Warré-Beute - Erfahrungen

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Topper
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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von Topper » Donnerstag 17. März 2016, 13:57

Im ersten Jahr hab ich den Schwarm / Ableger nur von unten erweitert.
Im 2. Jahr wird dann im Frühjahr eine Zarge untergesetzt. Im späteren verlauf wird dann aufgesetzt. So hab ich jedes Jahr eine Zarge mir Altwaben zum einschmelzen und eine mit frischen Waben für Wabenhonig. Und keine Wabe wird länger als 2 Jahre bebrütet.

Habe erst am Sonntag meine 4 Völker kontrolliert und erweitert. Ist alles in Butter und die Mädels sind schon eifrig unterwegs. 8)

Hainlaeufer
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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von Hainlaeufer » Sonntag 3. April 2016, 10:31

Dieses Jahr probiere ich die "oldschool-Warre-Methode" und setze anfangs insgesamt zwei Zargen drunter.
Gibt es hier zufällig einen Warre-Kollegen der damit schon einmal Erfahrung gesammelt hat?
Grundsätzlich sollte das ja reibungslos funktionieren?

Bisher setzte ich immer eine Zarge drunter.
Diesesmal aber habe ich wohl mit den zwei Zargen bis Mai meine Ruh, weil es sich meistens um Ableger aus dem letzten Spätsommer handelt, die nur eine Zarge besetzen und wohl eh Zeit zum wachsen brauchen.

Kann jemand was dazu sagen? ...Seppe?

Lieben Gruß,
Michael

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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von Seppe » Sonntag 3. April 2016, 17:43

Hej Michael,

Sonnige Grüße aus Berlin :) .....

also an sich kann man das eigentlich ohne Probleme machen, ich habe es Anfangs auch mal probiert, die Bienen hatten dann zwar genügend Platz, aber der Schwarmtrieb wurde dadurch nicht gebremst ... ich mache es nicht mehr da das Handling mit weniger Zargen einfacher ist und die Sichtkontolle von unten ins Volk dann auch einfacher ist, ich bilde auch zeitig Ableger und da macht es bei mir dann kein Sinn mit 3 Zargen....

Grüße
Sebastian

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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von Hainlaeufer » Sonntag 3. April 2016, 19:24

Hey Seppe!

Lieben Dank für deine rasche Antwort!
Ja, so ähnlich hätte ich das auch eingeschätzt. Ich weiß auch nicht... ich schau mir das dieses Jahr einfach an.
Womöglich werde ich nächstes Jahr wieder so wie immer, nur eine Zarge untersetzen.

Danke und lieben Gruß,
Michi

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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von ck1 » Freitag 18. November 2016, 12:24

Hainlaeufer hat geschrieben: ich schau mir das dieses Jahr einfach an.
Hallo, wie lief das Jahr? Wie sind die Erfahrungen mit unter- oder aufsetzen?

Ich will ja im kommenden Jahr zwei Warre-Beuten testen und ich dachte auch daran, je nach Entwicklung im ersten Jahr nur unterzusetzen, so dass sie zum Winter zwei Zargen gut ausfüllen. Dann im zweiten Jahr zur Weidenblüte setze ich zwei Zargen unter und zur Rapsblüte noch eine Zarge oben drauf ...

Wie habt ihr die Varroabehandlung gelöst?
Funktioniert die Totale Brutentnahme / Brutscheune oder ist das zu tricky/aufwendig bei Stabilbau?

Ich hab das original Warre-Buch und das von B. Heuvel jetzt durch und speziell Waree ging es ja um die Effizienz, nach dem Motto die Beuten wenn möglich nur zwei Mal im Jahr öffnen/anfassen und die Zeit/das Geld, dass man mit Beute und Betriebsweise spart in eine größere Anzahl Völker investieren, so dass man im Endeffekt effizienter und günstiger arbeitet. ==> bestätigen eure Erfahrungen diese Ansicht oder ist es im Endeffekt aufwendiger mit den Warre-Beuten zu arbeiten?

Würde mich über weiteres Feedback freuen. ;)

VG Christian

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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von Hainlaeufer » Dienstag 29. November 2016, 12:24

Grundsätzlich sei gesagt: So wie der alte Warre damals gearbeitet hat, ist heute nicht mehr möglich. Nicht nur die Zeiten haben sich geändert, sondern auch die Trachtangebote vielerorts, als auch die Honigbiene selbst.
Es trifft durchaus zu das man um ein paar vereinzelte Kontrollen weniger öfter zu den Völkern schauen muss, weil sie womöglich langsamer wachsen (ist auch abhängig vom Trachtangebot und des Klimas). Allerdings ändert sich meiner Meinung nach nicht viel an den jährlichen, regulären Arbeiten. Man muss genauso verpflichtend und kompetent dahinter sein, wie in jeder anderen Magazinbeute. So meine Meinung natürlich (davon gibt es bekanntlich verschiedene).

Da dieses Jahr ein recht schlechtes Honigjahr war und die Völker kaum wuchsen, kann ich die alte Methode, zwei Zargen im Frühjahr unterzusetzen, nicht bewerten. Es wäre wohl auch nur unnötiges "Materialherumschlichten", sobald man die Schwarmkontrollen durchführt. Allerdings kann ich von den anderen Jahren bzw. auch von meinem Einschätzungsvermögen sagen, dass es garantiert besser ist, immer nur eine Zarge unterzusetzen, und das eben nicht zu spät!

Man kann bei Stabilbau durchaus Waben ziehen, allerdings ist das im Gegensatz zu Rähmchen eine größere Aufgabe die viel Zeit benötigt und ja, unter Umständen auch nicht ganz durchführbar, wenn es einen kleinen Querbau gibt.
Bei Warre ist das "zargenweise" Arbeiten zu empfehlen.
Die Varroa wird wie üblich mit organischen Säuren bekämpft.

Zwecks Erweiterungen:
Man muss für sich entscheiden, ob man nun nach unten erweitert oder nicht. Unten und oben erweitern geht nicht, die Baubienen werden sich nur für eine Zarge entscheiden. Bei Massentracht macht es aber Sinn, nach oben zu erweitern oder gar zwischenzusetzen, allerdings benötigt man hier Waben oder ganze Rähmchen, ansonsten gibt es einen Chaosbau.

Hoffe, ich konnte helfen :)

LG

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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von ck1 » Dienstag 29. November 2016, 21:59

Danke für deine Erläuterungen ... es wird also keinen so arg großen Unterschied machen. Ich denke mal alle Betriebsweisen, die versprechen weniger Arbeit zu machen, sind mit Skepsis zu beäugen ... natürlich, wenn ich keinerlei Schwarmvorsorge machen will, Schwärme also in Kauf nehmen würde (was ich nicht vorhabe!!), bräuchte ich die Völker nicht so häufig zu öffnen, aber wie du schon schreibst, dass ist ja in jedem Magazin so ...

Bis dann,
Christian

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Re: Warré-Beute - Erfahrungen

Beitrag von Hainlaeufer » Donnerstag 1. Dezember 2016, 10:24

Bei Warre geht die Schwarmvorbeugung ganz leicht und wunderbar: Einfach zargenweise, mit den Schwarmzellen, Flugling und Brutling bilden!

Was bei Warre aber fast gar keine Arbeit macht (bis auf das füttern usw.) sind die Ableger. Meistens reicht eine gut besetzte Zarge als Basis für einen neuen Ableger, dabei wird einmal gleich bei der Erstellung untergesetzt. Und das waren auch schon die "größeren" Eingriffe für dieses Jahr, bei so einem Ableger. In meinen Augen, keine Arbeit.

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