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Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Samstag 6. Oktober 2018, 18:10
von klaus
Hallo Imkerfreunde,

Bienenvölker umsiedeln in 700 Meter Luftlinie geht nicht, aber hallo das geht doch.
Bienenvölker umsiedeln auf einen neuen Stand so schnell wie möglich, (Ärger mit dem Nachbar), sollte man ja immer über 3,5 Km Entfernung für 2- 3 Wochen an einem anderen Platz stellen, eh sie auf den neuen Stand gestellt werden sollen. Diese Möglichkeit hatte ich leider nicht, also hab ich mir was einfallen lassen. Eine Schubkarre so umgebaut, dass ich ein Komplettes Bienenvolk 2 Zargig darauf transportieren konnte.

Am Späten Abend ging es also los, die Flugbienen waren fast alle daheim, Flugloch zu, einmal um die ganze Gartensparte herum gekarrt, ziemlich holperiger Weg, dass kam mir gerade Recht, musste ja einen Sturm vortäuschen. Am neuen Standort, wo ich das Gestell für die Beuten einen Tag vorher vorbereitet hatte, die Völker nun abgestellt, dass Flugloch blieb geschlossen bis zum nächsten Morgen. Früh morgens Gezweig gesammelt, Flugloch geöffnet und die Zweige ins Flugloch gesteckt. Die Zweige ca. 5 Tage lang so gelassen, die Bienen haben sich an den neuen Stand gut eingeflogen. Dann hab ich die Zweige langsam entfernt, nach mehr maliger Kontrolle zum alten Stand, dass eventuell die Flugbienen zurück geflogen sind, konnte ich nicht feststellen, also alles zu meiner Zufriedenheit.
Geht nicht gibt’s nicht.

Re: Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Samstag 6. Oktober 2018, 21:58
von Postkugel
Hallo Klaus,

Deine Situation ist ja ein ganz klassisches Problem. Freut mich, dass es so gut funktioniert hat.

Ich habe dieses Jahr beim Vereinigen von Brut- und Flugling eines TBE-Volkes eine aehnlich positive Erfahrung gemacht. Bei mir stehen die beiden Teilvoelker zunaechst uebereinander (frei nach Liebig's Teilen- und Behandeln).

Nach der Vereinigung am spaeten Abend stand dann nur noch eine Kiste am alten Platz. Bei der Anfertigung des zugehoerigen Flugbrettes ist mir alledings seinerzeit ein Fauxpass unterlaufen: Ich hatte den Winkel des Auflagekeils an der Saege falsch eingestellt, was zur Folge hat, dass das Flugbrett mit einem etwa 1 cm breiten Spalt genau vor dem Flulgloch steht. Die Damen laufen also erst einmal gegen eine Wand, wenn sie aus dem Flugloch kommen. Muessen dann nach oben krabbeln, ehe sie starten koennen.

Es gab am kommenden Tag keine erkennbaren Versuche rueckkehrender Bienen, das obere (nun verschwundene) Flugloch zu erreichen. Die sind alle schoen brav wieder dort hinein, wo sie gestartet waren.

Ich werde in der kommenden Woche dieses "Umsetzflugbrett" bei einem anderen Volk nochmals verwenden. Mal schauen, ob das wieder sog gut funktioniert.

Re: Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Montag 8. Oktober 2018, 13:09
von Silas
Hallo Miteinander
Ja das mit dem Sturm kenn ich auch nur das meine immer Brennnessel ins flugloch bekommen. Aber wen ich sie bei mir auf dem Grundstück umstelle bekommen sie einen rauchstos aus dem Rauchboy der mit Lavendel und Tabak gefühlt ist. Das hat bisher auch immer gut funktioniert. Gruß Marcus

Re: Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Montag 8. Oktober 2018, 20:44
von klaus
Hallo,

ja so macht halt jeder so seine Erfahrungen, bei mir aus der Not heraus, bei dem anderen ein Einstellfehler und der Andere mit Lavendel und Brennnessel, warum nicht wenn es funktioniert dann ist ja alles Bestens.

Re: Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 08:45
von Ape
Hallo Klaus,

musste ich (leider) auch schon ausprobieren. Umstellung um knapp 50m. Habe es wie du gemacht. Ab in die Karre und dann durchrütteln am Abend, Flugloch zu. Morgens dann Koniferen-Zweige ins Flugloch, das klein gehalten. Hat sehr gut funktioniert.

LG

Re: Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 16:55
von imkerforum-nordbiene
HAllo,

etwas ähnliches habe ich auch schon beobachtet, und zwar nach dem Aufsetzen von Mini-Plus -Völkern auf Wirtschaftsvölker: ein paar Tage nach der Vereinigung flogen natürlich die Flugbienen der Mini Plus über die Wirtschaftsvölker ins Freie. Bei Rückkehr steuerten sie allesamt ihr bisherigen Standplatz an, aber die allermeisten fanden dann doch ihren nunmehr neuen, ca 20 m entfernten Standplatz wieder. Nur vereinzelte Bienen haben es nicht geschafft; sie sind im nasskalten Gras dann irgendwann verklammt.

LG
Kai

Re: Geht nicht gibt’s nicht.

Verfasst: Dienstag 9. Oktober 2018, 18:56
von klaus
Hallo Kai,

es ist doch immer wieder erstaunlich was man mit der Biene so anstellen kann, die meisten Bienen finden immer wieder zu ihrem Volk zurück.