Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 18. Dezember 2017, 22:20

HAllo allerseits,

mit Euch möchte ich gern Bedienhinweise für den Varomor-Verdampfer (und ähnliche bzw. baugleiche) herleiten. Letztendlich soll daraus eine Bedienungsanleitung entstehen. Fußend auf eigenen Erfahrungen.

Fangen wir mit einem ersten Hinweis bereits an:

1. Niemals auf die Bienentraube direkt zielen!

Nach meinen Beobachtungen sterben direkt von dem Sprühstrahl getroffene Bienen innerhalb von ca. 1 Stunde. Dies ist unbedingt zu vermeiden. Vorsicht also auch bei Bienen, die in den Unterboden unterhalb der untersten Zargen durchhängen.

LG
Kai
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Herbert
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Herbert » Dienstag 19. Dezember 2017, 09:31

Hallo Kai,
ich gehe davon aus,das meine Bienen jetzt nicht mehr in der unteren Zarge in den Boden reinhängen,allerdings sehe ich bei den Einzargern
eventuelle Schwachpunkte.

LG Herbert

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 09:32

2. 30 gramm Oxalsäure in 100 ml Alkohol

Das Mischungsverhältnis beträgt 30 gr Oxalsäure kristallin in 100ml (=79 gr) Alkohol (oder Spiritus). Die Oxalsäure ist in einem fest verschlossenen Behälter (z. B. Glas mit Twist-Off-Deckel) in der entsprechenden Menge Alkohol zu lösen. Dies sollte am besten in einem heißen Wasserbad erfolgen, da es dann schneller geht.

Die Oxalsäure löst sich vollständig im Alkohol auf. Die Lösung ist klar und dünnflüssig.

Aufgrund des Gewichtes von Alkohol (79gr/100ml) enthält die Lösung also ca. 38% Oxalsäure.
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 09:33

Herbert hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 09:31
Hallo Kai,
ich gehe davon aus,das meine Bienen jetzt nicht mehr in der unteren Zarge in den Boden reinhängen,allerdings sehe ich bei den Einzargern
eventuelle Schwachpunkte.

LG Herbert
HAllo Herbert, ja das kann gut sein, das Volk dürfte aber nicht komplett auf ganzer Fläche durchhängen, sondern nur teilweise. Der Dampfstrahl ist dann möglichst nicht auf diese Traube zu zielen.

LG
Kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Herbert » Dienstag 19. Dezember 2017, 09:37

Jo Kai,
hört sich plausibel an,was glaubst Du warum die direkt getroffenen Bienen schnell absterben? Könnte es sein das sie ersticken?

LG Herbert

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 10:00

Herbert hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 09:37
Jo Kai,
hört sich plausibel an,was glaubst Du warum die direkt getroffenen Bienen schnell absterben? Könnte es sein das sie ersticken?

LG Herbert
HAllo Herbert,

keine Ahnung wie heiß der DAmpf ist, aber die Heizspirale glüht, dort sind es also ca 800 Grad. Und mit heißem Alk-OS-Dampf beschossen zu werden, ist glaube ich an sich schon tödlich. Das hat wohl nix mit der OS an sich zu tun.

Diese Gefahr besteht aber nur bei direktem Beschuss in unmittelbarer Nähe.

LG
Kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Richthofen » Dienstag 19. Dezember 2017, 10:24

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 09:32
2. 30 gramm Oxalsäure in 100 ml Alkohol

Das Mischungsverhältnis beträgt 30 gr Oxalsäure kristallin in 100ml (=79 gr) Alkohol (oder Spiritus). Die Oxalsäure ist in einem fest verschlossenen Behälter (z. B. Glas mit Twist-Off-Deckel) in der entsprechenden Menge Alkohol zu lösen. Dies sollte am besten in einem heißen Wasserbad erfolgen, da es dann schneller geht.

Die Oxalsäure löst sich vollständig im Alkohol auf. Die Lösung ist klar und dünnflüssig.

Aufgrund des Gewichtes von Alkohol (79gr/100ml) enthält die Lösung also ca. 38% Oxalsäure.
Hi Kai
Ist das wirklich so ?
Sprechen wir nicht von Volumen % und sind so bei 30% ?
Gruss Markus

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 10:29

Richthofen hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 10:24
Hi Kai
Ist das wirklich so ?
Sprechen wir nicht von Volumen % und sind so bei 30% ?
Gruss Markus
HAllo MArkus, ja mag sein, Vol% wäre dann anders. Gewichts-% finde ich aber realistischer, kommt dem präziseren Mol etwas näher.

Ist aber egal. Wichtig sind: 30gr OS in 100 ml Alk.
Lg
kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 10:33

3. 1ml pro Hub

Für wichtig halte ich die korrekte Einstellung der Hubmenge. Nach meinen Erfahrungen sollte diese bei ca. 1ml sein. Etwas mehr (bis 1,5ml) schadet nicht.
Im Video hatte ich ca. 3ml eingestellt. das halte ich für zu viel, da sich dann evtl die Menge nicht genügend erhitzt und dann teilweise in flüssiger Tropfenform spritzen kann.
Das Flüssige ist kein Alkohol, sondern flüssige Oxalsäure.

Also: ca 1ml pro Hub sollte richtig sein. Die Einstellung werksseitig ist ungefähr richtig eingestellt, sollte aber nochmal überprüft werden.
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Richthofen » Dienstag 19. Dezember 2017, 11:56

Hi Kai
Das " Netzt " , Anwender in den USA , geht von gut verträglichen 20 bis max 30 Gramm auf 100 ml aus .
Das können die entscheidenden Unterschiede in der Verträglichkeit sein .
Eine Überdosierung sehe ich jedoch auch nicht das entscheidende , vielmehr die Hitze zusammen mit der Druckregulierung und das entstehen von
Dampf .
Gruss Markus

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 12:23

Richthofen hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 11:56
in den USA , geht von gut verträglichen 20 bis max 30 Gramm auf 100 ml aus .
Das können die entscheidenden Unterschiede in der Verträglichkeit sein .
Hallo Markus, vermute ich nicht.
Pfannenverdampfer arbeiten mit 100% OS, und auch die sind absolut bienenfreundlich. :D
Der Alkohol dient hier lediglich als "Förderband" bis zum Moment des Verdampfens. Wir wollen ja einen OS-Nebel erstellen, der sich zu 100% auf den Bienen niederschlägt.
Also, Schäden dürften nicht durch die OS entstehen, sondern bei direktem Schießen auf kurze Entfernung durch heiße Alkohol-Dämpfe.

LG
Kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Richthofen » Dienstag 19. Dezember 2017, 13:18

Eben, an diesem "Förderband" liegt der Haken.
Vom ungenauen Mischrezept bis zum ungenauen einspritzen der Menge und der Temperaturführung schaukelt sich das leicht zum
Unheil der Bienen hoch .
In der Tocken - Trockenverdampfung sehe ich trotz mangelhafte Videos an anderer Stelle die dem Ruf des Pfannenverdampfer womöglich schadenden weiterhin die Zukunft .
Nachteilig ist der Zeitaufwand - der sollte mit unseren Beständen jedoch nicht ins Gewicht fallen .
Eine Behandlung von oben ist mir insgesamt sympatischer - weshalb bei mir momentan eine Eigenentwicklung in der Testphase ist . :D

Gruss Markus

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 19. Dezember 2017, 13:56

Richthofen hat geschrieben:
Dienstag 19. Dezember 2017, 13:18
Eine Behandlung von oben ist mir insgesamt sympatischer - weshalb bei mir momentan eine Eigenentwicklung in der Testphase ist . :D

Gruss Markus
Mir auch, deshalb kommt beim nächsten Mal meine Verdampferzarge zur Anwendung. :P
LG
Kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 20. Dezember 2017, 09:25

4. 4 Hübe pro Volk
Wie wir gesehen haben, ist die Menge pro Hub auf ca. 1 ml Lösung eingestellt. Das sind nicht weniger als 0,3 gr Oxalsäure pro Hub, die in das Volk gebracht wird. Da mindestens 1 gr Oxalsäure in das Volk verdampft werden sollen, sind somit ca. 4 Hübe notwendig. Aus jetzt schon vorliegenden Erfahrungen sind auch mehr Hübe unschädlich, aber wohl nicht notwendig.
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 21. Dezember 2017, 11:17

5. Zeit für's Heißwerden!

Vor dem Einsatz in Echtbetrieb lassen wir den Varomor auf Betriebstemperatur kommen. Die Spindel muss vor Hitze hellrot glühen. :shock: Dann erst ist die richtige Temperatur erreicht. Das heißt, 3-5 Minuten bei voller Flamme laufen lassen. Und zwischen jedem einzelnen Hub 10-20 Sekunden warten, je nach Gefühl.

Ich überlege mir auch, das Gitter um die Heizspirale mit einem Dosenblech und einer Schlauchschelle zu umwickeln und das Rohr mit Steinwolle-Rohrisolierung vor Kälte zu schützen.
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