Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Von Nosema über Faulbrut, Varroose, Sackbrut, Kalkbrut, Kleiner Beutekäfer, Großer Beutekäfer, Wachsmotten, Wespenplage, Mäuse etc.

Moderator: Johannes

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 7. August 2018, 07:42

Hallo allerseits, auch 2018 das selbe Bild:

ich habe heute die seit Samstag eingesetzten Nassenheider herausgenommen in Erwartung von Temperaturen über 30 Grad ab heute.

Auch diesjährig gibt es dieselben Probleme mit dem Nassenheider, OBWOHL ich sogar den kleineren Docht als vorgeschrieben verwendet habe. Nach 2 Tagen, also am Montag, erfolgte selbstverständlich die Kontrolle der Verdunstungsmenge. Diese lag in 2 Tagen bei 50 ml, also so wie gewünscht. Temperaturen durchgängig UNTER 30 Grad.

Trotzdem auch wieder massive Bienen- und Brutschäden. Schade, denn der Nassenheider ist eigentlich eine gut durchdachte Konstruktion.

An alle Nassenheider-Behandler: schaut mal morgens vor dem Bienenflug auf Eure Flugbretter und nach der Behandlung in die Brutnester. Auch hier gilt:

"Nicht glauben, sondern ausprobieren" :roll: :roll: :roll:

Auch hierzu folgt in Kürze ein Video. Von daher gehe ich nach wie vor davon aus:


Der Nassenheider zerstört immer Brut und Jungbienen!

LG
Kai

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Silas » Dienstag 7. August 2018, 09:17

Hallo Kai
Ist mir ein Rätsel warum es bei dir nicht funktioniert! Meine Vermutung ist du solltest das komplette flugloch auf lassen. Ich habe dieses Jahr bis jetzt nur komplette Brut Entnahme gemacht und mit 15%Milchsäure behandelt. Weil bei uns die Temperaturen noch weit über 30 Grad sind werde aber garantiert noch einige mit Ameisensäure behandeln. Gruß Marcus

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 7. August 2018, 09:34

Silas hat geschrieben:
Dienstag 7. August 2018, 09:17
Hallo Kai
Ist mir ein Rätsel warum es bei dir nicht funktioniert! Meine Vermutung ist du solltest das komplette flugloch auf lassen.
Hallo, ja das kann die Lösung sein, obwohl es ja anders empfohlen wird, sowohl bei Nassenheider als auch Dirk Unger z. B. Da wird ja gerade vor einer kompletten Öffnung des Flugloches gewarnt. :shock:

Ich werde es ab Donnerstag weiter ausprobieren.

LG
Kai
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von elk030 » Dienstag 7. August 2018, 09:45

Warum machst du das, wo du doch deine Oxalgaspistole hast.
Diese ist doch effizient und deutlich unschädlicher.
LG Elk

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 7. August 2018, 09:50

HAllo Elk, ja das stimmt, aber im Sommer käme nur Blockbedampfung in Betracht, das wäre dann ca. 5-6 Mal.

Selbst ich habe dabei dann Bedenken ob der OS-Menge im Sommervolk. :roll: Aber Du hast Recht: absolut bienenfreundlich wäre das.

LG
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Dienstag 7. August 2018, 11:03

Ich finde die haeufige Dampferei auch nicht so doll, weil die komplette Beute erheblich mit OX kontaminiert wird.

Aber es gibt doch das inzwischen zugelassene Spruehverfahren fuer OX. Funktioniert im brutfreien Zustand super und ist nach meiner Beobachtung sogar bienenvertraeglicher wie die Milchsaeure, jedenfalls gibt es kein Aufbrausen beim Bespruehen.

Kai, die beobachtete gute Wirkung der AS gegen die Varroa beruht doch auf 2 Bausteinen:
1. Unterbrechung der Milbenvermehrung mittels Brutunterbrechung durch Zerstoerung des Brutnestes
2. direktes Abtoeten der Milben (und leider auch der Brut und der Jungbienen) durch die Saeure

Eine TBE kann das wesentlich bienenvertraeglicher und man kann sogar eine 3-fach-Wirkung erzielen.
1. Brutunterbrechung durch Brutdifferenzierung: Vorteil: Die Brut kann noch schluepfen und es kostet keine Jungbienenleben -> staerkere Voelker, fruehzeitiger Brutstop im Winter -> weniger Milben!
2. Eine Fangwabe in den Fluglingen und Bayvarol in den Brutlingen (damit die nicht zu MIlbenschleudern werden). Das Wachs aus den Brutlingen gehoert wg. des synthetischen Mittels natuerlich nicht zurueck in den Wachskreislauf. Aber das sollte man bei Wachs aus alten Brutschwarten sowieso nicht machen.
3. direktes Abtoeten der Milben durch eine OX-Spruehbehandlung

Selbst wenn einer der 3 Bausteine nicht optimal funktioniert, ist das m.E. immer noch eine sichere Sache. Ich erfreue mich im Moment jedenfalls daran, dass meine Bienchen munter fliegen und ich morgentlich reichlich erlegte Milben auf den Windeln finde. Weidmanns Heil! :D

Die einzige Sorge, die mich im Moment umtreibt, besteht darin, dass ich die Wiedervereinigung eines Teilvolkes im Oktober nicht hinbekomme, weil in eine 12er Dadantkiste nunmal max. 13 Waben passen. Was, wenn ich 2x6 Brutwaben habe? Futter ist ja auch nicht sooo schlecht fuer den WInter. Dadant 2-zargig? Mal sehen, was ich mit dem Kanditaten mache...das Volk ist schlimmer wie die Quecke...hat 2 Ableger und 90 kg Honig geliefert...

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Dienstag 7. August 2018, 22:22

Das sind mal ehrliche Worte:

"Brutschäden lassen sich durch eine Verkürzung der Behandlungsdauer bei optimalen Rahmenbedingungen z.B. auf drei Tage vermeiden (ich persönlich nehme sie in Kauf, das Ergebnis im Frühjahr spricht einfach für sich).
LG Frank"zu lesen hier: https://www.landlive.de/boards/thread/7 ... age2207288

LG
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Lecanie » Mittwoch 8. August 2018, 20:56

Hallo, also ich kann nur sagen, dass ich seit Jahren erfolgreich mit dem Nassenheider behandle. Immer zwei Sommerbehandlungen wie Folgt: Temperatur um die +25 Grad Celsius--- bei uns ab morgen. Flugkeil komplett raus (also größtmöglich öffnen), wärmebrett raus (also offener Gitterboden), dann Diagnoseschieber ganz rein.
Dann leerzarge ohne absperrgitter über dem brutraum. Dann nassenheider, dochtgrösse der temperatur anpassen. Erste behandlung je nach wetter zwischen 125-150ml. Danach Futterstoß mit 5kg sirup. Dann ca 14tage (je nach wetter) nochmal ca.200ml. Alles 60%AS ad us vet. Dann weiter einfüttern. Das Wetter schau ich immer bei www.varroawetter.de nach. Hatte noch nie probleme.

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Lecanie » Mittwoch 8. August 2018, 20:57

Was ich noch sagen wollte, ich bitte schreibfehler zu entschuldigen da handynutzer...

Postkugel
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von Postkugel » Mittwoch 8. August 2018, 22:47

Klar, der Nassenheider funktioniert - wenn der richtige Docht gewaehlt wurde - wenn die Verschraubung dicht ist - wenn das Dochtmaterial nicht kollabiert - wenn man noch Reservekoeniginnen hat - keine Frage. Aber mit welchen Nebenwirkungen... Kai hat das schon richtig umschrieben.

Ich persoenlich moechte ab diesem Jahr AS nur noch zur Herbstbehandlung einsetzen. Dann sind die Brutnester klein und die Bienenschaeden halten sich nach meinen Erfahrungen bei guter Wirksamkeit der AS in Grenzen.

Mit dem bisherigen Verlauf meiner diesjaehrigen TBE und der Wirkung der Oxalsaeure bin ich bisher sehr zufrieden. Ich spreche ueber 8 Voelker, am eigenen Stand und in Betreuung. Ein Fazit kann ich natuerlich erst zur Weihnachtszeit geben, wenn ich das Ergebnis der Restentmilbung kenne. Und wirklich ganz genau weiss man es erst im kommenden Fruehling.

Ich kann Kai verstehen, dass er auf die "sichere Bank" AS im Nassenheider setzt. Der Weisheit letzter Schluss ist der aber bestimmt nicht.

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von dirk2210 » Mittwoch 15. August 2018, 07:54

Hallo an alle

Ist es möglich ,dass die Probleme von Kai durch die Styropor Beuten kommen.
Kann es sein das diese zu dicht schließen,und die AS Konzentration darinnen zu hoch wir ?
Wäre das eine Erklärung.?? Wie sind die Erfahrungen anderer ?

Ich habe Holzbeuten,Zander und Herold.
Erste Behandlung Mitte-Ende July nach dem Abschleudern.
Erste Futtergabe ca 4 Liter Api Invert. Wenn das Futter nach ein oder zwei Tagen verbraucht ist ,kommt der Nassenheider
in die jetzt leere Honigzarge hinein.Temperatur dieses Jahr am Tage 25 +

200 ml As 60% Docht Nr.2 ,offener Boden,Flugloch ca 10-12 cm offen.
Nach 10 Tagen AS leer,keinerlei Probleme.
Vielleicht kann der Säuredampf in den Holzzargen besser entweichen bzw.von den Bienen leichter aus der Beute
entfernt werden.

Ich bin mit dem Nassenheider zufrieden,möchte aber in den nächsten Jahren ganz von der AS wegkommen.
Es ist halt eine ätzende Säure,und ich glaube nicht das der Bien eine solche Behandlung mag.
Gruß Dirk

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 15. August 2018, 09:10

HAllo allerseits,

vielen Dank für die Rückmeldungen.

Bestimmt hat auch die Beutenform einen Einfluss auf das Verhalten der Säure in der Beute. Ich denke, hier kommen viele Faktoren zusammen. Einerseits "zieht" es in den Segebergern mit Sicherheit nicht, auf der anderen Seiten ist es in diesen Beuten aber auch ausgeglichener, was die Temperatur angeht. Es gibt hier keine Überhitzungsgefahr wie in manchen Holzbeuten in praller Sonne.

Ich habe darüber hinaus folgendes beobachtet:
  • Die massiven Schäden sind nur frühmorgens um 6 Uhr zu sehen. Um 7 Uhr ist schon der Großteil abgeräumt. Manch einem mögen die Schäden nicht auffallen.
  • Die Dochtgröße hat keinen großen Einfluss auf die Abtropfmenge. Diese liegt bei allen Dochtgrößen höher als gewünscht; die Unterschiede zwischen den einzelnen Dochten schwanken sehr stark.
  • Nicht alle Völker werden gleich stark geschädigt. Es gibt Unterschiede.
LG
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von klaus » Mittwoch 15. August 2018, 12:04

Hallo Kai,

In Deutschland ist es so, dass sehr viele Imker mit der Ameisensäure behandeln.
Aber bei diesen Temperaturen ist dies ein sehr hohes Risiko.
Ameisensäurebehandlungen sollte man keinesfalls bei Temperaturen über 25 Grad C durchführen.
Das Risiko, Bienen, Brut oder Königinnen zu verlieren ist extrem groß.

Ich kann dich nicht verstehen, du hast diesen Varomor und benutzt ihn nicht.

Leider bin ich auf meinen Neuen Stand gezwungen, dieses Mal (Heute Durch geführt) mit AS auf Schwammtuch zu behandeln da ich meine Kohle nicht anzünden kann (Brandgefahr zu hoch) um OX zu verdampfen, aber ich habe mir auch ein Varomor- Verdampfer bestellt dann benutze ich nur noch diesen.
LG Klaus

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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Mittwoch 15. August 2018, 12:27

klaus hat geschrieben:
Mittwoch 15. August 2018, 12:04
Aber bei diesen Temperaturen ist dies ein sehr hohes Risiko.
Ameisensäurebehandlungen sollte man keinesfalls bei Temperaturen über 25 Grad C durchführen.
Das Risiko, Bienen, Brut oder Königinnen zu verlieren ist extrem groß.

Ich kann dich nicht verstehen, du hast diesen Varomor und benutzt ihn nicht.
Hallo Klaus,

die Temperaturen bei meiner jetzigen Behandlung seit Samstag liegen zwischen 12 Grad Tmin und 24 Grad Tmax. Ich denke nicht, dass dies zu viel ist. Laut Beschreibung soll der Nassenheider bis 35 Grad einsetzbar sein.

Varomor ist effektiv für brutfreien Zustand. Den haben wir nicht.

LG
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Re: Nassenheider: Starker Totenfall - Behandlungsabbruch

Beitrag von klaus » Mittwoch 15. August 2018, 12:46

Na dann kann es an den Temperaturen nicht gelegen haben, mir persönlich sind die Nassen Heider zu Teuer, deswegen Schwammtuch Methode
Kannst du nicht Blockbehandlung durchführen 3 Mal a 6 Tage, vor allem ist es nicht schädlich für die Bienen.
LG Klaus

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