Oxalsäure sprühen

  • HAllo allerseits,


    seit einiger Zeit wird das Sprühen von Oxalsäure eingesetzt zur Sommerbehandlung von Völkern, die keine verdeckelte Brut haben. 8)


    Wer hat Erfahrungen? Wo kann man sich gut in die Materie einlesen? Welche Oxalsäure-Konzentration wird angewendet? Dies würde mich sehr interessieren.


    LG
    Kai

  • Hallo Kai,


    davon habe ich noch nichts gehört.


    Eine Alternative bieten Imker in unserem Nachbarland an. Die Blockbehandlung mit OS (Bienenwohl) und ALV im Zusammenhang mit der TBE. Ich hatte mir mal ein paar Stichpunkte rausgeschrieben... die liegen aber zu Hause ...


    Das Interessante dabei ist, nicht Zucker sondern Glyzerin zu verwenden. Wie ich vor ein paar Wochen erfuhr, wird das auch weiter untersucht.
    L.G. Rene

  • Moin Kai,
    die Behandlung kenne ich nicht als Sprühbehandlung,sondern träufeln 3,5% Lösung
    je nach Stärke 10-20ml bei Ablegern,wenn ich von diesen keinen Honig in dem Jahr ernte.Die Methode ist mit Bestandteil meiner Betriebsweise.
    Hat natürlich den höchsten Erfolg,wenn die alte verdeckelte Brut ausgelaufen ist,und
    eventuell schon neue Brut noch offen ist.


    LG Herbert

  • HAllo allerseits,


    ich lese mich gerade in die Materie ein.


    https://bienenkunde.uni-hohenh…ustermann__2017-08-02.pdf
    und
    http://www.vetpharm.uzh.ch/rel…/00065776.01?inhalt_c.htm


    Demnach soll Oxuvar im Sprühverfahren deutlich wirksamer sein als Milchsäure. Die käufliche 5,7%-Lösung Oxuvar wird für die Sommerbehandlung soweit mit Wasser verdünnt, dass eine 3,0%-Lösung vorliegt. Ein Verfahren für brutlose Völker in der wärmeren Jahreszeit.


    Da überlege ich mir gerade, dies selber herzustellen. Oxalsäure kristallin ist ja spottbillig. Wasser aus der Leitung auch.


    LG
    Kai

  • Standart ist, eine 3% Lösung. Zugelassen ist dazu nur das Oxuvar 5.7%.


    Aus Sicht der Wirksamkeit sieht es aber so aus das die Konzentration relativ egal ist. Die 3% Lösung ist allerdings für die Bienen relativ schädlich. Als optimal gilt eine Konzentration von 0.5% und reichliche Anwendung um die Bienen zu Umspülen. Der Unterschied in der lagvim Bereich 2-3% (92.x% bei der 0.5% Lösung wenn ich mich recht erinnere) und erst Vergiftungserscheinungen erst nach dreifacher Anwendung. Die genaue Studie kann ich nochmal raussuchen.

  • Hallo zusammen,
    100 Imker = 300 Meinungen,die Imkerschule Bad Segeberg träufelt im Sommer
    erfolgreich ihre Ableger mit 3,5 OS,ich mache es auch so,und meine Bienen haben
    keinen Schaden davon.
    Allerdings wenn Kai sprühen will,damit habe ich keine Erfahrung.


    LG Herbert

  • Hallo Zusammen
    ... tausend Meinungen . :)
    Mit der dreimaligen Stossbehandlung AS 75% , 25ml innert 21 Tagen bin ich bis dato gut gefahren . Das bleibt momentan so .
    Ein OS- Verdampfen könnte ich mir jedoch als schonender auch vorstellen .
    Dann auch ein Treufeln mit Zusatz Glyzerin wie wir das unlängst diskutierten .
    Grüsse Markus

  • Also 0.5% kann ich durchaus empfehlen, da fallen sie. Vor allem für Kunstschwärme eine super Methode.
    Für Ableger auch wenn man sie den selbst nachziehen lässt, und dann nach 3 Wochen Brutfreiheit herscht.

  • Hi zusammen,


    wenn ihr Ableger gebildet habt, wann sprüht ihr in der Regel das erste mal Milchsäure? Überlege gerade was der beste Zeitpunkt ist.


    Beste Grüße, Ole!

  • Hallo Ole,


    ich habe das in den letzten zwei Jahren immer so wie beim teilen und behandeln gemacht, wobei der Ableger dem Brutling entspricht.
    Die Milchsäurebehandlung kommt ab dem Tag X+21 zum Einsatz. Dann ist alle Brut ausgelaufen und die neue Königin hat bestenfalls gerade angefangen zu legen. War in der Praxis bei mir aber noch nie der Fall. Auf ein/zwei Tage kommt es auch nicht an.


    Hier nochmal das "Teilen und Behandeln" zum Download:
    http://www.immelieb.de/downloa…nd-behandeln/?wpdmdl=1322


    Viele Grüße,
    Heiko