Bio-Imkerei Hammerbusch

Moderator: Johannes

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imkerforum-nordbiene
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Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Sonntag 21. Januar 2018, 23:21

HAllo allerseits,

auf einem meiner vielen Spaziergänge entdeckte ich heute einen Bienenstand der Kiel Bio-Imkerei Hammerbusch.

Überrascht war ich von der Art der Beuten. Styropor - offensichtlich ja. Aber keine Segeberger. Beim näheren Hinschauen: Holzbeuten, eingepackt in Styropor. Wir sehen also: selbst "Bio-Imker" gehen davon aus, dass Imkerei ohne Styropor im Norden, zumindest im Deutsch-Normalmaß, gelinde gesagt "suboptimal" ist. :P

Auf der Homepage ist zu lesen: Deutsch-Normal 1,5. Interessant. Die Zargen scheinen mir recht schmal zu sein. Ich gehe von 9-10 Rähmchen pro Zarge aus.

Überrascht hat mich die Hohe Anzahl der Völker auf diesem Standplatz: ich zählte 55.

LG
Kai

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Richthofen

Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Richthofen » Montag 22. Januar 2018, 08:47

Hi
Bei dem weissen Material handelt es sich um Styrodur , das ist dauerhafter als Styropor und verformt nicht .
Als zusätzlicher temporärer Winterschutz - ABM ?

Gruss Markus

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Rene

Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Rene » Montag 22. Januar 2018, 10:54

Moin,

Also ich habe ein paar Styrodur Magazine aus Polen. 2 Völker knabberte sich an den Ecken mehrmals durch. Habe dem Händler eine Mitteilung geschrieben, keine Antwort...
Ich kaufe keine weiteren Magazine mehr.
L.G.

Silas
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Silas » Montag 22. Januar 2018, 17:31

Hallo Miteinander
Zu mir hat mann gesagt das mann Bio nur mit Wachs und Brenner die Beute von außen behandeln darf und da ist Farbe drauf komisch. Andere Regionen andere Vorschriften! Und da stehen ganz viele Ableger kästen was ich auf den bilder sehe .Gruß Marcus

Sturmimker
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Sturmimker » Montag 22. Januar 2018, 17:45

Servus Marcus,
Hier ein Auszug der österreichischen Bio-Richtlinien:
"Eine Außenbehandlung der Beuten ist nur mit Mitteln aus natürlichen,
ökologisch unbedenklichen Rohstoffen (z.B. biozidfreie Farben auf Leinöl- oder Holzölbasis
und schadstoffarme Holzleime) zulässig."


lg Michael

Silas
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Silas » Montag 22. Januar 2018, 18:36

Hallo Michael
Ja das hat mann mir auch gesagt aber im gleichen Atemzug sagte mann mir wen ich es nicht ordentlich dockkumentieren kann werden die Beute nicht zugelassen als Bio. Und deswegen hatte ich meine nicht als Bio weil ich es nicht beweisen konnte das meine mit lebensmittelpulver hell mit Olivenoel gestrichen worden sind. Aber egal für mich eine schlechte Werbung Bio imkerei und dann die Beute mit styrodur einpacken wo haufen Chemie enthalten ist. Mein Bio Imker der mir mit das imkern mit beibrachte hat alles in Dadant und außen alles mit Wachs und Abgeflammt da habe ich kein styropor irgendwo gesehen. Aber egal geht mich nichts an und ich kaufe da nichts.Gruß Marcus

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Sturmimker » Montag 22. Januar 2018, 19:14

Servus,
Ich kann deine Bedenken sehr gut vertehen. Wollte nur zeigen, dass es in Ö. sehr wohl möglich ist, auch als Bioimker seine Beuten zu färben. Die Sache mit den Styrodur-Ummantelungen gefällt mir vom System sehr gut. Hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. Danke fürs zeigen nebenbei! Über Sinn oder Unsinn dieser Maßnahme will ich hier keinesfalls diskutieren. Aber ich bin mir sicher, bei uns wäre dies sicher ein Grund zur Beanstandung von Seiten der Bio-Kontrolle.
lg Michael

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Hainlaeufer » Montag 22. Januar 2018, 22:35

Kai @ Vielen Dank, sowas hab' ich zuvor noch nie gesehen. Interessant.

Naja, so spontan fällt mir als Alternative Korken ein. Also im selben System zuschneiden, nur eben mit dicken Korkplatten.
Die Frage ist nur, ob Korken die gewünschte Isolierung bringt und ob er auch den Frost langfristig aushält??

Und weil es irgendwie zum Thema passt:
Ich sah vor einigen Jahren mal Zargen eines alten Imker, wo sehr aufwendig um die Originalzarge eine Schicht Styropor und eine zweite Holzschicht (quasi eine zweite, äußere Zarge) gemacht wurde. Vom Styropor sah man nichts, dass war komplett von Holz umschlossen.
Wie immer war das wohl eine alte Methode, die man heute nicht mehr sieht. Aber irgendwie wollte ich das jetzt los werden :wink:.

LG

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Postkugel » Montag 22. Januar 2018, 22:58

Interessante Loesung, aber m.E. in dieser Jahreszeit absolut kontraproduktiv. Es sei denn, man muss dringend Milben zuechten.

Unsere Winter sind inzwischen derart mild, dass man sich im Flachland ueberlegen sollte, die Beuten fuer 2-3 Monate in einem Kuehlhaus unterzubringen. Ingo Lau vom Bieneninstitut in Celle meinte neulich, dass sie im Winter 2015/16 schonmal ueberlegt hatten, die Institutsbienen hoch auf deren Belegstelle Torfhaus zu bringen (liegt bei mir um's Eck), damit die dort kuehler ueberwintern koennen.

Derartige Isolierungen machen erst ab Brutbeginn einen Sinn. Und den Brutbeginn sollte man angedenk der Milben so weit wie moeglich herauszuschieben versuchen! 4 Wochen mehr Brutpause halbieren die Milbenlast im Sommer, ganz ohne Chemie und jedwelche Eingriffe!

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Richthofen

Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Richthofen » Dienstag 23. Januar 2018, 08:39

Die Temperatur-Schwankungen sehe ich als Grundübel , morgen soll es bei uns wieder 11 Grad werden . - Das hatten wir jedoch früher auch schon , womöglich nicht in diesen Extremen, womit wir beim viel diskutierten Klimawandel sind .
Damit kommen meine Bienen soweit gut klar .
Südlich der Alpen war es immer schon wärmer und deshalb sollten auch die ihre da angepasste Biene halten - so wie wir unsere .
Dem Standort nicht angepasste Bienen halten sehe ich als Grundübel , die Probleme die daraus resultieren auf das Wetter oder die Beutewahl etc. zu schieben ist sehr menschlich die dann durchaus in Blüten wie den Gedanken zur Überwinterung im Kühlhaus aufgehen können .
Den Gedanken der Selektion hier nur mal erwähnt .

Gruss Markus

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Richthofen

Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Richthofen » Dienstag 23. Januar 2018, 11:22

Ich finde Bio eine tolle Sache
Nicht in erster Linie wegen der versprochenen Absenz von Chemie sondern wegen der umweltverträglicheren Produktionsweise , die ganze Kette die mehr Rücksicht auf die Natur nehmen sollte .
Nette Internet Seite ,sie klärt auch darüber auf , dass die Bienenvölker da in Styrodur eingepackt im Winterquartier sind . Sie sagt nichts darüber aus welche Bienen gehalten werden . :wink: Schleswig-holsteinische Luftmischung ? Gar Ligustikan oder Carnica ?
Wenn dem so ist und es das Einpacken in Styrodur erfordert ist für mich das Gütesiegel " Bio" hinfällig . Das Rapsfeld mal außer acht gelassen . :shock:

Gruss Markus

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Richthofen » Dienstag 23. Januar 2018, 12:02

An anderer Stelle wurde ich bezichtigt alles in den Dreck zu ziehen - damit kann ich gut leben weil es nicht zutraf , ich nur berechtigte Fragen stellte und auf peinliche Fehler hinwies - Vererbungslehre ! :D .
Soeben habe ich ein mail geschrieben und geschickt . Wohin wohl ?
Denn für mich als Konsument und Steuerzahler tun sich da schon meiner Meinung nach berechtigte Fragen auf .
Da bin ich doch gespannt auf die Antworten vom ausgewiesenen Experten mit Diplom und Zertifizierung etc..
Mir ist bewusst , das die Abgrenzung zu " nicht Bio " und was in der Produktion zu Bio eingehalten werden muss eine
ständige Herausforderung darstellt .
Das Prädikat "Bio" verdient deshalb für mein Verständnis nur Honig der heimischen Dunklen Biene . Wie klingt diese Forderung an dieser Stelle ?
Ganz nach meinem Motto : Wer fordert der fördert .
Gruss Markus

Heidjer
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Heidjer » Montag 29. Januar 2018, 00:35

Bio?:
Bei mir auf dem Hausstamd stehem Völker in Segeberger Beuten und einige Meter darneben der Zaun mit den Körben. Weil Bio im Segerbergern nicht zulässig ist, sagte ich gut. dann sind ja doch die Körbe bio. - "Nein", weil beide Arten auf einem Stand stehen. Bei soviel Logik, habe ich über Bio nicht weiter nachgedacht.
MbG
Wolfgang

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Richthofen » Montag 29. Januar 2018, 08:48

Hallo Wolfgang
Weshalb hast Du nicht weiter darüber nachgedacht ? Weil Du es nicht verstehst und dir allzu absurd herüberkommt ?
Bio bringt schon so seine Stilblüten hervor , als Folge von Abgrenzung und dem beschriebenen Spagat .
Wenn es das ist :
Danke für die Information zu Styro und Bio - dazu am Schluss noch was .....
Ich sehe das so : Bei einem Bauernbetrieb ist der ganze Betrieb auf bio umzustellen und zum Beispiel nicht nur der Obstanbau oder nur die Milchwirtschaft etc. Stilblüte , auf dem Biohof eines Bekannten war Kontrolle und die entdeckte das nicht bio Hasenfutter des Jungen - Hasen als Hobby - kommen nicht in den Handel . Dies Futter wurde beanstandet ....
Alle Bienen des Imkers Bio oder kein Bio . Das nur auf einen einheitlichen Stand zu beschränken ist geradezu soft ...Honige könnten leicht gemischt werden und es käme leicht unkontrolliert zu sagenhaften Biohonigerneten pro Volk . :lol:
Richtig oder gar nicht ---- Biohonig ist .. genau - eine Totgeburt! Ansichtssache natürlich .
Styrobeuten sind in Bio also nicht zulässig ?
Danke , das erklärt was . 8)
Ich habe doch ein überaus nettes mail mit Fragen an die eingangs erwähnte Bioimkerei gesandt . Bis dato keine Antwort :oops: .
Klar habe ich an den Experten auch Fragen zum Styrodur gestellt - nicht in Bezug zu Bio .
Kai hat mir somit möglicherweise eine Nadel ganz feste in die Hände gedrückt - für den unbeabsichtigten Stich ins Wespennnest . :wink: :?:
Da schicke ich doch eine Erinnerungsmail ??

Gruss Markus

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Richthofen

Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Richthofen » Montag 29. Januar 2018, 09:35

Wenn ich mir das so überlege , wenn ich das Regelwerk zu Bio schreiben würde , stünde für mich fest , meine Meinung : das ist grenzwertig kalkulierter rechtswidriger Beschiss .
Ich mag Bio - Bio ist Kacke , so werde ich wacklig .
Welche Bienenrasse wird da so bio gehalten ...... Ligustika ? :lol:

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