Kleine Zellen

Hier ist Platz für Tagebücher, Erfahrungsberichte, Haltungserfahrungen und Erlebnisse beim Beginn und bei der Arbeit mit der Dunklen Biene

Moderator: Johannes

Benutzeravatar
manne

Beitrag von manne » Freitag 24. Oktober 2008, 10:40

Den Überlegungen kann ich mich anschließen.
Vor längerer Zeit und an anderer Stelle formulierte ich es einmal so: wehe wehe, die Milben bekommen den Trick mit! Was dann? Alles geht von vorn los!

Folgender Link ist zwar schon recht alt: http://translate.google.com/translate?u ... uage_tools

Aus der Maschinenübersetzung ist aber ersichtlich, welches Zellmaß P.E. Karlssen seinen Bienen zumutet und wie erfolgreich (trotzdem!?) seine Bienen damit sind.

Manne

Hobbyimker
Beiträge: 247
Registriert: Mittwoch 12. Dezember 2007, 20:44
Postleitzahl: 37235
Ort: Hessisch Lichtenau
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.:
Homepage: http://www.hobbyimkerei-kesten.de/
Bienen"rasse":
Zuchtlinie/n:
Einverständniserklärung: _
Alter: 65

Beitrag von Hobbyimker » Mittwoch 5. November 2008, 10:29

Hallo Günther
Hab beim stöbern deinen Beitrag erst heute zur Kenntniss genommen somit nee verspätete Antwort
Hallo Hobbyimker
Kann es sein, dass wenn durch laengeres Schlechtwetter Pollenmangel
herrscht, dadurch kleinere Bienen zustande kommen?
Das wuerde bei mir einiges erklaeren.


Im nachhinein könnte dein Ansatz nee Möglichkeit sein,wegen meiner Beobachtung kleinerer Bienen aber rein optisch ist mir zu der Zeit ein Pollenmangel bei der Völkerkontrolle nicht aufgefallen wobei ehr das Gegenteil zutrifft und ich den Eindruck hab das die Dunklen ein mehr an Pollen eintragen, sicherlich spielt da auch das Trachtgebiet eine große Rolle mit bei wobei ich die Pollenversorgung im Lebensbereich meiner Bienenvölker als mit Sicherheit ausreichend bis gut einordne und bei Schlechtwetterphasen bestimmt genügend Vorrat vorhanden sein sollte.Vielleicht haben ja auch die Temperaturverhältnisse im Brutbereich einen Einfluß auf die Bienengröße.
Könnte sein das die Bienengröße zum Teil jahreszeitlich unterschiedlich ausfällt ??? und dies auch Rassenbezugsmäßig eventuell sogar unterschiedlich sein könnte, zur Zeit ist ein größenunterschied bei den zu ersehenden Winterbienen nicht ersichtlich.Nur gedanklich könnte ja die größe des zupflegende Brutnest auch nee Rolle bei spielen wie sicherlich noch so viele andere Faktoren die man als Bienenbetreuer nicht beurteilen kann
imkerliche Grüße
ABER DIE NATUR VERSTEHT GAR KEINEN SPASS, SIE IST IMMER WAHR, IMMER ERNST, IMMER STRENGE; SIE HAT IMMER RECHT UND DIE FEHLER UND IRRTÜMER SIND IMMER DES MENSCHEN. J. W. V. GOETHE
Wir sind alle nur Gast auf dieser schönen Erde

Benutzeravatar
gartenmundl

Re: Kleine Zellen

Beitrag von gartenmundl » Samstag 3. März 2012, 18:23

Hallo alle miteinander,
ich bin grad zufällig über diesen interessanten Beitrag gestoßen und möchte den gerne nochmal hervorholen,
nachdem der letzte Eintrag dazu gute 3 Jahre her ist.
Welche Erfahrungen vor allen bezüglich "Dunkle auf 32mm Wabenabstand" konntet ihr sammeln?
Manne, El-Tommy, Horst, Hobbyimker und alle anderen: Was hat sich getan seit dem? Kahlköpfige Brut feststellbar?
Berichtet mal!

Viele Grüße
Raimund

Benutzeravatar
Brigitte

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Brigitte » Montag 5. März 2012, 07:38

Mich würde auch interessieren, welche Zellengröße ihr oder eure Bienen (natürlich die Dunkle) bevorzugt.
Ich bin eine "Kellmann-geschädigte" (vielleicht haben die einen oder anderen von euch in den diversen Foren die Diskussionen verfolgt?) und muss dringend Ersatz haben.
Ich schwanke zwischen Naturbau mit Anfangsstreifen und Mittelwände, daher meine Frage an euch
Welche Zellengröße?

Benutzeravatar
Michal Anton

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Michal Anton » Montag 5. März 2012, 11:11

„Ich schwanke zwischen Naturbau mit Anfangsstreifen und Mittelwände, daher meine Frage an euch Welche Zellengröße?“

Wenn Du mit Naturbau anfangen magst werden die Bienen selber die Zellengröße bestimmen. Der Anfangsstreifen dient nur der Orientierung. Ich arbeite nur mit Naturbau und bin zufrieden, die Frage nach der Größe der Zelle stellt sich für mich nicht.. Die Bienen entscheiden, was sie haben wollen und das ist in der Regel auf eine Wabe sehr unterschiedlich, spielt aber für mich keine Rolle. Ich weis, dass zur Zeit viel über die 4,9 Zellen gesprochen wird, ist aber für meine Begriffe, auch wenn es auch bei manchen funktionieren soll, nur eine andere Art von Zwang und ich will ja glückliche Bienen.
Gruß Michal

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6630
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Kleine Zellen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 5. März 2012, 11:37

Hallo allerseits,

ich würde auf kleine Zellen verzichten. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch eine geringere Zellengröße die Bienen künstlich verkleinert werden, und dass auch ein negativer Einfluss auf die VArroa nicht nachgewiesen werden konnte.

Die Reihe: Kleine Zellen = kleine natürliche Bienen = keine Varroa

ist somit nicht belegt.
Siehe zum Besipiel: http://www.franziproske.de/downloads/kl ... varroa.pdf

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Benutzeravatar
Brigitte

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Brigitte » Montag 5. März 2012, 11:54

Michal Anton hat geschrieben:„....Ich arbeite nur mit Naturbau und bin zufrieden, die Frage nach der Größe der Zelle stellt sich für mich nicht......


Hi Michal,

benutzt du keine Anfangsstreifen?

Michal Anton hat geschrieben:....ich will ja glückliche Bienen. .....


Ich ebenfalls :wink:

Also, auch ohne Anfangsstreifen oder den Bienen einen Anhaltspunkt bzw eine Orientierung bieten?

Benutzeravatar
Debora
Beiträge: 223
Registriert: Freitag 16. Dezember 2011, 14:03
Postleitzahl: 60386
Ort: Frankfurt Main
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.: 8
Homepage: http://mellifera.jimdo.com/
Bienen"rasse": Mellifera, Carnica
Zuchtlinie/n:
Wohnort: Frankfurt am Main
Einverständniserklärung: _
Alter: 57
Kontaktdaten:

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Debora » Montag 5. März 2012, 12:05

Michal Anton hat geschrieben:„Ich schwanke zwischen Naturbau mit Anfangsstreifen und Mittelwände, daher meine Frage an euch Welche Zellengröße?“

Wenn Du mit Naturbau anfangen magst werden die Bienen selber die Zellengröße bestimmen. Der Anfangsstreifen dient nur der Orientierung. Ich arbeite nur mit Naturbau und bin zufrieden, die Frage nach der Größe der Zelle stellt sich für mich nicht.. Die Bienen entscheiden, was sie haben wollen und das ist in der Regel auf eine Wabe sehr unterschiedlich, spielt aber für mich keine Rolle. Ich weis, dass zur Zeit viel über die 4,9 Zellen gesprochen wird, ist aber für meine Begriffe, auch wenn es auch bei manchen funktionieren soll, nur eine andere Art von Zwang und ich will ja glückliche Bienen.
Gruß Michal
Es geht hier nicht primär um die kleine Zelle, sondern um die kleine Biene. Die kleine Zelle soll nicht als Zwangsmaßnahme auf die Dauer begriffen werden.
So wie es Tim nach Stephans Methode aufgreift, soll erst die "ursprüngliche" Größe der Biene gezüchtet werden. Sollte dies glücken, kann der Bien fröhlich auch sein Naturbau bauen dürfen. Man will damit dem Bien einen kleinen Vorteil gegenüber der Milbe verschaffen.
liebe Grüße
Debora

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6630
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Kleine Zellen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 5. März 2012, 12:17

So wie es Tim nach Stephans Methode aufgreift, soll erst die "ursprüngliche" Größe der Biene gezüchtet werden. Sollte dies glücken, kann der Bien fröhlich auch sein Naturbau bauen dürfen. Man will damit dem Bien einen kleinen Vorteil gegenüber der Milbe verschaffen.
Hallo Debora,

dies haben schon wirklich erfahrene Züchter versucht; Hinweise auf einen Vorteil gegenüber der Varroa durch eine verringerte Zellengröße konnten aber nicht gefunden werden. Dies ist mittlerweile wissenschaftlich belegt; ich meine, es stand bereits schon in den Imkerzeitschriften.
LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Benutzeravatar
Michal Anton

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Michal Anton » Montag 5. März 2012, 13:13

Michal Anton hat geschrieben:„Ich schwanke zwischen Naturbau mit Anfangsstreifen und Mittelwände, daher meine Frage an euch Welche Zellengröße?“

Der Anfangsstreifen dient nur der Orientierung. Ich arbeite nur mit Naturbau und bin zufrieden,........
Gruß Michal
@Brigitte
Anfangsstreifen al`a Michel. Von rechts nach links. Wenn Du dein Wachs „Ernten“ willst lässt Du beim Schneiden die Reste am Oberträger Pappen das reicht bei 2 mal auch aus.
http://img6.imagebanana.com/img/bvnmwjgy/IMG_44851.JPG
Debora hat geschrieben: Es geht hier nicht primär um die kleine Zelle, sondern um die kleine Biene. Die kleine Zelle soll nicht als Zwangsmaßnahme auf die Dauer begriffen werden.
So wie es Tim nach Stephans Methode aufgreift, soll erst die "ursprüngliche" Größe der Biene gezüchtet werden. Sollte dies glücken, kann der Bien fröhlich auch sein Naturbau bauen dürfen. Man will damit dem Bien einen kleinen Vorteil gegenüber der Milbe verschaffen.
@Debora
„Die Mellifera“ ist größer kräftiger, der Hinterleib ist breit. ……“ (ist nicht von mir)
Der Erfolg der Kleiner Zelle liegt eben hier und wird sich mit dem kleinzüchten selbst beenden. Mal nachgedacht wie die Milbe so lebt und was sie in der Zelle so treibt?
Gruß Michal

Benutzeravatar
Brigitte

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Brigitte » Montag 5. März 2012, 13:20

Michal Anton hat geschrieben:....
@Brigitte
Anfangsstreifen al`a Michel. Von rechts nach links. Wenn Du dein Wachs „Ernten“ willst lässt Du beim Schneiden die Reste am Oberträger Pappen das reicht bei 2 mal auch aus.
http://img6.imagebanana.com/img/bvnmwjgy/IMG_44851.JPG

....
Gruß Michal
Das sieht doch klasse aus, und sollte uns Menschen zu denken geben....

-Naurgerecht
-Bienengerecht
-Portemonnaie gerecht

Ich werde es in diesem Jahr versuchen.

Benutzeravatar
Bschein
Beiträge: 207
Registriert: Samstag 22. Mai 2010, 19:57
Postleitzahl: 85200
Ort: Oberbayern
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 0- 0- 0
Völkerzahl ca.: 40+
Bienen"rasse": Mellifera und Buckfast
Zuchtlinie/n: Nigra, Braunelle, Belgische
Einverständniserklärung: _

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Bschein » Montag 5. März 2012, 13:42

Hallo Kai,

stand nicht auch schon in den Imkerzeitschriften, dass die Wissenschaft belegt hat, dass Pflanzenschutzmittel nicht am generellen Völkersterben beiteiligt sind (deutsches Bienenmonitoring). Mit "wissenschaftlich belegt" bin ich immer ganz vorsichtig.

Ich kaufe meine Mittelwände hier
http://shop.imkerei-muhr.de/index.php?o ... eca4173a88
für den, der es ausprobieren will, gibt es dort auch kleinere Zellgrößen.

Servus
Philipp

Benutzeravatar
imkerforum-nordbiene
Site Admin
Beiträge: 6630
Registriert: Dienstag 11. Dezember 2007, 16:42
Postleitzahl: 24247
Ort: Mielkendorf
Land: Deutschland
Telefon:
Imker seit: 14. Jul 1979
Völkerzahl ca.: 16
Homepage: www.deutsche-biene.de
Bienen"rasse": Dunkle Biene, Sicula, Ligustica, Carnica, Buckfast
Zuchtlinie/n: Flekkefjord, sowie F1
Einverständniserklärung: Ja
Alter: 53
Kontaktdaten:

Re: Kleine Zellen

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 5. März 2012, 15:24

Hallo Philipp,

das kann ich Dir leider nicht sagen, ob das so war.

Ich kann nur sagen, dass ich Berichte im Kopf habe, nach denen die Zellgröße nicht mit der Varroaresistenz korreliert. Und: die Bienen nehmen teilweise kleinere Zellen (Mittelwände) gar nicht an.

Von daher: ich belasse es damit. Gefährlich finde ich allerdings so manches, was man im Internet liest, dass mit kleineren Zellen etc. Hoffnung auf eine bessere V-Situation geweckt wird. Die Enttäuschung insbesondere bei Jungimkern wird dann umso größer.

LG
Kai
Mein Imker- und Video-Equipment: Bitte hier klicken
Youtube Nordbiene: Bitte hier klicken

Benutzeravatar
Michal Anton

Re: Kleine Zellen

Beitrag von Michal Anton » Montag 5. März 2012, 17:47

Hallo Philipp,

http://llh-hessen.de/landwirtschaft/tie ... titut.html
Bericht zum Bienenmonitoring-Projekt "Völkerverluste"

Das mit der Wissenschaft ist so ne Sache.
Leider stimmt es auch was der Kai sagt dass manche Bienen keine Kleine Zellen annehmen und ich kann den Sinn nicht erkennen in der Vergewaltigung und Zwang zur Kleinere Biene und Kürzere Brutdauer. Die einzigen wirklichen resistenten Populationen die es gibt sind wild und leben ohne Imker, Mittelwand und mit Milbe(1xAfrika 2x SüdAm, 1xNAm. Ohne Gewähr die angaben stamen aus der gleicher Quelle wie der Bienenmonitoring).
Es werden sich aber auch Fans von 4,9 finden und uns hier hoffentlich über ihre Erfahrungen berichten. Ich hab im Winter 10/11 78% Verluste und 11/12 12% bei der Gruppe Völker ohne Herkömmlicher Behandlung im Naturbau. Ich glaube nicht dass ich mir jetzt die Arbeit machen werde Mittelwände zu gießen und die einzulöten. Mal sehen wie es 12/13 weiter geht. Ein wenig Glück brauch man auch.
Ein Patentrezept gibt es nicht, jeder muß das für sich und seine Bienen herausfinden, egal wie die Bienen müssen überleben.
An diese Stelle noch mal kurz, die Bienen Sterben nicht an der Milbe, das bisschen saugen bringt niemand um, sonder an den Folgen mehrere Faktoren die durch die Anwesenheit der Milben begünstigt werden.
Gruß Michal

Benutzeravatar
manne

Re: Kleine Zellen

Beitrag von manne » Montag 5. März 2012, 20:34

Hallo Zellenfreunde,

falls ich mich nicht täusche, kam das Zellenthema vor rd. zehn Jahren auf.
Ein damit sehr vertrauter Imker aus Bayern bat mich 2002, es mit 4,9er Mittelwänden zu versuchen.
Einigen Ablegern gelang es auch gut sie auszubauen. Diese Ableger handhabte ich ohne Unterschied zu meinen anderen.
2003 zeigte sich, dass die 4,9er Biens in den Jagdgründen waren; die Normalzelligen lebten. Damit war für mich das Thema auf meinem Stand abgeschlossen.

Erfolge wollen erarbeitet werden. Erdiskutieren/erschreiben lassen sie sich nicht. Also, probiert es selber aus und berichtet drüber!

Gruß
Manne

Antworten

Zurück zu „Haltungserfahrungen und -berichte“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast