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Bayvarol - gängiges Varroamittel bei Sonderbeuten wie Mini Plus, Strohkorb?

  • Kai
  • July 28, 2020 at 9:46 AM
  • Kai
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    • July 28, 2020 at 9:46 AM
    • #1

    Hallo allerseits,

    seit Jahren bereits gibt es das Mittel gegen Varroa Bayvarol von Bayer, Streifen zum Einhängen in die Wabengasse im Sommer, getränkt mit Flumethrin.

    Bayvarol wird gern angewendet bei Sonderbeuten, z. B. auch bei Mini Plus, wo typische Verdunster für Ameisensäure beispielsweise nicht funktionieren.

    Hat jemand Erfahrung mit Bayvarol? Insbesondere zur Wirksamkeit und Verträglichkeit?

    Weitere Infos zu Bayvarol hier.

    LG

    Kai

  • Beenice
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    • July 28, 2020 at 1:28 PM
    • #2

    Ich mache mir auch immer Gedanken über die Miniplus.

    Mache im Sommer hier aber jetzt auch Apivar life, wobei im Miniplus Chemie nicht das Problem wäre.

    Sprühen ist ja auch zu aufwändig.

  • Kai
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    • July 28, 2020 at 3:40 PM
    • #3

    So, habe mir eben ein paar Packungen Bayvarol bestellt. Preis pro Einheit: 36,70 €

    Bin mal gespannt.

    LG

    Kai

  • Rheiner
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    • July 28, 2020 at 4:04 PM
    • #4

    Hätteste besser mal in deiner lokalen Apotheke nachgefragt. Morgens angerufen, die haben bestellt und ich konnte am Nachmittag für schlanke 30 € die Packung die Lieferung abholen. Die gute Apothekerin war verhandlungsbereit, obwohl ich nur eine Packung für meine Minis geordert habe.

  • robirot
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    • July 28, 2020 at 4:56 PM
    • #5

    Klappt super, allerdings ist Bayvarol resistenzgefährdet, d.h. am besten im Wechsel mit Apivarol (Amitraz)

  • Gast-2025-04-02-1
    Guest
    • July 28, 2020 at 5:03 PM
    • #6

    Ich benutze Bayvarol bereits seit einigen Jahren.

    Positiv:

    - kaum eine Schaedigung der Bienen feststellbar (allerdings gibt es in unmittekbarer Naehe der Streifen auch keine Brut...)

    - schnelle Wirkung auch in bruetenden Voelker

    - wetterunabhaengig

    - einfache Anwendung

    Nachteile:

    - Gefahr einer Verunreinigung des Bienenwachses (m.W. bisher noch nicht nachgewiesen)

    - Gefahr einer Resistenzbildung bei ausschliesslicher Anwendung (ist wohl passiert, wenn die Streifen ueber Monate h9nweg in den Voelkern verbleiben sind)

    - keine Zulassung fuer Bioimkereien

    - viel zu teuer (man vergleiche den Preis von Bayticol hinsichtlich der Wirkstoffmenge)

    Die ersten beiden Nachteile lassen sich durch 2 Massnahm vermeiden:

    - konsequenter offener Wachskreislauf: Waben, die einmal mit dem Mittel in Beruehrung gekommen sind, fliegen anschliessend im Rahmen der Bauerneuerung aus dem Bienenstock und werden nur noch zu Kerzenwachs verarbeitet

    - nicht laenger als 4 Wochen anwenden; Kombination mit anderem Mittel (bspw. Oxalsaeure im Winter)

    Bayvarol ist fuer mich ein wichtiger Baustein in der Milbenbekaempfung, mot dem ich den Bienlein viel Leid erspare. Es ist aber kein Allheilmittel.

  • Reinhards Bienen
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    • July 28, 2020 at 7:55 PM
    • #7

    Ich habe das Bayvarol hier gekauft für 26,58 pro Einheit : https://shop.pluspunkt-apotheke-schwedt.de/product?artnr=06311681

    Die sind preiswert und liefern schnell.

    LG Reinhard

  • Beenice
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    • July 28, 2020 at 9:07 PM
    • #8

    Wie gross ist denn so eine Einheit und für wieviele minis reicht die?

    Hat schon jemand einen Vergleich mit apivar life versucht?

  • Reinhards Bienen
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    • July 28, 2020 at 9:22 PM
    • #9
    Quote from Beenice

    Wie gross ist denn so eine Einheit

    Da sind 5x 4 Streifen drinn. Für ein Wirtschaftsvolk werden 4 Streifen für eine Behandlung empfohlen und für Ableger 2 Streifen.

    LG Reinhard

  • Kai
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    • July 29, 2020 at 9:37 AM
    • #10

    Soeben geholt, 69,70 € gezahlt. :)

    @Postkugel danke für Deine wertvollen Hinweise.

    LG

    Kai

  • Freizeitimker
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    • July 29, 2020 at 12:46 PM
    • #11
    Quote from Postkugel

    - konsequenter offener Wachskreislauf: Waben, die einmal mit dem Mittel in Beruehrung gekommen sind, fliegen anschliessend im Rahmen der Bauerneuerung aus dem Bienenstock und werden nur noch zu Kerzenwachs verarbeitet

    Dafür ist Bienenwachs m.E. einfach zu wertvoll und schade - sowohl vom Preise her als auch wegen der Knappheit dieses Naturrohstoffes. Woher sollten denn sonst all' die Mittelwände kommen? Ja, aus dem Ausland, aber was von dort schon so alles geliefert wurde, ist bekannt.

    Also, entweder in den sauren Bayvarol-Apfel beißen und dieses Bienenwachs auch verwenden, oder etwas anderes (nichtsynthetisches) gegen die Milben einsetzen.

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

  • dirk2210
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    • July 29, 2020 at 4:09 PM
    • #12

    Diesen Beitrag lese ich mit ungutem Gefühl !

    Erst Amitrax ....dann Bayvarol als Beitrag.

    Die Chemie Industrie Bayer-Montsanto läßt grüßen.

    Bayvarol ist für meinen Begriff nur ein Mittel in höchster Not.#

    Bin kein Freund von Chemie in der Beute und im Wachs.

    Da kann ich Freizeitimker nur zustimmen.

    Jeder jammert das die Mittelwände so teuer werden...Warum wohl !!

    Gruß Dirk

  • Gast-2025-04-02-1
    Guest
    • July 29, 2020 at 4:11 PM
    • #13

    Mein offener Wachskreislauf funktioniert sehr gut. Ich kaufe nicht zu, auch wenn es manchmal (wie in diesem Jahr) etwas knapp wird. Man muss bei den Bienen viel Naturbau zulassen. Also im Honigraum konsequent nur mit Anfangsstreifen arbeiten und bei Jungvoelkern bis Wabe Nr. 4 ebenso. Drohnenbrut schneide ich allerdings nur im Notfall des Notfalles (das ist mit echt zuwider).

    Fuer mich ist das Wachs die Niere des Bienenstocks. Dort reichern sich alle moeglichen, fettloeslichen Gifte an. Solche gibt es auch in der Natur (Stichwort: Jakobskreuzkraut). Flumethrin ist da auch nur ein kleiner Mosaikstein im Giftgebraeu.

    Um so mehr freue ich mich in der Adventszeit, wenn mich der vergangene Sommer auf unserem Adventskranz mit dem Licht der Bienenwachskerzen gruesst, wohlwissend, das die Bienleins zeitgleich auf gesundem Wabenwerk in ihrer Wintertraube chillen.

  • Freizeitimker
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    • July 29, 2020 at 4:47 PM
    • #14

    Ja, Dirk, das Forum weiß nun ob Deiner / Ihrer Aversion gegen "die Chemie". Ich mag sie ja auch nicht.

    Doch Kai ist bekennender Nur-Zuchts-Imker. Ob er seinen Bienenwachsüberschuß abgibt (verkauft), weiß ich nicht.

    Aber egal, ob er doch Honig für sich und womöglich auch für andere erntet oder nicht und ob er sein Rohwachs nun abgibt oder nicht, im Gegensatz zur vergleichsweise harmlosen Oxalsäure ist "das Zeugs" nunmal explizit als Tierarzneimittel zugelassen, und insofern kann man niemandem aus dessen Verwendung einen echten - juristischen - Vorwurf machen. Nur die Konzentrationsgrenzwerte dürfen eben nicht überschritten werden. Und moralisch? Nun, jeder mit halbwegs wachen Verstande weiß doch, daß "das Zeugs" anrüchig ist und seine lebende Umwelt mehr oder weniger belastet.

    Vielleicht ist Kai nunmehr so eingeschüchtert, daß er sich die Oxalsäure zu verdampfen derzeit nicht traut (obwohl er mir nicht ängstlich vorkommt). Womöglich könnten seine angezickten "lieben Nachbarn" ein Video von seinen weißen Rauchwolken drehen, das dann auf irgendeinem Wege rein zufällig "einer gewissen Behörde" zugespielt wird (die Denuntiation ist so alt wie die Menschheit). Dürfte zwar rechtswidrig sein, aber in diesem (angeblichen) Rechtsstaate dürfen auch rechtswidrig erstellte bzw. erworbene Beweismittel ggf. gegen einen verwandt werden (was ich für ein völliges Ding der Unmöglichkeit halte).

    Was bleibt? Mit Ameisensäure die Völker halb erle(di)gen? Einmal mit begrenzter Wirksamkeit irgendein flüssiges Arnzeimittel auf Oxalsäurebasis (Oxuvar, Danys Bienenwohl, Varromed) erst zur Wintersonnenwende, wenn es zu spät ist, verwenden? Dann doch lieber Amitraz und/oder Bayvarol (dito Perizin, als das noch zugelassen war).

    Niemand hat die Absicht, das öffentliche Leben einzuschränken. Niemand hat die Absicht, eine Impfpflicht einzuführen.

    Edited once, last by Freizeitimker (July 29, 2020 at 6:30 PM).

  • Honeybee75
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    • July 29, 2020 at 5:09 PM
    • #15

    Nabend

    Bayvarol ist schon ein starkes Geschoss ,wenn notwendig dann muss es halt sein aber es gibt Alternativen.

    Viele mögen es nicht da teilweise der Geruch im Frühjahr noch vernehmbar ist, aber ich nehme als Langzeitbehandlung im Spätsommer Thymovar . 1/4 Plättchen für´s Mini Plus, Behandlungsdauer 3-4 Wochen dann raus damit und Futter drauf hat bei mir gut geklappt.

    Gruß Jens

  • Reinhards Bienen
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    • July 29, 2020 at 5:11 PM
    • #16

    Ich stehe ja auch sehr kritisch gegenüber Bayvarol und co. Aber erstens bleibt es für max. 6 Wochen im Volk und das nicht mal intensiv wie ein gesprühtes Mittel sondern als separat eingehängte Streifen und weiterhin ist es sehr Bienen schonend und wirkt sehr gut. Bei gewissen Betriebsweisen wo Honigräume Bruträume werden finde ich es auch nicht gut. Dagegen bei Dadant habe ich nur Brutraumrähmchen die nur bebrütet werden und die Honigräume kommen damit gar nicht in Kontakt mit dem Mittel. Ich behandle deswegen nur stark Varroa befallene Völker und Mini+ und die anderen Völker mit Oxalsäure wie Varromed u.ä.

    Die TBE mag ich nicht weil ich es nicht gut finde den Bienen so kurz vor der Erbrütung der Winterbienen die Kinderstube zu klauen wo ich schon ihren Wintervorrat an Honig gemopst habe. Ich behandel aber meine Völker im April bevor ich die Honigräume aufsetzt nochmal mit Varomed und dezimiere damit die Milbe bevor die Honigsammelei los geht. So erhalte ich mir sammelfreudige starke Völker.

    LG Reinhard

  • Beenice
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    • July 29, 2020 at 10:34 PM
    • #17

    Ich persönlich würde zu keiner Behandlung im April greifen.

    Da sind die Honigräume oben und teilweise schon vol wie dieses Jahr. Der Eintrag läuft jedenfalls.. Varroa ist kein Thema und könnte wahrscheinlich mit einem drohnenwabenschnitt, den ich mir wegen der Zucht spare, besser bekämpft werden.

    Der Hebel ist die Zeit und mit 1 Woche früher im Juli ist viel machbar.

    Apivar life und vermutlich auch thymovar sind hervorragende Mittel mit denen ich gute Erfolge habe.

  • dirk2210
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    • July 30, 2020 at 6:00 AM
    • #18

    Hallo

    Und wie man wieder liest.

    Jeder macht die Behandlung anders.

    Andere Mittel zu anderen Zeitpunkten,bei anderen Temperaturen.

    Für mich ist das alles Ok.

    Wichtig sollte sein.dass die Betriebsweise die Plage Varroa dezimiert,

    und die Bienen nicht tötet.

    Viele Wege führen nach Rom.

    Und wenn man eine Aversion gegen ein Mittel hat muss man es ja nicht benutzen.

    Jeder wie er möchte.

    Gruß Dirk

  • robirot
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    • July 31, 2020 at 1:12 PM
    • #19

    Für Minis hat bei mir bisher immer ein Streifen gereicht.

  • Kai
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    • July 31, 2020 at 1:23 PM
    • #20
    Quote from robirot

    Für Minis hat bei mir bisher immer ein Streifen gereicht.

    Hm, auf wieviel Zargen saßen die denn?

    LG

    Kai

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