Auffütterung - August 2018

Moderator: Johannes

Feuerstein
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Auffütterung - August 2018

Beitrag von Feuerstein » Donnerstag 2. August 2018, 15:14

Hallo Bienenfreunde,

der Faden ist zwar alt, aber ich greife ihn 2018 mal auf.
Ich habe zwei neue Bienenvölker im Garten. 3x je 5l aufgefüttert. 2x wäre noch fällig.

Problem: Ich habe einen Randgarten, der an einen alten Friedhof grenzt. Dieser ist voll mit Efeu, teils so hoch wie Bäume eben sind. Die Frage ist, wie nun vorgehen, da evtl. noch Nektar vom Efeu rein kommt.

Wie würdet Ihr vorgehen? Plan ist eigentlich, den vierten Eimer jetzt füttern und dann mal schauen. Wann wäre es denn am schlauesten, nachzuschauen, ob noch bzw. was noch fehlt?

Mein Imkerpate kann es leider auch nicht genau einschätzen, was der Efeu noch bringen kann.

Wäre an der Meinung einiger Profis interessiert.

Danke

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imkerforum-nordbiene
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 2. August 2018, 15:28

Hallo,

ich habe ein neues Thema daraus gemacht. :wink:

Frage erstmal zurück: Wieviel kg Zucker hast Du gefüttert? Literangaben sind leider wenig aussagekräftig. Und wie stark sind die Völker, in welchen Beuten?

Ich würde die Völker wiegen und dann abschätzen, wieviel dann noch fehlt.

LG
Kai
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Biene77 » Donnerstag 2. August 2018, 15:29

Zucker ist momentan spottbillig.

Bein Discounter mit dem großem A, 65cent das Kilo. :mrgreen:


Mfg
Willst du eine Stunde glücklich sein,trinke Wein.Willst du ein Jahr glücklich sein,heirate.
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Didi
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Didi » Donnerstag 2. August 2018, 17:39

Jetzt Anfang August schon winterfertig aufzufüttern ist aber mutig. Bei dem mit L kosten 2 Kilo 99 ct. 65 ct. sind Dauerpreise, schon seit Jahren.
LG Dieter

Feuerstein
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Feuerstein » Freitag 3. August 2018, 17:16

Biene77 - Es bleibt ja nicht bei Zucker, dass Wasser muss ich auch noch rechnen...ne, Spaß beiseite. Dieser Hinweis ist etwas seltsam, da aus meiner Frage überhaupt nicht hervor geht, dass mir irgendetwas zu teuer wäre. Bei den Kosten, die ein Neuimker Anfangs hat, denke ich über eine Tüte Zucker überhaupt nicht nach. Ich hoffte, hier auf ein "Trollfreies" Forum zu stoßen. Bei meinen Recherchen bzgl. Bienen bin ich auf genug Foren gestoßen, wo es so scheint, als wolle man absichtlich Kontroversen herbei führen und dann macht es keinen Spaß.

Didi - Ich habe nach langer Planung dieses Jahr mit Bienen begonnen und werde von einem sehr netten Imkerpaten unterstützt. Er ist Imkermeister und über 50 Jahre am Imkern. Somit werde ich in diesem und nächsten Jahr seine Betriebsweise auch für mich übernehmen und mache auch bei ihm an den Bienen alles mit. Es ist ein sehr lieber Mensch und unterstützt mich mehr als man wohl üblicherweise erwarten kann. Der 13jährige Sohn meiner Freundin fährt sogar schon ohne mich dort hin, weil es ihm auch Spaß macht und alle so nett zu uns sind. Die Betriebsweise stelle ich erstmal nicht in Frage. Mir ist bewusst, dass über viele Herangehensweise verschiedene Meinungen existieren.

Kai, ich habe zwei Carnica Völker auf zwei Zargen sitzen. Ich durfte mir zwei Völker aus seinen Wirtschaftsvölkern aussuchen, dann haben wir sie durchgesehen, ob sie in Ordnung sind, umgesetzt in meine Segeberger und ich würde sie als stark bezeichnen. Das Brutnest habe ich aber die letzten Wochen noch nicht gestört. Momentan sieht es so aus, als passen nicht alle Bienen in die Beute hinein. Aufgefüttert hatten wir nach der Honigernte, die noch bei ihm passierte, 1x, dann AS Behandlung, dann zu mir in den Garten. Hier habe ich noch 2x gefüttert, also sind jetzt 9 kg Zucker drin. 3kg Zucker+ 2l Wasser, wie üblich. Noch einmal füttern und dann durchschauen, so der Plan. Dann den noch fehlenden Teil füttern. Leider wiegt der Imkerpate nicht, ich werde es aber tun. Dann kann ich nach Jahren nachvollziehen, was ich getan habe und evtl. Fehlerquellen aufstöbern.

Ich war eben neugierig, ob jemand anwesend ist und einschätzen kann, ob ich von dem Efeu noch Honig zu erwarten habe. Der alte Friedhof ist voll mit großen alten Pflanzen. Dann müsste ich ja vorsichtshalber erst mal noch Platz lassen. Kann natürlich auch sein, dass man keine Prognose abgeben kann. Andere Tracht ist nicht mehr zu erwarten.

Ist meine Frage nachvollziehbar?

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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Didi » Freitag 3. August 2018, 17:42

Moin,
ich wollte nicht belehren sondern nur zum Ausdruck bringen was du auch schon bemerkt hast. Nämlich das noch Nektar reinkommt und bei vollen Futterwaben zu Problemen führen kann. Aber deine Vorgehensweise bezüglich auffüttern ist völlig ok. Freu dich über deinen Paten und halte ihn dir warm. Sich Völker aussuchen dürfen und teilweise auffüttrn + AS ist schon eine Hausnummer.
LG Dieter

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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 3. August 2018, 17:45

Feuerstein hat geschrieben:
Freitag 3. August 2018, 17:16
...Ich hoffte, hier auf ein "Trollfreies" Forum zu stoßen. Bei meinen Recherchen bzgl. Bienen bin ich auf genug Foren gestoßen, wo es so scheint, als wolle man absichtlich Kontroversen herbei führen und dann macht es keinen Spaß....


...Kai, ich habe zwei Carnica Völker auf zwei Zargen sitzen. Ich durfte mir zwei Völker aus seinen Wirtschaftsvölkern aussuchen, dann haben wir sie durchgesehen, ob sie in Ordnung sind, umgesetzt in meine Segeberger und ich würde sie als stark bezeichnen. Das Brutnest habe ich aber die letzten Wochen noch nicht gestört. Momentan sieht es so aus, als passen nicht alle Bienen in die Beute hinein. Aufgefüttert hatten wir nach der Honigernte, die noch bei ihm passierte, 1x, dann AS Behandlung, dann zu mir in den Garten. Hier habe ich noch 2x gefüttert, also sind jetzt 9 kg Zucker drin. 3kg Zucker+ 2l Wasser, wie üblich. Noch einmal füttern und dann durchschauen, so der Plan. Dann den noch fehlenden Teil füttern. Leider wiegt der Imkerpate nicht, ich werde es aber tun. Dann kann ich nach Jahren nachvollziehen, was ich getan habe und evtl. Fehlerquellen aufstöbern.

Ich war eben neugierig, ob jemand anwesend ist und einschätzen kann, ob ich von dem Efeu noch Honig zu erwarten habe. Der alte Friedhof ist voll mit großen alten Pflanzen. Dann müsste ich ja vorsichtshalber erst mal noch Platz lassen. Kann natürlich auch sein, dass man keine Prognose abgeben kann. Andere Tracht ist nicht mehr zu erwarten.

Ist meine Frage nachvollziehbar?
Hallo Feuerstein,

ja, auf Trollfreiheit wird hier großen Wert gelegt. Unqualifizierte Diskutanten werden hier recht schnell entfernt.

So, zurück zum Thema: Deine Situation hört sich für mich derzeit optimal an. 2 starke Völke in Zweizargern, schon etwas gefüttert und AS-behandelt. Wenn der Efeu jetzt massenhaft blüht bei Dir, kann es tatsächlich Tracht geben. Ungesehen natürlich schwer zu beurteilen. Auch schwierig zu beurteilen, wie stark Deine Völker jetzt brüten und wieviel Futter sie brauchen. Ich würde tatsächlich wiegen und abschätzen, ob die Bienen auch wirklich auf Trachtflug sind, dh schwer beladen heimkommen.

Im Schnitt brauche ich für meine Zweizarger 20 kg Zucker. Manche auch deutlich mehr. Es kommt auf das Jahr und die Region an. Und dieses Jahr ist leider kaum mit einem anderen Jahr vergleichbar.

Meine Einschätzung: Dein Efeu wird nicht mehr viel Platz in den Beuten brauchen. Ende August würde ich aber kräftig auffüttern bis zur Erreichung des Sollgewichtes,

LG
Kai
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Feuerstein » Freitag 3. August 2018, 20:14

Danke Euch!

Ja, Didi, habe es auch genau so verstanden. Meine Antwort Dir gegenüber war auch in keinster Weise negativ belegt.

Ich habe ja ein völlig logisches Problem: Mein Kopf platzt vor Theorie, mir kommen die Bienen schon aus den Ohren und ich habe das Gefühl, mir wächst ein Stachel. Denn bei mir war es so, ich hatte über den Winter regelrecht eine Art Sucht entwickelt, Videos geschaut, gelesen. Aber die Verbindung mit den natürlichen Gegebenheiten wie Klima, Wetter, Trachtangebot etc., da muss ich jetzt enorm viel lernen. Es sind auch unzählige diverse "Kleinigkeiten", die sich nun an Fragen auftun, die man einfach nicht vorher lernen kann.

Lustig ist, dass ich natürlich oft über Bienen schwadroniert habe, ich bin wie besessen. Nun ist meine Freundin infiziert und der Kleine, 13 Jahre, sowieso. Ich habe in der Gartenanlage bis auf Einen nur Verbündete. Sogar der Vorstand ist hell auf begeistert, ich bekomme Baumaterial für einen Bienenstand, hätte ich so nicht erwartet, ganz ehrlich.

Ich wollte 2012 schon mit Bienen beginnen, dann kam einiges Ernstes dazwischen, was mich völlig aus der Bahn warf und erst 2017 konnte ich vorsichtig optimistisch die Idee wieder aufgreifen. Aber die Theorie sitzt definitiv incl. einer natürlichen Begabung, die (bio)logischen Zusammenhänge zu erkennen. Sicherlich ein Vorteil gegenüber anderen Anfängern. Ein geduldiger, angstfreier Umgang mit den Tieren habe ich automatisch durch mein anderes Hobby, die Giftschlangen, welches ich bis 2015 ausführte. Da lernt man, nur an den Tieren zu fummeln, wenn es sein muss und imkert nichts tot. Und so ein Bienenstich wird nicht zum Drama.

Kai, Deine Meinung deckt sich soweit mit den Plänen. Prima. Der Efeu blüht noch nicht, aktuell hat er nur Knospen. Mal sehen, was passiert. Wie es mit Brut usw. aussieht, da muss ich mal schauen. Und ob ich es überhaupt schon gut beurteilen kann, steht in den Sternen. Der Imkerpate war bei Übergabe sehr zufrieden damit. Wollte aber bei der Hitze die Völker nicht unnötig stören. Rein optisch scheint alles sehr gut zu sein, mir als Anfänger wurde sogar ein bissel Angst Angesicht der schieren Masse an Bienen. Ab und an klaut mir eine Hornisse ne Biene vor der Nase weg. Pollen haben sie fleißig eingetragen, es scheint aber die letzten Tage etwas weniger zu werden. Varroa hatte ich 3 Tage kontrolliert, bei einem Volk keine, bei einem Volk 1ne in 3 Tagen. Hab die drei Tage täglich einmal kontrolliert, hätte den Durchschnitt genommen. Die Behandlung ist jetzt etwas über 3 Wochen her. Im Moment sehe ich sehr optimistisch den Winter entgegen. Bin so gespannt, auch wenns mir vor den Monaten graut eh es wieder los geht.

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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Freitag 3. August 2018, 21:17

Feuerstein hat geschrieben:
Freitag 3. August 2018, 20:14
Danke Euch!
.... Wie es mit Brut usw. aussieht, da muss ich mal schauen. Und ob ich es überhaupt schon gut beurteilen kann, steht in den Sternen. ....
Oki, dann mein Tipp von mir: Völker in Ruhe lassen und Ende August auffüttern.

Freu Dich an den Völkern und am Bienenflug.

LG
Kai
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Feuerstein » Freitag 3. August 2018, 22:28

Genau, danke. Ich sitze jeden Tag davor, wie andere daheim vor dem Aquarium und guck den Bienen zu. Das macht Laune.

Postkugel
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Postkugel » Freitag 3. August 2018, 23:13

Jaja, die liebe Neugierde und der Eifer, den Damen was gutes zu tun. Manch einer hat immer eine Bank gegenueber den Flugloechern stehen, damit er zuschauen kann, ohne dabei zu stoeren.

Die Imkerei ist eine Erfahrungswissenschaft. Man muss die Natur an seinem Standort beobachten, verstehen und daraus die richtigen Schluesse ziehen. Genau dass ist es, was die Imkerei bspw. fuer mich so spannend macht.

Eingriffe wenn noetig, aber so selten wie moeglich. Es ist nicht immer leicht, auf den Haenden zu sitzen. Und auch nicht, einen notwendigen Eingriff zu erkennen, obwohl dieser oberflaechlich betrachtet, noch nicht angezeigt erscheint (gilt besonders fuer die Varroa!). Und dann gibts da zu vielen Fragen noch 3 verschiedene Antworten...

Zum Fuettern: Zu fruehes und zu intensives Einfuettern ist nicht gut, weil damit das Brutnest eingeengt wird (Bienen sind nimmersatt) und hernach zu wenig Winterbienen entstehen. Auch ein zu fruehes Entfernen der Honigraeume kann dazu fuehren. Das ist so ein bisschen wie mit Kindern und Suessigkeiten. Man soll sie knapp halten, aber nicht verbieten.

Wichtig ist, dass die Koenigin immer genug Platz zum Stiften hat. Ich habe heute die Honigzargen nach dem Auslecken abgeraeumt, aber es kommt noch immer noch gut Tracht rein. Ich muss deshalb in den kommenden Wochen sehr drauf achten, dass die Brutnester nicht verhonigen. Ich halte es so, dass zwischen dem Brutnest und der schiedseitigen Futterwabe (Dadant) immer eine teilausgebaute Mittelwand haengt.

Diese ist fuer mich der Indikator, was/ob ich tun muss. Solange dort noch Platz fuer Honig ist, passt alles. Wird dort jedoch alles mit Honig vollgekleistert, komm eine neue Mittelwand an das Brutnest dran. Ggf. kann man auch eine volle Futterwabe entnehmen und spaeter (z.B. im Fruehing bei Futterknappheit) wieder zugeben. Stelle ich fest, dass diese Wabe keinen Honigzuwachs mehr hat, kommt, unter beachtung des Datums, der Natur und der Wettervorhersage, langsam die Zeit zum Fuettern. Den Wintervorrat sollen moeglichst die Sommerbienen anlegen.

Es genuegt, im Wochenturnus zu kontrollieren. Im August fuettere ich nur 1:1 und erst ab ca. Mitte September dann 3:2, um den "Sack zuzubinden", sprich die Koenigin so langsam aus der Brut zu druecken. Das gilt fuer meinen Standort im Oberharz. Bei Euch im Suedharz ist die Situation aber eine vollkommen andere, weil Ihr's deutlich trockener und waermer habt.

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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von klaus » Samstag 4. August 2018, 10:03

Hallo,

ja mit dem Füttern ist ja schon alles gesagt, meine Bienen bekommen im Juli und August Futtergaben 1:1, weil einfach keine Tracht da ist, ab dem 1. September bekommen sie dann 3:2, das mache ich schon Jahre lang so. Die Winterfütterung teile ich auf 2X auf, also nach der 1. Hälfte Futtergabe bekommen sie eine Behandlung dann die 2. Futtergabe. Die Behandlung mit AS sollte man bei über 25 Grad nicht durchführen, ist meiner Meinung nach sehr Schädigend, wenn du Pech hast dann leidet die Brut und die Königin, denn du hattest Temperaturen über 30 Grad genau wie bei mir. Ich drücke dir die Daumen das du keine Schädigungen an deinen Völkern hast.
LG Klaus

Feuerstein
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Feuerstein » Sonntag 5. August 2018, 18:45

Hoffe ich auch, es sieht ganz gut aus. Ich gehe davon aus, dass ein Imker mit 54jähriger Erfahrung einschätzen kann, ob, wann und wieviel Varroa Behandlung sinnvoll ist. Die Behandlung wurde nach einmaligen Auffüttern noch bei ihm durchgeführt.

Ich habe mich über dieses Thema mit Johannes privat ausgetauscht und bin aktuell da ganz beruhigt und zufrieden. Es macht doch für mich als Greenhorn/ Theoretiker überhaupt keinen Sinn, dem Imkerpaten zu widersprechen, zumal er auch die erste Hälfte seiner Völker zeitgleich behandelt hat. Natürlich informiere ich mich weiterhin nach Möglichkeiten, aber momentan bleibe ich bei der Betriebsweise des Imkerpaten. Zumal ich bei Problemen mit Ablegern verstärken könnte oder, wenn alles schief läuft, im Frühjahr neue Völker bekomme. Aber eben nur, wenn ich nicht einfach irgendwelchen Geikel betreibe. Mein Bestreben ist es logischerweise, dass so etwas nicht passiert.

Die Bienenmasse ist meiner Meinung nach größer geworden, sie tragen fleißig Pollen ein, in den letzten beiden Tagen wieder stärker. Nektar weiß ich noch nicht ob und wenn ja, wie man es erkennt, wenn so eine Flugbiene zurück kommt. Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich drei Tage kontrolliert habe und auf einer Windel waren keine Milben, auf der anderen eine. Geguckt habe ich jeweils nach 24h und wollte den Durchschnitt der drei Tage nehmen. Deckt sich mit der Aussage des Imkerpaten, dass er relativ wenig Varroen hat.

Schrecksekunde hatte ich Freitag Abend, geschätzte 40 tote Bienen vor der Beute, konnte auch noch beobachten, dass die eine oder andere Tote oder zappelnde aus der Beute gezogen wurde. Drohnen waren es nicht. Am Flugloch war Aufregung, aber keine Kämpfe, an der anderen Beute war alles cool. Ich konnte gar nicht richtig schlafen, aber am nächsten morgen bis heute war alles normal wie "immer".

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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von Feuerstein » Sonntag 12. August 2018, 17:47

Vielleicht könnt Ihr mir direkt helfen. Habe die Futterräume durchgesehen. 4 x 3kg Zucker/2l Wasser ist verfüttert. Bei einem Volk sind die 11 Rähmchen gut gefüllt, drei kg passen aber sicher noch rein. Beim zweiten Volk sind noch 2 Rähmchen komplett frei.

1.) Wollte das Brutnest nicht stören. Kann man sicher sein, dass die Bienen das Brutnest nicht verhonigen wenn oben noch Waben leer sind? Ist nur theoretisch gefragt, die Bienenmasse scheint mir io zu sein, die Beute mit den zwei leeren Rähmchen wirkt sogar übervoll.

2.) Werde die Woche meine Waage bekommen. Wo muss ich pro Beute nach erfolgter Einfütterung ungefähr stehen? Also Segeberger DNM, 11 Rähmchen Brutraum, 11 Rähmchen Futter. Carnica. Damit ich mal eine Vorstellung habe. Mein Imkerpate wiegt nicht. Der macht es nach Gefühl. Das muss ich erst lernen. Echt blöd, wenn man noch keine Efahrungswerte hat.

3.) Guckt ihr irgendwann diesen oder nächsten Monat nochmal das Brutnest durch? Bienen sind jede Menge drin, man sieht auch optisch sehr viele frische. Wie macht ihr das?

robirot
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Re: Auffütterung - August 2018

Beitrag von robirot » Sonntag 12. August 2018, 22:07

Segeberger 36 kg Zweizargig, Ende September, Anfang September 40 kg ist ein erfahrungsgemäß guter Wert.

Durch gucken nur wenn die Bienen schwach oder Weisellos wirken. Sonst nicht.

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