Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Formen der Bienenhaltung, Erfahrungen mit altbewährten und neuen Systemen, z. B. in Magazinen, Lagerbeuten, Hinterbehandlungsbeuten usw.

Moderator: Johannes

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Johannes
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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Johannes » Donnerstag 16. Mai 2019, 14:12

Viel Erfolg Steve!
Das klingt bis jetzt alles sehr gut. Wenn man einen Flachboden verwendet, hat man analog zu den HBB dann Bienenbärte vor dem Kasten. Kein Drama, aber bei den aktuellen Temperaturen sicher nicht schön. Von daher ist ein Hochboden auf jeden Fall gut.

LG Johannes

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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Ape » Donnerstag 16. Mai 2019, 14:52

Hallo Johannes!

Deine Vorstellungen und Betrachtungen hier im Forum und auf Youtube haben mich schonmal bestärkt.
Und je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr erfährt man, wieviele doch mit dieser Betriebsweise arbeiten.

Zudem sehe und höre ich es auch aus der Berufsimkerei. Zum Beispiel kann man beobachten, dass auch bei der "Weltimkerei" auf Langstroth mit nur einem BR gearbeitet wird. Das hat diverse Vorteile auch vom Handling.

Johannes hat geschrieben:
Donnerstag 16. Mai 2019, 14:12
Das klingt bis jetzt alles sehr gut. Wenn man einen Flachboden verwendet, hat man analog zu den HBB dann Bienenbärte vor dem Kasten. Kein Drama, aber bei den aktuellen Temperaturen sicher nicht schön. Von daher ist ein Hochboden auf jeden Fall gut.
Ok. Danke dir!
Ja, bei den jetzigen Temperaturen wäre das nicht so schick. Wir hatten ja nochmal Schnee.


Grüße
Steve

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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Donnerstag 16. Mai 2019, 18:01

Ape hat geschrieben:
Donnerstag 16. Mai 2019, 14:52
....Zum Beispiel kann man beobachten, dass auch bei der "Weltimkerei" auf Langstroth mit nur einem BR gearbeitet wird. Das hat diverse Vorteile auch vom Handling.....
Hallo Steve,

diese Feststellung betrifft allerdings ganz überwiegend die Langstroth-Imkerei in tropisch-subtropischen Bereichen (Australien, Afrika, Brasilien, Australien).

In allen anderen, warm- und kühlgemäßigten Breiten Europas, Asiens und Nordamerikas wird ganz überwiegend mit 2 Langstroth-Brutzargen (Deep) gearbeitet. Das hat seinen Grund darin zu suchen, dass die Bienen gerade in der aufsteigenden Saison Futter und Pollen brutnestnah zur Verfügung haben sollen.

Ein sehr interessantes Thema, wie ich finde.

LG
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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Silas » Donnerstag 16. Mai 2019, 18:30

Hallo Miteinander
@steve
Ich verstehe nicht warum du auf 2 Zargen für den Winter wieder gehen möchtest. Ich Imker immer mit 1Brutraum mit 7 Rähmchen während der Saison egal ob Zander, ZA-DANT oder DN. Und zum Winter sitzen die DN Völker auf 10 Rähmchen nie Probleme gehabt alles allerdings im Naturbau. Schwärme hab ich auch nicht, Drohnen Rahmen gebe ich überhaupt nicht das regelt alles die Bienen. Gruß Marcus

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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Ape » Freitag 17. Mai 2019, 06:25

@Kai:

Danke für deine Erläuterung.
Das macht natürlich Sinn. In den subtropischen Gebieten gehen die Bienen (wahrscheinlich) nicht in eine Brutpause. Damit pflegen Sie auch größere Brutflächen und nutzen so den Raum über den ASG eher, als wenn ein dicker Futterkranz bedingt durch schrumpfende Brutflächen auf der Wabe ist.

Und ja, sehr interessant! Deswegen auch jetzt der Test praktisch.



@Marcus:

Der erste Grund ist, dass wir hier teilweise sehr lange Winter haben. Ich habe zwar auch Völker auf einem Brutraum überwintert, aber hier muss man schon etwas vorsichtiger in Etappen einfüttern, um nicht einzuschnühren. Da es aber auch mal schnell recht schnell Wintereinbrüche gibt hier in der Region, kann sich das auch mal schwierig gestalten. Bei zwei Räumen gestaltet sich die Fütterung eher unkomplizit in "größeren" Sprüngen. Überfütterung auch nicht ganz so schnell möglich.

Ein weiter Grund ist wie gesagt die Wabenhygiene. Die Völker sollen (so der Plan) nach oben dem Futter entgegen wandern, so dass man im Frühjahr die untere Zarge mit den alten Waben entfernen kann. Klappt praktisch nicht immer, wie ich festgestellt habe.
MIt der Variante vor der Einfütterung nochmal MW zu geben, erzeugt man (nochmals) frische Waben, die Best Case durch die Bienen im Frühjahr auch bebrütet werden, so dass dann alte Waben der unteren Zarge rausfliegen.

Wie angedeutet, erscheint mir das Volk nicht ausreichend stark, wird auf einem Raum überwintert.
Meist sind das späte Ableger. Ich hatte aber auch einen Ableger, der war so stark, den haben ich dann auf zwei Zargen überwintert, aber nur auf 8 Waben pro Zarge, d.h. die eine Seite nach unten gesehen war leer und das Futter in der zweiten Zarge. Zehrweg eher nach oben als zur Seite war die Devise. Hat sehr gut funktioniert.
Am Ende wird es Situativ entschieden, ob einräumig oder zweiräumig überwintert wird.

Du nutzt DN1,0 auf 7 Waben über die Trachtsaison? Geschiedet also?


Grüße
Steve

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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Silas » Freitag 17. Mai 2019, 07:12

Hallo Miteinander
@steve
Ja ich Imker mit 7 Rähmchen während der Saison. OK leuchtet mir ein wenn du sagst lange Winter, ich weiß zwar nicht was bei dir lange Winter sind.

Aber dadurch dass ich hier im August komplette brutentnahme mache und neu einfüttern, habe ich nagelneue Rähmchen drin dann werden sie in mehreren Etappen eingefüttert, ab Oktober kommt der Königin Isolator und dann bleiben die Königin 150 bis 170 Tage die im Isolator, das ist ja dann ungefähr so im März bis ich die Königin frei lasse.

Futter ist auch immer reichlich drin allerdings schau ich im Januar wenn es das Wetter zulässt ob die Traube noch am Futter sitzt gegebenenfalls nehme ich eine Wabe aus dem Außenbereich und hänge sie in den Nähe von dem Isolator so habe ich bis jetzt auch nie futterabriss oder irgendwas anderes gehabt. Gruß Marcus

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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Silas » Freitag 17. Mai 2019, 07:14

https://drive.google.com/file/d/1pkJ-1E ... p=drivesdk
Das ist die Version wie ich Imker Gruß Marcus
Und ja ich Imker mit schied selbst in der Hinterbehandlungsbeuten sitzt das Glasfenster nach dem 7 Rähmchen unten in der Mitte rechts und links sitzt bei mir immer das schied und wenn ich dann ein fütter gewöhnt sich die Königin an den Platz und so sitzen dann meine deutsch normal Völker auf 10 vielleicht mal 11 Rähmchen voll mit Futter Zander auf 10 und Za-Dant teilweise nur auf 8 eine hatte ich dieses Jahr auf 9.

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Re: Völker durchgehend auf nur 1 Brutraum?

Beitrag von Ape » Freitag 17. Mai 2019, 08:20

Silas hat geschrieben:
Freitag 17. Mai 2019, 07:12
Hallo Miteinander
@steve
Ja ich Imker mit 7 Rähmchen während der Saison. OK leuchtet mir ein wenn du sagst lange Winter, ich weiß zwar nicht was bei dir lange Winter sind.

Aber dadurch dass ich hier im August komplette brutentnahme mache und neu einfüttern, habe ich nagelneue Rähmchen drin dann werden sie in mehreren Etappen eingefüttert, ab Oktober kommt der Königin Isolator und dann bleiben die Königin 150 bis 170 Tage die im Isolator, das ist ja dann ungefähr so im März bis ich die Königin frei lasse.

Futter ist auch immer reichlich drin allerdings schau ich im Januar wenn es das Wetter zulässt ob die Traube noch am Futter sitzt gegebenenfalls nehme ich eine Wabe aus dem Außenbereich und hänge sie in den Nähe von dem Isolator so habe ich bis jetzt auch nie futterabriss oder irgendwas anderes gehabt. Gruß Marcus

Hallo Marcus,

langer Winter meint erster Schnee im September möglich mit Nachfrost bis Ende April, wie dieses Jahr in den Mai hinein mit Schneefall möglich. Die erste ergibige Tracht, Obstbäume kommen meist gut 3-4 Wochen später als anderswo und auch der Löwenzahn erst ab Mitte Mai in fahrt. Bis dato müssen genug Reserven da sein.

Ja, die Vorgehensweise mit dem Umhängen von FuW an den Brutsitz habe ich bei den einzargig überwinterten Völkern auch gemacht.

Danke für den Link!


Grüße
Steve

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