. Die Beuten stehen bei offenem Boden in luftigen Freiständern. Ausfälle habe ich nicht, trotz bis zu -40° und einer Winterruhe von ca. 6 Monaten.
Und auch in Deutschland finde ich Holz nicht unbedingt geeignet, es sei denn, die Beuten stehen geschützt. Holz wird von innen leicht feucht und bei den nassen Wintern (in Norddeutschland insbesondere) von aussen her ebenso. Da hilft auch kein noch so guter Isolieranstrich (ist ja auch nicht gerade Natur!), denn Feuchtigkeit zieht über jeden Spalt ein. Holz ist in D hervorragend, aber nur bei Aufstellung "unter Dach".
Das ist meine ganz persönliche Meinung.

Gruss, Bernd

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