Korkbienenhaltung in Portugal

Moderator: Johannes

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Montag 28. Mai 2012, 11:37

Ich mach mir etwas Sorgen um die urspruengliche Genetik meiner Flussbienen. Der Angstellte meines Nachbarn (Grossgrundbesitz, 220 Hektar) fing doch vor 2 Jahren mit imkern mit 6 Carnicavoelkern an, die dann alle starben...
Seine Korkbeuten hat er nur als Schwarmfaenger in die Naehe von meinen versteckt aufgestellt, und weil ich auf meinem Ministueck gegenueber ca. 7000m2 bluehendes Buschwerk habe. Das zeigt was das fuer ein Typ ist... - er selbst hat das ganze bluehende Unterholz plattgerodet, ausser Korkeichen keine eigene Bienenweide mehr.
Er fing rein aus Profitgruenden mit Imkern an, entsprechend ist seine Betriebsweise. Glaube nicht, dass er bei der Iberiensis bleibt.

Darum die Frage, ob es sich bei diesem neuen Schwarm immer noch um reine Iberiensis handelt? Wie kann ich einfach optisch Bienenrassen voneinander unterscheiden?

L.G. Michaela

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6405
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 3. Juni 2012, 14:47

Hallo Michaela,

erstmal: ganz herzlichen Dank für die Tollen Fotos!!!!! Sind wunderschön.

Aus Zeitgründen (Zucht) komme ich erst jetzt dazu, zu antworten.

Auf den ersten Blick würde ich sagen, Deine Bienen sehen doch recht typisch Iberica aus; sie ist ja die Schwester unserer Mellifera Mellifera:

schwarze Bienen mit recht rundlichem Körperbau und schwachen Filzbinden.

Wenn Du Lust hast, Michaela, kannst Du mir gern den Scan oder eine gute Fotografie von 60 Vorderflügeln (rechts) Deiner Arbeiterinnen zusenden. Dann könnte man mehr sagen.
LG
Kai
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene].

Luxnigra
Beiträge: 287
Registriert: Sonntag 3. Mai 2009, 18:26
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von Luxnigra » Sonntag 3. Juni 2012, 18:14

Dieser Mann hat kein Gewissen. Nächstens wird er mit Buckfast kommen, denn irgendwer wird ihm schon eingeredet haben, dass die besser seien.
Das Problem wird dann die Vermischung der Populationen sein. Die wird bleiben. Dein Nachbar aber wird längst keine Bienen mehr haben.....

Als übernächstes dann werden die umliegenden Imker sagen, es ist eh alles vermischt, es solle doch jeder die Biene halten die er mag. Unter dem Deckmantel der Toleranz natürlich.

Ist es nicht eine Straftat, eine ursprüngliche Population zu vernichten?
Zumindest hier könnte man den Täter dingfest machen.
Bleib auf deinem Land und wehr dich redlich

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6405
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 3. Juni 2012, 19:57

Luxnigra hat geschrieben:Ist es nicht eine Straftat, eine ursprüngliche Population zu vernichten?
Zumindest hier könnte man den Täter dingfest machen.
Tja, leider ist das in Europa völlig legal.

Aber: Du sprichst mir aus der Seele! Auch für mich ist das ein Verbrechen!

LG
Kai
Große Gemeinschaft Dunkle Biene: Neu, kostenlos, seriös. Mit vielen Bezugsquellen. Bitte hier klicken: Gemeinschaft Dunkle Biene].

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Montag 4. Juni 2012, 10:37

Natuerlich ist es ein Verbrechen gegen unsere Oekosysteme, einheimische Bienenrassen auszurotten und auch exotische Rassen in unsere Oekosysteme unkontrolliert eindringen zu lassen. Wieso das erlaubt, bzw. bei Bienen toleriert wird, hab ich grad unklar.
Europa hat Gesetze gegen sowas. Beispiel; der Vorbesitzerin meiner Wassermuehle hat die Behoerde fuer Umwelt-Wasser-Jagd in Evora das Halten von Koikarpfen auf dem Grundstueck in den Muehlkanaelen untersagt, Begruendung die Gefahr bei Hochwasser, dass nichtheimische Fischarten ins Oekosystem eindringen koennten, sich vermischen koennten und die natuerliche Population somit ausrotten koennten - genau das, was der europaeischen Biene geschieht.

Auf einer Mini-enklave im Triangel dreier wirklicher Grossgrundbesitzer sind immer Diplomatie und Taktik angesagt, schwierig in dem Falle.

Loesungen waeren die Ideen Reservate fuer Mellifera zu schaffen, wie irgendwo im Forum als Idee gesehen, bzw. die einheimischen Bienenrassen ebenso zu subventionieren wie Bruessel das mit z.b. Grosstrappen, alten Wild-und Nutzviehrassen macht. Funktioniert bestens. - Mein Nachbar wuerde nur noch rechte Fluegel abschneiden, Problem geloesst. Das Zauberwort Subvention machte ihn sofort zum Iberiensisschuetzer.

Reservate seh ich in solchen Landschaften und grossen Naturparks fuer machbar, gaebs Subventionen und entsprechende Gesetzgebung. Bin mir sicher, dass es oben am Tajo noch mehr wildlebende Iberiensis geben muesste, ganz unzugaengliche Gebiete. Keine Ahnung, wo man in Deutschland solche Refugien schaffen koennte. Hier und in Spanien gaebe es solche menschenleeren Gebiete - immer da wo auch noch Woelfe ueberlebt haben, Grossvieh halbwild gehalten wird, grosse Jagdgebiete ohne Landwirtschaft und Naturkparks, die Hauptflusslaeufe entlang die diese Landschaften durchziehen.

L.G. Michaela

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Montag 4. Juni 2012, 13:47

Hallo Kai!

Danke fuer das Angebot Fluegelprobe. Aber ich brauch noch eine Weile. Nicht nur wegen des Nachbarn, auch weil die andere, fast schwarze, kleinere Rasse einfach verschwunden ist seitdem mein Mann vor 3 Jahren ihnen zum ersten Mal den Schutz der meterdicken Felsmauer der kleinen Muehle genommen hat, wo sie staerkeren Frost ueberleben konnten.
Glaube der Alquevastaudamm hat grundsaetzlich das Kima veraendert, zum ersten Mal Wasserleitungen eingefroren bei vielen, auch Orangenbaeume und Oliven hats arg erwischt. Die dunkleren scheinen frostempfindlicher zu sein, auch um Evora herum nirgends mehr gesehen, wo sie immer in den Malven waren. Einfach spurlos verschwunden.
Vorher konnte man hier vor diesen dunkleren Bienen kaum treten, bis ran ans Haus ueberall auf jeder winzigsten Bluete . Jetzt sind alle Blueten leer, obwohl ich statt nur einem drei Voelker dieser groesseren, helleren habe. Zum ersten Mal habe ich keine ausreichende Bestaeubung der Mandelbaeumchen, Bohnen, Hausgarten, mitunter leere Huelsen.
Die schwarzen hatten ein voellig anderes Sammelverhalten, geringeren Aktionsradius, bessere Bestaeubung, abgesehen von Unterschieden im Phenotyp, etwas kleiner, fast schwarzer Farbe und staerkerer Behaarung. Scheinbar keine so guten Langstreckenflieger.
Die neuen Voelker sammeln weiter weg, ignorieren auch Thymian, kleinere Wildblueten, ganz andere Biene, wenn auch M. Iberiensis wohl und Flussvolk. Aber groesserer Aktionsradius, keine Ahnung wo die hinfliegen.

Werd den einen Imker und den Schaefer auf die schwarzen ansetzen, versuchen sie wiederzubekommen. Sie waren einfach ideal, weil sie genau hier im engsten Umkreis minutioes alles bestaeubten. Wie eine Art "Hausbiene"...Kann die Unterschiede nicht fachkompetent beschreiben. Fakt ist, dieses Jahr gibts kein Marzipan weil sie fort sind.

L.G. Michaela

Luxnigra
Beiträge: 287
Registriert: Sonntag 3. Mai 2009, 18:26
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von Luxnigra » Dienstag 5. Juni 2012, 17:41

Wieso Reservate für Einheimische?
Es müsste grad umgekehrt sein.
Bleib auf deinem Land und wehr dich redlich

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Mittwoch 6. Juni 2012, 09:31

Hallo Luxnigra!

Les grad quer auf der portugiesischen Seite "Agromel" zweier Imker der neuen Generation, die Iberiensis sei agressiv, zu unproduktiv, nicht ausreichend genetisch selektiert, Mischform afrikanischer und iberischer Bienen die zu lange isoliert waren, sei noetig sie aus ihrer Isolation herauszuholen - im Gegensatz zur zahmeren, domestizierteren Carnica und Buckfast, die auch krankheitsresistenter sei, mit denen zu arbeiten eine Freude sei, dazu sehr schoene Videos von Carnicas als Beispiel fuer Schulkinder um zur Imkerei anzuregen. - So grob der Kontext.

Ja, es ist eher noetig Refugien und Nischen zum Ueberleben der autoktonen Arten zu schaffen bis vielleicht etwas mehr Einsicht einkehrt.

L.G. Michaela

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Freitag 28. September 2012, 08:14

Hallo nach laengerer Zeit mit einem Bericht ueber die erste Honigernte!

Bei jungen Voelkern entnimmt man nur die oberste Wabenschicht bis zum ersten Kreuz aus Zistrosenholz von ca. 40% mit einem speziellen Stahlstab, der als Multifunktionswerkzeug ebenso zum Entdeckeln der Korkbeuten dient wie auch zum "Ausheben" der Waben. - 2 Fotos folgen -
Erntedaten bei der Variante 10. bzw. 15. September jeden Jahres. Den gesamten Honig wuerde man Mitte Juni entnehmen, indem man das ganze Volk mittels Rauch in eine neue Beute umziehen liesse. Nachteil; man laeuft Gefahr die Koenigin dabei zu verlieren. Fuer mich mit so wenigen Voelkern als Anfaengerin also besser nicht.
Von den 4 Voelkern starb eines wohl durch Wespen, ein weiteres war fuer die Ernte zu schwach, der obere Honigraum fast leer, also beschraenkten wir die Ernte auf die zwei starken Voelker , deren Beuten bis oben hin voll waren.
In zwei leeren Beuten stiess ich auf kleine Wespennester. Gesaeubert.

Ich schick das erstmal ab, geht dann weiter, meine adsl ist zu schwach ...

L.G. Michaela

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Freitag 28. September 2012, 08:37

Nach dem Entdeckeln loesst man vorsichtig die Waben von der Innenwand des Korkstammes ohne ihn zu bewegen und hebt mit dem hackenaehnlichen Ende dann die Waben an, legt sie in einen Transportbehaelter.
Mass wie tief man gehen darf ist das Metallkreuz des Stahlstabes, ungefaehre Mitte und Gefuehl, wenn man beim Ausstechen auf besagtes Holzkreuz stoesst. Ganz simpel. Gab keine Probleme. Die Bienen waren friedlich, uns kaum belaestigt, leicht durch Rauch zu beruhigen. Sie liessen auch sofort von den Waben ab, als wir mit dem Erntekorb hinter der Felswand so 3m entfernt verschwunden waren, folgten uns nicht durch den Fluss in den "Honigraum"...
Man nagelt den Korkdeckel wieder auf die Beute und das wars.

Vom Erntebehaelter aus schuettet man im Honigraum die Waben in einen Weidenkorb, der auf Rundhoelzern auf einer grossen, emaillierten Tonschuessel steht. - s. Foto folgt -
Statt Entdeckeln der Waben quetscht man sie nur leicht mit den Haenden, damit der Honig besser herauslaeuft. Danach schoepft man den Honig in einen mit Jutetuch ausgelegten Trichter von dem aus er in Kannen laeuft und fuellt ihn anschliessend in Glaeser ab. Einfacher gehts nicht. Keine Technik oder irgendwelche speziellen Geraete notwendig ausser den Imkertrachten Rauchgeraet und besagtem Stahlstab - der war allerdings aus dem Honigmuseum...

Der Honig ist transparent und frei von Wachsrueckstaenden, giessfaehig, von schoener rotgoldener Farbe, fast orange, hocharomatisch in Geschmack und Duft und fantastisch im Geschmack.

7 kg Honig pro Korkstamm ist die ungefaehre Ausbeute laut Imkermeister vorher, so wars auch; ich habe also tatsaechlich 14 kg Honig geerntet.
Als Honigraum habe ich kurzfristig eines der Gaestebaeder umfunktioniert. Mehr als ein geschlossener Raum von 3-4 m2 sind dafuer nicht notwendig.

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Freitag 28. September 2012, 09:38

Wieder das alte Problem des Browsers, kann die Fotos nicht hochladen . Und mein Text wird nicht geladen, bzw. meine adsl ist zu instabil. - Der Generator hat wieder mal u.a. den Rooter zerstoert, die alten Einstellungen sind also weg und ich war 4 Wochen ohne Internet...Technisch ist mein Wohnort auch nicht ganz "Echtzeit".

Die 2 Fotos kommen dann spaeter. Eins vom Stahlstab-Multiwerkzeug aus dem Honigmuseum. Zweites von den Waben im Weidenkorb der wie ein grosses Sieb fungiert, von dem aus der Honig in eine grosse Schuessel laeuft...

Wenn ich am PC was falsch mache, muss ich wieder versuchen den Techniker in den Wald zu kriegen, dauerte Tage....

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Freitag 28. September 2012, 09:51

Resumèe: Ein Erlebnis, das wir beide nicht missen wollen, haette ich schon vor 20 Jahren begonnen, haette ich gewusst wie einfach das ist. Auch das die Bienen so friedlich sind...Eine Bereicherung unseres Lebens im Wald - mit dem Wald...
Zu zweit koennte man als Hobby um die 30-50 solcher Korkbeuten bewirtschaften ohne technische Aenderungen oder andere Geraete.

Einiges ist verbesserungsfaehig, Ideen fehlen und mehr Wissen:

- Mein Mann ist Brillentraeger, konnte bei der Gluthitze von 38 Grad im Schatten in Imkertracht nach kurzer Zeit nichts mehr sehen. Unguenstig in schwerem Gelaende dann mit der Last durch den Fluss. Ein Rueckentornister waere besser...

- Rauchgeraet, Hitze und evtl. Funkenflug beim Nachlegen/Anzuenden sind sehr gefaehrlich im knochentrockenen Unterholz. Mehr Roden um die Beuten herum. - Ich hatte vorsichtshalber Raeucherstaebchen geholt, weil mir das nur mit Holzkohle- oekologischem Feueranzuender plus trockenen Rosmarin- und Thymianaestchen zu gefaehrlich war. Vor 5 Wochen sind erst wieder mal 1000 Kektar Wald keine 2 km entfernt runtergebrannt....

- und etwas gegen Wespen, da ich in den leeren Korkbeuten Wespennester fand. Wohl die Ursache, dass nur 3 Voelker ueberlebten. Varroamilben sah ich keine.


Liebe Gruesse aus dem Korkeichenwald, Michaela

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Freitag 28. September 2012, 10:44

Ca. 100 tote Bienen, im eigenen Honig erstickt, haette ich fuer die Rasseanalyse gehabt. Aber wochenlang keinen Rooter, keine adsl, konnte nichts mehr im Forum/Internet lesen/fragen. Auch sehr wenig Zeit, wie immer im Sommer Familienbesuch...

Koennte die Leichen in Wasser werfen, versuchen die Fluegel dann aufzukleben, eher ein Fall fuer die Gerichtsmedizin 8)

Jetzt komme ich nicht mehr an die Bienen heran, ohne mit wiederum Entdeckeln der Staemme den oberen Honigraum zu zerstoeren.

Wie bekaeme ich 50 Bienen sauber in ein Glas? Lockspray/Honig?

Wuerde mich interessieren, um was fuer eine friedfertige Bienenrasse es sich handelte, ich nenne sie meine "Flussbienen"...

L.G. Michaela

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Sonntag 30. September 2012, 16:12

honigraum 007.jpg

martina michaela
Beiträge: 72
Registriert: Dienstag 22. März 2011, 09:48
Postleitzahl:
Ort:
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 58

Re: Korkbienenhaltung in Portugal

Beitrag von martina michaela » Sonntag 30. September 2012, 16:13

honigraum 001.jpg

Antworten

Zurück zu „Korbimkerei“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast