Vorjahreshonig in der Beute

Erste Fragen zur Dunklen Biene .... und Antworten

Moderator: Johannes

nefesch
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Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von nefesch » Freitag 24. März 2017, 21:18

Wie muss ich es machen?
Aus meinem Ableger vom letztem Jahr ist ein starkes Volk geworden, so dass ich es schon jetzt im März auf drei Zargen setzen musste.
Unten sind vier oder fünf Waben mit meist verdeckelter Brut und Waben mit offenem Honig und verdeckeltem Honig vom Vorjahr und Pollen. Dort habe ich heute eine ausgebaute aber leere Drohnenwabe eingesetzt.

Nun zu meiner Frage: die zweite Zarge darüber ist komplett voll mit verdeckelten Honigwaben vom Vorjahr, weil ich nicht geschleudert und noch Sirup zugefüttert habe. Danach die Varroabehandlung, so dass ich diesen Honig nicht schleudere, sondern verfüttern möchte. Kann ich diese volle Zarge mit Honig in der Beute lassen oder muss ich sie herausnehmen?

Weil die beiden unteren Zargen voll sind, habe ich eine dritte Zarge mit Mittelwänden aufgesetzt, dass sie dort frischen Honig einlagern können.

Gern würde ich eure Meinungen hören. Sie dürfen auch unterschiedlich sein.

nefesch

elk030
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von elk030 » Freitag 24. März 2017, 21:44

Rausnehmen und einlagern für Ableger, Schwärme, Notfälle, ect.
Sei aber sicher, das sie ausreichend Honig für das Durchlenzen haben.
Elk

nefesch
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von nefesch » Freitag 24. März 2017, 22:00

Danke - Ja, das wäre das Übliche. Ich möchte jedoch ausprobieren, ob ich den Honig im Bau lassen kann, wenn es nicht schadet. Ich hoffe, dass die Bienen den neuen Honig dann oben einlagern.

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Johannes
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Johannes » Samstag 25. März 2017, 05:54

Hallo Nefesch,

von was für einer Beute und Rähmchenmaß sprichst du?
Der Überschuss an Futter muss raus, weil er das Brutnest einschränkt und die Annahme des HR verzögert. Im besten Fall (für die Bienen) tragen sie das Futter hoch in den HR um unten genug Platz zum Brüten zu haben. Dann hast du das Futter aber trotzdem im diesjährigen Honig.

LG Johannes
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aufgrund des schlechten Wetters und damit einhergehender Verzögerungen nehme ich vorerst keine Bestellungen mehr an. Vielleicht gibt es im Juli noch Nachschub. :)

Vielen Dank für das große Interesse. Ich bin überwältigt!

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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von nefesch » Samstag 25. März 2017, 10:45

... Segeberger Beute und DM. Unten im Brutraum ist noch Platz. Aber wenn sie auch die zweite Zarge mit Brut belegen wollen, dann nehme ich das Futter raus und bewahre es im Keller auf im Zargenturm. Richtig?
Und was stelle ich an, damit das Volk nicht so groß wird? Ich will nicht ständig Ableger machen, damit sie nicht schwärmen.

nefesch

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Johannes
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Johannes » Samstag 25. März 2017, 11:05

Verzeih mir mein Kopfschütteln, aber deine Fragen machen mir Angst... Hast du vor Ort keine Hilfe? Wie viele vernünftige Imkerbücher hast du bisher gelesen?

Waben so Motten-dicht wie möglich lagern. Im schlimmsten Fall sind schon Eier drauf.

Völker im Wachstum bremsen ist sicher schwierig bis unmöglich. Wo liegt denn deine Grenze beim Größenverständnis? 4-6 Zargen sollte ohne Schwarm und ohne Wabenentnahme möglich sein. Musst halt bei Schwarmstimmung für 2 Wochen im Brutling und Flugling teilen.

LG Johannes
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von nefesch » Samstag 25. März 2017, 11:20

Bei einem Anfänger kommst du aus dem Kopf schütteln nicht heraus.
Unsere (wir sind drei Anfänger) Völker leben jedenfalls, während genug andere in der nahen Umgebung eingingen!
Völker bremsen ist schwierig - na siehst du - dann also Ableger verschenken oder - mal sehen, was wir machen.
Danke. Dann werde ich meinen Bienen die volle Zarge Honig abnehmen und sie nach der Honigernte wiedergeben - ohne Mottenfraß.

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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Johannes » Samstag 25. März 2017, 11:55

Gönnt euch das Buch "Moderne Imkerpraxis" von Pohl. Das löst viele eurer Probleme.

Warum Ableger verschenken?
Einfach die Völker so führen, dass sie ertragsstark bleiben und trotzdem nicht schwärmen. Man muss nicht schröpfen. Man muss nur mit 4-6 Zargen umgehen können.

LG Johannes
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von nefesch » Sonntag 26. März 2017, 11:27

Danke Johannes für den Tipp. "Das 1 x1 des Imkerns" von Friedrich Pohl habe ich.
Dort wird auch sein "Moderne Imkerpraxis" aufgeführt, das ich jetzt bestellen werde.
Doch eins nach dem anderen: den Meisterbrief bekommt man auch nicht im zweiten Lehrjahr. Und dann gibt es das berühmte: probieren geht über studieren.
Zur Zeit lese ich einen Schatz von 1905: Ludwig Huber, "Die neue nützlichste Bienenzucht" - sehr aufschlussreich. nefesch

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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Fritz » Mittwoch 29. März 2017, 10:33

Hallo Leute!
Ich habe meine 5 Beuten durchgesehen und alle sind tot.
Aber sie sind voller Honig und super verdeckelt. Nun meine Frage, kann ich diesen Honig ausschläutern oder geht das nicht mehr.
Meine Völker sind nicht chem.behandelt worden und darum eingegangen. Es ist immer mein Risiko aber die Quälerei der Völker sind nicht mein Ding.
Ich hoffe auf eure Ratschläge.
Gruß Siegfried

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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von nefesch » Mittwoch 29. März 2017, 11:06

Ein Anfänger antwortet dir, weil er dein Mitleid mit den Bienen verstehen kann.
Der Honig ist unbelastet und du kannst ihn verwerten.
Varroen gehen nicht an den Honig.
Bedenke: wenn du eine lebensgefährliche Krankheit oder große Schmerzen hast, dann bist du dankbar für eine rettende Behandlung - auch für eine unangenehme.
So prüfst du im Sommer mit dem Bodenschieber, wieviel Milben fallen und musst mit Ameisensäure (Nassenheider) behandeln, wenn es mehr als zwei pro Tag sind.
Ich hatte in einer Woche nur drei Milben und habe dann Ende August 10 Tage lang 60%-ige AS oben in einer Halbzarge verdunsten lassen. Und die Bienen haben das gut toleriert. Jetzt im März wimmelt es in allen fünf Stöcken. nefesch

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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Johannes » Mittwoch 29. März 2017, 11:10

Hallo Siegfried,

ob du den schleudern kannst, hängt hauptsächlich von der Konsistenz ab. Ich glaube nicht, dass du den kalten Honig schleudern kannst. Aber grundsätzlich ist dem nichts passiert. Höchstens er hat Wasser gezogen.

LG Johannes
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von elk030 » Mittwoch 29. März 2017, 12:28

Selbstverständlich lässt sich der Honig schleudern. Das war gängige Praxis, bevor es Zucker gab.
Du machst es dir aber leichter, wenn du die Honigzargen vorher für ein paar Tage ins Warme stellst.
Waben mit offenem Honig, der Wasser gezogen hat, selbstverständlich nicht.
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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Fritz » Donnerstag 30. März 2017, 10:03

Hallo elk030
Der Honig in den Waben ist aber fest(steif). Bei wieviel Grad sollte es reichen?
Ich habe ihn heute beim Frühstück probiert, eine Sahne ( Phazelia).
Nun ich werde es machen wäre schade drum.
Gruß und Danke. Siggi

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Re: Vorjahreshonig in der Beute

Beitrag von Herbert » Donnerstag 30. März 2017, 10:28

Moin Fritz,
spar dir die Arbeit,wenn es wirklich Phazeliahonig ist,wirst Du ihn nicht rausbekommen.
Im übrigen,kann auch verdeckelter Honig Wasser gezogen haben.

LG Herbert
Ab Juni je nach Wetterlage,biete ich Ableger an.
nur an Selbstabholer.zur zeit alle vorbestellt

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