Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Erste Fragen zur Dunklen Biene .... und Antworten

Moderator: Johannes

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Ole86
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Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Ole86 » Samstag 3. Januar 2015, 10:39

Hallo zusammen,

ich überdenke derzeit ein wenig meine Betriebsweise und habe mich, um effektiver gegen die Varroa behandeln zu können, ein wenig mit einzargigen Betriebsweisen auseinander gesetzt. Ich habe mittlerweile diverse Für- und Gegenstimmen von einzargigen Betriebsweisen gelesen, über 12er DN Systeme hört man allerdings oft, dass die Brutnester ab Mai zu "klein" werden, wo allerdings mit Ablegerbildung entgegen gewirkt werden kann.

Der Vorteil bei der Behandlung liegt auf der Hand, allerdings frage ich mich, ob dieses Verfahren ernsthafte Vorteile bringt und ob nicht doch eine Vielzahl von Schwärmen einem einen Strich durch die Rechnung macht.

Es scheint vor allem auch Völker zu geben, welche einen derart starken Bautrieb besitzen, dass eine einzargige Betriebsweise nahezu undenkbar ist. In diesem Fall soll es wohl besser sein, eine Ausnahme in der Betriebsweise zu machen.

Desweiteren frage ich mich, ob mit nur einer Zarge als Brutnest der Bien genug Honigreserven, für die Phasen in der die Honigräume abgenommen werden, einlagern kann.

Wie verfahrt Ihr in Sachen zweiter Brutraum. Wovon macht Ihr evtl. den Aufsatz eines zweiten Brutraumes abhängig und wann setzt Ihr diesen auf?

Ich freue mich auf Eure Informationen.

Beste Grüße, Ole!

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Johannes
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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Johannes » Samstag 3. Januar 2015, 10:57

Hallo Ole,

danke für das tolle und wichtige Thema!
Auch mich treibt dieser Gedanke derzeit um.

Bei meinen Völkern kann ich mir absolut keine einzargige Führung über das gesamte Jahr vorstellen. 10 Zander- oder 12 DN-Waben reichen bei meinen Völkern erfahrungsgemäß nicht. Bei einem Sikas-F1-Volk hatte ich letztes Jahr zB 3 Bruträume und 2 Honigräume. Das Volk hat nie versucht zu schwärmen. Bei einzargigem Brutraum wäre das sicher nichts geworden.

Ich habe mir aber auch schon Gedanken gemacht und habe momentan folgenden Plan:
Im Wesentlichen werde ich die Völker wie immer mit zweizargigem Brutraum führen. Im Juli oder August (da wäre ich über Ratschläge dankbar) würde ich dann aus jedem Volk einen offenen Kunstschwarm bilden und diesen einzargig auf MW und mit genügend Futterwaben setzen. Ich strebe also eine komplette Brutentnahme an. Die Bienen können nun effektiv gegen die Varroa behandelt werden und werden dann auch einzargig überwintert. Dadurch fällt dann auch die Winterbehandlung einfacher aus.

Ob ich die entfernten Brutwaben dann direkt einschmelze, oder auf einem isolierten Außenstand in einer Brutscheune schlüpfen lasse, um sie dann ebenfalls zu behandeln, weiß ich noch nicht. Erfahrungsberichte wären mir hier hilfreich.

Vielleicht hat jemand ja schon mit einer vergleichbaren Vorgehensweise Erfahrung sammeln können!

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Ole86 » Samstag 3. Januar 2015, 11:19

Hallo Johannes,

danke für die Rückmeldung. Du hattest ja bereits in einem anderen Thema die Geschichte mit der Brutentnahme geschildert, welche ich prinzipiell großartig finde. Dieses ähnelt sehr dem Verfahren "Offenes Kunstschwarmverfahren zur Faulbrutsanierung". Deine Idee, dieses Verfahren mit einer Regelmäßigkeit durchzuführen, halte ich für sehr interessant.

Hier vor Ort wurden bereits mehrere "Sanierungen" auf Grund von Faulbrut durchgeführt. Ich werde diesbezüglich einmal nachfragen und vermute, dass bei diesem Verfahren auch eine Menge bezüglich des richtigen Zeitpunktes abgesehen werden kann.

Ab Mitte Mai kann ich mir ehrlich gesagt auch keine einzargige Betriebsweise mehr vorstellen. Ich werde versuchen ein paar Völker klein zu halten und im Jahresverlauf letztendlich individuell entscheiden. Eine zusätzliche Zarge als Brutraum werde ich allerdigs für jedes geplante Volk zur Sicherheit auf Reserve halten.

Ab wann setzt du in der Regel den zweiten Brutraum auf?

Beste Grüße, Ole!

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Johannes » Samstag 3. Januar 2015, 11:24

Ole86 hat geschrieben:Hallo Johannes,

...Ab wann setzt du in der Regel den zweiten Brutraum auf?

Beste Grüße, Ole!

Schwierige Frage. :P
Ich überwintere ja immer schon auf 2 Zargen. Dieses Jahr habe ich erstmalig ein einzargiges Volk zum Test eingewintert. Da es diesem zum jetzigen Zeitpunkt fantastisch geht, ermutigt mich das für die kommende Saison.

Meine Völker werden je nach Stärke immer zur Kirschblüte oder spätestens zur Apfelblüte erweitert. Bisher kam dann immer die 3. Zarge drauf. :wink:
Auch ich muss da stark umdenken!

LG Johannes

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Ole86 » Samstag 3. Januar 2015, 11:38

Hallo Johannes,

danke für die Antworten. Ich stelle mich dann ersteinmal auf zwei Bruträume pro Volk ein. Das erscheint mir irgendwo nach wie vor Sinnvoller. Du scheinst dich ja zum Teil sogar auf noch mehr Bruträume einzustellen.

Ich werde versuchen im Frühjahr wieder mit 5 oder 6 Völkern durchzustarten und werde die stärksten 2 oder 3 Völker mitte Juni noch einmal teilen, um auf jeden Fall mit zwei Bruträumen auf acht Beutesystemen für dieses Jahr zurecht zu kommen. Was die Überwinterung angeht, werde ich bis zur Jahresmitte noch einmal in mich gehen.

Beste Grüße, Ole!

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Marakain

Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Marakain » Samstag 3. Januar 2015, 14:47

Seit ihr beide auf DN?

Ich muss ja sagen das ich außer bei meiner Zeit bei Basti keine Erfahrung mit zweizargern habe. In Hannover waren es Dadant und hier in Schwanewede sind es jetzt Kuntschbeuten und Dadant gewesen.
Wenn ich an Kai und seine bisherigen "Verluste" denke scheint einzargig mit Dadant nicht schlecht zu sein (wobei das natürlich generell keine Aussagekraft hat wenn bei ihm nichts oder fast nichts ist. Also das wird weniger mit seinen Beuten zu tun haben).

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 3. Januar 2015, 14:51

Hey Johannes!
Dein Bericht von dem Sikas-F1-Volk haut mich ja glatt aus den Socken! Stark!

Hallo Ole!
Ich kann generell sagen, dass das Arbeiten ohne Absperrgitter einem ja viel Verantwortung abnimmt. Die Bienen können selber entscheiden, wie hoch die Brut gehen soll.
Und das Volk stellt sich auf die Trachtbedingungen ein, und du kannst entscheiden ob erweitert werden soll oder nicht. Schlußendlich drückt der Honig eh die Brut nach unten!
Sollte man aber mit ASG arbeiten, so kann man grundsätzlich sagen das in der Regel zwei Zargen für den Brutraum ausreichen (also bei Zander, EHM usw.) und da auch einiges an Honig und Pollen eingelagert wird, kommt natürlich auch auf die Genetik etwas an, finde ich.
Einmal probierte ich aus, ein Zandervolk auf eine Zarge Brutraum zu halten. Schlußendlich war der Brutraum randvoll mit Brut, da wurde echt kein Fleck frei gelassen oder so. Über dem Absperrgitter hockten vier ganze Honigraumzargen, knallvoll. Also es funktioniert schon irgendwie... aber etwas Anspannung bleibt immer über, ob sie nicht doch mal schwärmen wollen... geht sicher auch nicht mit jeder Genetik!

GLG
Michi

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Ole86 » Samstag 3. Januar 2015, 16:07

Hallo Michi,

danke für deine Antworten, sowohl hier, wie auch in den anderen beiden Themen. So langsam kann ich meine Vorgehensweise für das nächste Jahr recht gut einschätzen und planen.

Derzeit sieht es so aus, als wenn ich mich für eine zweizargige Betriebsweise mit Flachboden und Absperrgitter entscheide. Als Honigraum werden dieses Jahr maximal zwei Flachzargen pro Volk dienen. Zum einen habe ich mit ähnlicher Betriebsweise bereits Erfahrungen gesammelt, zum anderen sehe ich hier Vorteile in der Regulierung der Volksstärke.

Im Juni (danke für den Tip), werde ich dann vermutlich die Wabenerneuerung durchführen und wie in dem anderen Thema von Dir empfohlen (viewtopic.php?f=11&t=2332&start=30), bereits das erste mal mit AS-Behandeln.

Eine MS-Frühbehandlung halte ich weiterhin für Sinnvoll. Diese werden alle Völker direkt zu Jahresbeginn erhalten.

Im Zuge der Wabenerneuerung werde ich auch direkt auf 1-Zargen-Völker umstellen, evtl. noch eine kurze Heidetracht zum Ende August mitnehmen und nach einer weiteren AS-Behandlung im Anschluss direkt für den Winter einfüttern.

Je nach Milbenstand werde ich noch eine MS-Behandlung gegen Ende Oktober folgen lassen und zum Jahresabschluss wird auf jeden Fall wieder eine Oxalsäurebehandlung folgen.

Damit komme ich zu folgendem 7-Punkte-Behandlungsplan für 2015:

1. März/April - MS 01
2. Juni - Wabenerneuerung
3. Juni - Umstellung auf 1-Zargen-Völker
4. Juni - AS 01
5. September - AS 02
6. (Ende Oktober, falls benötigt MS 02)
7. Dezember - Oxalsäure

Ich vermute somit bin ich für 2015 ersteinmal relativ gut aufgestellt, ohne auf zu viel "Chemie" zurückgreifen zu müssen. Ist ja so schon nicht wenig.

Danke noch einmal für die vielen hilfreichen Kommentare!

Beste Grüße, Ole!

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Johannes
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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Johannes » Samstag 3. Januar 2015, 16:12

Hallo an alle hier. :)

Mal der Reihe nach:

Ich benutze 10-Waben-Zander-Beuten. Im Warmbau passen da auch 12 Waben DN rein. Folglich können Ole und ich unser beider Vorhaben in gleicher Weise diskutieren. Die Wabenfläche ist ja quasi die gleich. :wink:

Das beschriebene Sikas-Volk ist die F1 von Kai (aus 2013), die 2-mal gemessen eine Reinheit von ca. 30 % aufzeigte.
Zum Verständnis vielleicht noch, ich arbeite fast immer ohne ASG, so auch bei diesem Volk.

Zu der Brutscheune:
Das werde ich dieses Jahr erstmalig machen. Da hab ich noch einige Fragen.
Wie viele Zargen sind maximal sinnvoll?
Sollte die Brutscheune eine begattete Königin enthalten oder nur offene Brut zum Nachschaffen?
Welche Art der AS-Behandlung ist sinnvoll? Ich könnte mir beispielsweise pro Zarge einen Nassenheider Verdunster vorstellen. Da hat man über lange Zeit eine hohe Säurekonzentration.

LG Johannes

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Marakain » Samstag 3. Januar 2015, 16:39

Moin,

nochmal als Denkanstoß bezüglich Bauerneuerung. Ich interessiere mich ja auch sehr stark für die Gerstungbeuten von Mirko Seidl ( http://honigshop.mirkoseidl.de/Beuten-Z ... ertig::14/) und möchte mir mit diesen irgendwann mal ein Bienenhaus oder auch nur Häuschen bauen. Vorher sollte ich freilich das überwintern lernen :(

Naja wie auch immer. Ich finde seinen Beitrag in einem anderen Forum dazu sehr interessant http://www.imkerforum.de/showthread.php ... tungbeuten Beitrag Nr. 50.
In diesem beschreibt er quasi das er im Jahresverlauf seine Rähmchen immer weiter "durchschiebt" und an einem Ende also die dunklesten Rähmchen hat und herausnehmen kann. Das wäre doch prinzipiell gesehen eine permanente Bauerneuerung und finde ich sehr interessant.
Was meint ihr?

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Hainlaeufer » Samstag 3. Januar 2015, 16:56

Hallo Ole!
Es freut mich immer wieder, wenn ich wirklich helfen kann! Am liebsten würde ich dich ja persönlich begleiten, aber die geographische Distanz ist dann doch nicht zumutbar :wink:.
Also ich muss sagen... dein 7-Punkte-Behandlungsplan gefällt mir sehr gut! Es sind zwei mechanische Varroabekämpfungen inkludiert und Punkt 6 ist nur bei Bedarf. Milchsäure soll ja den Bienen von all den Mitteln angeblich am wenigsten schaden, von daher *Daumen hoch*.

Hey Johannes!
Ich würde maximal zwei Zargen empfehlen. Ab der dritten Zarge könnte ich nicht mehr sagen, in wie fern die AS noch ausreichend wirkt (bzgl. Luftvolumen).
Wichtig ist, das auch bei der Erstellung einige Bienen vom Muttervolk mitkommen, also nicht alles abbeuteln (muss ich dir aber eh nicht sagen).
Eine Langzeitbehandlung ist sicher sehr wirkungsvoll, wie mit dem Verdunster, man kann aber sicher auch mit anderen Methoden/Stoßbehandlungen hier ausreichend gut arbeiten. Bei der Langzeitbehandlung bin ich mir bloß unsicher, ob das mit offener Brut gut gehen würde - eine alte Wirtschaftskönigin würde in dieser zwischenzeitlichen Umsiedlung sicher besser funktionieren.

Ahoi Marakain!
Du sprichst hier eigentlich vom klassischen Wabenkreislauf! Ich rede immer davon, wenn ich Wabenhygiene anspreche :wink:. Das ist der einfachste Weg, alte Waben rauszubekommen. Einfach immer die ältesten Waben bei der Erweiterung an die oberste Front bringen, bis sie bei der Honigernte entnommen werden können. Macht man nach der Ernte Ableger und kann auch noch zwischen Waben entscheiden (aussondern oder nicht) so sollte man auch hier die Gunst nutzen und die alten Waben einschmelzen. Auch im Frühjahr gibt es manchmal Situationen, also bei der Frühjahrsrevision oder ersten Durchsicht, dass die Bienen gerade so günstig sitzen, dass alte Waben (die unwichtig erscheinen) auf der anderen Seite der Zarge einzeln entnommen werden können, bevor Nektar oder Pollen reinkommt!

LG
Michi

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Marakain » Samstag 3. Januar 2015, 18:51

@Hainläufer da hast du natürlich recht.
Ich finde die ganze Arbeitsweise von dem Mirko Seidl sehr inspirierend.
- Holzbeuten
- Bienenhaus
- Große Brutwaben
- Einzargig
- kein heben von Brutzargen
- Wachskreislauf durch den eigentlich nie alte dunkle Schinken im Volk sind
- überwintern auf eigenem Honig

usw.

Dazu die Beuten die mir echt gut gefallen....

Aber wie gesagt erst einmal sollte ich lernen wie man Völker erfolgreich überwintert und dann kann ich mich mit der Kür befassen.

Nur falls jemand ähnliches Interesse an Gerstung hat. Ich hab kürzlich, durch einen Link von Bernhard Heuvel, PDF´s von seinem Buch ergattert. Könnte ich auch hier hochladen.

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Re: Anzahl der Bruträume mit Blick auf die Varroa

Beitrag von Johannes » Samstag 3. Januar 2015, 20:05

Marakain hat geschrieben:...Nur falls jemand ähnliches Interesse an Gerstung hat. Ich hab kürzlich, durch einen Link von Bernhard Heuvel, PDF´s von seinem Buch ergattert. Könnte ich auch hier hochladen.
Hallo Kalli,

PDF´s direkt hier hochladen ist u.U. schwierig wegen dem Urheberrecht. Und falls die Datei aus einem ursprünglich kostenpflichtigen Download stammt, ist es unter Garantie verboten. Dann müsstest du vor einer Veröffentlichung hier sicher mit dem Verfasser der PDF-Datei Rücksprache halten.
Falls es eine im Internet irgendwo veröffentlichte Datei ist, wäre lediglich ein Link erlaubt, glaube ich. :|
Eine Verlinkung wie sie Bernhard Heuvel anscheinend auch gemacht hat, kannst du gerne tätigen!

LG Johannes

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