Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Hier ist Platz für Tagebücher, Erfahrungsberichte, Haltungserfahrungen und Erlebnisse beim Beginn und bei der Arbeit mit der Dunklen Biene

Moderator: Johannes

Hartmut Manning
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Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Hartmut Manning » Mittwoch 30. März 2011, 19:41

Liebe Imkerfreunde!
Jetzt kann ich sagen das meine F 1 Generationen der Dunklen einfach wunderbar sind. Die Völker sind stark und aktiv. Brutbeginn, festzustellen an Kondenzwasser in den Kunststoffbeuten, im Bereich des Deckels, war bereits Ende Februar und begann stark Anfang März. Jetzt kommte es auf das Frühjahr an, um festzustellen, wie die Dunkle mit der Carnica zu vergleichen ist. Aber nicht vergessen!! Erhaltung der Dunklen kann nur durch aktive Nutzung, unter anderem im Bereich der Bestäuberei, gewährleistet werden.

Auf gehts!
Hama :D
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Luxnigra
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Mittwoch 30. März 2011, 21:41

Kann ich nur bestätigen. Meine sind ebenso
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molle

Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von molle » Freitag 15. April 2011, 14:32

Hallo Lux,

kannst Du genauer die unterschiedlichen Herkünfte beschreiben ?

Gruß Molle

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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Freitag 15. April 2011, 21:53

meine sind die schwedischen, von Bernd Klotz
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von elk030 » Samstag 16. April 2011, 19:53

Und F1 bedeutet, begattet von den Drohnen, die gerade fliegen? In Kürze beginne auch ich mit der Nachzucht, deshalb frage ich.
Ich habe mich damit abgefunden den Drohnenflug im ersten Jahr nicht beeinflussen zu können und bin einfach nur froh zwei stabile schwedische Zuchtvölker in einem schönen Frühling zu sehen. LG Elk

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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Sonntag 17. April 2011, 16:52

ja genau, und das waren dann eben nur B und C Drohnen. Aber letztes Jahr habe ich im Spätsommer noch 2 Königinnen züchten können, und da waren ja dann auch Dunkle Drohnen mit von der Partie. Jetzt sehen diese Völker ziemlich Dunkel aus. Schätze dass die Dunklen Drohnen doch stärker sind. Habe noch keine Flügelindexmessung gemacht
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von elk030 » Sonntag 17. April 2011, 21:22

Wann beginnt Ihr mit der diesjährigen Könniginnenzucht ? Und wie bereitet Ihr euer Startervolk vor? Arbeitet ihr über Umlarven Im Nicotsystem?
Nein, mehr Fragen hab ich erstmal nicht... Elk

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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Montag 18. April 2011, 07:45

dieser Tage. Abgeschwärmte Völker werden aufgeteilt, und wenn es nicht die gewünschte Genetik enthält, die Zellen ausgebrochen und ein kleines Eistück aus dem gewünschten Volk gegeben.
Ansonsten, umlarven.
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molle

Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von molle » Montag 18. April 2011, 19:05

Luxnigra hat geschrieben:meine sind die schwedischen, von Bernd Klotz
Danke erstmal, ich habe nicht klar ausgedrückt. Du hast doch schwedische und belgische Dunkle - ich meinte so mehr beschreiben, wie Abwehrverhalten, Wabenrenner, Volkstärke Anfang und Ende des Winters und alles was Dir noch aufgefallen ist.

Liebe Grüße
Molle

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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Dienstag 19. April 2011, 22:38

Also meine F1 haben echt 50% von alles. Sie sind in Punkto Wabenflüchtigkeit in der Mitte zwischen Dunkler und B, Auswinterung und Erstarken ebenfalls. Wo sie Spitze sind, besser als die Reinzuchten von Dunklen und B, das ist im Wabenbauen nach dem Schwärmen, und im Sammeleifer, sowie der Eigenschaft, die letzten Nektareinträge in dem Brutraum einzulagern. Einfüttern brauchte ich nicht, auch n icht Reizfüttern. "negativ"eigenschaft (für die Meisten Imker jedenfalls) ist die Spitzenleistung im Propolisieren.
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Hartmut Manning » Donnerstag 21. April 2011, 09:34

Also ich möchte mich nochmals auf die Auswinterung meiner F 1 beziehen. Meine F1 Königinnen sind noch eine Kombinbation aus dunkler Biene " Bydgetros " und
Carnica " Oberkärntner " und sie sind einfach klasse ausgewintert. Ich habe keine Völkerverluste durch Varroose, sondern durch imkerliches Fehlverhalten. Bei einem Volk habe ich die Mäusesperre nicht fest genug eingesetzt. In einem anderen Fall habe ich im Frühjahr mit kristallisierten Fütterwaben zugefüttert und dadurch Noosema in diesem Volk ausgelöst. Ich habe das Volk, bevor es andere Völker anstecken konnte aufgelöst und da war alles wieder in Ordnung. Eine Ansteckung unterblieb bei den anderen auf dem Stand befindlichen Völkern.
Meine übrigen Völker haben nun seit ca. 14 Tagen schon die Honigräume, sind sehr stark und tragen reichlich Nektar und Pollen ein, obwohl die Vegetation hier eigentlich jetzt (21.04.11) beginnt zu blühen. Unser hier angebauter Raps öffnet sich derzeit und beginnt wohl Ostern zu blühen.
Fazit ich bin mit der Linie Bydgetros sehr zufrieden und werde sie weiter auf meinen Ständen verwenden.
Übrigens die Farbe meiner Bienen ist mittlerweile sehr dunkel. Ich denke die Kombination meines Zuchtmateriales ist für unsere Gegend, das Rheiderland, Landkreis Leer, Niedersachsen, in Bezug auf Nektar- und Polleneintrag die richtige Wahl. Ich wäre Kai sehr dankbar, wenn er mir noch 2 Zuchtköniginnen aus der Linie Bydgetros beschaffen kann.
Hama
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Donnerstag 21. April 2011, 20:09

Ich kenne diese Linie nicht. Wo kann man darüber etwas erfahren?
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von molle » Freitag 22. April 2011, 23:57

Hallo,

Danke für die Erfahrungsberichte bisher. :D
Das hört sich für die F1 bezüglich Überwinterung und Sanftmut ganz gut an. Mal sehen was wir zur Schwarmlust beobachten...

Gibt´s noch mehr Erfahrungen ?


Mir kommen zum Thema F1 (und ich denke die meisten von uns werden so mit der Dunklen anfangen zu imkern) noch ein paar Gedanken:

Die F1 bringt durch den Hybrideffekt fast immer Spitzenleistungen - nur zu toppen durch Mehrfachhybriden (z.B. Frankreich mit den Caucasit: eine Ligustica- Caucasica-Hybrid- Kö wird mit der einheimischen LandmischpokeDunklen angepaart). Die Krux an der Geschichte ist das der Imker alle zwei oder drei Jahre neue Kö´s kaufen muss, um diesen Effekt beizubehalten UND alles was weitervermehrt wird spaltet ab der F2 auf. Ohne scharfe Auslese vermehrt sich alles weiter - auch Stecher, Winterbrüter und Schwärmer. So kann sich regional keine angepasste Bienenpopulation entwickeln.

Für eine langfristig stabile, an Region und Betriebsweise angepasste Landbiene muss die F2 scharf ausgelesen (geht schon ab zwei Völkern los) und die Übriggebliebenen stark vermehrt werden (geht auch über Schwarmzellen !).
Leichter ist es, wenn die mütterliche Herkunft aus einer Region mit ähnlichen oder härteren klimatischen Bedingungen kommt. Deswegen interessiere ich mich für die Dunkle aus der Umgebung Deutschlands.
Die bei der Begattung zum Zuge kommenden Drohnen bringen in ihrer vielfältigen Herkunft die Vitalität ins Volk - egal ob C, B, M oder sonstewas für Drohnen. Bei jährlicher Auslese zur Vermehrung ist die Herkunft der Drohnen nicht so wichtig.


beste Grüße
Molle

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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von Luxnigra » Samstag 23. April 2011, 20:33

Du hast Recht molle. Meine Erfahrungen sind ähnlich. Aber wer übernimmt die schwere Arbeit des Reinhaltens, ohne die man ja keine Kreuzungen machen kann? Wenn ich dieses Thema bei den Buckfastzüchtern z.B. zur Sprache bringe, wendet man sich ganz schnell ab. Ich schlage eine sog. Steuer vor, auf jeder Zuchtkönigin. Diese Steuer würde dann genutzt, um die autochonen Bienen in ihrem jeweiligen Stammgebiet zu erhalten.
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Re: Klasse Auswinterung der F 1 Generation

Beitrag von molle » Sonntag 24. April 2011, 21:05

Luxnigra hat geschrieben:Aber wer übernimmt die schwere Arbeit des Reinhaltens, ohne die man ja keine Kreuzungen machen kann?
..., um die autochonen Bienen in ihrem jeweiligen Stammgebiet zu erhalten.
Die Züchter und Halter in den Gebieten mit einheimischen Typen können das sehr gut. Unterstützung von ausserhalb kommt durch gute Preise für Kö-verkauf.
Schutzzonen können dort nur auf freiwilliger Basis oder wohl eher mit staatlicher Hilfe eingerichtet werden. Immerhin ist das Problem schon von den Bienenwissenschaftlern erkannt und vor einigen Jahren dargestellt worden.

In Deutschland haben wir keine autochthonen Bienenpopulationen mehr, also hilft es uns am Stand geeignete Kö´s zu vermehren und die ungeeigneten von der Vermehrung abzuhalten, um angepasste Bienen zu bekommen.

Ständige Kreuzung für den Hybrideffekt ist langfristig immer der teure Weg. Auslese auf Vitalität dauerhaft billig.

Gruß Molle
Zuletzt geändert von molle am Montag 25. April 2011, 18:50, insgesamt 1-mal geändert.

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