Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Moderator: Johannes

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Johannes
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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Samstag 9. Januar 2016, 21:18

Wicheler hat geschrieben:Hallo Johannes,

nett von dir, daß du dir so viel Zeit für mich nimmst! Das Schöne an einem gut funktionierendem Forum ist ja, man kann auch als Laie einen "gangbaren Weg" erarbeiten. Irgendwann werde ich auch mal zum Profi und kann hoffentlich Tipps geben, aber bis dahin ist noch ein langer Weg und ich muß mit Fragen nerven, bitte nicht böse sein....
Hallo Dieter,

das Forum ist dazu da, dass Fragen beantwortet werden! Ich freu mich doch, wenn ich helfen kann. Also bitte nur immer fragen. Denn nur wer fragt, kann eine (hoffentlich hilfreiche) Antwort bekommen! :D
Wicheler hat geschrieben:...Zurück zur Klotzbeute, ich hab jetzt noch ein wenig nachgearbeitet, ich komme jetzt auf ziemlich genau 46 ltr. Einen 2. Stamm hab ich mal grob ausgehöhlt, damit er besser trocknen kann. Der wird aber einen Tick kleiner und hat an einer Seite ziemliche Verwachsungen nach innen. Die kann man aber mit einer Tür ausgleichen.
Rähmchen könnte man eigentlich für jeden Platz separat herstellen. Zum Rausnehmen wäre eigentlich eine normale Nase hinten vorstellbar, vorne ein "Haken", der über eine, über den Rähmchen liegende Leiste geht, vorstellbar. Damit könnte ich eigentlich eine regelmäßige "Wabenhygiene" sicherstellen. Ich möchte eigentlich vermeiden. Waben mit Brut zu entnehmen. Das könnte ich ev. durch umhängen von oben nach unten (bei 2 "Etagen") vermeiden. So mein Gedankengang. Gibt es da bessere Alternativen?
Also ich glaube, ich habe dich und deine technischen Möglichkeiten unterschätzt! :shock:
Die Art wie du an die Imkerei rangehen möchtest, ist ungewöhnlich. Ich bin mir nicht sicher, ob es jemanden vergleichbares gibt. Sicher wirst du ein sehr guter Imker, wenn deine Pläne aufgehen und du auch nach Rückschlägen nicht aufgibst!
Die Frage nach den "besseren Alternativen" ist irgenwie lustig. ... "Bessere" gibt es wohl nicht. Aber sicher andere. Da ich nicht über deine Voraussetzungen verfüge, käme ich nie auf die Idee, es so zu machen wie du. Aber das heißt ja nichts!


Du willst also quasi ein Magazin mit individuellen Rähmchen bauen. :shock: ... Ich sage dir ganz offen und ehrlich, dass ich das für unpraktisch und nachteilig halte. Das mag aber daran liegen, dass ich es mir nicht in der Praxis mit Bienen vorstellen kann. Aber ich hätte nichts dagegen, wenn du mich überzeugst! 8)

Mach mal, bleib deiner Idee treu und sei im Notfall flexibel! Und scheu dich nicht, hier Fragen zu stellen!!!

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Freitag 15. Januar 2016, 19:57

So, einen kleinen Schritt weiter!
K640_klotzbeute.JPG
Jetzt ist erst mal Trocknen angesagt. Der Boden und die Tür kommt dann rein, wenn der Stamm nicht mehr schrumpft. In der Zeit kann ich mich dann in Ruhe um die Honigräume kümmern, die sind ja erst mal nicht so wichtig.

Bild
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Freitag 15. Januar 2016, 20:05

Hallo Dieter,

das wird bestimmt ganz toll!

Falls dir eine Möglichkeit einfällt, würde ich den Boden so bauen, dass du irgendwie hineinsehen, oder eine Milbenplatte einsetzen kannst. Mitunter ist das sehr hilfreich und ermöglicht sicher auch interessante Einblicke!

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Freitag 15. Januar 2016, 20:20

Den Boden möchte ich eigentlich zum "nach unten rausnehmen" machen. Der Stamm soll auf 4 natürlich gewachsen Holzbeine, die ich etwas ausklinke, damit sie unter dem Stamm und seitlich befestigt werden können. Dadurch wird der Stand breiter und auch sicherer und ich habe Platz drunter. Die Feuchtigkeit kann nicht so ins Holz einziehen.
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Freitag 15. Januar 2016, 20:39

Vielleicht kannst du hinten unten eine runde oder eckige Öffnung einarbeiten, damit du unten ran kommst. Nötig ist das natürlich nicht. Aber wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sie nutzen. Es gibt in meinen Augen nichts ungünstigeres als den natürlichen Varroabefall nicht prüfen zu können. Das ist günstig für eine angemessene Behandlung. Man muss nicht immer nur "aus Prinzip" behandeln, sondern auch nach Bedarf! :wink:

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Freitag 15. Januar 2016, 20:53

Das brauche ich eigentlich nicht, da ich ja den Boden so konstruieren will, daß ich ihn waagerecht nach unten heraus nehmen kann. dann habe ich ja das ganze Gemüll (hat mein Vater früher immer dazu gesagt, heißt das wirklich so?) auf dem Boden liegen. Ev. könnnte ich noch einen schmalen Rand drum machen und ein Gitter drauflegen. Größere Eingriffe möchte ich durch die hintere Türe vornehmen. Damit der Stamm aber stabil bleibt, möchte ich über und unter der Tür einen möglichst breiten Steg stehen lassen. Deshalb den rausnehmbaren Boden. Da ich einen Honigraum aufsetzen will, habe ich dann ja auch noch Zugriff von oben.
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Freitag 15. Januar 2016, 21:07

Ahhhh! :P Na dann passt das doch!

Und ja, "Gemüll" ist das richtige Wort!

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Dienstag 19. Januar 2016, 21:21

Hallo,

Frost, endlich, mit dem kleinen Hanomag konnte ich bis dicht zum Bach fahren und den letzten Stammabschnitt holen. Das war das dickste Teil.

Bild
K640_stamm3.JPG
Der linke Stamm gibt die richtige Klotzbeute. Der rechte Stamm war nur zum Üben (hab sowas halt noch nie gemacht) und ist etwas kleiner wie der linke Stamm. Für mein erstes Volk im ersten Jahr wird er aber reichen, denk ich mal.

Bild
K640_Beute Boden.JPG
Der nach unten herausnehmbare Boden ist soweit fertig. Ich habe nur eine "Brettstärke" in den Stamm eingefräst und das 2. Brett auf den Stamm " aufgelegt", um möglichst wenig Innenraum zu verlieren. Morgen werde ich der Beute mal "Füße" verpassen. Das hintere Stammteil ist eigentlich das Mittelteil des ganzen Stammes. Das werde ich noch halbieren. Je eine Hälfte paßt dann genau auf eine Beute als Honigraum.

Früher war der Honigraum durch ein Gitter abgetrennt. Ich habe aber gelesen, daß das nicht unbedingt nötig ist, wenn die Bienen "Raum genug" haben. Geht das bei der von mir angestrebten Variante oder wäre ein Gitter sinnvoller? Ein paar dieser Gitter existieren noch, die könnte ich dem unregelmäßigen Querschnitt des Stammes anpassen.
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Dienstag 19. Januar 2016, 22:20

Hallo Dieter,

erst mal Glückwunsch zum bisherigen Stand. Sieht doch richtig gut aus! :)
Wicheler hat geschrieben:...Früher war der Honigraum durch ein Gitter abgetrennt. Ich habe aber gelesen, daß das nicht unbedingt nötig ist, wenn die Bienen "Raum genug" haben. Geht das bei der von mir angestrebten Variante oder wäre ein Gitter sinnvoller? Ein paar dieser Gitter existieren noch, die könnte ich dem unregelmäßigen Querschnitt des Stammes anpassen.
Auch heute benutzen viele Imker ein solches Absperrgitter. Ich aber nicht. Von daher weiß ich, dass es auch ohne geht. Das "Schlimmste" was dir passieren kann, ist, dass die Königin auch im HR stiftet, falls nicht schnell genug Nektar rein kommt. Früher oder später wird sie aber nach unten abgedrängt.
Da dein Ziel ja nicht auf der Honigernte liegt, sehe ich kein Bedarf für ein ASG.

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Freitag 29. Januar 2016, 19:32

So, langsam wird es!

Meine Klotzbeute hat Beine bekommen, damit das Holz nicht direkt auf einem ev. feuchten Untergrund steht. Die hintere Tür ist auch ausgeschnitten.

Bild
K640_neu.JPG
Der dicke Stamm ist auch ausgehöhlt (der, wo die Bierflasche :oops: noch drin steht, ist übrigens eine "Männerflasche" mit 0,75l selbstgebrautem :D Bier .....aber das brauchte ich eben nach dem ganzen Schleifen) und muß erst mal trocknen.

Ich war zwischenzeitlich mal bei einem Bekannten, der nach dem "Liebig- System" imkert. Der hat offene Böden mit Gitter und jetzt im Winter nur eine "Plastikwanne" drin, die aber den Boden nicht dicht abschließt. Die Bienen sollen so das Wetter besser erkennen und im Winter nicht so schnell zum Reinigungsflug ausfliegen. Ich kenn das von früher nicht, da war möglichst alles rundrum geschlossen und nur ein kleines Ausflugloch. Aus diesem Grund hab ich auch einen möglichst luftzugdichten Boden mit mehreren Falzen gebaut. Was ist denn jetzt besser?
Je mehr ich lese, desto unsicherer werde ich, da hat sich in den letzten Jahren ja unheimlich viel verändert.
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Freitag 29. Januar 2016, 19:46

Na das sieht ja richtig gut aus in deiner Werkstatt! :D

Mit dem Boden ist es eine Glaubensfrage und eine Frage der Beute.

Früher galt generell kleines Flugloch, geschlossener Boden und möglichst noch isolierende Kissen verwenden.
Heute sieht man das anders, obwohl das alte System immer noch funktioniert.

Ich hatte bei meinen Zander-Holzmagazinen all die Jahre offene Böden. Dieses Jahr habe ich sie erstmals verschlossen. Ob es den Völkern nun in der ein, oder anderen Konstellation besser geht, vermag ich nicht zu bewerten.
Sichtbar ist für mich, dass die Völker bei geschlossenem Boden mehr Nässe in den Beuten haben (Schimmelgefahr), aber auch besser mit kalten Nächten klar kommen. Brut wurde diesen Winter (nach Kälteeinbruch) nie ausgeräumt. Mit offenem Boden passiert das ziemlich rasch. ... Fazit für mich: In Zukunft geschlossene Böden bei Zander!

Nun das andere Extrem mit dem MiniPlus-System aus Styropor. Hier sammelt sich soooo viel Wasser im Kasten, dass es in meiner Region (Klima ja verschieden) nur mit offenem Boden geht! Ich hatte bei einem Volk mal probehalber für eine Woche ein Brett eingeschoben. Dies war danach total voll Wasser und Schimmel. Das mag aber auch am Styropor liegen.


Ich denke, du solltest es erst mal mit dem geschlossenen Boden versuchen. Wenn du Schimmel feststellst, kannst du immer noch mit einem Forstnerbohrer ein Loch in den Boden machen und dies mit bienendichter Gaze verschließen. Da deine Stämme ja aber wahrscheinlich unbehandelt bleiben, sollten sie ausreichend atmungsaktiv sein. Ich würde aber größten Wert auf ein großes Dach legen.

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Samstag 30. Januar 2016, 20:46

Hallo,

ich hab noch ein wenig gebastelt und Flugloch und obere Abdeckung fertig.

Jetzt mach ich mir Gedanken, wie ich den Bienen eine "Wabenbaurichtung" aufdrängeln kann. Da der Stamm ja lang und schmal ist, wäre "zweistöckig" von Vorteil. Allerdings, der Stamm ist ja unregelmäßig rund, da ich mich mit der Höhlung an der äußeren Fläche des Stammes orientiert habe, um ein möglichst großes Volumen zu bekommen.

Mein Gedanke ist jetzt, je einen passenden Oberträger speziell für seinen Platz in der Beute herzustellen und an der hinteren Wand ein senkrechtes Lättchen nach unten anzubringen, damit die Bienen die Wabe nicht an die Wand anbauen. Die wären ja durch die hintere, schmale Tür nicht so einfach loszuschneiden. Links und rechts neben der Tür geht das eigentlich problemlos mit einem dünnen Messerchen. Die Tür will ich mit einer Plastikfolie gegen das Anbauen der Waben schützen.
Ist eine solche Konstruktion eigentlich praktisch möglich?
In meinen Ausflügen ins weltweite www auf der Suche nach Klotzbeuten habe ich gesehen, daß die Bienen eigentlich bei Wildbau versuchen, den Platz optimal auszunutzen. Da wäre es doch angebracht, das hintere Lättchen nicht nach guter deutscher Sitte rechtwinklig zum Oberträger, sondern parallel zur Wand zu bauen. Da der Inhalt der Beute nicht sehr groß ist, hätte ich den Platz mit möglichst wenig Verlust besser ausgenutzt.

Ich denke, so kann ich auch einmal Waben mit Brut nach oben hängen und dann nach dem Schlüpfen der Brut entnehmen, ohne das Volk zu schwächen. Ich möchte ungern die Brut vernichten, nur weil ich die mehrmals bebrüteten Waben austauschen will. In der kalten, brutfreien Zeit möchte ich aber auch nicht so gravierend ins Volk eingreifen.
Ist das so machbar, oder mach ich hier einen großen Denkfehler?
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Samstag 30. Januar 2016, 21:15

Wicheler hat geschrieben:...Mein Gedanke ist jetzt, je einen passenden Oberträger speziell für seinen Platz in der Beute herzustellen und an der hinteren Wand ein senkrechtes Lättchen nach unten anzubringen, damit die Bienen die Wabe nicht an die Wand anbauen. Die wären ja durch die hintere, schmale Tür nicht so einfach loszuschneiden. Links und rechts neben der Tür geht das eigentlich problemlos mit einem dünnen Messerchen. Die Tür will ich mit einer Plastikfolie gegen das Anbauen der Waben schützen.
Ist eine solche Konstruktion eigentlich praktisch möglich? ...
Ist das so machbar, oder mach ich hier einen großen Denkfehler?
Hallo Dieter,

also grundsätzlich würde ich dazu sagen: Völliger Quatsch! ... Schwer zu bauen und die Bienen machen eh was sie wollen. :wink:
Aber in deinem Fall sieht es etwas anders aus. Ich traue dir das mittlerweile absolut zu! Und wenn DU es für richtig hältst, dann mach es so. Das absolut schlimmste was dir passieren kann, ist, dass den Bienen dein Denken völlig egal ist und sie trotzdem anbauen, ankitten oder einfach quer über die Rähmchen bauen. ... Ohne Anfangsstreifen aus Wachs wird es jedenfalls garantiert nichts.

Ich denke, dass dir da niemand einen Rat geben kann, den du blind verfolgen sollst. Mach einfach, was deine Fantasie und deine technischen Voraussetzungen hergeben. Alles andere wird sich in der Praxis zeigen.

Ich glaube aber nicht, dass du mit der Idee langfristig in die Großproduktion gehen wirst! :mrgreen:

LG Johannes

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Wicheler » Samstag 30. Januar 2016, 23:37

Johannes hat geschrieben: Ich denke, dass dir da niemand einen Rat geben kann, den du blind verfolgen sollst. Mach einfach, was deine Fantasie und deine technischen Voraussetzungen hergeben. Alles andere wird sich in der Praxis zeigen.
Naja, eigentlich zäume ich ein Pferd von hinten auf! Ich versuch eine "möblierte Wohnung" zu bauen, ohne die zukünftigen Bewohner richtig zu kennen.....

Andererseits lerne ich über diesen Weg aber einiges über die Abläufe in einem Bienenstock und hab nicht erst mal ein paar Versuchstierchen, die unter meiner Inkompetenz leiden müssen. Ich bin halt noch aus der Zeit, wo man Vorgänge verstehen wollte. Alles fertig kaufen, Bienen rein, Buch lesen und ich bin Profi, ist nicht so mein Ding.
Johannes hat geschrieben:Ich glaube aber nicht, dass du mit der Idee langfristig in die Großproduktion gehen wirst! :mrgreen:

LG Johannes
Will ich auch garnicht, ist ja nur Spielerei und das Machen macht auch noch Spaß. Der kleine Stamm ist ja nur zum Üben, beim dicken Stamm (der hat ca 60l Inhalt) bügel ich dann alle gemachten Fehler (hoffentlich) aus.
Gruß Dieter

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Re: Eine Klotzbeute möchte ich bauen

Beitrag von Johannes » Sonntag 31. Januar 2016, 07:00

Wicheler hat geschrieben:...Will ich auch gar nicht, ist ja nur Spielerei und das Machen macht auch noch Spaß. Der kleine Stamm ist ja nur zum Üben, beim dicken Stamm (der hat ca 60l Inhalt) bügel ich dann alle gemachten Fehler (hoffentlich) aus.
So sehe ich das auch!
Mach es einfach. Schaden kannst den Bienen damit nicht. Sie zeigen dir dann schon, was sie davon halten und notfalls musst du improvisieren.
Alles fertig kaufen, Bienen rein, Buch lesen und ich bin Profi, ist nicht so mein Ding.
Da hast du Recht! Zum Glück lief es bei mir auch anders. Ich habe mit 7 Jahren meinen ersten Schwarm fangen sollen (hing meinem Opa zu hoch) und das war dann mein Volk. :P Lesen konnte ich da noch gar nicht. Ich habe dadurch auch viele Eindrücke gewonnen, weswegen ich noch heute manch Geschriebenes hinterfrage. Denn mitunter deckt es sich nicht mit meiner Erfahrung. Manchmal hab ich das Gefühl schon wie eine Biene zu denken und niemand versteht mich. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

LG Johannes

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