Entwicklung des Honigpreises

  • Hallo zusammen,


    habt Ihr Euch schon Gedanken über die Entwicklung Eures Honigpreises gemacht?

    Ich musste feststellen, dass es im imkerlichen Bereich bereits erhebliche Preisanhebungen gibt (z.B. Futtersirup) und erwarte eine weitere Steigerung. Wie denkt Ihr darüber?


    VG

    Tom

  • Ich habe aufgrund der miesen Ernte schon im letzten Jahr angehoben und packe dieses Jahr wegen der Preissteigerungen und Beschaffungsproblemen beim Glas noch mal was drauf. Das Meiste in diesem Jahr geht aus Zeitgründen sowieso im Eimer an Kollegen weg.

    Kein Mitglied in einem Verein zu sein ist auch manchmal ein wertvoller Beitrag.
    (Ich halte viel von Vereinen, aber nicht immer was von deren Mitgliedern)

  • Preisanhebungen sind schwierig, da vielen Leuten immer weniger Geld zur Verfügung steht.


    Da kann man noch so sehr auf Bio, Öko, reines, unverfälschtes Naturprodukt usw. pochen, das wird auf wenig fruchtbaren Boden stoßen.


    Den Biomärkten geht es auch allmählich immer schlechter. Klar, daß die Leute bei so etwas zuerst sparen.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • Ich habe vor 2 Jahren wg. einer sehr schlechten Ernte angehoben und bin seit dem stabil. Solange der Zuckerpreis nicht durch die Decke geht (derzeit noch '79 Cent/kg) bleibe ich dabei, zumal ich in diesem Jahr von einer insgesamt sehr guten Ernte ausgehe. Die paar Cent bei den Glaesern fange ich damit noch problemlos auf.


    Meine Erfahrung ist, dass es die Kundschaft durchaus zu wuerdigen weiss, wenn man nicht als erster an der Preisschraube dreht. Aber natuerlich kann man sich nicht dreinschenken. Nur,... im Gegensatz zu den Tarifbeschaeftigten, kann ich meine Preisschilder jederzeit tauschen.

  • Ich habe vor 2 Jahren wg. einer sehr schlechten Ernte angehoben und bin seit dem stabil. Solange der Zuckerpreis nicht durch die Decke geht (derzeit noch '79 Cent/kg) bleibe ich dabei, zumal ich in diesem Jahr von einer insgesamt sehr guten Ernte ausgehe. Die paar Cent bei den Glaesern fange ich damit noch problemlos auf.


    Meine Erfahrung ist, dass es die Kundschaft durchaus zu wuerdigen weiss, wenn man nicht als erster an der Preisschraube dreht. Aber natuerlich kann man sich nicht dreinschenken. Nur,... im Gegensatz zu den Tarifbeschaeftigten, kann ich meine Preisschilder jederzeit tauschen.

    …bei uns derzeit 65ct/kg…. aber den Zuckerpreis halte ich eigentlich für ziemlich irrelevant wenn die Honigmenge stimmt.


    Habe nicht viele Jahre Erfahrung, aber ausgenommen das erste Imkerjahr und damit die letzten 3 Jahre lag ich bei ~50kg Honig pro Wirtschaftsvolk… selbst wenn der Zucker auf 1€ geht, wären das nur Mehrkosten von 8-10€ pro Volk und damit ca. 10ct pro Glas bei gleicher Erntemenge… tatsächlich rechne ich bei gegebener Frühtrachternte diese Jahr eher auch mit einer höheren Ernte.


    Der entscheidende Faktor bei der Preiskalkulation ist für mich daher die kalkulierte Honigmenge.
    Wenn Du da die Preise schon an eine niedrige Erntemenge angepasst hast, lässt sich eine Erhöhung aufgrund des Zuckerpreises in einem guten Honigjahr tatsächlich nur schwer begründen wenn die Preise wirklich kalkuliert werden…


    Ich passe meine Preise dem regionalen Marktpreis an… da hat mein Honig vor kurzem im Laden schon eine deutliche Teuerung erfahren obwohl ich den Preis tatsächlich nicht erhöht habe.


    Deshalb denke ich auch über eine Erhöhung nach… um die Spanne zwischen Haustür und Einzelhandel nicht zu groß werden zu lassen bzw. den „Gewinn“ nicht nur in andere Hände zu geben.
    Wenn die Kunden im Laden schon denken ich sei teurer geworden, obwohl ich es tatsächlich nicht bin, ist es wohl an der Zeit zu reagieren.