Salzburger Alpenland und Braunelle

Ehemals Dunkle Biene, heute hybridisiert

Moderator: Johannes

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Salzburger Alpenland und Braunelle

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 25. August 2010, 22:33

Hallo,

mit viel Glück habe ich vorgestern bzw. heute je eine Königin der Braunelle und der Salzburger Alpenland erhalten. Beide Königinnen kamen nach einigen Tagen im Umschlag gut an. Beide waren auch (hier sind die Österreicher vorbildlich) mit einer typischen Zuchtkarte ausgestattet.

Beide Königinnen wurden in Völkchen gegeben, die schon seit 2 Wochen weisellos sind und keine offene Brut mehr haben. Jedes Zusetzen ist mit Risiko behaftet, doch ich habe ein gutes Gefühl.

Nach Jahren an Erfahrungen mit Mellifera-Bienen ausschließlich aus Skandinavien und Polen sind dies nun die ersten alpenländischen Dunklen Bienen, die bei mir fliegen werden. Ich bin schon sehr gespannt auf deren Verhalten und ihr Äußeres.

Vielen Dank auf diesem Wege an Konrad Unterrainer, Salzburg, und Martin Ennemoser aus Imst, Tirol.

LG
Kai


Herzliche Grüße
Kai
Zuletzt geändert von imkerforum-nordbiene am Mittwoch 25. August 2010, 23:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 25. August 2010, 22:45

Hallo Koizchen,
das mache ich doch gerne, weil ich selber gespannt bin. Kenne diese Dunkle Biene leider bisher noch gar nicht. Sobald die ersten Arbeiterinnen da sind (in ca. 4 Wochen), gibt's auch Fotos.

Ja die Belgier. Man muss es ihnen nachsehen, dass sie natürlich zuerst ihren eigenen Bedarf decken. Das ist auch sinnvoll, um die Population auf breiter Basis zu erhalten, und nicht zu "verscherbeln", bis man nachher selber nichts mehr hat.

Auch aus Irland ist es leider nicht möglich, Königinnen zu erhalten. Leider, aber irgendwann ... :)

LG
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Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 25. August 2010, 23:06

Ja, ich hatte nicht gedacht, dass die Österreicher noch Königinnen hatten und diese auch nach Deutschland versenden. Gott sei Dank war dies möglich. In welcher (klimatischen) Gegend wohnst Du? Verzeih mir bitte mein Kurzzeitgedächtnis :)

Der gute alte Ruttner schreibt über die Braunelle:

" Die Braunelle stammt von einem hochgelegenen bäuerlichen Bienenstand im hinteren Zillertal. Sie ist sehr dunkel mit breitem Hinterleib und in ausgewählten Linien durchaus angenehm zu warten. Bemerkenswert ist die kompakte Brutnestanordnung mit guter Selbstversorgung." (aus: Zuchttechnik und Zuchtauslese bei der Biene, Ehrenwirth Verlag, 1. Auflage, 1973).

LG
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Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 27. August 2010, 09:12

Koizchen hat geschrieben:
Habe heute von der Imkerschule Imst erfahren, dass sie folgendes anbieten können:

Ableger ca. € 130,--
Königinnen ca. € 35,-- plus Porto
135,00 € pro Ableger ist recht viel Geld aber sicher gerechtfertigt. Wie stark sind denn die Ableger?

35,00 € pro Reinzuchtkönigin ist dagegen sehr günstig, aber es besteht ja das Risiko des Transportes und des Zusetzens. Mit der neuen Zusetzmethode von Andreas R. wíll ich es aber im nächsten Jahr selber versuchen.

Die Belgier würde ich auch gern mal sehen. Ist doch erstaunlich, dass sich in einem solch kleinen Land in Zentraleuropa noch reine Dunkle Bienen erhalten konnten.

LG
Kai
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Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 27. August 2010, 12:26

Hat nicht Gerhard Glock von der GEDB die Belgische? Ich meine, da etwas gehört zu haben.

LG
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melissa

Beitrag von melissa » Samstag 28. August 2010, 09:51

Hallo,

bei mir fliegt ja schon seit ca. 2 Monaten ein Ableger samt Königin der Braunelle (aus Imst) - die Bienen sind wirklich schön dunkel, schwarzbraun, und durchaus etwas lebhafter als meine Buckfast. Sie hatten zwar am Anfang etwas zu kämpfen mit einigen neugierigen Damen meiner Buckfastvölker, haben das aber mit Bravour gelöst. Sind ja größer und eben auch wehrhafter als meine anderen Mädels.
Ich bin sehr gespannt, wie sie über den Winter kommen!

VG,
melissa

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Horst

Beitrag von Horst » Samstag 28. August 2010, 12:49

Hatte immer gedacht es geht hier um den Erhalt der deutschen, dunklen Biene und nun kauft man aus allen Landen was das Zeug hält; da kann ich nicht mithalten, das hat nichts mehr mit Ökotypen usw. zu tun.
Dümmliche Streueinweiselungen übers Land verlaufen sowieso im Sand, darüber mach ich mir keine Sorgen, jedoch um Jungimker die über diesen Weg mit Neuimporten usw. vor der Wand laufen. Haben wir so schlechte Bienen im Land?
Sollte es so weiter gehen "nah dann gute Nacht".
Horst

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Horst

Beitrag von Horst » Samstag 28. August 2010, 22:13

Hi Timm, soweit alles ok. Ich schätze mal in meiner Gegend hält sich z.Zt. die Buckfast mit der Carnica die Waage; fiktiv die Landrasse zum gleichen Teil.
Sogenannte Carnica Völker sind in meiner Umgebung häufig gelber gezeichnet als meine "grauen Mäuse" aus der 11ten Generation.
Alles was von außerhalb kommt ist NEU und muss sich erst den gegebenen Verhältnissen anpassen und das dauert Jahre, egal ob "Nordbiene", Buckfast usw. Eine Landrasse schlicht weg ist das Resultat vieler überlebter Generationen und - die will keiner? Irgendwo ist mir das ein Rätzel.
Grüße, Horst

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Horst

Beitrag von Horst » Sonntag 29. August 2010, 09:05

Ja Tim,
immer wieder neues Erbgut über die vielen Männer, so wollen es die Bienen. Das Ergebnis sind gesunde und vitale Völker. Das ist Natur, Variabilität um mit den sich ständig ändernden ökologischen Verhältnissen besser fertig zu werden, wir nennen es auch Anpassung. Der Ausdruck „Rückschläge“ stammt aus der Reinzucht und hat bei der freien Paarung keinen Wert.
Ich höre aus meinem Imkerumfeld ebenfalls die Meinung alle 2-3 Jahre neues Material sich zu beschaffen. Schaut man mal genauer hin, so stellt man fest, dass so manch einer länger von seinen eigenen Nachzieht als er angibt.
Ich fragte einmal einen alten Imker aus der Nachtbarschaft: was haste für Bienen? Antwort: Carnica, sind aber schon einige Jahre alt, müsste mal wieder neues mir besorgen. Und, wie ist es mit den Milben? Antwort: Wenig, sind mir in den letzten Jahren keine mehr kaputt gegangen. Ob hier ein Zusammenhang besteht?

Ich bin der Meinung, dass man über viele Jahre Standbegattung zu einer Einheitlichen Biene (wenn wir sie nicht schon haben) kommen kann, auch in unserem Lande und es ist gleich ob ich dazu als Ausgangsmaterial die Dunkle, Buckfast oder Carnica benutze.

Hierbei fällt mir ein Spruch von Michael Bush, Nebraska ein: Alles funktioniert, wenn du es zulässt –lass es den Bienen machen-!
Grüße, Horst

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Horst

Beitrag von Horst » Sonntag 29. August 2010, 10:24

Richtig Manne, ohne Selektion der besten Mütter geht es nicht, hatte ich ganz vergessen und mit dem Züchten so glaube ich, jeder der von seinen "Besten" züchtet ist in meinen Augen Züchter. Arbeit gibt es also genug und stolz kann man sein die Biene seine zu nennen.
Ein Rätzel bleibt mir allerdings die Varroa-Toleranz.
Alles Gute, Horst

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