Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 24. Dezember 2017, 10:35

6. Reinigen mit reinem Alkohol

Sowohl vor als auch nach einer Verdampfungsbehandlung ist der Varomor durchzuspülen, zu reinigen. Dies geschieht am besten mit reinem Alkohol. Also erstmal in kaltem Zustand durchpumpen, dann erst einheizen und reinen Alkohol "verdampfen". Auf diese Weise werden eventuelle Oxalsäurereste gelöst und nach außen befördert.

Dies beugt dem viel beklagten "Verstopfen" vor.

Niemals mit Wasser oder mit anderen Säuren spülen. Dies könnte den Varomor zerstören oder aber unerwartete chemische Reaktionen hervorrufen.
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 24. Dezember 2017, 10:40

7. Lösung ist nicht haltbar

In Alkohol gelöste Oxalsäure ist nicht haltbar! Unmittelbar nach dem Lösen beginnt schon ein chemischer Prozess, der langsam aber sicher vonstatten geht.
Ester der Oxalsäure
Oxalsäure löst sich leicht in Ethanol oder Methanol. Der Zusatz eines sauren Katalysators ist für die Estersynthese nicht notwendig. Denn die Konzentration an freien Protonen der Oxalsäure ist auch im Alkohol so hoch, dass die Estersynthese schon beim Herstellen der Lösungen einsetzt. Hierzu muss man bedenken, dass Alkohole in Gegenwart von Säuren durchaus als Brönstedbasen wirken.
Zitat aus: http://www.chemieunterricht.de/dc2/os/os-derivate.htm

Daher sollte nicht verbrauchte Lösung am besten gleich über das Abwasser entsorgt werden. Also: nicht zuviel auf einmal herstellen.
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Herbert
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Herbert » Sonntag 24. Dezember 2017, 12:59

Moin Kai,
imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Sonntag 24. Dezember 2017, 10:35
6. Reinigen mit reinem Alkohol

Sowohl vor als auch nach einer Verdampfungsbehandlung ist der Varomor durchzuspülen, zu reinigen. Dies geschieht am besten mit reinem Alkohol. Also erstmal in kaltem Zustand durchpumpen, dann erst einheizen und reinen Alkohol "verdampfen". Auf diese Weise werden eventuelle Oxalsäurereste gelöst und nach außen befördert.

Dies beugt dem viel beklagten "Verstopfen" vor.

Niemals mit Wasser oder mit anderen Säuren spülen. Dies könnte den Varomor zerstören oder aber unerwartete chemische Reaktionen hervorrufen.
bist du dir da sicher? denn in der übersetzten Anleitung steht was von mit 100ml Essigwasser spülen um die Ablagerungen zu lösen.

LG Herbert

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 24. Dezember 2017, 13:11

Herbert hat geschrieben:
Sonntag 24. Dezember 2017, 12:59
bist du dir da sicher? denn in der übersetzten Anleitung steht was von mit 100ml Essigwasser spülen um die Ablagerungen zu lösen.

LG Herbert
HAllo Herbert,

sicher bin ich mir nicht, aber ich hätte da meine Bedenken, Oxalsäure mit Alkohol gelöst und dann mit Essig zu reinigen. Es gibt Beiträge im Imkerforum, wo genau dies zu einer Verstopfung geführt hat. Wobei ich aber nicht weiß, wie Oxalsäure mit Essigsäure unter Zuhilfenahme des Katalysators Alkohol wirkt. :roll: Ich habe mal gelesen, dass Oxalsäure sich aufspaltet und zB eines der Nachfolger dann Gips ist. Also ich bin zumindest vorsichtig. Muss aber nix heißen.

Bis gestern hat mir das Spülen und anschließende Erhitzen mit reinem Alkohol gut gefallen. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

LG
Kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 24. Dezember 2017, 14:04

Sooo, habe soeben eine Verdampferzarge für Mini Plus hergestellt. Wie? Ganz einfach: mit einem heißen Nagel ein ca. 8mm großes Loch in die Seitenwand gebrannt.

Es soll nunmehr das Verdampfen von oben getestet werden. Ich will berichten.

LG
Kai
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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von bienengral » Montag 25. Dezember 2017, 19:33

Ich habe mal gelesen, dass Oxalsäure sich aufspaltet und zB eines der Nachfolger dann Gips ist. Also ich bin zumindest vorsichtig. Muss aber nix heißen.
Hallo Kai,
Gips kann nur entstehen wenn Calciumsulfat vorhanden ist. Calcium und Sulfat ist weder in der Oxalsäure (bei reinem Produkt also zur Analyse Qualität) noch in Essigsäure vorhanden. Es könnte nur aus dem Wasser stammen mit welchem dann das Essigwasser hergestellt wird. Wird vollentsalztes Wasser (Destillat bzw. Dionat) verwendet ist das nicht vorhanden. Weiterhin könnte Calciumcarbonat (im weitesten Sinne Marmor) bzw. Natriumcarbonat (Soda) entstehen ebenfalls nur wenn kein vollentsalztes Wasser verwendet wird. Das Carbonat könnte aus der Oxalsäure + Wasser entstehen.
Die häufigsten Ablagerungen dürfte jedoch aus Wasserinhaltstoffen (hauptsächlich Salze) bestehen, wenn mit Wasser (nicht vollentsalzt) gespült wird.

Grüße Thomas

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von Richthofen » Montag 25. Dezember 2017, 21:40

imkerforum-nordbiene hat geschrieben:
Sonntag 24. Dezember 2017, 14:04
Sooo, habe soeben eine Verdampferzarge für Mini Plus hergestellt. Wie? Ganz einfach: mit einem heißen Nagel ein ca. 8mm großes Loch in die Seitenwand gebrannt.

Es soll nunmehr das Verdampfen von oben getestet werden. Ich will berichten.

LG
Kai
Hi Kai
Du bist aber auch ein ganz Wilder - hast Du keine Bohrmaschine ?
Lag bei mir mal unter dem Christ-Baum ...

Gruss Markus

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Re: Bedienungsanleitung Varomor - Verdampfer

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Samstag 30. Dezember 2017, 19:41

HAllo Ihr beiden, und danke für die Hinweise.

8. 20gr hilft gegen Verstopfung

30gr pro 100 ml Oxalsäure kann zu Problemen führen: wenn es draußen kalt ist, kann es sein, dass die im warmem Alkohol gelösten 30gr teilweise ausflocken und somit die Beschleunigerpumpe verstopfen können.

Da hilft nur, mit heißem, destillierten Wasser spülen, bis das Pumpen wieder ohne Probleme geht. Dabei muss vorne ein Strahl wie bei einer Wasserpistole entstehen. Dann ist es richtig.

Abhilfe schafft also weniger OS im Alkohol: mit 20 gramm pro 100 ml Alkohol bin ich sehr gut gefahren. Man muss dann natürlich etwas mehr pumpen; bei mir waren es ca. 6-8 Hübe.
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