Korkbienenhaltung in Portugal

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martina michaela
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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Freitag 27. Mai 2011, 18:08

Hallo! Vielleicht liesst es jemand, bevor es zu spaet ist .

War heute beim Imker, ohne die gesamte Holzzwischendecke du demontieren sieht er absolut keine Moeglichkeit das ich das Volk da rausbekomme, weil die Koenigin immer drinbleiben wird. Sagt er. Wir sollen das Loch zumachen und sie sterben lassen, da der Abstand zum Pool und Weg zu gefaehrlich sei, in einigen Tagen wuerden sie agressiver werden, da sie dann Larven haben, spaeter Honig, und man koenne nie wissen, ob sie doch mal einen Menschen angreifen wuerden. - So wie besagte Hilda vor 3 Jahren...

Der Imker sagte, es sei sogar sehr fragwuerdig, wenn ich unter den Waben, Volk, zwei bis drei Zwischenbretter rausnaehme, dass dann die Koenigin mit in die Korkbeute oder Kasten geht, es sei sinnlos.

Ich verstehe folgendes nicht: die Koenigin laeuft in den Videos von der vollen Korkbeute gestoert durch Rauch und Klopfen in eine andere leere Korkbeute. Wieso kann ich nicht Rauch in die eine Seite der Zwischendecke leiten und eine leere Korkbeute vor die Oeffnung in der Mauer, gleichzeitig koennhten wir gegen die Holzdecke schlagen - dann muesste doch die Koenigin auch mit dem nun gestoerten Volk nach draussen laufen?

Faellt irgendwem hier eine Moeglichkeit ein, dieses wirklich grosse Volk zu retten?

Oder ist es voellig wurscht, ob es ein Bienenvolk mehr oder weniger gibt und ich hab mich albern? Sollte mir das egal sein, Loch mit Bauschaum zu und vergessen?

Ich frag mich, ob nicht ein Altimker so von 70 aufwaerts die da rauskriegen wuerde. Und wie ich exakt trotz Holzdecke den Ort des Volkes herausbekomme, um vielleicht nur 3-4 Bretter zu demontieren. - Mein Mann meint, mann muesse die Dachziegel von oben abheben - aber das ist voelliger Unfug. Das sind simple Verschalbretter, eh etwas morsch, ueber 30 Jahre alt muessen die sein.

Was waer mit nem Staubsauger? Ueberlebten die das und haette ich dann sicherer die Koenigin?

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von Heidjer » Freitag 27. Mai 2011, 23:37

Hallo Michaela,

so ein Bien bringt man nicht um!

Es hat mal jemand beschrieben, ich glaube im Imkerforum.de, mit einem Staubsauger mit Vorsatzbehälter zum Aussaugen von Asche Bienen aus Hohlräumen und zwischen Wänden herauszuholen.
Da der Staubsauger zwar den Unterdruck erzeugt, alle angesogenen Teile, hier Bienen, jedoch nicht in den Staubsauger /-beutel kommen, sondern in dem zwischengeschalteten Behälter fallen, sei der Bienenverlust relativ gering.

Da Deine Völker bisher Naturgewalten und der Milbe trotzen sollten sie auch weiterleben dürfen / müssen.

Viel Erfolg!
Heidjer Wolfgang

PS.: Hier ein / der Link: http://www.imkerforum.de/showthread.php ... auerspalte
und hier: http://www.imkerforum.de/showthread.php ... auerspalte

Hoffentlich helfen diese Anregungen. Wolfgang

martina michaela
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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Samstag 28. Mai 2011, 08:36

sieht nicht gut aus fuer den bien :(
ich stell mal fotos wo die genau sind, wie das dach technisch gemacht ist, warum wohl staubsauger auch nicht geht.
28-05-2011-bienen-pool 011.jpg

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Samstag 28. Mai 2011, 08:48

noch eins linke hinterseite aussen der muehle, links ist verdeckt durch bewuchs die elektrogeschichte pool. da kaeme der techniker doch von hinten heran.

die sind ca. 1m hinter dem einflugloch, da hoere ich sie herumkrabbeln. aber ich kann mich irren.

so 40m bis zum haupthaus/ 10m bis pool/ nur 2m wenn man in die kleine muehle durch die tuer will/ ca. 3m abstand zum fusspfad. der imker sagt wie alle anderen; zu nah, werden frueher oder spaeter menschen die sich genau in diesem aktionsradius bewegen angreifen.

stimmt das wirklich? ist das eine ganz reale gefahr?

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Samstag 28. Mai 2011, 10:06

Das ist eher traurig, diese Landtourismusgeschichte hier, die Wildbienen vertreiben wird, die mir noch nie was getan haben, und jeder Wagen der nachts die 1,5 km durch den Wald faehrt zermatscht wenigstens 2 Feuersalamander, obwohl die kleinen Monster so gross sind, dass man sie deutlich sieht, manche haben die auch schon gezielt vor den Zimmern totgetreten, weil Feuersalamander sind genau wie Bienen giftig laut Volksmeinung. - Man kann die vorsichtig sogar auf die Hand nehmen, sie tun einem absolut nichts.
Das Problem ist dasselbe wie mit den Wildbienen; die laichen in einer Quelle im Fels keine 6m neben dem Gaestehaus, wahrscheinlich seit Jahrhunderten.
Die Hausaussen- und Wegbeleuchtung toetet Nachtfalter, speziell die Totenkopffalter, Nashornkaefer & Co.
Ich dekorier grad Zimmer und Aufenthaltsraum mit Grossaufnahmen von all dem Getier, Korkbeuten als Beistelltische, Infos ueber geschlossene Oekosysteme iberischer Flusslandschaften,hoffe auf einen erzieherischen Effekt, der vielleicht auch die Akzeptanz von Taschenlampen wenigstens auf dem Weg erhoeht.

Die Wildbienen kann ich nur durch halbwilde Haltung an diesem Ort retten, indem ich sie auf die andere Grundstueckshaelfte schaffe, eingezaeunt, und die Tuer bleibt zu.

Wir durchdenken das eben mit dem Staubsauger nochmal, werden so einen Aschvorsatz holen. Sogar meine Mutter hat sich jetzt eingeschaltet, ist fuer teilweise Demontage der Zwischendecke.

Jede Idee von Euch ist willkommen.

Liebe Gruesse, Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Samstag 21. April 2012, 23:00

Hallo mal wieder nach langer Zeit!

Ich hab das Volk einfach in der Zwischendecke seinem Schicksal ueberlassen. Mir tun Bienen eh nichts...
Aber noch aus anderen Gruenden bisher keinerlei Moeglichkeit gehabt weiterzumachen; am 22.06.2011, also knapp 4 Wochen spaeter flog ein Teil meiner Wassermuehle in die Luft, brannte Teil des Dachstuhles mit meinem Buero runter - war zum Glueck nicht drin, als es hochging - war dadurch lange sehr krank durch die Rauchgase, Imkerei zu erlernen wurde nachrangig.
Mein Nachbar und Imker hat paralel dazu alle seine in konventionellen gehaltenen Voelker Ende August 2011 durch Wespen verloren, die auch in besagte kleine runde Nebenmuehle in die Zwischendecke eindrangen und dieses eine meiner 3 Voelker toeteten.
Uebriggeblieben sind zwei meiner Voelker in traditionellen Korkbeuten. Keine Ahnung, warum ausgerechnet diese sich gegen die Wespen verteidigen konnten.
Wir sind zum Schluss gekommen, dass die Bienen in Korkbeuten in der Haupthitze nicht so geschwaecht werden, besser ventilieren koennen, wie auch immer....mein Nachbar hat deshalb vor einigen Wochen auf Korkbeuten umgestellt. Ich hatte mir vor der Explosion schon 6 weitere Korkstaemme besorgt, will weitermachen . Vorlaeufig war ich mit Physio Schultergelenk durch die Explosion beschaeftigt, konnte erstes mal wieder vor 4 Monaten durch den Fluss. Den beiden Voelkern gings gut. Sind hier auch an sonnigen Wintertagen unterwegs, blueht ganzjaehrig immer mal was.
Natuerlich konnte ich die neuen Beuten also nicht aufstellen, da nicht roden auf anderer Flusseite. Kommt noch...dann kann ich Euch wieder ein paar exotische Fotos reinstellen, vielleicht auch von Nachbars erster Korkbienenernte.
Meine Bienen und ich sind also wunderbarerweise noch am Leben. Die Bienen haben ihr Ueberleben u.a. Eurem Zuspruch zur traditionellen Haltung in Korkbeuten zu verdanken. Ohne Euch haette ich auf Holzbeuten umgestellt und sie waeren Opfer der Wespenplage geworden.

Danke nochmals und ganz liebe Gruesse aus Portugal, Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Samstag 21. April 2012, 23:43

Eine Sache wunderte mich, als ich zum ersten Mal wieder ueber den Fluss bin, wegen der noch desolaten Schulter meine Schaeferhuendin mitnahm; die Bienen griffen mich wie immer nicht an, Abstand von 1m direkt vor Einflugloch, gebueckt...aber so 20-30 Stueck haben meinen Hund arg verpruegelt, die ca. 6-8m entfernt im Platz lag, sogar 100m noch gezielt verfolgt, gestochen, als ich neben dem Hund wieder zurueck bin. Mich aber nicht angegriffen.

Sie koennen also zwischen Individuen oder Spezies unterscheiden. Wieso sie mich voellig ignorieren, ist mir unklar. Kann den Hund nicht nochmal mitnehmen, wenn ich mich auch koestlich amuesiert habe. Geschah ihr ganz recht, weil sie vorm Haus immer Bienen und Hornissen jagd :lol:

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von Heidjer » Sonntag 22. April 2012, 00:14

Hallo Michaele,

mein aufrichtiges Mitgefühl für Euren Brand. Ich hoffe, dass es Dir bald gesundheitlich wieder besser geht und Ihr den wirtschaftlichen Schaden überwinden könnt! - Ich kann mit Euch mitfühlen; denn vor ca. 20 Jahren war ich fast fertig mit dem An- und Umbau des von uns bewohnten Hauses, als die Heizung auf dem Boden einen Dachstuhlbrand entfachte. Aber bei uns gab es, Gott sei Dank!, nur Sachschaden. Da lernt man die Versicherungen mal richtig kennen.
Zu den Bienen: Haben die Korkbeuten evtl. kleine Fluglöcher als die Holzbeuten? Diese könnten dann vom Bien besser verteidigt und bewacht werden. Natürlich spielt auch die Stärke und allgemeine Abwehrbereitschaft der Völker eine Rolle. Wir hatten im letzten Jahr auch reichlich Wespen und ich habe alle Fluglöcher sehr stark eingeengt, so dass sich Wespen nicht einfach vorbei drängeln konnten.
Und nun zu Eurem Hund: Wir besitzen einen 30 kg schweren langhaarigen schwarzen Hund. Der schnappte zuerst auch nach den Bienen, wie nach Fliegen. Als ihn mal ein oder zwei zusetzten und er sich ihrer erwehren wollte, indem er sich auf dem Rasen wälzte und er in den Teich rannte, den er sonst tunlichst meidet weil er wasserscheu ist, lernte er die Fluggeräusche mit diesem Ereignis zu verbinden und macht seit dem bei Flugwetter einen schönen Bogen um Körbe und Beuten. Ich gehe davon aus, dass auch Dein Hund diese Gefahr meiden wird.

Alles Gute für Eure Zukunft!
Wolfgang, der Heidjer

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Sonntag 22. April 2012, 12:20

Hallo Wolfgang!
Danke...Mir gehts wieder gut, nur manchmal noch etwas "verpeilt". - Bei uns wars auch der Wasserspeicher fuer Warmwasser und Heizung, durchs Kabelbrand des Telefonkabels durch Hausaussenwand... Feuerwehr und Polizei schicken hier eigene Sachverstaendige, alles abgesperrt - Die Portugiesen waren alle ganz toll, lieb die Nachbarn, besonders Feuerwehr schnell, kompetent, Haus und Wald gerettet haben. - Wir haben dadurch immer noch Generatorbetrieb, 1000 liter Dieseldepot mitten im knochentrockenen Sommerwald, sparten fuer die Stromleitung. Immer noch weil Versicherung nicht zahlte . Kommt deshalb erst Ende diesen Jahres. Solange hab ich zwei Zweiphasenloeschsprengsaetze ueberm Depot aufgehangen. Erstmal billigste Moeglichkeit gewesen.
Aber das schwierigste war absurderweise die Todesschreie meiner beiden Siamkatzen aus dem Kopf zu kriegen, monatelang, die beiden flohen tief in den Stuhl hinter die Feuerwand. Ich kam da nicht durch.

Genau! Die beiden Voelker haben die ca. 1 x 3cm kleinen Einflugloecher auf Stammmitte sogar zubetoniert, benutzen nur noch einen winzigen Schlitz wo die Korkbeute auf dem Fels steht, Rest ringsherum ebenso mit Flussschlamm verschlossen. Dennoch haben sie die Hauptsommerhitze im Stamm ueberlebt.

Mein da noch Junghund hat sich waehrenddessen nix als solch groben Unfug beigebracht, wird schon noch mit auf groessere Distanz fest ablegen. Waer fatal, wuerde sie zwischen den Beuten rumspringen. - Keine schwarze Decke, ist wolfsfarben.

Werd einfach da bald Schwarmzeit die neuen Beuten wie vor knapp einem Jahr geplant zwischen den Ginster und Zistrosen stellen, roden. glaube, war eh besser ihnen den Honig zu lassen, denn beide Voelker kommen mir stark reduziert vor, vielleicht auch durch die Wespenplage zu gestresst worden.

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Sonntag 6. Mai 2012, 10:48

Es gibt wieder was neues:

Ab Anfang Mai ist hier am Fluss also Schwarmzeit, im letzten Jahr schreibe ich aehnliches am 25-05-2011. Gestern ist ein grosser Schwarm in eine der neuen Korkstaemme eingezogen, ich war grad im Garten gegenueber , unueberhoerbar das Gesumme und die schwarze Wolke nicht zu uebersehen. Also Gummistiefel an und durch den Fluss nachsehen was da laeuft :D
Zwei neue Voelker sind eingezogen.

Noch anderes konnte ich beobachten. Die beiden vom letzten Jahr haben die Drohnen ausgetrieben, krabbelten ueberall herum . Und sie haben die Einflugloecher wieder geoeffnetet, die Korkbeuten unten- mit Flussschlamm wohl- verschlossen.
Habe die nicht angenommenen Korkbeuten kontrolliert, in einer davon ein kleines Wespennest entdeckt, eliminiert, gesaeubert.
Ueberlege, ob ich eine diese hier angebotenen Wespenfallen nahe des Felssimses auf dem die Beuten stehen aufhaenge, enthalten Lockmittel in einem Plastikbeutel das man in Wasser aufloesen muss, franz. Firma. Werd den Imker fragen muessen. Die Bienen hier haben scheints ein befremdliches Faible fuer Kadaver und auch Sickergruben; nicht dass das Lockmittel ebenso Bienen anzieht und eleminiert.
Vor 4 Jahren wohnte eines der Voelker voruebergehend in einem der Muehlgaenge, in das ein fremder Wanderschaefer zwei Schafkadaver entsorgt hatte, das Grundstueck noch nicht eingezaeunt, frueher nur als Ferienhaus genutzt. An "meinem" Flussteil aber wachsen diverse stark alkaloidhaltige Giftpflanzen, einheimische Hirten meiden diese Flussschleife deshalb.
In Konsequenz ist der Bereich seit ewig verwildert, bietet nicht nur wilden Bienenvoelkern Schutz, lebt, was anderswo schon laengst ausgestorben ist, spez. Amphibien - das Wasser ist also gesund - Insekten, Sing-und Greifvoegel brueten im Dickicht. Roden fuer die Beuten ist deshalb auch nur soweit sinnvoll wie ich Platz zum Aufstellen und als Pfad wirklich brauche. In jedem fuenften Busch ein Vogelnest.

Die Voelker sind mit dem Sammeln der Haupttracht des Unterholzes vor der grossen Hitze beschaeftigt: Zistrosen, Ginster, Lavendel, Rosmarin, Wildrosen, Stein-und Korkeichen bluehen, der ganze Wald eine einzige Farbenpracht. Ich halte das fuer die Haupttracht. Bald faellt alles in sich zusammen, wird zur Savanne.

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 7. Mai 2012, 23:05

Hallo Michaela,

das liest sich ja alles ganz wunderbar, was Du mit der Iberica in Portugal erlebst. :P Ich stelle mir gerade die Korkbeuten vor; das muss ein herrlicher Anblick sein. Hinzu kommen die violetten Zistrosen, der Nektar vom Lorbeer, vom Rosmarin, Thymian, vom Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), etc. etc.

Stell gern mal Fotos ein, wenn Du magst.
LG
Kai
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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Dienstag 8. Mai 2012, 13:14

Hallo Kai!

Hauptsaechlich besteht das Unterholz der Kork-und Steineichenwaelder = "Dehesa", oder auf portugiesisch "Montado" aus Cistus ladanifer albidus, der in Frankreich zur Parfuemherstellung verwendet wird; also weisse , grosse Zistrose gemischt mit Ginster und wilden Lavendelsorten. Der Honig der Eichenblueten war aber auch lecker, nur einmal bekommen. Mode ist wohl grade Rosmarin. Keine Ahnung wie der Honig der momentanen Bluetenexplosion schmecken wuerde, die ernten ja wie erwaehnt bevorzugt erst Ende September.
Im portugiesischen Alentejo und der angrenzenden span. Provinz Extremadura befinden sich die letzten geschlossenen Korkeichenwaelder Europas. Ausser zur Jagd verpeilt sich selten jemand in solche Gebiete.

Hab jetzt IrfanView, gucken ob ich die Fotos von meinen imkerischen Fortschritten , neuen Beuten auf dem Felssims, verkleinern und hochladen kann. Und ein paar auch vom natuerlichen Lebensraum der Iberischen Mellifera, den alten Waeldern, in denen man haeufig auf Menhire, Antas, Steinkreise wie Stonehendge stoesst, viele der Baumriesen muessen ueber 1000 Jahre alt sein.

Fuer dieses Jahr hab ich mir vorgenommen, die wildlebenden Voelker am Fluss zu suchen und zu fotografieren, werd ich dann ins Forum stellen. Gibt nur Wildpfade am Fluss, manchmal bin ich fast mit denen kollidiert wenn ich durchs Unterholz ging.

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 21. Mai 2012, 22:57

HAllo MArtina,

nochmals danke für DEinen tollen Bericht, und Deine beeindruckenden Worte. Ich liebe die Mittelmeerflora.

Über Fotos würden wir uns sehr freuen, und Deinen Tipp nehme ich zu Herzen: ich werde das Foto-Limit af 200 kByte pro Foto hochsetzen.
LG
KAi
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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Dienstag 22. Mai 2012, 12:10

Hallo!
Habe Fotos von neuen Voelkern, Bienenwand, auch 4 von natuerlicher Bienenweide im Fruehjahr, einem der Steinkreise im Wald, verkleinert, das IrfanView ist jetzt wenigstens auf deutsch. Bitte um Nachsicht, wenn irgendwas stranges beim Hochladen passiert, ich befinde mich nach ueber 20 Jahren Wildnis auf dem technischen Niveau eines weiblichen Crocodile Dundee :mrgreen:
Hab auch noch in meinem ueber 5000 Fotos grossen Fond vom Wald einige von wirklich gigantischem , uralten Korkeichen, alten Waldgebieten; wenn diese Riesen dann sterben, innen modern, hohl sind, bleibt nur die unverrottbare Korkrinde stehn, wohnen manchmal wilde Voelker im Stamm, wenn der sonstige Standort, Bedingungen, der hohlen Korkeichen stimmt, auch andere Tiere, Kleinraubzeug, Siebenschlaefer...


Schon erstes Problem; unten steht Optionen/Dateianhang, Dateiname/Browser, Datei hinzufuegen, etc., passiert nichts beim Anklicken, der laedt nicht hoch, nimmt "Datei hinzufuegen" nicht an. Letztes Jahr ging das noch.

Koennte mir bitte jemand helfen die Dateien zu laden? Irgendwas mach ich falsch.

L.G. Michaela

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Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 22. Mai 2012, 21:57

Hallo, die Datei (jpg) darf nicht mehr als 200 kByte haben. Dies ist schon sehr viel.
LG
Kai
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