Schwarmbetriebsweise

Moderator: Johannes

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Mojo
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Schwarmbetriebsweise

Beitrag von Mojo » Freitag 19. Juni 2015, 14:26

Hallo,

ich denke so langsam bin ich aus der gröbsten Anfängerzeit raus, auch wenn ich bei weitem noch viel zu lernen habe :D
Ich habe jetzt insgesamt 4 1/2 Völker (anfang dieses Jahres wars noch eins :P ) und es läuft eigendlich alles rund :D Nun zu meiner Frage: Ich möchte in Zukunft über Schwärme vermehren, aber nicht grade aus den Wirtschaftsvölkern. Was haltet ihr von der Idee Strohkörbe anzuschaffen, deren einziger Zweck es wäre schwärme zu produzieren und an sonsten in Ruhe gelassen werden würden? Natürlich wäre das eine völlig neue Herausvorderung , vor allen da ich (auch regional bedingt) keine Ahnung von Korbimkerei habe. Wie müsste eine solche Betriebsweise aussehen?

MfG, Moritz

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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 19. Juni 2015, 14:38

Hallo Moritz,

da gibt es - Du wirst es erwartet haben - viel zu bedenken:
  • welche Körbe / woher?
  • wie und wo aufstellen? es braucht einen ziemlich dauerhaften Bienenzaun
  • wie und womit Varroabehandlung?
  • wie füttern?
  • Sind notwendige Gerätschaften (Korbmesser, Schwarmfangbeutel etc) erhältlich?
In den Filmen "Korbimkerei" war die Betriebsweise recht gut angerissen. Es gibt auch noch zwei alte Werke über Korbimkerei, hab die Namen gerade nicht im Kopf.

Weiteres hier in diesem Thema.

LG
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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von Heiko » Freitag 19. Juni 2015, 14:52

Mojo hat geschrieben:deren einziger Zweck es wäre schwärme zu produzieren und an sonsten in Ruhe gelassen werden würden
Hallo Moritz,

die "Schwarmbetriebsweise der Korbimker" zielte darauf ab, möglichst viele, gleich starke, Völker zur Spättracht Heide am Start zu haben. Das war keines Falls "in Ruhe lassen" sondern viel Arbeit für den Imker. (siehe hierzu die Filme!).

Wenn es dir um die Schwärme geht? Die bekommt man auch aus anderen (allen) Beuten.

Was ist denn dein Ziel?

LG Heiko

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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von Marakain » Freitag 19. Juni 2015, 14:59

Ich wollte auch meinen das man zum Schwärme produzieren doch keineswegs auf die Korbimkerei "umsteigen" muss.
Eigentlich muss man doch "nur" sämtliche Schwarmverhinderungsmaßnahmen bleiben lassen. Also kein erweitern, keine Zwischenableger, kein Schwarmzellen brechen, kein schröpfen usw. usw.
Dann sollte das Volk doch von alleine Schwärme produzieren.

Mojo
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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von Mojo » Freitag 19. Juni 2015, 16:47

Das es auch in anderen Beuten geht weiß ich schon, es geht mir dabei hauptsächlich darum Körbe einmal "auszuprobieren"; Körbe haben so einen Charme der auf mich ziemlich anziehend wirkt :P . Ich wollte, zumindest jetzt, nur einen Korb, der dann die Holzbeuten mit Schwärmen versorgt. Ich denke wo Körbe doch ein geringeres Volumen haben werden früher und häufiger Schwärme anfallen?!
Ich habe das einmal gesehen auf einem Biobauernhof die auch ein Restaurant und eine Imkerei hatten. Dort wurde mit Dadant gearbeitet, aber es gab auch eine alte Lagt und einige der Körbe wurden benutzt um Schwärme zu bekommen. Daher habe ich die Idee :D

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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 19. Juni 2015, 18:15

Hallo Mojo,

ja klar funktioniert das. 8) Habe jetzt mittlerweile 8 Jahre Erfahrung mit meinem Zaun aus 7 Körben. Geht prima. Allerdings sind der Aufbau eines solchen und die Pflege ganz erheblich, wie Heiko schon schrieb.

Lohnt sich der Hammer Aufwand, um dies nur mal "so auszuprobieren"?

Hinweis: allein der Unterstand hat mich an Material vor 8 Jahren über 500 € gekostet. :P Plus ca. jeweils 80 € pro Korb. Sind also gut 1000 € für den kleinen Bienenzaun. :wink:

LG
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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von Heiko » Freitag 19. Juni 2015, 22:03

Hallo,
Mojo hat geschrieben:Körbe haben so einen Charme der auf mich ziemlich anziehend wirkt
Das ist auf jeden Fall ein Hingucker im Garten und für Bienen nicht die schlechteste Unterbringung!
Mojo hat geschrieben:Ich wollte, zumindest jetzt, nur einen Korb, der dann die Holzbeuten mit Schwärmen versorgt.
Ich weiß ja nicht, wie viele Holzbeuten du versorgen möchtest. Wenn dort nicht gerade Belegstellen-Kö drin sind, die auf Schwarmträgheit selektiert sind, bekommst du in der Regel locker je Volk einen Vor- und einen Nachschwarm wenn du dich genau so verhältst:
Marakain hat geschrieben:Eigentlich muss man doch "nur" sämtliche Schwarmverhinderungsmaßnahmen bleiben lassen. Also kein erweitern, keine Zwischenableger, kein Schwarmzellen brechen, kein schröpfen usw. usw.Dann sollte das Volk doch von alleine Schwärme produzieren.
In einem Jahr verdreifachen. Wenn du dann nicht gerade eine Tischlerei betreibst und über entsprechende Standplätze verfügst, wird es dann bald grenzwertig und dein "Produzent" überflüssig. Mann kann natürlich auch Schwärme verkaufen und damit sein Hobby Co-finanzieren.

Wenn du das machst, ist ein ausreichender Witterungsschutz sehr wichtig. Bei ein, zwei Körben kann dass natürlich auch kleiner/günstiger ausfallen. Die von Kai benannten Positionen (zzgl. wie mache ich eine Futterkranzprobe) solltest du auf jeden Fall abwägen und dich informieren. Schau die Filme. Eine gute Quelle ist die Neuauflage von "Die Hauptstücke der Betriebsweise der Lünenburger Bienenzucht" Autor Georg Heinrich Lehzen. Ist in Frakturschrift aber sehr informativ! Vielleich hast du auch mal Gelegenheit bei deinem Ideengeber über die Schultern zu schauen. Ist schon ein ganz anderes aber schönes Arbeiten mit Körben.
Mojo hat geschrieben:ich denke so langsam bin ich aus der gröbsten Anfängerzeit raus, auch wenn ich bei weitem noch viel zu lernen habe
Die Bienen haben auch nach fünf Jahren immer wieder
Überaschungen für mich parat.

LG Heiko

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Re: Schwarmbetriebsweise

Beitrag von Mojo » Donnerstag 25. Juni 2015, 11:52

Sorry das ich mich jetzt erst melde, ich hatte diese Woche mündliches Abi (in Biologie zum Thema: Die Wirkung von Neonicotinoiden auf die Honigbiene Apis Mellifera) :)
Natürlich werde ich mir jetzt keine Lagd zimmern, jetzt steht ersteinmal anderes an. Aber ich behalte mir den Gedanken im Hinterkopf :P

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