Ableger drohnenbrütig

Hier ist Platz für Tagebücher, Erfahrungsberichte, Haltungserfahrungen und Erlebnisse beim Beginn und bei der Arbeit mit der Dunklen Biene

Moderator: Johannes

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 3. August 2012, 15:42

Heiko hat geschrieben:Ich erlaube mir hier keine Person in Schutz zu nehmen sondern das Forenklima.

LG Heiko
Hallo,

ja, es ist immer eine Gratwanderung: das Forenklima ist ohnehin wichtig, dazu kommt der Schutz einzelner Personen, zu Recht, und auf der anderen Seite auch immer das Schutzbedürfnis der "Masse", um sich ggfs. vor sich wiederholenden Risiken künftig zu schützen.

Und ich gebe Dir Recht: Objektivität ist immer der beste Weg.

Zur Sache: Königinnenzukauf und -verkauf sind immer ein undankbares Geschäft. Auch ich hatte früher viel Sorgen mit gekauften, besamten Königinnen. Diese wurden offensichtlich nicht auf Brut kontrolliert, sondern offensichtlich besamt, und dann ab zur Post (siehe Bericht über meine 7 Augustowska-Königinnen).

Für den Käufer ist das ärgerlich und traurig. Das Geld ist weg, die Königinnen untauglich, und die Jungvölker hinüber. Ganz zu schweigen von der Hoffnung, der Arbeitszeit, dem Futter und der Enttäuschung.

Einfach nur traurig. :(

LG
Kai
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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von elk030 » Donnerstag 9. August 2012, 07:54

Moin
Heute werde ich diese Völker auflösen.
Ich hatte "in spe" nochmal verstärkt und gefüttert, aber außer Buckelbrut kommt da nix mehr.
Schade, Elk

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Gast4

Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von Gast4 » Donnerstag 9. August 2012, 11:41

Hallo elk,
geht dir nicht alleine so.
Habe hier im Kreis einige Kollegen die klagen.
Bei einem erfahrenen Imker sind so 4 Völker über den Jordan gegangen.
Bei mir ist auch nicht alles grün.
In einem Volk fehlt mir seit gestern die Königin. ( Habe es erst gesehen)
Keine Eiablage mehr nur noch offene und geschlossene Brut.
Angezogene Weiselzellen sind auch da.
Bleibt mir wohl nichts anderes übrig als eine Vereinigung.
Experimente will ich keine mehr machen, auch wenn noch Drohnen da sind.
Von der Ameisensäure kann es nicht gekommen sein, ich wollte da Gestern mit dem Volk weiter machen.

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von elk030 » Freitag 10. August 2012, 00:05

Hallo Hans
Lasse sie doch nachziehen. Wer weiß, wozu das gut ist.
Vereinigen kannst du sie immer noch.
Ansonsten bin ich zufrieden mit meinen Bienen.
Die Häuser platzen aus den Nähten und die Jüngsten geben jetzt Vollgas.
Ernten, füttern, behandeln...ich bin voll im Rad
AS ist schrecklich. Ich hoffe sie überstehen das, insbesondere die Königinnen.
LG Elk

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Gast4

Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von Gast4 » Freitag 10. August 2012, 10:15

Hallo Elk
wenn ich jetzt noch ziehe dann wird es mir zu spät.
Bis die K schlüpft, begattet ist und die ersten Bienen schlüpfen, sind mindestens 6 Wochen "verloren".
Klappt es überhaupt mit dem begatten dann noch? Wetter? Drohnen?
Es ist auch zu Spät, habe Gestern noch die Vereinigung gemacht.
AS, ist schon heftig, ja.
Aber sehr wirkungsvoll.
Die Ableger bekommen pro Rähmchen 1,2 ml AS 60% über ein Schwammtuch 5 Tage lang. ( DNM )
Die Völker über den LD mit halbem Docht, in Kaltbau, 85% AS 100 ml.
Habe noch nie eine K verloren, auch Brutschädigung hält sich in Grenzen.
Wüsste Momentan keine andere Methode die so wirkungsvoll ist.
Wenn es da etwas gibt das die gleiche Wirkung hat wie AS und die Bienen weniger belastet bin ich sehr gerne Bereit um zu stellen.

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von elk030 » Freitag 10. August 2012, 13:20

Hallo Hans
Mein Tip war sicherlich grenzwertig.
Ich denke, du hast schon richtig gehandelt.
LG Elk

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Gast4

Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von Gast4 » Freitag 10. August 2012, 23:16

Hallo Elk,
ich lerne gerne dazu.
Auch kann ich nicht alle Mittel kennen die auf dem Markt sind.
Infos sind begrenzt, Im Netz kann man viel lernen, oder auch auf fallen.
Somit verlasse ich mich auf meine eigenen Erfahrungswerte und auf das was im Verein besprochen wird.
Nehme gerne Ratschläge auf und an.

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von elk030 » Samstag 11. August 2012, 06:55

Moin
Donnerstag rief mich das Veterinäramt an.
Der Vorwurf: Ich hätte ein Bienenvolk aus Norwegen ohne Faulbrutuntersuchung importiert.
Ich erklärte, daß es sich lediglich um eine Königin handele. Alles ist gut.
Gestern fand ich die Königin überraschenderweise bereits im Briefkasten.
Ich habe sie erstmal unter festem Verschluß zugesetzt und sehe heute weiter.
Mein Heimstand rauscht hörbar.
Die selbst gerührte Zuckerlösung verschwindet schneller als ich gucken bzw. rühren kann.
Nächste Woche ist der Außenstand dran, Elk

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 14. August 2012, 20:27

Hallo Elk,

die riefen tatsächlich bei Dir an? Ist ja Wahnsinn.

Kam da dann noch etwas nach?

Nun weiß ich ja, wo ich demnächst interessante Flügelproben erhalten kann. :wink: :wink: :wink:

LG
Kai
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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von elk030 » Dienstag 14. August 2012, 22:07

Hi Kai
Ja, sie bat mich, das daraus resultierende Volk hinsichtlich Faulbrut genau zu beobachten.
Ansonsten schien sie aber sichtlich beruhigt, weil ich umgehend zurückgerufen hatte und aufklären konnte.
LG Elk

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 14. August 2012, 22:13

Na super. Hätte ich nicht erwartet, dass die wirklich anrufen. Wahnsinn.

LG
Kai
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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von elk030 » Mittwoch 15. August 2012, 08:10

Übrigens:
Trotz Zoll etc. war die Königin nur 12 Stunden unterwegs,
Norwegen ist in Sachen Express fortschrittlich.
Da sollten sich die Polen ein Beispiel nehmen.
LG Elk

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 15. August 2012, 12:34

Hallo,

ja, das sehe ich auch so. Selbst aus Nordschweden sind die Königinnen nur 48 Stunden unterwegs.

Polen ist da postalisch noch sehr rückständig. Auch normale Briefe brauchen schnellstens 1 Woche, manchmal 10 Tage.

Und viele Sendungen (nach meinen Erfahrungen 10%) erreichen nie ihren Empfänger.

LG

Kai
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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von Musquee » Freitag 5. Oktober 2012, 07:42

gelöscht

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Re: Ableger drohnenbrütig

Beitrag von Musquee » Dienstag 6. August 2013, 18:31

Moin Elk,
in 2012 habe ich gleiche Erfahrungen machen dürfen : drei künstlich besamte RZ Königinnen alle Drohnenbrütig.
Auch dieser Herr meldete sich krank ( Borelliose ), Eine Antwort, Entschuldigung, Zuchtgut oder Ersatz habe ich nie bekommen.

Gründe für die Drohnenbrütigkeit mag es viele geben. Nachweisen kann man dem "BESAMER " nix.
Aber bei drei Königinnen und diesem Ergebnis wird die Wahl doch eng...

Ich habe von diesen Züchter Abstand genommen und wünsche ihm von Herzen so allerlei, allerdings nichts Gutes.

Nachdem 2012 meine "Dunklen" Pläne ins Wasser fielen freue ich mich jetzt mit den zwei neuen aus Norwegen...
LG

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