Bio-Imkerei Hammerbusch

Moderator: Johannes

Postkugel
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Postkugel » Mittwoch 7. Februar 2018, 21:55

Fuer mich ist der Bienenstandort wesentlich entscheidender fuer "Bio" wie das Winterfutter. Die gute Raffinade (bitte keinen Weiszucker!) aus dem Haus Al** tut's. Was hilft das beste bioVeganeVonWasweisIchAllesfreie Winterfutter, wenn die Damen sich dann doch beim Trachtflug lieber fuer das totgespritzte Rapsfeld hinter der BioStreuobstwiese entscheiden?

M.E. darf sich nur Bio nennen, was im Flugkreis keine industrielle Landwirtschaft hat.

Herbert
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Herbert » Donnerstag 8. Februar 2018, 08:23

Moin Herr Postkugel,
Postkugel hat geschrieben:
Mittwoch 7. Februar 2018, 21:55
Fuer mich ist der Bienenstandort wesentlich entscheidender fuer "Bio" wie das Winterfutter. Die gute Raffinade (bitte keinen Weiszucker!) aus dem Haus Al** tut's. Was hilft das beste bioVeganeVonWasweisIchAllesfreie Winterfutter, wenn die Damen sich dann doch beim Trachtflug lieber fuer das totgespritzte Rapsfeld hinter der BioStreuobstwiese entscheiden?

M.E. darf sich nur Bio nennen, was im Flugkreis keine industrielle Landwirtschaft hat.
wir haben hier in Deutschland ja für alles Richtlinien/Vorschriften,wenn sich der Bio...oder wer auch immer sich an die Gesetze hält,
ist es für mich total in Ordnung.

LG Herbert

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Ape » Donnerstag 8. Februar 2018, 08:34

Mal eine Frage am Rande für den Jungspund, behindern die Styroporplatten nicht die Atmungsaktivität des Holzes? Diese wird ja auch gern als Argument für die Verwendung von Holzbeuten aufgeführt.

Gruss
Steve

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Johannes
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Johannes » Donnerstag 8. Februar 2018, 09:06

Hallo Steve,

ja, da hast du grundsätzlich Recht! Aber da gibt es 2 Haken. Die meisten Anstriche und erst recht ein Einbrennen von Wachs, wie es gerade bei sehr "wesensgemäßen" Ansätzen praktiziert wird, unterbinden die Atmungsaktivität des Holzes auch erheblich. Von der Propolisschicht innen mal ganz abgesehen. Wer also die Atmungsaktivität des Holzes als Argument benutzt, sollte seine Kästen dann auch bitte nicht streichen oder nur mit besonders diffusionsoffener Farbe.

Das ist vergleichbar mit einem alten Haus. Die Wände sind auch irgendwie atmungsaktiv, aber leider auch kalt. Wenn dann zur Dämmung außen Styropor aufgeklebt wird, hat man u. U. Probleme mit Feuchtigkeit, aber es ist zumindest schon mal wärmer. Wenn man dann Dinge wie Taupunkt usw. beachtet, kann man auch das Problem mit der Nässe lösen.

Ich habe mich in diesem Thema hier ja bisher völlig zurück gehalten. Aber nun möchte ich doch auch etwas dazu schreiben.... In meinen Augen sind die Biorichtlinien nicht verletzt! Was die praktische Umsetzung und die Haltbarkeit der Beuten anbelangt, mag man sich streiten können. Aber in Norddeutschland (wie selbst bei mir in Mitteldeutschland) scheinen dünnwandige Holzbeuten einfach ungünstig zu sein und auch dieser Imker wird das wissen. Da die Biorichtlinie Styroporbeuten verbietet, wird er nach einem Kompromiss gesucht haben und den hat er mMn gefunden! Wenn dadurch die Holzbeuten nicht so lange halten, dürfte das wohl egal sein.

Sicher, auch ich könnte meine Holzbeuten mit Styropor ummanteln. Aber der Aufwand lässt mich zu dem Schluss kommen, dass ein Umstieg auf Segeberger langfristig sinnvoller ist! Ich bin zum Glück auch an keine Biorichtlinie gebunden, welche ich zumindest in der Imkerei als völligen Blödsinn empfinde. Denn wie hier schon richtig gesagt wurde, macht nicht die Beute sondern das Trachtangebot im Umfeld die Bioqualität aus!

Und wenn wir das "wesensgemäß" betrachten wollen, dann ist eine 50 mm Styroporbeute deutlich näher an einer Baumhöhle dran als eine 22 mm Bretterkiste! Außerdem dürfte die Atmungsaktivität eines lebenden, wasserführenden Baumstammes auch verschwindend gering sein.

LG Johannes

Der Großteil Vorbestellungen ist nun erfüllt. Die letzten Königinnen gehen bis Mitte Juli raus. Den Rest der Saison möchte ich nutzen, um das Zuchtprogramm des Landesverbandes Dunkle Biene Sachsen e.V. zu unterstützen. Daher kann ich leider keine umfangreichen Anfragen mehr annehmen. In dringenden Fällen bitte einfach eine Anfrage per Mail schicken und ich werde sehen, was ich tun kann!

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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 8. Februar 2018, 09:49

Johannes hat geschrieben:
Donnerstag 8. Februar 2018, 09:06
...dann ist eine 50 mm Styroporbeute deutlich näher an einer Baumhöhle dran als eine 22 mm Bretterkiste! Außerdem dürfte die Atmungsaktivität eines lebenden, wasserführenden Baumstammes auch verschwindend gering sein.

LG Johannes
Genau. Und bei der dünnen Propolisschicht an der Innenwand der Bienenwohnung kommt dann die "Atmungsaktivität" völlig zum Erliegen. Sie gibt es halt nicht.

LG
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Re: Bio-Imkerei Hammerbusch

Beitrag von Ape » Donnerstag 8. Februar 2018, 11:32

Hallo Johannes,

du bringst es auf den Punkt. Dem ist m.M.n. nichts hinzu zufügen.
Danke für's Feedback.

LG
Steve

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