Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Wer hat unser Ziel, den Schutz der Dunklen Biene, unterstützt und gefördert? Wer hat ihm jedoch geschadet? Hier könnt Ihr mal Eure Meinung sagen. Lob oder Tadel für Herrn / Frau ...

Moderator: Johannes

elk030
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Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von elk030 » Mittwoch 14. Dezember 2011, 11:01

Verzeiht mir meinen Scherz. selbstverständlich muß auch die Dunkle züchterisch nach ähnlichen Kriterien ausgelesen werden wie die Carnica.
In ihrem Falle erscheint es sogar von besonderer Bedeutung, weil gerade ihr einstig schlechter Ruf maßgeblich dazu beigetragen hat, daß sie fast ausgerottet wurde.
LG Elk

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manne

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von manne » Mittwoch 14. Dezember 2011, 14:37

elk030 hat geschrieben:Verzeiht mir meinen Scherz. selbstverständlich muß auch die Dunkle züchterisch nach ähnlichen Kriterien ausgelesen werden wie die Carnica.
In ihrem Falle erscheint es sogar von besonderer Bedeutung, weil gerade ihr einstig schlechter Ruf maßgeblich dazu beigetragen hat, daß sie fast ausgerottet wurde.
LG Elk
Na Elk, dann erzähle bitte, wann wer was über sie schlecht berichtete.
Ich hoffe, die Nachforschungen dazu werden deinem Bild die Eintönigkeit nehmen!

Alfred

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Debora
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Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Debora » Samstag 17. Dezember 2011, 00:36

Jaques hat geschrieben:Mir gegenüber ist er sehr zuvorkommend und weniger "rassistisch"
Du bist auch keine dunkle Biene :mrgreen:

Liebe Leute,

Dr. Ralph Büchler legitimiert in seinem Kampf gegen Varroamilben konsequente Auslese auf breiter Front: gering befallene Völker gezielt vermehren, stark befallene Völker auflösen oder umweiseln.

Ratlosigkeit und Angst erzeugt ein schmackes Nährboden für drastische Gesetze. Denn wie soll bitte eine arische Carnica überleben, solange sie unter dem Gefahr der Mischehe mit schwachen Völker steht? :shock:

Nun, der Mensch bleibt für die Biene ein größeres Feind, als die Varroamilbe selbst. :(

Ich bin, wie jeder von uns, gegen Rassengesetze und Gaskammer! :roll:

P.S.

Debora
die Neue hier :twisted:
liebe Grüße
Debora

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Debora
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Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Debora » Samstag 17. Dezember 2011, 02:34

Brummsel hat geschrieben:
(lt. Bericht Biene 4/2008; Dr. Ralph Büchler)
Es müssen zum Schutz der natürlichen Vielfalt die natürlichen Bienenrassen
und ihre Ökotypen als genetische Reserven für zukünftige Anforderungen
geschützt werden...

- Es gab wohl laut Aussagen von Dr. Büchler, schon mal vor ca. 15 Jahren in der Rhön einen Versuch,
ein Schutzgebiet für die Mellifera aufzubauen...scheiterte wohl am Widerstand der dortigen Imkerschaft.

unter genetischen Reserven und Schutzgebiten verstehe ich alles anderes, als ein natürliches Lebensraum :shock:

genetischen Reserven wurde schon von Sklenar erschaffen und Schutzgebiete von Genossen :mrgreen:


Debora
liebe Grüße
Debora

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Michal Anton

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Michal Anton » Dienstag 27. Dezember 2011, 11:44

Ralph Büchler gegen einheimische Biene, Mellifera top,Carnica flop oder die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.
Michal Anton hat geschrieben:Zum eigentlichen Thema;
hat jemand diesen Artikel für mich?
Gruß Michal
Nachdem keine auf mein Hilferuf reagiert hat, habe ich das Bienen Journal angeschrieben und Promt ohne weitere Verpflichtung, ein Exemplar der Zeitung per Post bekommen. Hier ein Lob an das BJ Team für diese Geste. Der Inhalt des Ganzes Journals hat mich weniger beeindruckt. Einen Abonnenten wird es in mir nicht finden. Zurück zum Artikel.Der ist schlicht und Einfach schlecht. Oberflächlich ohne Genauen Angaben über Konkrete Zahlen oder Linien und Herkünfte der Bienen Völker bei einzelnen Instituten. Mein Eindruck ist der Artikel soll nur Oberflächlich informieren das irgendwas im Busch ist und wer Interesse hat soll tiefer Bohren. Das habe ich auch jetzt vor. Ich treffe Dr. Büchler in genau 6 Wochen, wer Fragen an ihm hat im Bezug auf Toleranzzucht kann mir ein PN schicken ich trage es gerne vor.
Ich sehe aber auch im gegenteil zum manchen Kollegen , daß im Text von BJ die Mellifera als die Beste von allen abgeschnitten hat. Zitat „ Während im fränkischen Veitshöchheim und im östereichischen Lunz im laufe des Winters 2010/2011 sämtliche Völker zusammenbrachen, leben heute noch rund zwei Drittel aller von den Instituten in Bantin(Rügen) und Olztyn/ es muß Olsztyn heisen nicht mal einen namen können sie richtig abtippen/ ( Nordost Polen) betreute Völker.“
Veitshöchheim Carnica 100% Ausfall
Bantin Carnica 35% Ausfall
Und die Top Biene Augustowska NO-Polen nur 30% Ausfall
Wie gesagt die Wahrheit ist relativ.
Was mich aber bei dem ganzen Erschreckt, ist die Tatsache des bei dem COLOSS –Versuch die Institute einheimische Unterarten prüfen sollten und in Deutschland die Carnica geprüft worden ist ohne das es jemandem (außer mir) Aufgefallen ist. Was kommt als nächstes; „Erhalt der genetischer Vielfalt durch Einrichtung von Schutzgebieten für regionale Bienenherkünfte.“ Darf man an diese Stelle lachen oder weinen,welche Biene soll es sein? Deutsche Carnica finde ich nicht tolerierbar.
Gruß Michal

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Michal Anton

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Michal Anton » Dienstag 27. Dezember 2011, 15:34

Hallo Jaques,
mein Weg lässt sich nicht mehr ändern weil es zu Stark befestigt ist. Ich kenne schon persönlich( auch Privat) jemandem aus den Team Veitshöchheim, mit dem ich in langen Disputen feststellen musste, dass die dort sich ziemlich auf die Carnica eingefahren haben. Auf die AS übrigens auch. Um so mehr bin ich auf die Ausführungen und die Stellungnahme von Dr. Büchler zum Thema ; „Canica Prüfung im Rahmen des Coloss- Programs als einheimische Biene“ gespant, vor allem weil es was aus der Erster Hand wird und nicht immer aus hören sagen, oder die Vermutungen von Dritten. Bei der Gelegenheit werde ich gern Ihm unseren Fleyer überreichen.
Gruß Michal

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molle

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von molle » Dienstag 10. Januar 2012, 02:05

Michal Anton hat geschrieben:...
Hallo Michal,

die Augustowska haben es nicht geschafft.

Und die Verlustraten die Du aus dem DBJ 12/2011 zitierst, beziehen sich auf die Prüfstände !
An jedem der 16 Prüfstände vergleichen wir Bienenvölker einheimischer Herkunft mit Völkern von mindestens zwei gebietsfremden Herkünften.
Ansonsten kann ich Andreas nur zustimmen.

Gruß
Molle

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Michal Anton

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Michal Anton » Mittwoch 11. Januar 2012, 09:28

Hallo Molle,
natürlich war meine Aussage nur auf den Artikel des Bienen Journals bezogen. Ich wollte mit meine Provokativerer Art nur andeuten das man nicht hinter jeder Ecke einen Carnikahalter mit der Fackel erwarten muß , nicht jedes Wort soll man als Angriff auslegen und dass oberflächliche Artikel nicht soooo ernst zu nehmen sind. Man soll sich informieren , den Hintergrund erforschen und für eine Diskussion unter Erwachsenen vorbereiten. Aus diesem Grund habe ich die Bienen Institute Kirchhein und Veitshächheim angeschrien, mit der Bitte mir die Fakten und Zahlen, die in dem Artikel eher nur am Rande erwähnt sind zur Verfügung zu stellen. Allein unter den Deutschen Instituten gab es riesen Unterschiede.
Gruß Michal
PS. Ich habe bis jetzt anscheint mehr Glück als Verstand. ALLE im Sommer gebildeten Jungvölker sind noch am Leben. Leider wegen des milden Wetters fliegen sie auch fast täglich, was mit Sicherheit den Vorräten die sie hatten nicht so gut tut. Abgerechnet wird im Frühling.

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molle

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von molle » Freitag 13. Januar 2012, 16:43

Hallo Michal,

was haben sie Dir denn geantwortet ?

Gruß Molle

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Michal Anton

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Michal Anton » Freitag 13. Januar 2012, 18:08

Hallo Molle,
leider noch gar nichts.
Ich bleibe aber am Ball, Notfalls fahre ich in Veitshöchheim vorbei. Dr. Büchler hoffe ich am 12.02 zu treffen. Ich versuche auch rauszufinden wer für die Versuche in Polen zuständig ist, aber da auch gibt’s vorerst nichts zu berichten.
Melde mich sobald ich was hab.
Michal

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Michal Anton

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Michal Anton » Montag 16. Januar 2012, 12:06

Hallo Molle,
heute kam die erste Antwort auf meine Anfrage zum Coloss-Projekt.
„Sehr geehrter Herr Anton,
vielen Dank für Ihr großes Interesse an dem Coloss Versuch. Er ist ein Teil des größeren Netzwerkes, über das Sie ein paar Informationen unter der Adresse http://www.coloss.org finden können. Weitergehende Veröffentlichungen zu dem Vergleichsversuch gibt es bisher noch nicht, außer einem Kurzbericht von mir auf der Tagung der Bieneninstitute 2011, den ich Ihnen beifüge. In Würzburg können wir uns sicher eingehend unterhalten.
Viele Grüße,
Ralph Büchler“


Der Kurzbericht ist sehr Neutral es werden nur Verluste in ganzen Behandelt ohne Wertung einzelner Unterarten.
Die Antworten von Veitshöchheim und von der Uni Olsztyn stehen noch aus.
Gruß Michal

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molle

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von molle » Sonntag 22. Januar 2012, 17:12

Hallo Michal,

Danke für die Antwort. Wollte auch nach Würzburg kommen, doch ist der Terminkalender bis Ende der Fällsaison voll.

Bis bald und viele Grüße
Molle

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Michal Anton

Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Michal Anton » Sonntag 22. Januar 2012, 22:15

Bei uns regnet es seit Weihnachten fast ununterbrochen deswegen läuft im Wald rein gar nichts, da kommt mir so was wie Würzburg gelegen, na und ist ja e nur 30 Km weg.
Wenn ich was Gutes erfahre teile ich es mit euch.
VG Michal

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Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Luxnigra » Mittwoch 1. Februar 2012, 13:37

Kirchhain goes Luxemburg

Am 12. Feb. hat ein lokaler Verein Frau Marina Meixner als Festreferentin eingeladen, Thema:
«Die natürliche Vielfalt der Bienenrassen in Europa und die Bedeutung der Bienenzucht in Europa»

Schaun mer mal...
Bleib auf deinem Land und wehr dich redlich

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Re: Ralph Büchler gegen einheimische Biene

Beitrag von Hartmut Manning » Donnerstag 9. Juni 2016, 16:57

Die Meinung von Ralph Büchler ist seine Meinung, auch die des Wissenschaftlers, die wir akzeptieren sollten.Die reine dunkle Bienen von frühre werden wir im Originalbestand hier wohl nur noch sehr selten finden. Also nutzen wir dann Linien aus dem Ausland, um
hier wieder Bestände anzusiedeln. Gleichwohl ist es richtig, wenn wir den züchten oder auch rückzüchten möchten, um die dunkle Biene zu erhalten, dann sollten wir uns um eigene Schutzgebiete kümmern, um dort Reinzuchtbegattungsstationen einrichten zu können. Die Buckfaster waren zu meinen imkerlichen Anfangszeiten auch nur Hybridzüchter und nun schaut sie euch mal heute an. Sie haben was geleistet und sind heute auch im Zuchtbuch des DIB vereinnahmt. Also zusammenschliessen, ein Netzwerk gründen, Zucht begtreiben, geschützte Belegstellen einrichten und dann Zuchtnachweise erstellen, wie es die Buckfastimker auch konnten.
Zuchtarbeit mit alten dunklen Linien leisten und beweisen das wir es können, dann werden wir auch zum Ziel kommen.
HaMa

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