Wachs schmelzen in Segeberger Kunststoff-Beute?

  • Hallo allerseits,


    folgender Versuchsaufbau: Bienenwachs schmelzen mit dem SteamPerfect Dampferzeuger (Tapetenlöser) in einer Segeberger Beute. Klappt das? Schmilzt das Wachs? Wie verhalten sich die Beutenteile?


    Ergebnis: ja, das Wachs schmilzt sehr schön, und wegen der hohen Isolierwirkung lassen sich 3 und mehr Zargen in einem einzigen Durchgang verarbeiten.


    Aber: das Material macht dies leider nicht mit. Die feinen, glatt gepressten Styroporkügelchen der Segeberger quellen auf und scheinen (?) nicht mehr so stabil wie vorher. Und: die Auflageschienen verformen sich bei den Temperaturen von 100 Grad C komplett.


    Von daher kann ich das Schmelzen von wachs in Styroporbeuten leider nicht empfehlen, so gut es ansonsten auch funktioniert.

    LG

    Kai




  • Hatte mir zum Ausschmelzen Zargen aus styrodur im Maß der Hohenheimer gebaut. Das Treibmittel drückt bei den Temperaturen auch extrem nach... nutze die jetzt unten wo der Eimer steht und oben wieder Holz.


    Gruß Thorsten

  • 200 Liter Plastikfass mit Dampferzeuger - Gitterboden für Trester und fertig.

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir bei Hommel was gegönnt: https://www.hommel-blechtechni…nne-und-untergestell.html

    Typ C für 2 Dampferzeuger. Das Teil macht richtig Freude. Klappt einwandfrei, ist einfach zu reinigen und es passt ganz ordentlich was rein.


    Gruß Johannes


    Zuchtkoordinator im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V.

    http://www.bv-dunkle-biene.de/
    Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Wir wollen die imkerlichen Kräfte bündeln und Interessenten und Züchter näher zusammenbringen.


    Infos zur mir und meinen Bestellmöglichkeiten gibt es auf meiner Webseite: https://www.dunkle-bienen.com/

  • Preislich auch nicht zu verachten:thumbup:

  • Ich benutze immer noch meine blaue 120L Weithalstonne. Und als Dampferzeuger diesen: https://www.globus-baumarkt.de…-speedy-vap?fs=2077384737

    Dazu von Holtermann das passende Trestersieb: https://www.holtermann-shop.de…elstahleinsatz--6-cm.html


    Bei Mehrbedarf kann man sich das auch 3x hinstellen. Dann ist man fortwaehrend mit Kratzen und Neubeladen beschaeftigt, waehrend die anderen Tonnen schmelzen.


    Das schoene an den Weithalstonnen: Bei Nichtbenutzung dienen die (natuerlich nach dem Reinigen) als Stauraum fuer allerlei Geroedel. Und weil auch stapelbar, klauen die so auch nicht zu viel Platz im Lager.

  • Frage, bin ich hier der einzige der keinen Dampfwachsschmelzer hat und bei allen Überlegungen immer wieder dazu kommt, braucht man nicht ist eh nur hinderlich?


    N SoWa für das Wachs was unter der Saison als Entdecklungswachs/Kratzwachs anfällt habe ich schon (muss nur repariert werden, seit so zwei-drei Jahren).

  • Frage, bin ich hier der einzige der keinen Dampfwachsschmelzer hat und bei allen Überlegungen immer wieder dazu kommt, braucht man nicht ist eh nur hinderlich?...

    Gute Frage, die ich mir seit Jahren stelle:


    "Lohnt sich das Eigenschmelzen wirklich? Zahlt sich das aus?" :)

    LG

    Kai

  • Hallo zusammen,

    da ich von Morgens bis Abends volle Sonne auf der Terrasse habe, bin ich dabei mir einen Sonnenwachsschmelzer zu bauen.

    Mal schauen wie das funktioniert. Die Materialien habe ich und daher ist es eine kostengünstige

    Alternative.

  • Ich hatte bislang immer nur Sonnenwachsschmelzer. Für mich der Nachteil, kapazitätsprobleme und Stau zu bestimmten Zeiten und mit der Ausbeute bin ich nir manchmal nicht so sicher

  • Einfaches Rechenbeispiel:


    Umarbeitungspreis 4 Euro/kg

    Wachskaufpreis. . 14 Euro/kg


    Delta. . . . . . . . 10 Euro/kg


    30 kg x 10 Euro= 300 Euro Ersparnis alle zwei Jahre.


    Ich habe einen Wachsschmelzer aus einer Imkereiauflösung. Der hat sich längst bezahlbar gemacht.


    Bienen auf Eigenwachs sitzen zu haben ist dann unbezahlbar.

  • Habe von IKEA die größte Plastikbox. Innen ein Alugestell für die Auflage der Rähmchen gemacht und ein Dampferzeuger. Lege dann noch einen alten Teppich darüber zur Isolierung und fertig ab.

  • Überlege mir derzeit etwas anzuschaffen.

    Zur Waben Hygiene gab es bislang Ätznatron im Kessel.

    Wie handhabt ihr das bei Dampf?

    Gut abkratzen und fertig. Vor dem einlöten noch mal kurz nacharbeiten wenn nötig. Ich denke durch den heissen Dampf ist schon alles desinfiziert.

  • Gute Frage, die ich mir seit Jahren stelle:


    "Lohnt sich das Eigenschmelzen wirklich? Zahlt sich das aus?" :)

    LG

    Kai

    Ja definitiv einfach wegen dem
    Preis der Mittelwände. Aber so oft schmilzt man ja nicht. Schmelze einfach im Kessel.

  • Frage, bin ich hier der einzige der keinen Dampfwachsschmelzer hat

    Nein. Ich habe ebenso keinen. Dafür aber drei Sonnenwachsschmelzer unterschiedlicher Größe im Garten. Mich stört der massive Energieeinsatz beim Dampfschmelzen, auch die stärkere Aufsichtsnotwendigkeit als beim Sonnenwachsschmelzen dabei.

    und bei allen Überlegungen immer wieder dazu kommt, braucht man nicht ist eh nur hinderlich?

    Man kann die Altwaben natürlich auch wegwerfen, d.h., der Entsorgung zuführen. Nur, wenn das jeder Imker so täte?!


    Hinderlich i.S.v. sperrig sind andere Wachsschmelzer - zuvörderst Sonnenwachsschmelzer - allerdings auch.


    Wenn ich mir den Arbeitsaufwand beim Zusammenwerkeln und den Materialeinsatz (trotz überwiegend Sperrmüllfunden), vor allem Bitumenfarbe für's Dach, zusammenrechne, wird sich das eigentlich nie amortisieren, zumal die Wetterunfestigkeit dafür sorgt, daß man spätestens nach wenigen Jahren, eigentlich dauernd, irgendetwas daran zu reparieren hat.


    Aber diese Nichtamortisiation betrifft viele Tätigkeiten und Anschaffungen in der Imkerei, nicht wahr?

  • "Lohnt sich das Eigenschmelzen wirklich? Zahlt sich das aus?" :)

    Monetär auszahlen tut sich das meiste der Imkerei nicht, jedenfalls nicht bei Hobbyimkern.


    Lohnen i.S.v. Freude und Erfüllung haben, schon viel eher. Das hat die Imkerei mit vielen anderen Steckenpferden gemein.

  • Habe einen eigen Wachskreislauf und das umarbeiten je nach Menge kostet mich das Kilo 4,00€,

    Kaufe ich Mittelwände bei den Anbietern liege ich je nach dem um die 20,00€ oder sogar mehr.

    Ich denke die Arbeit lohnt sich. Und wie Didi sagt sind die Rähmchen auch gleich desinfiziert.

  • Und wie Didi sagt sind die Rähmchen auch gleich desinfiziert.

    Auch gegen die Amerikanische Faulbrut?


    Sog. Seuchenwachs wird deutlich (!) über 100°C erhitzt, um die Faulbrutsporen abzutöten. Mit den maximal 100°C, die man mit Wasserdampf bei Atmosphärendruck erreicht, ist diese Desinfektion wohl nicht möglich.


    Generell sind Bienen reinlich genug, um mit "Alltagserregern" fertigzuwerden, weshalb sich die Notwendigkeit dieser Desinfektion verschließt. Deshalb auch die Propolisierung ihrer Behausung. Und bei der Amerikanischen Faulbrut, dier Bienen eben i.d.R. oder grundsätzlich nicht zu bekämpfen schaffen, müssen eben schwerere Geschütze aufgefahren werden.

  • Ein vorzeil des Dampfschmelzers liegt evtl in der Desinfektion, die in einem Schritt mitgdmacht ist.

    Der Energieinsatz und die Beaufsichtigung ist rin Argument.

    Wie ist denn die Ausbeute Sonnenwachs im vergleich zum Dampf?

    Bei alten Waben insgesamt schlechter.