"Artikel 13 der EU: Droht das Ende des Internets, das wir kennen?"

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Ape
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"Artikel 13 der EU: Droht das Ende des Internets, das wir kennen?"

Beitrag von Ape » Montag 5. November 2018, 14:52

Hallo zusammen!

"Artikel 13 der EU: Droht das Ende des Internets, das wir kennen?" - So lautet der Artikel auf GIGA.
Was soll das nun wieder dachte ich? - "Upload-Filter (Artikel 13) und das Leistungsrecht (Artikel 11)"? Ich habe mich damit beschäftigt, nach dem mein Interesse geweckt war. Der Titel ist m.M.n. nicht übertrieben.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen um auch hier auf das Problem aufmerksam zu machen. Ich hoffe, die Administration und Moderation sieht es mir nach.
Vielleicht haben es Viele noch gar nicht auf dem Radar. Habt ihr vom Artikel 13 der Europäischen Union gehört? Mit Sicherheit. Es ist derzeit, zumindest in den Social Media Kanälen, in aller Munde.

Artikel 13 sagt u.a. aus, dass für den Upload mit entsprechender Urheberrechtsverletzung nicht mehr der Uploader, sondern der Anbieter der Plattform, die Haftung trägt. Dieses unkalkulierbare Risikopotential will natürlich Keiner einfach so tragen.

Man stelle sich vor, am Beispiel: Ein Youtuber läd ein Video hoch, bedenkt dabei jedoch nicht (wissentlich oder unwissentlich) den Urheberschutz der Hintergrundmusik. Nicht er wird im Zweifelsfall haftbar gemacht, sondern die Betreiber von Youtube. Kein Konzern wird rechtlich dieses Risiko tragen bei Millionen von Nutzern.
Derzeit wäre am Beispiel die Alternative, dass Youtube fast alle Kanäle für den Zugriff aus Europa sperren und nur die „Großen“ Kanäle mit medialen Hintergrund, öffentlich Rechtliche und Co., auf der Plattform zur Verfügung stehen würden. Was wäre das für Fatalismus! Fast jeder Internet-Nutzer greift regelmäßig auf Youtube zu, nicht nur zum Zeitvertreib, sondern auch um Informationen, Experimente, etc. zu sehen. Man denke nur, wenn es jetzt speziell um Bienen geht, an die vielen vielen Stunden Filmmaterial. Dies wäre dann, mit einem Schlag nicht mehr zugänglich. Zumindest nicht mehr über den normalen, komfortablen Weg. Für mich eine grausige Vorstellung. Mal abgesehen davon, welchen Rückschritt wir in Richtung Meinungsfreiheit begehen. Stelle man sich vor, Youtube wäre nur noch durch die Meinungsgebung der „Großen“ Medien geprägt. Eine widerliche Vorstellung wie ich finde!

Ich möchte hier jetzt keine riesen Prosa schreiben. Jeder soll sich selbst eine Meinung bilden und mit dem Thema auseinander setzen, wenn er will.

Für Interessierte anbei die Onlinepedition und etwas Infomaterial.

Pedition:
https://www.change.org/p/stoppt-die-zen ... loadfilter


Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=3XsBRIxxwCY
https://www.youtube.com/intl/de/saveyourinternet/


Infos:

https://www.giga.de/extra/internet/spec ... ir-kennen/
https://de.saveyourinternet.eu/#newmode-embed-4348-5810



Ich muss noch etwas dazu loswerden. „Meine" Generation ist mit dem Internet wie wir es heute kennen groß geworden und bei allen auch negativen Dingen, gibt es ebenso viele positive Aspekte, das Internet so wie es ist weiter zu gestalten. Ich denke den Status haben wir uns über Jahrzehnte hart erkämpft. Viele von euch kennen vielleicht auch noch Zeiten, wo es nicht so einfach war, die Meinung zu äußern. Ich habe für diese Art des „Datenschutzes“ kein Verständnis. Das ist an der falschen Ecke gedacht. Hier wird Tür und Tor für Zensur aller Art geöffnet.


Grüße
Steve

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Re: "Artikel 13 der EU: Droht das Ende des Internets, das wir kennen?"

Beitrag von imkerforum-nordbiene » Montag 5. November 2018, 15:27

Ape hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 14:52
...Artikel 13 sagt u.a. aus, dass für den Upload mit entsprechender Urheberrechtsverletzung nicht mehr der Uploader, sondern der Anbieter der Plattform, die Haftung trägt. ...Grüße
Steve
Hallo Steve,

danke für den Hinweis. In Deutschland gilt dies schon so, seitdem es das Internet gibt.

Beispiel: wenn Du hier fremde Texte, Bilder oder Dateien hochlädst, bin ich dafür verantwortlich. :P

LG
Kai
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Re: "Artikel 13 der EU: Droht das Ende des Internets, das wir kennen?"

Beitrag von Ape » Dienstag 6. November 2018, 07:16

Hallo Kai,

das stimmt. Wobei die Nutzzahl in Deutschland recht überschaubar ist in Relation zur EU-Nutzerschaft. Und das wird wohl das Problem sein, wieso das Ganze so hoch kocht.
Am Ende können wir wohl allein nicht viel machen. Wir können nur auf die Vernunft der Abgeordneten hoffen, die über die Einführung des Gesetzesentwurfes abstimmen. Peditionen können da schon eine Richtungsgebung sein.

Wie gesagt, ich würde es als eindeutigen Rückschritt ansehen. Dabei bedenke man, dass ich alles andere als ein Internetfreak bin. Persönlich betrachet könnte ich auch im Wald ohne diesen Zugang Leben. Aber für die Gesamtbevölkerung wäre es eine verspielte Chance.
Em Ende könnte man aber auch wieder die Diskussion lostreten, ob das Internet überhaupt notwendig ist. Wir könnten generell auch ohne Leben. Aber dafür sind wir glaube ich schon zu weit Technologisch abhängig geworden. Da wären wieder die negativen Aspekte. Aber ich will nicht weiter OT schreiben. Es ging erst einmal nur um den Artikel.

LG
Steve

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