Ablegerbildung - Ablegerkasten oder vollwertige Beute im Standmaß

  • Hallo zusammen,


    eine Frage in die Runde von einem Jungspund. Was ist denn aus eurer Sicht die bessere Wahl für die einfache Brutablegerbildung. Ablegerkasten (natürlich mit dem Rähmchenmaß des Standes, 5-6 Rähmchen, mit Füttermöglichkeit) oder einfache Beute im Standmaß?


    Bei der Jahresplanung 2018 und den Vorhaben bin ich derzeit gespalten, wie ich bei der Ablegerbildung vorgehen sollte. Meine ersten Ableger aus 2017 die ich bekommen hatte, waren in Ablegerkästen gehängt (Selbstbau Styropor und Holz). Die Königin aus 2016 war schon enthalten. Nach ca. 3 Wochen, als der Kasten aus den Nähten platze, habe ich ihn in eine normale Beute umlogiert. Soweit so gut.
    Dieses Jahr möchte ich gern selbst Ableger bilden. Dabei möchte ich den Weg gehen, die Bienen die Königin selbst nachschaffen zu lassen, sprich Standbegattung. Ich möchte aus diesem Vorhaben lernen.


    Aus Gründen des Wärmehaushaltes tendiere ich eher zum Ablegerkasten. Dabei springen mir bei der Recherche Sachen wie der Ablegerkasten von Seip ins Auge (http://werner-seip.de/html/ablegerkasten.html) bzw. Ablegerkästen anderer Hersteller. Bei den Ablegerkästen erscheint mir in Anbetracht der Volksstärke die Styroporvariante auch am Sinnvollsten. Habe mir auch die PDF von Kai mal zu Rate gezogen, wo der Eigenbau von Ablegerkästen beschrieben wird (Danke für das zur Verfügung stellen Kai).
    ABER, die Ablegerkästen stehen am Ende locker 10 Monate im Keller rum, weil man sie dann schlicht und ergreifend nach der Ablegerbildung und Umsiedelung bis zum nächsten Jahr nicht mehr braucht. Daher die Gedankengänge eher in Richtung normale Beute. Die Bildung mit mind. 3 Brutwaben, eine Leerwabe (wenn verfügbar, ansonsten Mittelwand?), eine Futterwabe, (ggf. noch ein Leerrahmen vor die Futterwabe?). Was mache ich mit dem Rest? Einfach Mittelwände rein? Schied? „Styroporbatzen“? Vom Thread von Ole (http://imkerforum.nordbiene.de/viewtopic.php?t=3184) habe ich gelernt, dass die Ablegerbildung in einer normalen Beute ohne Probleme möglich ist.
    Am Ende muss man auch sagen, wir reden von einer kleinen Hobbyimkerei mit Ziel um die 10-12 Völker. Es soll nicht in vielen verschiedenen Kästen und Maßen enden, sondern eine universelle Möglichkeit des Einsatzes bestehen. Zumindest erscheint mir das ebenfalls am Sinnvollsten. Nach vorn hin spiele ich mit den Gedanken mich an MiniPlus für die Verfügbarkeit von Ersatzweiseln zu versuchen, aber das ist noch ein weiter Weg für mich und steht auf einem anderen Prapier. Erst lernen.


    Nun zur Ursprungsfrage: Ablegerkasten oder schon vollwertige Beute? Was ist wirklich, aus eurer Sicht, sinnvoll und zielführend? Was sind die Vor- und Nachteile? Wie macht ihr das?
    Danke für rege Diskussion.


    Grüße
    Steve

    Landesgruppensprecher für das Bundesland Sachsen im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/

    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

  • Hallo Steve,


    in 2017 habe ich erstmalig Ableger (Start mit 3 Waben) in der großen Segeberger Beute gebildet mit einem einfachen Holzschied und ich bin begeistert! Für die Vermehrung zum eigenen Gebrauch braucht es keine Ablegerkästen!
    ABER: Ich hatte bisher nur Holzbeuten über viele Jahre und da habe ich gesehen, dass Ablegerkästen (auch aus Holz) doch gerade an Anfang günstig waren. Wenn du also Holzbeuten hast, solltest du zwar trotzdem nicht unbedingt Ablegerkästen brauchen, aber du musst mit einer verlangsamten Anfangsentwicklung rechnen. Es kann dann sein, dass das Volk es nur auf 1 Zarge schafft, was aber auch nicht schlimm ist.


    Also mein Fazit:
    Keine neuen Ablegerkästen kaufen, aber in Holzbeuten mit einer leicht verzögerten Entwicklung rechnen.
    Bei Holzbeuten den Boden dicht verschließen und als Schied einfach trotzdem nur ein Holz verwenden. Flugloch auf 1-2 Bienenbreiten.


    LG Johannes


    Zuchtkoordinator im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.


    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Hallo Johannes,


    danke für deine schnelle Rückantwort.
    Ja, ich habe Holzbeuten, quadratisches Grundmaß, Zargen fassen je 11 DNM-Rähmchen.


    Jetzt wo du es ansprichst, ich hatte eben bis dato keinen Vergleichwert, aber mir kam die Entwicklung auch langsamer vor, als ich die Ableger von der Styroporkästen in meine Holzbeuten umlogiert hatte. Dazu muss man aber sagen, dass ich den Gitterboden offen gelassen hatte. Ein Fehler meinerseits, später hatte ich die Böden dann zumindest mit dem Schieber verschlossen. Flugloch generell eingeengt. Die Völker schafften es dann auch nur auf eine Zarge zur Einwinterung, trotz regelmäßiger Fütterung. Der eine hatte nur 9 Waben, statt 11, wurde aber auch 3 Wochen später gebildet.
    Dieses Jahr werde ich von Anfang an den Boden geschlossen halten. Ich bilde mir ein, damit eher das Bienenfreundlichere Klima schaffen zu können für die kleineren Völker. Deine Aussage bestätigt meine Gedanken.


    Die Beuten stehen die meiste Zeit des Tages von Frühjahr bis Spätsommer in der Sonne (Wenn sie denn scheint, von ca. 09:00Uhr bis 16:00Uhr im Hochsommer), somit sollte (hoffentlich) Wärmemangel kein Problem darstellen. Eher das es zu warm wird. Meine ersten Ableger kamen damit aber bislang wunderbar zurecht. Dieses Jahr könnte die viele Wärme/Sonne bei den dann "älteren" Völkern aber die Schwarmlust steigern. Ich hoffe nicht das dies eintritt. Mal sehen wie es sich entwickelt.


    Wie hast du den Ableger von der Wabenanordnung her gestaltet? Vom Flugloch aus gesehen BW, BW, BW, LW(MW), FW?


    Wie fütterst du die Ableger? Futterteig oder Flüssig?


    LG
    Steve

    Landesgruppensprecher für das Bundesland Sachsen im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/

    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

  • Hallo Steve
    Ich mache meine Ableger für den Verein mit der ganz normalen Herold Zarge von "Imkertechnik Wagner" und hatte mir mal
    1 Zwischenboden mit Flugloch und Bienenflucht bestellt .
    Die anderen sind alle Nachbauten wo ich praktisch für Deutsch normal 4 Öffnung habe und für zandermaß drei Öffnung ich hoffe auf den Bildern kann man das ein bisschen erkennen .Ich nehme einen trennschied und wenn irgendwo eine Königin nicht zurückgekommen ist nehme ich das trennschied raus und das Volk wird mit dem anderen verstärkt .
    Ich mache praktisch ein brutwabenableger nach Dr Pia Aumeier in der 2. Mai Woche,sobald die Königin am legen ist bekommen meine Ableger ca.1.5 liter Flüssigfutter Tee zucker gemisch zumWinter hin hast du sie meistens so stark dass du sie auf 2 Zargen hast. aber1 Zargige kommen auch gut über den Winter .So verdiene ich mir noch extra was dazu .
    Weil meine Völker für mich zu Hause ziehe ich ja komplett in Miniplus Naturbau und packe sie ein Jahr später erst in der großen Zarge hinein.[attachment=0]2018-01-05 11.00.50.jpg[/attachment][attachment=1]2018-01-05 11.00.21.jpg[/attachment][attachment=2]2018-01-05 10.59.46.jpg[/attachment][attachment=3]2018-01-05 10.59.07.jpg[/attachment][attachment=4]2018-01-05 10.58.24.jpg[/attachment]


  • ...Wie hast du den Ableger von der Wabenanordnung her gestaltet? Vom Flugloch aus gesehen BW, BW, BW, LW(MW), FW?


    Wie fütterst du die Ableger? Futterteig oder Flüssig?...


    Hallo Steve,


    ich erstelle Ableger eigentlich immer im Kaltbau, wie fast alle meine Völker. Da kommt an den Rand eine FW, dann 2 BW, dann eine MW und dann das Schied. An meinem Sommerstandort muss ich zum Glück gar nicht füttern, aber falls doch, würde ich flüssig mit Futtertasche zwischen MW und Schied arbeiten.


    LG Johannes


    Zuchtkoordinator im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.


    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Ich habe letztes Frühjahr 4 Ablegerkisten (Zander Kaltbau) zusammengeschraubt.
    Sind kisten mit Platz für 4-6 Waben (div. Größen), hinten oben ist ein kreisrundes Loch mit Metallgitter, welches ich zur Lüftung öffnen kann, vorne so 2-3cm Flugloch (9er Bohrer + Stichsäge).
    https://www.dropbox.com/s/ju7d67806wkmc70/DSC_0204.JPG?dl=0
    https://www.dropbox.com/s/q6o0cosrumthwtk/DSC_0205.JPG?dl=0
    https://www.dropbox.com/s/cc9y6mm77t1pkr5/DSC_0207.JPG?dl=0
    Flugloch ist in Bild 3 unter Links (geschlossen :roll: )
    Darein packe ich dann 1-2 Brutwaben, ne Mittelwand und ne Futterwabe (Winterreste).
    Da kann man dann alle 2-3 Tage Mittelwände zugeben, oder eben Naturbau bauen lassen (versuche ich dieses Jahr).
    Sobald dann die neue Königinn in Eilage ist wird gezeichnet und sobald die Kiste voll ist in eine normale Zanderzarge umgehängt.
    In der Zarge beginne ich dann zu füttern. Keine großen Mengen, eher so 150g Zucker 1:1 mit Wasser verrührt, abends wenn der Flugbetrieb eingestellt wird. So bauen die Bienen sehr schnell und ich habe alle Ableger bis zum Herbst auf mindestens 16 Rähmchen gebracht. Dazu dann halt noch den Drohnenrahmen für das Folge Jahr und, je nachdem was man so hat, eben ausbgebaute Rähmchen, Mittelwände oder gar bereits gefüllte Futterwaben anderer Völker einhängen. Dann ist die Kiste voll.
    Herr Eich vom Bieneninstitut Celle hat hier letztens auf nem Vortrag sogar empfohlen oben wie unten ein Rähmchen weg zu lassen um Schimmelproblemen, durch bessere Lüftung, vorzubeugen. Hab ich aber bisher nicht so gemacht.
    Die Völker die so ausgestattet waren haben im September sogar noch die Efeu Tracht genutzt um den Drohnenrahmen auszubauen (Arbeiterinnenzellen) und Efeuhonig einzulagern ...Spinnerinnen :D
    Also ich kann die Ablegerkisten nur empfehlen. Ausserhalb der Ablegerbildung nutze ich die gerne zum Lagern (z.B. Futterwaben) da die gut verschliessbar sind .
    Und zum Transport (Bienen bei meiner Schwester, Mutter, Imkerpaten und nächstes Jahr bei meinem Onkel... Wenn man da mal ein Paar futterwaben oder fertig verlötete Mittelwände transportieren will bieten sich die kleinen Kisten an.

  • Hallo zusammen,
    Ablegerkästen sind Geldverschwendung!!
    habe über Jahre meine Ableger,natürlich möglichst früh im Mai mit dem ersten Schröpfen gemacht.
    Geschlossener Boden,eine Leerzarge mit Futterwabe ca.2-3 Brutwaben mit ansitzenden Bienen ohne Königin etc.
    Jetzt mache ich meine Ableger mit dem Ablegerboden von Holtermann für die Segeberger,eine Zarge,mit Schiede
    3 Ableger in einer Zarge,jeweils eine FW und 2 BW,nach der Begattung werden die Ableger Separiert.


    LG Herbert

  • Hallo!


    Ich nutze für meine Ableger in der Regel die Ablegerkästen von Stehr, welche mit einer Futterwabe, einer vollen Brutwabe, einer halbvollen Brutwabe und einer Mittelwand bestückt werden. Die Waben sind recht gut mit Bienen besetzt, wobei die gute Isolierung der Beute natürlich hilfreich ist. Die so gebildeten Ableger werden an einen Außenstand gebracht und mit einer Krabbelzelle mit Ausfressschutz versehen. Ist zwar mit ein wenig Planung vorab verbunden, aber bietet eine deutlich höhere Annahme als mit einer unbegatteten Königin. Wenn die Königin nach zwei Wochen in Eilage ist, wird mit zwei weiteren Mittelwänden erweitert und über den Fütterer von Stehr von oben flüssig gefüttert. Je nach dem, wann der Ableger gebildet wurde, kann dieser sogar noch einmal geteilt werden und der gleiche Vorgang beginnt von vorne.


    Vorteil der Ablegerkästen besteht auch darin, dass sich dort problemlos Ersatzvölker oder Verkaufsvölker überwintern lassen. Welche Dank der Isolierung auch mit kleiner Bienenmasse über den Winter kommen und im Frühjahr eine schnellere Entwicklung haben, sodass nach der Umsetzung im Frühjahr in eine normale Beute problemlos noch die Frühtracht mitgenommen werden kann. Die Völker in den "großen" Beuten sitzen in der Regel nach dem einengen bei mir auch nur auf 6-8 Rähmchen.


    Dies gilt für Dadant, wobei ich denke man kann dies auch sicherlich auf Zander oder DN adaptieren mit entsprechenden Anpassungen, um auf die benötigte Bienenmasse zu kommen.


    Grüße,
    Marco


  • Ablegerkästen sind Geldverschwendung!!


    Imkerei ist Geldverschwendung!! Oder Zeitverschwendung!!
    :roll:
    Ganze Beutensysteme sind Geldverschwendung(!!) in nem hohlen Baum gehts schliesslich auch...
    Is doch alles Mumpitz. Ablegerkästen sind nicht notwendig, aber besonders wenn man nicht unendlich Platz hat um neue Beuten aufzustellen doch praktisch!


    Und gerade die "Marke Eigenbau" variante kostet ja echt nicht die Welt.


    Es ist wie bei allem in der Imkerei, eine Gefühlssache. Ich mach es gerne mit den zusätzlichen Ablegerkisten (wie 1000 andere auch), du lieber ohne (wie ebensoviele andere Imker). Alles hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Die gilt es abzuwägen und für sich den richtigen Weg zu finden.
    Klar das oben genannte Zitat ist deine meinung und als solche völlig ok, ich stör mich nur an dieser "nur mein Weg ist richtig" Haltung mit diesen tollen Formulierungen die soviel positive Diskussion und andere Meinungen zulassen. Das scheint unter Imkern irgendwie Gang und Gäbe zu sein :cry: :-(
    Sorry für OT aber obwohl in diesem Forum schon ein so viel besserer Umgangston herrscht als anderswo, gibt es auch hier immer wieder diese aufgeschlossenen Sätze...
    Hat mich grad irgendwie genervt :D

  • Noch ein Nachtrag von mir - der Transport von handlichen Ablegerkästen beim verstellen an einen anderen Standort, ist meiner Meinung nach auch deutlich einfacher, als wenn man anfängt Holzbeuten von A nach B zu bewegen.


    Ich geh jetzt mal an die frische Luft, heute wird geschmolzen!


    Grüße,
    Marco

  • Moin Jonas,
    wer hat dich denn gestochen :?:


    habe meine Meinung,und du deine ,was auch völlig in Ordnung ist.
    Meine Begründung,für meine Aussage,alle meine gebildeten Ableger erreichen bis zur Auffütterung ende Juli die größe eines Vollvolkes
    auf zwei Zargen NM,wenn einer hinkt auch mal nur eine Zarge voll,demnach müßte ich für 20 Ableger 20 Ablegerkästen vorhalten,
    würde Diese aber nur Maximum 5 Wochen nutzen um dann zu erweiter.
    Das steht bei mir in keinem Verhältnis.


    LG Herbert


  • Und das ist der Diskussionsstil den ich mir wünsche würde :D
    Nicht nur eine in Stein gemeisselte Aussage sondern eine Begründung warum man das so machen oder so denkt.
    Dann kann der Fragesteller sich überlegen welche Argumentation er schlüssiger findet oder was besser zu seiner Betriebsweise und seiner Imkerei passt.
    Bei meinen Vier Völkern wäre es ebenso Geldverschwendung sich für je 100€ 4 Beuten hinzustellen um dann 4 Ableger zu machen von denen ich gerade mal 2 Königinnen Bbehalte.
    War ja nur ein Vorschlag/Gedanke. Wollte niemandem auf den Fuss treten.


    LG Jonas
    PS: Wenn ich meinen Namen im Forum hätte veröffentlichen wollen hätte ich das notfalls sogar selbst gekonnt :roll:

  • Sorry,

    Quote

    Bei meinen Vier Völkern wäre es ebenso Geldverschwendung sich für je 100€ 4 Beuten hinzustellen um dann 4 Ableger zu machen von denen ich gerade mal 2 Königinnen Bbehalte.
    War ja nur ein Vorschlag/Gedanke. Wollte niemandem auf den Fuss treten.


    LG Jonas
    PS: Wenn ich meinen Namen im Forum hätte veröffentlichen wollen hätte ich das notfalls sogar selbst gekonnt :roll:


    war so nicht beabsichtigt,das jetzt jeder im Forum weiß,das du auch einen Vornamen hast.Tut mir echt leid :(


    LG Herbert

  • Ich besitze ebenfalls keine Ablegerkaesten, weil ich sie in meinem Fall fuer entbehrlich halte.


    Der Tage ist mir diesbezueglich uebrigens ein Fauxpas gelungen: Ich habe mir endlich einmal, nachdem ich des Ausborgens bei den Kollegen uebertruessig bin und sowieso die Tischlereimaschinen fuer neu Beuten am Laufen hatte, endlich mal eine Celler Kunstschwarmkiste nachgebaut http://www.laves.niedersachsen…er_Kunstschwarmkasten.pdf. Und wie ich so an der Fraesmaschine stehe und die Seitenbretter bearbeite, denke ich mir: Fuer was zum Kuckuck sind denn die mittleren Falze? Fuer was nur? Egal, es steht so in der Anleitung, also machen! Bei der Montage wurde mir die Sache dann klar: Es sind Auflageflaechen fuer Raehmchen :idea: Man kann den Kunstschwarmkasten ebenfalls als Transport- und Ablegerkasten nutzen (habe ich noch nie gemacht) :idea: Dazu muss man lediglich ein Flugloch vorsehen und zwei Seitenbretter schneiden, mit denen man die Gitter abdeckt. Keine grosse Sache und man hat einen Mehrfachnutzen von dem Teil.


    Allerdings: Die in der Anleitung beschriebenen Masse des Kunstschwarmastens beziehen sich auf DNM. Ich imkere allerdings mit Dadant... :oops::mrgreen: Egal, der naechste Winter kommt bestimmt...

  • Ablegerkästen sind nur Sinnvoll wenn. Der rest der Imkerei dazu passt!


    Vor allem wennnman nur wenige Völker an einem Wtand hat, sins sie nicht besonders Sinnvoll, da ist man mit eienem Einzarger meist besser beraten.


    Seine volle Nützlichkeit spielt der Ablegerkasten dann aus, wenn es um den Transport geht. Die lassen sich einfach besser Verbringen.
    Wenn man sich Ablegerkästen kauft, würde ich auf zwei Sachen Achten, erstens das eine Bodenlüftung gibt und das man Futterzargen bekommt oder aber min 4 Waben damit eine einfache Futtertasche mit rein passt
    Von den fertigen Ablegerkästen kann ich den Taunus Ablegerkasten von Seip empfehlen, dieser hat vor allem durch die Magazinbauweise den Vorteil das er Erweiterbar ist. D.h. kann man das Volk auf 10 Waben ausbauen lassen und es dann komplett umsetzen oder aber auch darin überwintern lassen.
    Diese nutze ich z.B. so:
    Königin im Käfig + 1 L Bienen und 5 Mittelwände mitte Mai, Mitte Juni kommt die zweite Zarge, mit der Sommerernte wird das Volk auf eine Zarge umgesetzt und ein neuer Schwarm eingeschlagen, der Überwintert dann darin.

  • Grüß euch,
    Auch ich habe derzeit ca. 10 Stück 5-Waben-Völker in Überwinterung.
    Teilweise Zander-Jumbo, teilweise sogar nur 5 Flachzargen. Die Jumbos machen mir überhaupt keine Sorgen. Einzig die FZ Völker brauchen unbedingt Futterkontrolle. Dafür habe ich Aufsätze mit denen ich notfalls nachfüttern kann. Warum tue ich mir das an?
    Ich habe meistens keinen einzigen Boden mehr zur Verfügung. Aus den Apideas und Brutscheunen entstehen noch kleine Völker die mir zu schade zum auflösen sind. Es ist sehr unproblematisch diese kleinen Einheiten bei gutem Wetter in Beuten im Standmaß umzuhängen.
    Die Ablegerkistchen haben für mich sehr wohl einen Sinn. Leicht zu transportieren, Kleinstvölker (z.B. Einwabenableger) profitieren von dem kleinen Beutenvolumen. Auch um Königinnen zwischen zu parken erfüllen diese einen guten Zweck wenn kein einziges Apidea mehr frei ist. Ein vollgestopfter Ablegerkasten ist auch bestens als Starter (Anbrüter) für die Königinnenzucht zu gebrauchen.
    Ich brauche da nur halb so viele Bienen wie bei 10er/Vollzargen...
    lg Michael

  • Hallo zusammen,


    erst einmal vielen Dank für die rege Diskussion und den Erfahrungsaustausch.





    Jetzt mache ich meine Ableger mit dem Ablegerboden von Holtermann für die Segeberger,eine Zarge,mit Schiede
    3 Ableger in einer Zarge,jeweils eine FW und 2 BW,nach der Begattung werden die Ableger Separiert.


    Herbert:
    Für mein Verständnis sehe ich das genauso. Der 3er-Boden hat ja auch in 3 verschiedene Flugrichtungen die Öffnung. Die kleinen Einheiten a 3 Waben sind für die Begattung recht gut geeignet. Man kann im Standmaß arbeiten und nach erfolgreicher Begattung umhängen in eine vollwertige Beute. Sollte die Begattung nicht funktioniert haben, einfach Schied gezogen, fertig. Der Boden hat durchaus seine Berechtigung. Günstig dabei ist eben, wenn das Ganze nicht am Heimatstand passiert, sonst fliegen die Mädels immer am Anfang ans falsche Löchlein (wobei sich das bei der geringen Anzahl an Flugbienen in Grenzen halten sollte).





    Die Völker in den "großen" Beuten sitzen in der Regel nach dem einengen bei mir auch nur auf 6-8 Rähmchen.


    Dies gilt für Dadant, wobei ich denke man kann dies auch sicherlich auf Zander oder DN adaptieren mit entsprechenden Anpassungen, um auf die benötigte Bienenmasse zu kommen.


    marcmo:
    Wenn der Ableger früh genug gebildet wurde, wir er denke ich eine Zarge DNM ganz gut füllen können bis zur Einwinterung. Zumindest konnte ich das bei dem einen beobachten. Aber auch die Aussage 6-8 Waben und analoger Sichtweise zu Dadant kann ich nachvollziehen. Der andere Ableger hat am Ende nur 9 Waben geschafft, wurde aber auch gut 3 Wochen später gebildet.




    Anbei mal ein Bild von heute, von der Stärke ein durchschnittlicher Ableger, aber sicherlich ist hier auch eine Frühtracht Ernte zu erwarten!
    6waben-stehr.jpg


    Ja Marcmo, so ungefähr sieht der eine Ableger bei mir auch aus. Allerdings in einer vollwertigen Beute lebend. Der Zweite ist stärker unterwegs. Ich bin gespannt wie sich jetzt der Januar und Februar darstellen. Im März kann man mehr sagen denke ich.




    Für mich konnte ich bis jetzt folgendes festhalten und habe das mal einfach unten aufgeschrieben. Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas falsch verstanden habe.


    Ablegerkasten:


    Pro
    - kleineres Raumvolumen
    -vergleichsweise geringe Bienenmasse notwendig
    -wenn aus Styropor, zur Überwinterung geeignet (gerade wenn mit aufsetzbarer Zarge im gleichen Maß nutzbar, z.B. Taunusmagazin für Seip)
    -geringes Gewicht pro Kasten (Transport)
    -geringer Platzbedarf pro Kasten
    -Verkauf im Ablegerkasten besser möglich


    Kontra
    -vollständige Nutzung nur im Zeitraum der Ablegerbildung
    -Umhängen in vollwertige Beute, wenn Volk gewachsen
    -zusätzliche Kästen „im Lager“
    -extra Futtermöglichkeit (Zarge oben auf, Futtertrog, Futterraum) notwendig



    Normale Beute:


    Pro
    -Ablegerbildung gleich im dafür vor gesehener Beute
    -Nutzung des 3er (bei Zander ggf. 4er-Bodens).
    *3 (4) Ableger in einer Beute
    *für Begattung gut nutzbar
    *Völker profitieren von gegenseitiger Wärme
    *geringere Bienenmaße notwendig
    -keine zusätzlichen Kästen „im Lager“, man nutzt universales Material
    -für kleine Imkerei geeignet
    -genügend Platz für Fütterung des Ablegers innerhalb der Zarge (bis zur vollständigen Ausfüllung mit Rähmchen natürlich). Keine Futterzarge/kein Futtertrog muss oben aufgesetzt werden.


    Kontra
    -bei Nutzung 3er (bei Zander ggf. 4er-Bodens) umhängen nach erfolgreicher Begattung in vollwertige Beute. Ggf. Verflug da Fluglöcher in unterschiedliche Flugrichtungen.
    -großes Raumvolumen, ggf. verlangsamte Entwicklung (in Styroporbeute, z.B. Segeberger, tritt dieser Fall nicht/kaum auf)
    -Transport zu anderem Standort ggf. beschwerlicher, da mehr Gewicht und mehr Platz benötigt wird



    Alles hat Vor- und Nachteile. Man muss wahrscheinlich wie eingangs erwähnt immer abwägen, was für die eigene Betriebsweise/Gegebenheiten am sinnvollsten erscheint.


    So recht 100%ig sicher bin ich mir immer noch nicht…ich tendiere, für meine Gegebenheiten, zur Nutzung einer vollwertigen Beute. Damit habe ich, da ich die Ableger vorerst am Heimatstand bilden muss, kein Transportthema. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Völker noch überschaubar ist und ich aktuell auch keine Ableger verkaufen werde. Mich stört nur die Aussage der verlangsamten Entwicklung. Ich denke jedoch, dass die Immen das gut aufholen können und im Folgejahr dann so richtig durchstarten können. Vielleicht kann Ole was beisteuern, er hatte ja Ableger auch in den großen 10er DN-Beuten gebildet?!



    LG
    Steve

    Landesgruppensprecher für das Bundesland Sachsen im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/

    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.

  • Hallo zusammen!


    Ich spreche jetzt nur von mir, ich habe drei Außenstände an jedem Außenstand ist ein Ableger Boden, mit 3 bzw 4 Ausgängen überall steht eine Zarge mit Rähmchen und Deckel, wenn ich die fertigen Ableger transportieren möchte ,dann nehme ich meinen Feglings Kasten der so konstruiert ist,dass ich 7 Rähmchen reinpacken kann und ich mache es immer wenn ich drei Völker transportieren möchte, packe ich zwei absperr Trennungen hinein und habe eine Kiste die nicht viel wiegt dich von A nach B hin und her schleppen kann. Und ich habe meine Ableger Böden so konstruiert dass ich sie auf eine vollwertige Zarge drauf packen kann und eventuell ein Deckel für 6 oder 8 Völker brauche.Siehe Bilder aus Seite 1. Und wenn ich weiß dass ich mehr transportieren muss nehme ich meinen PKW Anhänger und fahre bis zu den Beuten hin. Gruß Marcus