Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Erste Fragen zur Dunklen Biene .... und Antworten

Moderator: Johannes

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Michaela
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Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Michaela » Dienstag 10. Mai 2016, 19:05

Hallo zusammen,

Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch, also drei Stunden später jetzt am Abend hat sich die kleine Hängetraube aufgelöst und es herrscht normaler Abendflugbetrieb. Zum Zeitpunkt heute Nachtmittag als ich das Photo gemacht habe, war es ca 25°. War denen einfach nur warm. Also aufgefallen war mir auch, das sich viele Bienen am einfliegen waren. Und das einige mit sehr kleinen Pollenhöschen zurück kamen und auf dem Brett waren. Während andere (Ältere?) wie zur Zeit üblich ganz dicke Pollenhöschen hatten.

Morgen will ich das Volk durchschauen. Ist eh vom Durchschau-Rhythmus dran, bzw. überfällig, da ich durch einen Urlaub etwas in Hintertreffen gekommen bin.

Gruß Michaela
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war um kurz vor 17 Uhr.
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Johannes
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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Johannes » Dienstag 10. Mai 2016, 19:29

Hallo Michaela,

denen war warm und langweilig. Wahrscheinlich honigt um die Uhrzeit nichts in nennenswerter Menge und durch die Trockenheit (bei mir zumindest) versiegt der Nektar. Hast du das Flugloch verengt? ... Wenn ja, mach es voll auf.

Das mit den anscheinend offensichtlich kleinen Pollenhöschen im Vergleich zu den anderen Völkern ist schon etwas beunruhigend. Vielleicht ist das Brutnest so verhonigt, dass kaum noch offene Brut da ist. Oder sie haben gar die Königin verloren.
Da musst du unbedingt rein schauen. Denn kleine Pollenhöschen haben meist einen Grund!

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Michaela » Dienstag 10. Mai 2016, 22:13

Hallo Johannes,

Flugloch ist nicht verengt, aber ich habe noch Einsätze mit breiterer Öffnung, kann ich morgen mal weckseln. Wobei das Flugloch selber nicht so voll von Bienen war, dass da Stau war.

Mit der Trockenheit hast du sicher recht, das die Auswirkungen auf den Nektar der Blüten hat, hier ist es echt super trocken.

Bin mal gespannt, was ich morgen bei der Durchsicht sehe. Danke erst mal für deine Einschätzung.

Gruß Michaela

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 11. Mai 2016, 09:48

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Hallo Michaela,

wie Johannes schon sagt, das Volk sitzt sehr warm (eng), und die vorlagernden Bienen haben nichts zu tun. Nachschau ist dringend geboten, um zu schauen, ob das Volk erweitert werden muss oder ob sogar akut Schwarmverhinderungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen.

Möglicherweise sind schon Weiselzellen in Pflege. Berichte gern mal, bin schon gespannt.

LG
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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Michaela » Mittwoch 11. Mai 2016, 21:31

Hallo zusammen,

ich habe heute Mittag nachgeschaut. Resultat: nun habe ich einen Ableger mit zwei Weiselzellen, die unten noch offen, aber schön lang und beide innen voll sind (Frage: hättet ihr nur eine gelassen?). Weitere zwei Weiselzellen und ein paar Spielzellen an Rähmchen, die im Muttervolk geblieben sind, habe ich zerstört.

Ja die hatten schon angefangen, den Brutbereich voll Honig zu tragen, es gab viel Brut (auch viel Drohnenbrut) bis hin in die oberste dritte Zarge. Habe auch junge Maden gesehen, insofern ist eine Königin da. Ich arbeite ohne ASG. In der untersten Zarge war in den hohen Boden reingebaut, unter dem Deckel war auch Wildbau. War also höchste Zeit, hoffe gerade noch rechtzeitig.

War das letzte Volk, was ich nach meinem Urlaub noch durchschauen musste, die anderen haben bsiher wesentlich weniger Honig eingetragen und waren lange nicht so Bienenstark und hatten alle genug Platz sich auszutoben. Bei diesem Volk kann man bald an schleudern denken, bei den anderen noch nicht.

Ableger von dem Volk passt gut, da das letztes Jahr am meisten Honig hatte, wenig Milben und dazu sanftmütig war. Sozusagen mein Lieblingsvolk, da ziehe ich ja dann gerne von nach.

Gegen Abend waren vor diesem Volk zwar weiter mehr Bienen als vor den anderen, aber lange nicht so viel, wie gestern. Und der Flugbetrieb beim Ableger hat mir auch gefallen. Nun hoffe ich sehr, das trotz genauen schauen mir die Königin nicht doch in den Ableger gekommen ist. Das ist der Nachteil, wenn diese wie bei mir nicht gekennzeichnet ist. Ist dann eben gerade wenn man sie sucht nicht immer einfach zu finden. Sucht man sie nicht ausdrücklich sehe ich sie ab und an. Sollte vielleicht doch mal das mit dem Kennzeichen an Drohnen üben und dann die Königinen nach und nach kennzeichnen.


Gruß Michaela

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von havelbiene » Mittwoch 11. Mai 2016, 22:56

Ahoi Michaela,

stehen deine Bienen vielleicht in Feuerland? Dann habe ich dich durch den Schleier erkannt.
Leider kann ich dir bei deinen Fragen nicht helfen, da ich erst seit 'nem knappen Jahr Bienen halte. Nicht in Berlin sondern im schönen Havelland, wo wir mit Freunden ein Häuschen haben.
Vielleicht erinnerst du dich ja an die Moabiter Zeit, liebe Grüße
Peter

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Johannes
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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Johannes » Donnerstag 12. Mai 2016, 06:23

Michaela hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe heute Mittag nachgeschaut. Resultat: nun habe ich einen Ableger mit zwei Weiselzellen, die unten noch offen, aber schön lang und beide innen voll sind (Frage: hättet ihr nur eine gelassen?). Weitere zwei Weiselzellen und ein paar Spielzellen an Rähmchen, die im Muttervolk geblieben sind, habe ich zerstört. ....
Hallo Michaela,

das mit den 2 Zellen im Ableger ist kein Problem. Die werden nicht schwärmen.

Ich habe nur bei 2 Punkten meine Bedenken. :?
Und der Flugbetrieb beim Ableger hat mir auch gefallen.
Das kann ja nicht sein. Zumindest nicht, wenn der Ableger am Heimatstand steht. Das sind keine Flugbienen des Ablegers, sondern Flugbienen, die zügig zum Muttervolk zurück sind. Wenn du nicht genug Jungbienen mit in den Ableger gegeben hast, dürfte es heute dort recht leer aussehen. ... Das solltest du mal prüfen. Dieser Flugbienenverlust kann unerheblich sein, aber das kann auch böse enden für den Ableger.
Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie das Zellenbrechen im Muttervolk wirkt. Also eine Dunkle und eine Carnica lassen sich davon selten beeindrucken und schwärmen trotzdem. Bei der Buckfast dagegen reicht das. :lol: Es kommt hier also auf die Genetik an.

Ich hätte das Volk zusätzlich zum Ableger noch in Brutling und Flugling geteilt. Aber wenn du die Königin nicht findest, ist das natürlich schwer. Dass du ohne ASG arbeitest finde ich zwar sehr gut, aber bei der Suche nach der Königin ist das natürlich hinderlich. Deshalb sind bei mir alle gezeichnet.

LG Johannes

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 12. Mai 2016, 09:48

Johannes hat geschrieben:
Und der Flugbetrieb beim Ableger hat mir auch gefallen.
Das kann ja nicht sein. Zumindest nicht, wenn der Ableger am Heimatstand steht. Das sind keine Flugbienen des Ablegers, sondern Flugbienen, die zügig zum Muttervolk zurück sind. Wenn du nicht genug Jungbienen mit in den Ableger gegeben hast, dürfte es heute dort recht leer aussehen. ... Das solltest du mal prüfen. Dieser Flugbienenverlust kann unerheblich sein, aber das kann auch böse enden für den Ableger......
HAllo allerseits,

dies wäre auch meine Sorge. Zumindest hier in Holstein mit kaltem Klima müssen pro Brutwabe noch Bienen von zwei weiteren Brutwaben dazu gegeben werden, sonst fliegt sich der Ableger kahl mit Ergebnis, dass die Brut (und damit auch die Weiselzellen) verkühlen. Möglicherweise hat Michaela dies aber auch so getan und nur nicht geschrieben. Dann wäre alles gut. :P

Sollte dagegen der Ableger tatsächlich regen Bienenflug aufweisen, wäre dies möglicherweise ein Hinweis dafür, dass die Königin mit in den Ableger geraten ist. In diesem Falle bleiben nämlich auch viele Flugbienen bei ihrer Mutter.

Auf die weiteren Berichte über das Volk bin ich gespannt.

LG
Kai

PS: @Michaela: da fällt mir gerade ein, dass ich am Samstag ganz in Deiner Nähe (5 km entfernt von Dir) war: Löcknitz im schönen Uecker-Randow-Kreis. Meine Herzens-Heimat. :wink:


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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Michaela » Donnerstag 12. Mai 2016, 16:18

Hallo zusammen für die Antworten.

Peter, das ist ja eine Überraschung. Ich habe dir direkt geschrieben, es stimmt meine Bienen stehen in Feuerland (für alle anderen: das ist der Name von unserem Hof/ Gelände)

Zu meinem Bienenvolk: danke Kai und Johannes für eure Fragen und Meinungen. Also ich habe Landbienen mit mehr Buckfast als Carnicaeinfluss, aber so genau kann ich das nicht sagen. So hat es mir mein Imker gesagt, von dem ich die habe. Bei zwei meiner anderen Völker ist bei einigen Bienen mittlerweile auch über die Drohnen ein Italienereinfluss zu sehen, es wird in der Umgebung wohl welche geben.

Ich habe mir auch nun Gedanken über den Flugbetrieb (und es waren auch welche am einfliegen zu sehen) gemacht. Ableger steht am Bienenstand.

Neben der Befürchtung, dass eventuell wirklich die Königin da mit drin ist, was ich eigentlich versucht habe zu vermeiden, habe ich eine andere Idee. Keine Ahnung was ihr erfahrenere Imker dazu sagt.

Ich habe einen ordentlichen Schwung Baubienen mit in den Ablegerkasten gemacht. Weil das so einfach ging, die hingen so schön unten an manchen Rähmchen der unteren Zarge ...und weil ich ja weiß das die Flugbienen zurück fliegen. Ansonsten haben ich auch noch Bienen von einer weiteren Brutwabe abgestoßen und die aus dem Deckel und der Zarge die mittlerweile leer war mit rein. Ich mache es bei der Durchsicht so, dass ich den Deckel abhebe, auf ein Brett neben des Magazins lege (Deckelinneres* nach oben), dann die Zargen alle drauf, dann eine unbenutzte Zargen auf den Magazinboden und die Rähmchen umsetze. Die dann letzte geleerte Zarge hat meist viele Bienen an den Seitenwänden. Ebenso das Deckelinnere.
* ich arbeite ohne Folie, so habe ich es von meinem Imker gelernt. Er überzeugte mich mit dem Argument das Folie eine Dampfsperre ist und das es das in der Natur nicht gibt. Habe auch auch um selber einen Eindruck zu bekommen an zwei Völkern Folie.


Nun im besten Fall sind die Flugbienen zwar weg, aber die ersten Baubienen sich am einfliegen. Hoffe ich mal, das alles gut geht. Werde weiter berichten.

Ich habe es so gelernt, dass ich den Ableger jetzt in Ruhe lasse und nicht reinschaue. Unabhängig ob es nun kalt wird oder nicht. Würdet ihr reinschauen?

Gruß Michaela

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Johannes » Donnerstag 12. Mai 2016, 18:19

Hallo Michaela,

deine Theorie würde ich im Allgemeinen auch unterstützen. Ob es im Einzelfall immer so ist, wage ich auch nicht zu entscheiden.
Mir ist aber eingefallen, dass ich auch mal einen Ableger von einem schwarmreifen Volk gemacht habe. Wenn der Teilungswille schon sehr weit fortgeschritten ist, dann bleiben wirklich Flugbienen beim Ableger. Auch ohne Königin. ... Das hab ich auch schon ein einziges mal erlebt. Ist aber lange her.

Grundsätzlich besteht jetzt kein Grund, einen Ableger nicht zu kontrollieren. Ich würde mal rein schauen. Allein schon um sicher zu gehen, dass die Königin wirklich nicht da ist. Wenn morgen viele Stifte da sind, kennst du die Antwort. :P

Man sollte die Ableger nur in der Zeit möglichst geschlossen halten, wo die Jungkönigin auf Hochzeitsflug geht. Denn wenn sie beim Bearbeiten oben raus fliegt, findet sie später mitunter das Flugloch nicht.

LG Johannes

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Michaela » Montag 16. Mai 2016, 16:44

Hallo Johannes,

ich habe heute,- zwar bei ziemlich Wind, aber Sonne- in den Ableger geschaut. Ist auch die letzten Tage kühler geworden, leider aber kaum Regen, nur mal kurze Schauer zwischendurch. 50 km westlich hat es viel geregnet, hier weiter trocken.

Ich scheine eine gute Mischung von Anfängerglück und doch schon einiger Erfahrung zu haben. Keine Stifte, also keine Königin im Ableger. Und erfreulich viele Bienen in den Wabengassen. Und gute Vorräte, auch viel Pollen, bald schlüpfende Arbeiterinnern, die neue Mittelwand bekommt gerade ihre Zellen ausgebaut (hatte bei der Ablegerbildung, da ungeplant, keine Leerwabenrähmchen zur Hand). Bin also zufrieden mit mir und meinen Bienen. Nun hoffe ich, dass die neue Königin sich gut entwickelt, schlüpft und dann ihren Hochzeitsflug erfolgreich vollbringt und schön legt.

Das Muttervolk habe ich in dem Zuge auch noch mal aufgemacht, nicht durchgeschaut, nur von oben reingeschaut und die oberste Zarge einmal abgehoben. So friedlich und die Wabengassen sind weiter voll, also interpretiere ich, dass kein Schwarm abgegangen ist. Sie haben nun eine vierte Zarge, damit sie schön Platz haben und fleißig Honig eintragen. Raps blüht noch etwas, Weißdorn gerade in der Blüte und die Apfelbäume auch noch mitten bei. Werde mal überlegen, wann ich schleudere.

Euch allen noch einen schönen Pfingstmontag,

Michaela

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Johannes » Montag 16. Mai 2016, 17:14

Hallo Michaela,

das klingt ja fantastisch! Da hattest du ein glückliches Händchen! :D

LG Johannes

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Michaela » Montag 16. Mai 2016, 21:37

Danke :) . Bin bisher selber zufrieden. Wobei mir klar ist, dass immer noch was schief gehen kann.

Gruß Michaela

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Re: Wie interpretiert ihr dies Verhalten am Flugloch

Beitrag von Johannes » Montag 16. Mai 2016, 22:23

Michaela hat geschrieben:...Wobei mir klar ist, dass immer noch was schief gehen kann. ...
Das muss einem in der Imkerei immer klar sein! ... Leider!

LG Johannes

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