Ligustica Deutschland

  • Wie ich schon geschrieben habe ist die Ligustica eine tolle Biene.

    ...

    Aufgrund der doch starken Volksentwicklung sind sie anfällig für die Varroa. Es ist eine wahre Pracht sie gerade jetzt im Frühjahr zu sehen.

    ...

    Leider, leider kommt man nur immer auf Umwegen an Ligustica....


    Hallo,


    ja, das sehe ich alles genauso. In den 1980-er Jahren bekam ich mal 14 Königinnen aus Texas: Italian, Starline, Midnite und Caucasica. Allesamt extrem sanft, schwarmträge und die gelben sehr brutstark.


    Am varroaempfindlichsten waren aber die Caucasica aus den USA.

    LG

    Kai

  • Hallo zusammen,

    als Neu- Imker habe ich mir immer die Frage gestellt, wie man die Varroa bei der Ligustica überhaupt in den Griff bekommt. Da sie im Winter durchbrüten macht doch eine Winter Träufel Behandlung keinen Sinn, oder Irre ich mich?

    Die Frage ist für mich auch soweit von Interesse da ich das Gefühl habe, dass meine Carnica auf Grund der Warmen Temperaturen hier in der Rheinebene in BW bald auch keine Brutpause mehr einlegen.

    Werde ich dann in Zukunft nach Frankreich fahren müssen, um dann im Winter zumindest Oxalsäure verdampfen zu können?

    Oder habe ich da irgendwas falsch verstanden?


    Gruß Andreas.

  • Ja, du musst dahin fahren wo es kalt ist und die Bienen nicht durchbrüten. Verdampfen funktioniert wie träufeln und sprühen nur bei Brutfreiheit.


    Gruß Thorsten

  • Ja, du musst dahin fahren wo es kalt ist und die Bienen nicht durchbrüten. Verdampfen funktioniert wie träufeln und sprühen nur bei Brutfreiheit.


    Gruß Thorsten

    Danke für deine Antwort. Im Sommer sind die Völker beim Verdampfen doch auch nicht brutfrei. Deshalb macht man es doch 4 mal oder? Also müsste ich doch dann mit 4 Behandlungen im Dezember das selbe Ergebniss erziehlen können?

    Gruß

    Andreas

  • Da ja bei Euch das Verdampfen/Sublimieren nicht erlaubt ist, wird er vermutlich die Ameisensäureverdampfung gemeint haben.

    Anders kann/könnte ich es mir nicht vorstellen, wie Teewee es sonst gemeint hat.

  • Was bedeutet bei der Ligustica eigentlich, dass sie ein großes Volk bilden? Also wieviel Brutnest brauchen sie? Genügen z.B. zwei Zargen im Zandermaß oder ist das zu wenig? Außerdem frage ich mich wie das dann mit dem Winterfutter ist? Brauchen die dann vergleichsweise mehr Futter als andere Rassen?


    Gruß seimke

  • Da ja bei Euch das Verdampfen/Sublimieren nicht erlaubt ist, wird er vermutlich die Ameisensäureverdampfung gemeint haben.

    Anders kann/könnte ich es mir nicht vorstellen, wie Teewee es sonst gemeint hat.

    Hallo, Teewee hat auf meinen Beitrag geantwortet in dem ich gefragt habe, ob ich im Zukunft im Winter Oxalsäure verdampfen statt träufeln muss da die Völker im Winter nicht mehr brutfrei werden. Für diese Behandlung würde ich natürlich über die Grenze nach Frankreich fahren und dafür natürlich alle meine Bienen vorher auf Corona testen ;).

  • Was bedeutet bei der Ligustica eigentlich, dass sie ein großes Volk bilden? Also wieviel Brutnest brauchen sie? Genügen z.B. zwei Zargen im Zandermaß oder ist das zu wenig? Außerdem frage ich mich wie das dann mit dem Winterfutter ist? Brauchen die dann vergleichsweise mehr Futter als andere Rassen?


    Gruß seimke

    Zwei Zargen im Zandermaß reichen als Nest aus. Aber wie gesagt, sogar die Randwaben werden bestiftet, dann kannst Du Dir das Volumen an Bienen vorstellen, wenn das Volk im Juni den Höhepunkt erreicht. Durch den Winter kommt es in einer viel größeren Kolonie als die Buckfast und Carnica. Das gepaart mit der Tatsache, dass das Volk dazu neigt, selbst im Winter zu brüten, dann ist der Futterverbrauch vergleichsweise viel höher als bei den anderen Rassen.

    Aber als Erfahrung würde ich es Dir empfehlen, falls Du neugierig und dazu bereit bist.

  • Früh und sehr viel einfüttern, da hat die Chefin nicht viel Platz wo sie stiften kann - Möglichkeit das Volumen etwas in die Schranken zu weisen.

    Auffüttern mit Halbzargen über ASG und nach 2. Behandlung das ASG wieder entfernen, da wird dann genug an Futtervorräten vorhanden sein für den Winter.

  • die Ligustica ist nunmal ein Brüter, die brüten so viel, wie Platz da ist, natürlich gibts irgendwo ne Grenze nach oben. Bruder Adam meinte, dass sie die ideale Biene sei, wenn sie nicht eine solche ungezügelte Brutlust hätte. Auch eine Ligustica hört irgendwann auf zu brüten, wenn es zu kalt ist. Und ein großes Volk hat im Winter natürlich auch mehr Hunger.

  • Früh und sehr viel einfüttern, da hat die Chefin nicht viel Platz wo sie stiften kann - Möglichkeit das Volumen etwas in die Schranken zu weisen.

    Auffüttern mit Halbzargen über ASG und nach 2. Behandlung das ASG wieder entfernen, da wird dann genug an Futtervorräten vorhanden sein für den Winter.

    Das viel Einfüttern ist auch eine Strategie, die ich mit Erfolg anwende, um das Stiften durch Platzeinschränkung zu begrenzen, die Varroapopulation in Schach zu halten und für sichere Futterreserven bis zum Frühjahr zu sorgen. Und das nicht nur bei der Ligustica.

  • Das viel Einfüttern ist auch eine Strategie, die ich mit Erfolg anwende, um das Stiften durch Platzeinschränkung zu begrenzen, ....

    ...oder die Völker bewusst im Herbst einzuengen, wie es die alten Dänen in den Trogbeuten taten / tun. ;)


    LG

    Kai