Pflicht- bzw. Mindestangaben auf Honigverpackungen/-etiketten

  • Ja, funktioniert. Ich mache meinen Kollegen doch nicht mit Dumpingpreisen den Markt kaputt.

  • Schon probiert den Honig zu einem höheren Preis anzubieten? Argumente gibts dafür genug

    Hallo,

    Wie wärs mit einer Preiserhöhung wegen einem fast schleuderfreien "Honig"Jahr 2021?

    Die gute Ernte von 2020 ist bei vielen Imker inzwischen auch schon verkauft. 2019 war hier im Süden auch ein gut unterdurchschnittliches Jahr.......

    Aber bei vielen Leuten gibt es die Meinung, dass Honig preislich so in der Preisspanne von Marmelade liegen müsste.

    Wenn bei mir Kunden aus der Schweiz oder Frankreich Honig kaufen, steht denen ein glückliches Lächeln im Gesicht.....

    So ist das halt in einem Land, in dem man (sonst) gut und gerne " lebt (Ironie).

    Dass eine Kennzeichnung der Herkunft auf Honiggläser als " EU und Nicht EU" rechtlich möglich ist, zeigt nur, wie es unser Staat mit den Kleinerzeugern hält.......ein Skandal.

    Einige Staaten wie Frankreich stimmten vor wenigen Monaten

    in der EU für eine genaue Länderbezeichnung, D enthielt sich.....(oder war dagegen ? ist auch egal)

    Dazu fehlen einem jegliche Worte


    Grüße

  • Als ich 2015 mit der Imkerei angefangen habe, habe ich für ein 500 gr Neutralglas 5 Euro verlangt.

    Daraufhin haben die etablierten Imker im Dorf ihre Preise auf 4,80 Euro und 4,90 Euro gesenkt.

    Seit dem sind die Preise so geblieben. Für einen höheren Preis kann ich hier nichts verkaufen.


    Ach so. Mein Honigvorrat reicht auch noch für 2022 trotz des beschissenen Ernte dieses Jahr.

    Ich habe über 75% weniger geerntet als letztes Jahr.

  • 5 € erziele ich auch manchmal, bin aber schon mit den 4 €, die es meistens werden, zufrieden. Mehr läßt die Kaufkraft meines Umfeldes auch kaum zu.


    Mein Kundenstamm ist immer noch viel zu klein, als daß ich mehr Interessenten als Honig hätte. Es ist weit andersherum. Und so verschenke ich immer wieder als kleines Dankeschön kleine Honiggläser. Manchmal, eher selten wird daraus sogar ein neuer Kaufinteressent.


    Das grämt mich nicht, weil ich dieses Steckenpferd nicht mit Gewinnerzielungsabsicht begann. Nachdem meine Imkerei nun aufgebaut und ihre weitere Expansion nicht geplant ist, halte sich die Kosten sehr in Grenzen - übrigens auch die Arzneimittelkosten!;) Am meisten kostet noch der Fütterzucker.

  • Hallo,

    Quote

    Ja, in der Tat kommt es stark um die Kaufkraft der Umgebung an. Aber auch um die Sorte Honig, die in der Region besonders bevorzugt wird. Bei mir ist es besonders Wald und noch mehr Tannenhonig. Da kann man auch mehr verlangen. Für ein grosses Kundenaufkommen ist auch ein dichtbesiedelndes Gebiet von Vorteil. Ich verkaufe vornehmlich den Honig über den Wochenmarkt.

    Da stehe ich oder teils meine beiden inzwischen große Töchter und stehen Rede und Antwort.

    Und das seit jetzt 24 Jahre regelmäßig.... Dadurch ist der Kundenstamm halt ziemlich groß geworden. Ich würde nicht so viele Völker halten, wenn ich den Honig nicht erfolgreich verkaufen könnte in der Preisspanne von 6-9 €.


    Grüße