Aggrobienen

Hier ist Platz für Tagebücher, Erfahrungsberichte, Haltungserfahrungen und Erlebnisse beim Beginn und bei der Arbeit mit der Dunklen Biene

Moderator: Johannes

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elk030
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Aggrobienen

Beitrag von elk030 » Dienstag 27. Mai 2014, 09:36

Moin
Meine Nachbarn haben agressive Bienen und sind sich sicher, daß ich die Ursache dieses Übels bin.
Meine ´Völker sind allerdings sehr freundlich , so das ich mich immer sorglos auf meinem Stand bewegen kann.
Es sind durchweg Anfänger, die derlei Agro.Erfahrung noch nicht gemacht haben.
Wie schätzt ihr das ein?
LG Elk

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Heiko
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Re: Aggrobienen

Beitrag von Heiko » Dienstag 27. Mai 2014, 12:38

Moin Elk,

Aggrobienen ist ein weiter Begriff.

Die Erkenntnis das Bienen einen Stachel haben und ihn bei Bedarf auch benutzen scheint sich manchmal schwer durchzusetzen.
Man sieht im Web und sonstwo die ganzen "Badehosenimker" und wundert sich dann, wenn man mal etwas abbekommt... :roll:

Als Imker "wühlt" man letztendlich im Bien. Bei aller Vor- und Rücksicht ist das ein starker Einrgiff. Ich halte es für artgemäß wenn dabei
ein gewisses Verteidigungsverhalten gezeigt wird!

Ich trage einen Schleier, weil Stiche im Gesicht einfach unangenehm sind und die Schwellung echt lästig ist. Darauf habe ich keine Lust und arbeite daher entspannt an den Beuten. In diesen leben Bienen und keine Schafe!

Der Spaß hört natürlich auf bei extremen Verhalten oder "Verfolgungen." Das stört mich auch und beeinträchtig (wie Heidjer so schön bemerkte)
nachhaltig den Hausfrieden. Was liegt denn nun bei deinen Nachbarn vor?

Sicher sind Zuchziele andere und ich gebe zu, dass es grundsätzlich angenehmer ist, mit "lammfrommen" Bienen zu arbeiten. Aber ich nehme es den Bienen
nicht grundsätzlich übel, wenn Sie mich als "Räuber" sehen und bin darüber auch nicht überrascht!

Was mich eher überrascht ist die "sichere Erkenntnis," dass es deine Drohnen sind, die Ihnen den Spaß verderben.

Viele Grüße Heiko

elk030
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Re: Aggrobienen

Beitrag von elk030 » Dienstag 27. Mai 2014, 15:53

Hallo Heiko
Ihre Drohnen können es nicht sein, weil sie rigoros geschnitten werden, was ich nicht mache.
Zudem gibt es das Gerücht, daß ich schwarze Bienen halte.....
Danke für die nette Antwort, Elk

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Heiko
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Re: Aggrobienen

Beitrag von Heiko » Mittwoch 28. Mai 2014, 09:44

Moin Elk,

gehe dich doch mal bei denen beschweren, dass Ihre "Restdrohnen" (ein paar wird es wohl noch geben) deine Bienen
farblich total versauen :lol: :lol: :lol:

Aber im Ernst: Das Problem liegt nach deiner Ausführung wohl auch bei den Paten dieser Anfänger bzw. in deren Verein.
Man kann Bienen auch durch die Art der Bearbeitung "aggro" machen. Gerade als Anfänger hat man da einige Gelegenheiten...
Außerdem könnten sie sich mal informieren wie weit Drohnen fliegen um dann auf die Zahl der zu verdächtigenden Imker zu kommen.
Das setzt allerdings den Willen voraus, sich sachlich damit zu beschäftigen und auch mal selbstkritisch zu sein, was im vorliegenden Fall
wohl eher schwierig ist...

Ein Ansatz mit den du diesen Leuten sicherlich gar nicht kommen kannst - den ich aber durchaus für bedenkenswert halte - ist der, der
gestörten "Harmonie" im Volk. Der Drohnenschnitt hat ja durchaus seine Berechtigung in der Varroabekämpfung aber wenn das übertrieben wird
und noch die letzte Drohnenecke rausoperiert wird, dann fehlt eben etwas. Selbst wenn es nicht nachgewiesen ist, dass die Drohnen noch andere
Zwecken dienen als der Fortpflanzung, so sind sie doch Teil des "Bien" und fehlen wenn sie weg sind!

Unter Umständen wirkt sich das dann auch auf die Laune der Damen aus... :wink:

Lass dich nicht irre machen!

Gruß Heiko

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Re: Aggrobienen

Beitrag von Hainlaeufer » Mittwoch 28. Mai 2014, 10:00

Heiko hat geschrieben: Ein Ansatz mit den du diesen Leuten sicherlich gar nicht kommen kannst - den ich aber durchaus für bedenkenswert halte - ist der, der
gestörten "Harmonie" im Volk. Der Drohnenschnitt hat ja durchaus seine Berechtigung in der Varroabekämpfung aber wenn das übertrieben wird
und noch die letzte Drohnenecke rausoperiert wird, dann fehlt eben etwas. Selbst wenn es nicht nachgewiesen ist, dass die Drohnen noch andere
Zwecken dienen als der Fortpflanzung, so sind sie doch Teil des "Bien" und fehlen wenn sie weg sind!

Unter Umständen wirkt sich das dann auch auf die Laune der Damen aus... :wink:
Wenn ich noch hinzufügen darf:

Es gab bereits eine wissenschaftliche Untersuchung (fragt mich jetzt aber bitte nicht wie und wo) die festlegte das Drohnen für den Bien mehr als wichtig sind. Ohne Drohnen kann der Bien im Sommer nicht 100% funktionieren. Die Harmonie funktioniert nur, wenn die Männer anwesend sind.
Wenn man Drohnenbrut schneidet, versetzt man die Bienen sowieso ständig in den Megastress, neue Männer zu produzieren, ich will ja gar nicht wissen wie viel Energie darin verloren geht, wenn man wirklich aggressiv schneidet. Außerdem munkelt man, dass Drohnen besonders in kälteren Zeiten besonders bei der Stockwärme mithelfen, wenn auch unbewusst.

LG

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Re: Aggrobienen

Beitrag von elk030 » Donnerstag 29. Mai 2014, 22:45

Ich war da.
Es sind 10 recht starke Völker in einem kleinen Schrebergarten, in dem bau und gartentechnich viel gearbeitet wird.
Kein Wunder. wenn man da gelegentlich angeflogen wird und meht ist es auch nicht.
Es gibt eine dritte Person, die sie bzg. der "dunklen Biene" gegen mich aufgebracht hat.
Ich ziehe mich raus und gehe meiner Wege, Elk

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