Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

Postkugel
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Freitag 22. Dezember 2017, 16:48

Hallo Silas,

solange man bei 60er Saeure bleibt, gibt es mit dem 2017er Dochtmaterial auch keine Probleme.

Allerdings ist der Verdunster auch fuer 85er Saeure zugelassen (lt. Anleitung). Und wenn man diese witterungsbedingt verwenden muss, kam es bei mir zu den beschriebenen Auffaelligkeiten. Wie schon geschrieben, sind die Bierdeckeldochte dann eine gut funktionierende Alternative.

Auf diese Weise konnte ich in diesem Jahr meine Voelker erfolgreich mit AS behandeln. Ich habe heute die OX-Behandlung gemacht. Alle Voelker sind drall und prall. Zuvor hatte ich die Windeln 14 Tage unter den Voelkern. Der natuerliche Milbenfall lag zwischen 0 und einer Milbe in den 14 Tagen (pro 14 Tagen, nicht pro Tag!). Ich denke, viel wird deshalb nach der OX-Behandlung auch nicht fallen. Vielleicht rotte ich die Biester ja fuer's erste mal aus? Traeum... 8) 8)

Silas
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Silas » Freitag 22. Dezember 2017, 19:53

Hallo Postkugel
Ich nehme immer nur 60% Ameisensäure und habe die dicken Dochte von 2014. Aber ich habe schon gehört das welche von der Dunstabzugshaube (Industrie )genommen haben. Ja wie gesagt Gegen die Milbe mache ich komplette Brutentnahme Behandlung mache ich mit Ameisensäure 60% ,königinnenisolator und Milchsäure 15%. Und ich habe nur 1 Brutraum . Zander bzw. ZA-Dant . Habe damit guten Erfolg. Gruß Marcus

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Freitag 29. Dezember 2017, 18:22

Hallo Marcus,

die 60er Saeure bietet im Jahreslauf unter noerdlichen Gebirgsbedingungen mitunter leider zu wenige brauchbare Behandlungsfenster (um die Tage zu zaehlen, an denen hier im Jahresverlauf die Temperatur mal 27 Grad erreicht, genuegt eine Hand). Beim Nassenheider ist es ja auch grundsaetzlich egal, ob sich 60er oder 85er Saeure im Napf befindet, sofern die Foerdermenge ueber den (bestaendigen) Docht richtig angepasst wurde (das! ist die eigentliche Herausforderung). Mit dem kleinen Bierdeckeldocht und der 85er Saeure hat es im Temperaturbereich zwischen 10 und 15 Grad jedenfalls prima und ohne Saeuresee auf dem Horizontaldocht funktioniert. Der nasse Fleck war so, wie er sein soll und eine gleichmaessige Verdunstung/Dampfdruck sind somit sichergestellt.

Was die Behandlungsdauer mit AS betrifft, arbeite ich uebrigens nicht nach Pauschalempfehlungen. Da ich die Bienen direkt neben dem Haus habe, geht die Kontrolle des Milbenfalls schnell und ist taeglich moeglich. Aufgrund der Vordiagnose weiss ich, was bei einer Behandlung fallen muss und kann die Wirkung ordentlich einschaetzen. Wenn ich etwa 60% des erwartbaren Milbenfalls erreicht habe (das dauerte in diesem Jahr zwischen 4 und 7 Tagen) nehme ich die Verdunster heraus. Aufgrund der vorhandenen Nachwirkung faellt der errechnete Rest der Milben dennoch, ohne dass man die Bienen unnoetig weiter quaelen muss. Ich halte solch erhebliche Brutschaeden, wie von Kai und den "Leipziger Stadtimkern" bei YT dokumentiert, fuer unnoetig.

TBE in Kombination mit Fangwaben ist auf jeden Fall eine sehr gute und bienenschonende Methode zur Varroareduzierung im Sommer. Ich habe darueber neulich mal mit Ingo Lau vom Celler Bieneninstitut gesprochen. Wenn man das richtig anstellt, kommt man dann um die unschoene Sommerbehandlung mit AS herum. Allerdings knoble ich diesbezueglich noch ein wenig an meiner Betriebsweise (Dadant). Jedoch ist die Milbenbelastung in meinen Voelkern derzeit so gering, dass ich im Moment ein wenig von varroafreier Imkerei im kommenden Sommer traeume. Ich habe hier keine weiteren (bekannten) Imker im Flugradius. Mal sehen, ob es der Gebirgswinter schafft, auch noch den letzten 5 Biestern, die ich mit OX nicht erwischte, den Garaus zu machen :mrgreen:

Silas
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Silas » Freitag 29. Dezember 2017, 18:41

Hallo Postkugel!
Ich bin ein wenig überrascht im Text den du schreibst hört es sich so an als hälst du deine Bienen im kalten Norden Norwegen, Schweden etc. Aber in dein proviel steht Goslar. Ich habe Völker die nur mit Milchsäure und Königinisolator von Lukasiewicz behandelt werden und bei denen sieht es genau so aus wie bei denen wo ich noch mit 60%Ameisensäure behandle. Und ich hab hier einige Imker in meiner nähe. Gruß Marcus

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Silas » Freitag 29. Dezember 2017, 18:52

Achso Postkugel
Unterhalte dich mal mit Gido Eich der ist jetzt auch beim Celle Laviesintitut. Hat mir eine menge gebracht weil ich gesunde Völker haben wollte kannst du sogar 2 mal komplette Brut Entnahme machen. Gruß Marcus

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Freitag 29. Dezember 2017, 23:25

Nene, nicht im hohen Norden, aber so aehnlich :lol: : Im Oberharz :wink: Man sagt der hiessigen TU-Clausthal ja nach, sie sei die einzige Universitaet in Deutschland, welche zwei Wintersemester hat :mrgreen: :mrgreen:

An diesem Kalauer ist allerdings was dran. Im Harz verlaeuft die natuerliche Baumgrenze schon bei 1100 Meter (in den Nordalpen liegt diese auf rd. 2000 Meter). Klimatisch ist das hier bei uns also schon fast eine Hochgebirgslage. Man sieht das auch schoen in folgender Klimakarte: http://www.beste-reisezeit.org/pages/eu ... chland.php

Ingo Lau meinte auch, dass das Fangwabenverfahren kombiniert mit einer Behandlung im brutfreien Zusand (er verwendet allerding OX-Spruehen, weil nach seiner Ansicht MS nur 30% Wirkungsgrad besitzt) die selbe Effizienz wie eine AS-Behandlung zeigt. Deine Erfahrungen sprechen ebenfalls dafuer und bestaerken mich in meiner Absicht, dieses Konzept im kommenden Sommer umzusetzen. Das ist zwar eine ziemliche Materialschlacht, aber bei meinen wenigen Voelkern noch gut machbar.

Danke uebrigens fuer den Hinweis auf Lukasiewicz. Kannte ich noch nicht. Habe ueberlegt, die Teile selbst zu bauen oder bei Wagner einzukaufen. Aber jetzt weiss ich, wo ich bestelle.

Verwendest Du in den Isolatoren eigentlich Drohnenwaben oder solche mit Arbeiterinnenzellen?

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Silas » Samstag 30. Dezember 2017, 10:38

Hallo Postkugel
Der Isolator ist 1cm dick da kommt nur die Königin rein. Deine letzte Frage verstehe ich nicht wie du es meinst. Am 20 und 21 Januar sind sie auch bei der Messe in Celle Imker Tage. Ich habe mir schon welche bestellt die laufen gut. Gruß Marcus

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Samstag 30. Dezember 2017, 11:29

Hallo Marcus,

wir reden offensichtlich bezueglich "Isolator" ein wenig aneinander vorbei.

Ich bezog mich auf das sog. Bannwabenverfahren. Hier kommt die Koenigin zusammen mit 1-3 Waben mit moeglichst nur offener Brut und/oder leeren, ausgebauten Waben in den Kaefig. Der Kaefig ist eine groessere Kiste, die ein, zwei oder drei Waben fasst und besteht aus einem Absperrgitter: https://imkershop24.de/shop/product/met ... hen-dadant Die Bienen kommen durch, die Koe nicht.

Wenn man den Flugling bzw. einen Kunstschwarm bildet, haengt man das Teil dort ein. Die Koenigin kann so ganz normal weiter stiften. Die im Kaefig befindlichen Waben wirken als Varroafalle und werden nach dem Verdeckeln entsorgt. Einige benutzen extra dafuer ausgebaute Drohnenwaben, weil die angeblich fuer die Milben noch mehr Anziehungskraft besitzen. Daher meine Frage.

Ingo Lau meinte uebrigens, dass man eine Koenigin nicht aus dem Brutgeschaeft herausreisen soll. Also eine voll stiftende Ko., welche man fuer mehrere Tage am Stiften hindert, wuerde nach seiner Ansicht Schaden nehmen. Insofern hat der Einsatz von Bannwaben einen doppelten Nutzen.

Ach ja: Hier oben tobt gerade ein Schneesturm und ich darf nachher noch raeumen...

Silas
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Silas » Samstag 30. Dezember 2017, 11:46

Hallo Postkugel
Da haben wir wirklich aneinander vorbei geredet :shock: . Ich stecke nur die Königin in den Isolator zum Winter hin um sie brutfrei zu bekommen,hat bei mir bis jetzt funktioniert und ich kann nicht sagen das meine Königin irgendwelchen schaden genommen haben. Gruß Marcus

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