Oxalsäure-Lösung selber mischen?

  • Hallo Kai,


    der Chemiker im Pharmazeuten sagt, dass trotz der Tatsache, dass Oxalsäure ein schwache Säure ist, die Bedenken deinerseits gerechtfertigt sind!
    Zwar lässt sich nicht wirklich abschätzen, wie groß die Auswirkung ist. Aber destilliertes Wasser wäre in dem Fall wohl klar zu empfehlen!


    Auch die Aufschrift "Wasser, gereinigt (PhEur)" auf der Originalpackung gibt klar destilliertes Wasser vor. :!:


    Wenn du es ganz professionell und richtig machen möchtest, dann besorgst du dir die entsprechende Wasserqualität in der Apotheke. Bei destilliertem Wasser aus dem Baumarkt ist die mikrobielle Belastung nicht deklariert (glaube ich) und wird kaum den arzneitechnischen Anforderungen genügen.



    Vielen Dank für diese überaus wichtige Frage. :!::!::!:
    Für mich stand das jetzt gar nicht so zur Debatte, da ich immer das gereinigte Wasser aus der Apotheke verwende.
    Wie gesagt: Ich nutze alle Rohstoffe in genau der vorgegebenen Deklaration und Qualität. Nur dass ich halt selber mische.


    LG Johannes


    Zuchtkoordinator im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.


    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Aaaa, danke für Deine chemischen Erläuterungen. :P Dass PhEur "destilliertes Wasser" heißt, wusste ich natürlich nicht. :wink:


    LG
    Kai

  • Heißt es auch nicht! :P


    Ph.Eur. = Pharmacopoea Europaea, also Europäisches Arzneibuch


    Nach den Richtlinien ist gereinigtes Wasser folgendes:
    http://www.pharmawiki.ch/wiki/…p?wiki=Gereinigtes_Wasser


    Leider gibt es keinen Original-Link zum Ph.Eur. . Dies ist ja kostenpflichtig und eine Veröffentlichung eines Screenshot würde gegen die Rechte verstoßen.


    Daher die verlinkte sinngemäß gleichbedeutende Seite!


    LG Johannes


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  • Danke schön, Johannes. :P


    Da es bald losgeht, habe ich mir gestern erstmal eine Feinwaage bei Amazon mit Kalibrierungsgewichtchen gekauft: http://www.amazon.de/Taschenwa…sr=8-4&keywords=Feinwaage


    LG
    Kai

  • Quote from imkerforum-nordbiene

    Danke schön, Johannes. :P


    Da es bald losgeht, habe ich mir gestern erstmal eine Feinwaage bei Amazon mit Kalibrierungsgewichtchen gekauft: ...


    LG
    Kai


    Perfekt!!! :D


    LG Johannes


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  • Hallo zusammen,


    ich werde die Behandlung (bin mir allerdings nicht ganz sicher ob in Form von Vergasung) gemeintschaftlich mit Mitgliedern aus meinem Ortsverein um den 21.12 herrum durchführen. Sehr passend gab es heute noch ein paar nützliche Hinweise in einem Emailrundschreiben, welches von folgenden Institutionen herraus gegeben wird:


    DLR Westerwald-Osteifel, Fachzentrum Bienen und Imkerei, Mayen
    Landwirtschaftskammer NRW, Bienenkunde, Münster
    LWG Fachzentrum Bienen, Veitshöchheim
    LLH Bieneninstitut Kirchhain, Kirchhain
    Landesanstalt für Bienenkunde, Hohenheim
    Länderinstitut für Bienenkunde, Hohen-Neuendorf


    Ich zitiere einen kurzen Auszug:


    Quote

    Dagegen sollte die Oxalsäure erst bei der zusammengezogen dichtsitzenden Wintertraube zum Einsatz kommen. Hier kommt eine geringe Flüssigkeitsmenge, 30-50 ml (je nach Volksstärke) auf die Wintertraube. Sitzen die Bienen zu locker, ist die Verteilung nicht optimal. Die Wettervorhersage prognostiziert für die nächsten Tage niedrige Temperaturen mit Frost. Für brutfreie Völker sind die Bedingungen dann günstig für eine Behandlung mit der Oxalsäure. Soweit noch nicht geschehen, ziehen sich jetzt die Bienen dicht zusammen. Temperaturen nahe um den Gefrierpunkt stellen kein Hindernis für die Oxalsäurebehandlung dar. Die Bienen sitzen kompakt und fliegen beim Öffnen der Beute nicht unnötig auf und verklammen. Aber aufgepasst, die Behandlung muss nicht zwanghaft die nächsten Tage vorgenommen werden. Soweit es zurzeit nicht optimal zeitlich eingebaut werden kann, oder die Völker noch Brut führen, dann sollte man noch etwas warten. Aber bis zu den Weihnachtfeiertagen sollte man die Behandlung dann schon durchgeführt haben, denn ab dieser Zeit können ein Teil der Völker wieder mit dem Brüten beginnen! Sollten zu dem geplanten Termin für die Winterbehandlung doch noch kleine Brutflächen in einzelnen Völkern vorhanden sein, dann können die Waben entnommen und eingeschmolzen werden. Es versteht sich von selbst dass die Behandlung der Bienenvölker nur mit den zugelassenen Behandlungsmitteln erfolgen soll. Selbst hergestellte Lösungen sind nicht erlaubt und können erhebliche Risiken für den Anwender und die Bienen bergen! Die zugelassenen Behandlungsmittel werden zu moderaten Preisen angeboten und bieten ein hohes Maß an Anwender-
    und Bienenschutz.


    Autor: Stefan Berg


    Angesichts der mitlerweile starken Kälte, vermute ich, dass um Weihnachten herrum keine Brut mehr vorhanden ist. Ich frage mich, ob es die Bienen mehr schädigt, wenn bei solchen Temperaturen die kompletten Brutnester kontrolliert werden, als wenn evtl. noch 2-3 Larven vorhanden sind. Wie seht ihr das?


    Besten Gruß, Ole!

  • Hallo Ole,


    ich habe deinen Beitrag verschoben, weil es sich in deinem Zitat eindeutig um die Träufelbehandlung handelt und das im Verdampfer-Thema nicht wirklich passt! Hier geht es schon eher. :wink:


    Zu deiner Fragestellung:
    Ich würde jetzt auch keine Völker zerreißen um die Brutfreiheit festzustellen!
    Für die Träufelbehandlung (die nur einmal angewendet werden darf :!: ) ist die Brutfreiheit aber ein absolut wichtiges MUSS. Sonst kannst du es quasi auch gleich lassen. Es werden nie nur "2-3 Larven" vorhanden sein. Sondern entweder mehr oder eben keine. :P


    Für meinen Test mit dem Verdampfer ist das aber zweitrangig.
    Diese Behandlung kann wohl öfter erfolgen (will ich aber eigentlich nicht) und bei extrem befallenen Völkern werde ich wohl zu Weihnachten noch träufeln.
    Davon abgesehen bin ich mir sehr sicher (ohne Ziehen der Waben), dass meine Zandervölker in den großen Kästen über offenem Gitterboden brutfrei sind. Nur bei den M+ wage ich das noch zu bezweifeln. Die stehen aber auch momentan nicht zur Debatte.


    LG Johannes


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  • Hallo Johannes,


    kein Problem mit dem Verschieben von dem Beitrag. Passt hier sicher besser und ich wollte jetzt kein extra Thema deswegen aufmachen. Danke für deine Antwort.


    Quote from Johannes

    (die nur einmal angewendet werden darf :!: )


    Was meinst du genau mit nur einmal? Nur 1 mal im Jahr?


    Du sagst ja auch, dass du nicht unbedingt nachsehen würdest, aber parallel erwähnst du ja, dass man absolut sicher sein muss, dass keine Brut mehr vorhanden ist. Wo finde ich da die Brücke bzw. wie kann ich sicherstellen, dass keine Brut mehr vorhanden ist, ohne alle Waben zu kontrollieren?


    Besten Gruß, Ole!

  • Mit "nur 1 mal" meine ich pro Bienengeneration. Bienen die häufiger beträufelt werden sterben aufgrund innerer Verätzungen!
    Natürlich kann man Sommerbienen öfter behandeln. Die werden ja schnell wieder ersetzt. Im Winter sieht das aber anders aus!


    Du hast doch geschrieben, dass ihr am 21.12. behandeln wollt. Da sind die Völker sicher brutfrei. Da brauchst du nicht nachzusehen.


    LG Johannes


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  • Hallo Johannes,


    danke für deine Rückmeldung. Die Antwort trifft genau meinen Gedankengang. Am 21.12 sollte angesichts des anhaltenden Kältestroms ja eigentlich keine Brut mehr vorhanden sein und ich hatte halt vermutet, dass ich an diesem Datum mit einer Kontrolle mehr Schaden anrichte als Gutes zu tun.


    Beste Grüße, Ole!

  • Quote from Ole86

    ....ich hatte halt vermutet, dass ich an diesem Datum mit einer Kontrolle mehr Schaden anrichte als Gutes zu tun...


    Hallo Ole,


    da mögen zwar die Ansichten auseinander gehen, aber ich sehe das haargenau so wie du!
    Ich habe noch nie Völker im Winter auseinander gerissen. Das werde ich auch nicht tun.


    LG Johannes


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  • Hallo zusammen,


    heute habe ich wieder ein Argument gegen das Selber-Mischen von Oxalsäurelösung gefunden.
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43483


    LG Johannes


    Zuchtkoordinator im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

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  • Hallo zusammen,


    heute habe ich wieder ein Argument gegen das Selber-Mischen von Oxalsäurelösung gefunden.
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43483


    LG Johannes

    Ach Du liebe Zeit,


    wie verwechselt man Zucker mit Salz? =O

    LG

    Kai

  • Ist einer mir bekannten Person auch passiert: Erdbeeren mit Salz eingeweckt. Gab beim Kosten nach dem Öffnen des ersten Glases ein wahrlich leckeres Fruchtaroma.

    gepökelte Erdbeeren :lol:

  • Da ich mitbekomen habe dass etliche Vereinsmitglieder "hochbegabt" beim selbst anmischen sind mache ich seit zig Jahren Sammelbestellungen. Erst bezogen wir aus einer Apotheke (zu einem vernüftigen Preis) fertige OS lösung. Dieses jahr bin ich auf Oxuvar 5,7 (Zucker muss selbst abwogen werden) bzw Oxuvar 3,5 (Tüte Zucker liegt bei). Alle sind bisher auf Oxuvar 3,5 gegangen - die einfachere Lösung des Probelms. Selbst Zucker abwiegen ist wohl zu fordernd anstengend.

  • Hallo Didi


    Gute Frage


    Genau der selbe Gedanke ging mir auch durch den Kopf. :shock:


    Hier wird soo viel geschrieben von Ameisensäure - Oxalsäure - Milchsäure - Brut Entnahme - Königin Käfigen - Blockbehandlung usw.usw.


    Wozu dann noch Oxuvar


    Vielleicht noch etwas Chemie. Eine Priese Amitratz und etwas Bayvarol ;(


    Wo soll das noch hinführen


    Bin auf Antworten gespannt :saint:


    Gruß Dirk

  • Hallo,,,

    Sagen wir es mal so, solltest du dieses Jahr nicht träufeln mit Oxuvar hast du ziemlich sicher nächstes Jahr im Herbst das eine oder andere Volk weniger. Egal was für eine Behandlungsmethode man den Sommer über macht. Die auch noch bei vielen Imkern nicht optimal funktioniert ,oder auch gar nicht gemacht wurde. Ich spreche von behandlungen die auch zugelassen sind. Der Imker der nicht oder nur ein bissele behandelt schadet den Bienen . Soch sicher wie das Amen in der Kirche. ;)


    Gruß drohnenfreund.