Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

in Deutsch-Normal, DN 1,5, Zander oder Langstroth : Segeberger, Combibeute, u.a.

Moderator: Johannes

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Abramis
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Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Abramis » Montag 3. Oktober 2016, 15:57

Moin zusammen,

ich habe grade eine Zwangspause und möchte daher zu meiner diesjährigen Neuerwerbung was schreiben.

Irgendwie kamen in diesem Jahr mehrere Forumsmitglieder gleichzeitig auf eine Beutenumstellung. :D
Da ich in den letzen beiden Jahren mit dem kühlen Wetter im Norden zu kämpfen hatte, bin ich auf einen Versuch mit einer Styroporbeute gekommen.
Ich imkere im Zandermaß mit der Einfachbeute und habe daher nach einer Styroporbeute mit ähnlichen Eigenschaften gesucht. Beim örtlichen Imkereibedarf erstand ich die Combibeute von Holtermann, Hersteller ist Stehr.
Ein variables System (ich liebe sowas :mrgreen: ), wie bei der Einfachbeute gibt es Zargen für Zander im Kalt- und DN im Warmbau, weiter für Langstroth und Dadant Blatt. Die Abmaße der Zargen sind etwas größer als bei der Einfachbeute, was an der größeren Wandstärke der Zargen liegt. Die Innenmaße sind gleich. Bei einigen Versuchen stellte sich heraus, dass die Holzzargen der Einfachbeute nur dann auf die Kunstoffzargen passen, wenn die Unterseite ganz glatt ist. Damit sind die Holzzargen im Zweifel als Honigräume weiter nutzbar.
Der Deckel ähnelt dem der Segeberger Beute, allerdings ist er als Stülpdeckel ausgelegt. Ab Oktober werde ich den Deckel hier im Norden mit einem einfachen Spanngurt sichern.
Der Boden ist ein einfacher Flachboden mit Bodengitter. Einen Varroaschieber oder eine Schublade gibt es nicht. Einzig einen "Einleger" um den Gitterboden zu verschließen kann man bekommen.

Der Boden begeistert mich jetzt nicht so recht. Zum Verschließen des Gitters muss ich das Volk abheben, Milbenzählen fällt aus und auch für einen Schaumstoffstreifen zur Verengung muss ich vorne die Zargen anheben.
Ansonsten bin ich zuversichtlich genug mit der Beute die Überwinterung zu wagen. Wenn die Volksentwicklung im Frühjahr besser verläuft als in den Holzbeuten muss ich wohl über eine komplette Umstellung nachdenken. Bei meiner übersichtlichen Beutenanzahl ist das auch nicht so sehr der große Wurf.
Aus den Holzzargen kann ich dann Hummelbeuten machen. :lol:

Viele Grüße aus dem Norden,
Heiko
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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Johannes » Montag 3. Oktober 2016, 17:14

Hallo Heiko,

sehe ich das richtig, dass es bei der Combibeute keine Falz gibt?

Dein Unbehagen wegen des Bodens kann ich anhand der Bilder bei Holtermann teilen. Da geht nicht sonderlich viel.
Aber das ganze Milbenzählen und alle anderen Späße sind auch nicht so wichtig. :wink: Zum Zählen im Winter könnte man doch bestimmt eine Pappe vorne durch das Flugloch einschieben. ... So als Idee.

Mit Styropor wirst du bei dem norddeutschen Klima sicher besser zurecht kommen. :)

LG Johannes
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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Abramis » Montag 3. Oktober 2016, 20:09

Hallo Johannes,

ja, das siehst du richtig. Ich weiß, du magst Beuten mit Falz. :D
Bis auf den Boden entspricht die Beute dem Konzept der Einfachbeute - deshalb habe ich mich für sie entschieden. Die Franken- und die Taunusbeute sind beide mit Falz, daher fielen die für mich raus.

Ich muss nochmal mit ein paar Dachlatten experimentieren, vielleicht kann ich meine Holzböden ja weiter nutzen. Ich habe grade genug Zeit, mir was auszudenken. Auch deine Böden mit Flugloch nach unten fand ich per se interessant.

Viele Grüße,
Heiko
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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 3. Oktober 2016, 20:10

HAllo allerseits,

richtig, das Combisystem hat keinen Falz. Ich habe gern mit der Combibeute im Langstroth geimkert. Die Bodeneinlage hatte ich immer eingelegt.
LG
Kai

Foto: Combi-Beute

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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Herbert » Montag 3. Oktober 2016, 21:01

Hallo zusammen,
ich erinnere mich,hatte auch mal 2Langstrohtbeuten Combi,das war anfang der 90er,konnte sie später bei einem bekannten gegen Segeberger tauschen,mir fehlte auch die Falz,gerade beim Wandern alleine, Beute vorm Bauch,ansonsten schöne Beuten.
Es scheint sich was zu tun im Sektor Beute,das kurbelt die Wirtschaft an :lol: :lol:

LG Herbert

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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Abramis » Mittwoch 5. Oktober 2016, 07:34

Hallo zusammen,

zum wandern kommt bei falzlosen Beuten wohl nur die Sackkarre und ein fester Spanngurt in Frage. Wenn die glatten Zargen beim Transport verrutschen reagieren die Damen bestimmt nicht so positiv darauf.

Bei dem Deckel scheint sich was getan zu haben. Auf Kais Bild ist ein flacher Deckel zu sehen. Bei mir ähnelt der eher dem Deckel der Segeberger.

Viele Grüße,
Heiko
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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Johannes » Mittwoch 5. Oktober 2016, 08:13

Hallo Heiko,

ich sehe bei Verwendung von falzlosen Beuten aus Kunststoff noch ein anderes Problem.
Die Bienen verkitten die Zargen und du musst die mittels Stockmeißel lösen. Dabei ramponierst du sicher die Kanten der Zargen. Wenn du das oft genug machst, sitzen die Zargen vermutlich nicht mehr plan aufeinander und es kann Anreize für Räuberei geben.

Wenn hinter der ramponierten Außenkante noch eine Falz kommt, die unbeschädigt bleibt, dann spielt der Schaden außen keine Rolle.

Das ist jetzt kein Erfahrungsbericht! ... Also bitte nicht falsch verstehen. Es ist nur eine Befürchtung meinerseits.

LG Johannes
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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Abramis » Mittwoch 5. Oktober 2016, 08:55

Hallo Johannes,

der Einwand ist sicherlich berechtigt. Der Konstrukteur hat an den Ecken der Unterkanten Verrundungen vorgesehen, damit man beim Knacken nicht die Kante eindrückt. Aber mit dem spitzen Stockmeißel beschädigt man sicherlich auch noch die Auflageflächen. Die sind bei der Beute aber auch recht breit, daher mache ich mir keine allzu großen Sorgen. Man kann sie sicherlich nachspachteln, wenn es zu doll werden sollte.
Stellt sich die Frage, ob es wirklich der teure Beutenspachtel aus dem Fachhandel sein muss, oder ob ein normaler Außenspachtel aus dem Baumarkt es nicht auch tut.

Die Aulageschienen aus Kunstoff machen mir viel mehr Kopfzerbrechen. Wie kann man das Loch zumachen, dass durch das Einkleben der Schienen an den Ecken entsteht? Ich habe keine Lust dem Beutenkäfer das ideale Eigenheim zu bieten.

Viele Grüße,
Heiko
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Re: Combibeute als Alternative zur Einfachbeute

Beitrag von Johannes » Mittwoch 5. Oktober 2016, 09:42

Abramis hat geschrieben:...
Stellt sich die Frage, ob es wirklich der teure Beutenspachtel aus dem Fachhandel sein muss, oder ob ein normaler Außenspachtel aus dem Baumarkt es nicht auch tut.

Die Auflageschienen aus Kunstoff machen mir viel mehr Kopfzerbrechen. Wie kann man das Loch zumachen, dass durch das Einkleben der Schienen an den Ecken entsteht? Ich habe keine Lust dem Beutenkäfer das ideale Eigenheim zu bieten.

Viele Grüße,
Heiko
Hallo Heiko,

deine erste Überlegung ist richtig. Auch ich denke, dass ein dünnerer und breiterer Spachtel aus dem Baumarkt besser sein wird. Ich habe gestern mit dem Stockmeißel an meiner einen Segeberger ordentlich Riefen verursacht, beim Versuch den Boden zu lösen.

Zu deinem zweiten Problem habe ich jetzt zwar kein Bild vor Augen, aber ich denke, dass du mit "ApiNord® Beutenkitt" die Lücke gut schließen kannst. Siehe hier: http://www.holtermann-shop.de/index.php ... chutz.html

LG Johannes
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