Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Moderator: Johannes

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Maximilian
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Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Maximilian » Samstag 8. Juli 2017, 21:56

Hallo allerseits,
ich verfolge seit einiger Zeit Kais Sicula Projekt... besonders die geringere Anfälligkeit für Varroa finde ich interessant. Ich habe im Internet einiges über die Monticola gefunden... sie soll klein, fleißig,sanft und auch weniger anfällig gegen Varroa sein, weshalb ich einige Monticolas parallel halten will um die Eigenschaften zu vergleichen. Hat jemand Erfahrung mit dieser Biene in reiner Form und vielleicht Bezugsquellen? Ich bin sehr gespannt :)

LG Maximilian

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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 9. Juli 2017, 10:29

HAllo Maximilian,

die Monticola ist eine tropisch-afrikanische Naturbiene aus dem Hochland von Kenia und Tansania, z. B. vom Mount Kenya, Mount St. Elgon etc. Dort kommt sie im tropischen Urwald vor. Sie ist nahe verwandt mit der Scutellata.

Es wird wohl in Europa niemand Erfahrungen mit der Monticola haben. Wenn es die Biene in freier Wildbahn überhaupt noch gibt (bereits von 20-30 Jahren wurde eine starke Vermischung mit der Scutellata festgestellt), dann nur in sehr abgelegenen Gebirgsregionen. Ob es dort Imker mit der Monticola gibt, wage ich zu bezweifeln.

Eines noch: Bienen des afrikanischen Kontinentes sind nicht winterfähig; sie bilden keine Wintertraube. Anfang der 1990er Jahre hatte ich ein paar Scutellata Völker am Stand. Kein einziges hat die ersten Wintertage überlebt, obwohl die Völker sehr stark waren.

Das einzige Monticola-Blut, das nach Europa eingeführt wurde, erfolgt von einem schwedischen Züchter http://www.elgon.se in Form von Stiften oder Sperma (dort nachzulesen). Dieses Material kreuzte er in seine Buckfast ein. So entstand die sogenannte Elgon-Biene.

LG
Kai
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Maximilian
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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Maximilian » Sonntag 9. Juli 2017, 10:47

Hallo Kai,
danke für den Hinweis mit der Überwinterung... darüber hatte ich garnicht nachgedacht, da wie du erwähntest Material in Form der Elgon in Europa vorkommt. Danke für die Aufklärung! :)

LG Maximilian

Rene
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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Rene » Sonntag 9. Juli 2017, 11:34

Hallo Maximilian,
mich persönlich würden ehr Rassen wie die Athos-Biene (wie sie wissenschaftlich heißt weiss ich nicht) und die Anatolica interessieren. Die würde ich gerne mal anschauen...
L.G. Rene

Maximilian
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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Maximilian » Sonntag 9. Juli 2017, 12:15

Rene hat geschrieben:
Sonntag 9. Juli 2017, 11:34
Hallo Maximilian,
mich persönlich würden ehr Rassen wie die Athos-Biene (wie sie wissenschaftlich heißt weiss ich nicht) und die Anatolica interessieren. Die würde ich gerne mal anschauen...
L.G. Rene
Hallo René,
ich schätze mal dass du mit der Athos Biene die Macedonica meinst?

LG Maximilian

Rene
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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Rene » Sonntag 9. Juli 2017, 20:44

Hallo Maximilian.
In dem Buch das ich vor ein paar Monaten gelesen habe wurde sie Athosbiene genannt. Sie fand sich dann wieder in einer Buckfastlinie, wenn ich mich recht erinnere.

Maximilian
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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Maximilian » Sonntag 16. Juli 2017, 20:06

Hallo Rene,
bei mir wird diesen Herbst noch ein Mini Plus Völkchen frei... ich spiele mit dem Gedanken dort noch gleich eine Anatolica reinzusetzen. Hab aber nicht viel über diese im Netz gefunden was die Überwinterung und ähnliches... hat da jemand Erfahrungen mit dieser?
LG Maximilian

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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von ck1 » Samstag 5. August 2017, 10:23

Ich experimentiere ja auch gern und hab mich bspw. in die Dunkle und die Ligustica verliebt...

Aber müssen wir wirklich jede Rasse testen? Können wir eine xy-Biene von der wir Mal 2-3 Königinnen hatten, wirklich einschätzen? Können wir deren Auswirkungen auf unsere Bienen realistisch einschätzen? (Siehe afrikanisierte Biene)

Ich bleibe da skeptisch. . ich bin zu diesem Forum gestoßen, weil die Dunkle hier her gehört und das Erbe des Reichsimkerbundes irgendwann überwunden werden muss. Ich habe am Stand auch bunte Mischungen wo offensichtlich unterschiedliche Väter beteiligt waren ...

Im Endeffekt wollen wir alle doch eine vitale, gut bearbeitbare, schwarmträge, varroaresistente Biene mit vernünftigem Honigertrag ... Die gut an unsere klimatischen Bedingungen angepasst ist. Mein persönliches Ziel ist es, durch Basiszucht mit regelmäßigen Einkreuzen frischen Blutes gute Wirtschaftsvölker zu bekommen ... Und dann links und rechts vlt. noch die ein oder andere Spielerei ... Aber bitte lasst die Bienen aus Afrika in Afrika und die Aus anatolien in anatolien ... Die haben hier so wenig verloren, wie die Carnica. Erhaltungszucht wie bspw. Durch Johannes für die Dunkle, kann man auch nicht sinnvoll betreiben und die Auswirkungen können wir nicht abschätzen und wenn es welche gibt, ggf. Nicht wieder Rückgängig machen.... Siehe Beutenkäfer/afrikanisierte Honigbiene/Varroa ...

VG Christian

Maximilian
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Re: Erfahrungen und Bezugsquellen der Monticola

Beitrag von Maximilian » Samstag 5. August 2017, 12:44

Hallo Christian,
ich stimme dir insofern zu, dass es wirklich nicht möglich ist, dass man anhand einer Königin bzw. Linie die gesamte Rasse beurteilen kann. Jedoch kann man nicht immer anhand der Herkunft festmachen, wie geeignet eine Rasse für den eigenen Standort ist (siehe Ligustica in Skandinavien). Desweiteren haben im Zuge der Buckfastzucht die Gene der Anatolica längst Einzug in Deutschland gehalten. Dabei werden teilweise regelmäßig reine Anatolica Gene in die Zucht eingekreuzt. Ich will bei mir ebenfalls die Dunkle etablieren, deshalb habe ich zwei Reinzuchtkös erhalten, um nächstes Jahr Wirtschaftsvölker auf F1 Basis aufzubauen, um mithilfe der Dronen Dunkle Gene hier zu verbreiten. Was schadet denn da ein kleines Experiment am Rande? Nur so kann man Erfahrung sammeln und Wissen mehren ;)
Bestes Beispiel ist die Siziliana. Ich habe Interesse am kleinen Zellenmaß gefunden, und diese afrikanisierte Biene ist vielleicht fähig, wieder ein kleineres Zellenmaß zu etablieren, was einige Vorteile bringen kann. Sollten diese Vorteilhaften Gene nicht ausgenutzt werden, nur weil sie von einem anderen Kontinent stammen? Meiner Meinung nach nicht aber das ist nur meine Meinung. :)

Gruß Maximilian

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