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Wärmeschied warum?

  • Gast-2025-05-13
  • February 25, 2025 at 5:35 AM
  • Gast-2025-05-13
    Guest
    • February 25, 2025 at 5:35 AM
    • #1

    In den Tiefen der Forenbeiträge blaetternd habe ich keinen Titel zu den Wärme - bzw. Einengschiede - Schieden gefunden, mir selber bisher auch wenig Gedanken darüber gemacht weil ich sie für überflüssig hielt.

    Meine bisherige Meinung dazu war dass die ausgebauten Futterraehmchen neben dem Brutnest ja auch schon isolieren und was das Brutnest angeht so war meine Meinung das Einengen vielleicht überflüssig sein könnte weil die Bienen letzten Endes selber wissen sollten wie sie Ihren Wärme Haushalt im Brutnest nicht zu sehr verzetteln.

    Ja, aber dann sehe ich in vielen Videos bei YouTube dass eben doch viele Imker mit Schieden arbeiten weshalb sich für mich die Frage stellt: Welche Argumente sprechen für das Schieden und welche dagegen?

  • Kai
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    • February 25, 2025 at 3:43 PM
    • #2

    Hallo, auch mir erschließt sich der Einsatz von Wärmeschieden nur indirekt.

    Der Zweck des Schiedens wird ja bei einigen "Großwabenimkern" darin gesehen, das Brutnest so weit einzuengen, dass außer für Brut kein Platz mehr für Pollen und Nektar vorhanden ist. Ziel soll sein, das Volk schneller den Honigraum besiedeln zu lassen.

    Wärmeschiede sollen wohl zusätzlich oder aber alternativ dazu das Brutnest WÄRMEN, da die Holzbeute aus einfachwandigem Holz ist, das nicht wärmegedämmt ist. Dies ist eben doch ein Nachteil zu hochisolierenden Styroporbeuten, wie manche offenbar erkannt haben.

    Für Styroporbeuten kann ich keinen Bedarf erkennen, Wärmeschiede einzusetzen.

    LG

    Kai

  • Gast-2025-05-13
    Guest
    • February 25, 2025 at 4:18 PM
    • #3

    Ja dann als Hobbyimker kann man sich wohl erlauben den Bienen etwas mehr Entscheidungsfreiheit zu geben, bei Berufsimkern spielt Wirtschaftlichkeit eine wesentlichere Rolle.

    Ich habe ausser einigen Holzbeuten seit 2 Jahren auch eine Segeberger Styropor Beute, bleibe jedoch irgendwie lieber bei Holz. Ich vermute dass die Wärmedämmung durch die Schiede kaum mehr isolationswirkung hat als ein ausgebautes Rähmchen, obwohl es bei den Schieden verschiedene Modelle gibt die mit Dämmmaterial und Alufolie Wärme zurück in das Brutnest reflektieren können.

    Vermutlich ist für den besten Wärmehaushalt ein guter Standort wichtiger als alles andere, das hört und liest man immer wieder.

    In einer Bodensenke ist einfach die Luftfeuchtigkeit meist zu hoch, alles trocknet tagsüber langsamer, es ist schon so dass auch Windschutz, Ausrichtung nach Ost bis Südost und bei Mittagssonne etwas Schatten optimal sind.

    Ich sehe ja an Deinen Bienenkörben dass diese gut gegen Wind - der kommt ja meist aus westlichen Richtungen geschützt sind.

    Es war sehr Interessant für mich hier im Forum die Filmreihe zu den Heidehonig Korbimkern zu finden, gerade versuche ich so einen Schwarmfangsack zu bauen den sie nutzen um direkt am Korb befestigt den Hauptschwarm zu fangen. Ein paar Vorsetzkästen mit Gitter so dass die Königin nicht abfliegen kann hab ich diesen Winter auch schon gebaut.

    Man lernt so viel dazu!

  • Gast-2025-05-13
    Guest
    • March 13, 2025 at 12:32 PM
    • #4

    Im Lager hatte ich noch eine Rolle Thermopappe (vom Dachdecker), das ist eine Art verfilzte Folie aus irgendwelchem, wahrscheinlich syntethischem Fasermaterial bei der die Oberseite mit einer Luftdurchlässigen Beschichtung versehen ist durch die von oben Wasser nicht eindringen kann, Wasserdampf aber diffundieren kann, ähnlich wie bei Goretex beschichtetem Gewebe aber deutlich stabiler besc.hichtet.

    Weil das Zeug mich nichts gekostet hat und ich keine Klimadeckel damit bauen will (ist mir zu viel Gerümpel nachher) kam ich auf die "zündende" Idee, einfach ein paar Schürzen daraus zu schneiden und damit einige Beuten (Flugloch frei) damit zu umwickeln.

    Vor allem wenn es regnet oder die Luftfeuchtigkeit hoch ist gibt es an den Aussenwänden speziell bei Holzbeuten eine Menge Verdunstungskälte, erst recht wenn der Wind dazu pfeift!

    Es ist ja nicht ganz richtig wenn Pia Aumeier sagt dass die Bienen nicht die Beute sondern nur den Bienensitz, die Traube - heizen. Nein, Wärme wird nach aussen abgeleitet genauso wie Kälte von aussen über das Holz nach innen gelangen kann.

    Beide Zustände - sowohl warm als auch kalt suchen immer sich aneinander anzugleichen, das ist physikalisches Naturgesetz.

    Das so forzierte Auskühlen passiert an derart beschürzten Beuten nun nicht mehr so stark, den Bienen wird nicht mehr soviel Wärmeleistung abgefragt. Das Holz - obwohl kein extrem schlechter Wärme- bzw. Kälteleiter wird so diese Verdunstungskälte nicht nach innen übertragen weil es keine mehr gibt.

    "Atmen" können die Beuten so auch noch aber es zieht nicht mehr.

    Es ist das Zeug hier, ich hatte vorher mal mei Brennholz damit abgedeckt, bei E-Bay die 10 m Resterolle 15 Euro, auf dem Link aber immer noch sehr erschwinglich.

    https://www.googleadservices.com/pagead/aclk?sa…6BAgGEBk&adurl=

    Wer glaubt ich will damit den Klimadeckeln Konkurrenz machen irrt. Es kann ggf. als Tip oder Alternative für Leute gesehen werden die mit Holzbeuten an windigen feuchtkalten Standorten stehen.

    So umgebundene Schürzen lassen sich leicht umbinden und wieder entfernen, sind auch kein Platzproblem wenn man sie zusammen packt und in einer Rolle für den nächsten Winter irgendwo unterbringen will.

  • Gast-2025-05-13
    Guest
    • March 17, 2025 at 9:49 AM
    • #5

    Wenn man ernsthaft an allen Zusammenhängen zum Klima in einer Bienenwohnung interessiert ist kommt man nicht darum herum sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden , deren Genauigkeit und Verlässlichkeit wiederholbar von jedem Interessierten geprüft werden kann auseinander zu setzen und danach - bei Bedarf - seine eigene Bienenhaltung zielgenau individuell je nach eigener Methode und Standortbedingung zu optimieren.

    Die Universität Innsbruck hat sich insbesonders auf das Klima in den Bienenwohnungen spezialisiert und dazu einen Videobeitrag erstellt den ich jedem Imker der mit Problemen zukämpfen hat und welche ihre Ursache in schlechten Klimabedingungen am Standort und/oder in den Bienenwohnungen haben könnten empfehlen möchte.

    Hier der Link zum Video:

    https://r.search.yahoo.com/_ylt=AwrkgT2N3tdnp0EHWUFfCwx.;_ylu=Y29sbwMEcG9zAzUEdnRpZAMEc2VjA3Ny/RV=2/RE=1742229261/RO=10/RU=https%3a%2f%2fwww.youtube.com%2fwatch%3fv%3dkjXgHP4R5Z0/RK=2/RS=I9_vjkNl.kyMMOWz8yFHgUBdH0g-

  • Kai
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    • March 20, 2025 at 2:36 PM
    • #6
    Quote from Carlo

    Wenn man ernsthaft an allen Zusammenhängen zum Klima in einer Bienenwohnung interessiert ist kommt man nicht darum herum sich mit

    ... den Bedürfnissen des Biens am eigenen Stand zu befassen, die Bienen genau zu beobachten und zu verstehen. :)

  • Gast-2025-04-02-1
    Guest
    • March 20, 2025 at 5:05 PM
    • #7

    ...was aber eine gewisse Wisenschaftlichkeit voraussetzt, dass es Fruechte traegt. Leider hat es viele Leute, die irgendwas behaupten zu meinen aber dabei bspw. weder die abhängigen noch die unabhängigen Variablen benennen zu können.

    Und dann sind wir auch schon im Bereich der Pseudowissenschaft. Die leider kein Wissen schafft. Und deshalb nicht selten um so vehementer ihre Meinungen verteilt. Merke: Sei gegenüber Menschen stets skeptisch, die keine Zweifel an ihrer eigenen Darstellung pflegen! Das gilt nicht nur für die Imkern sondern in allen Lebensbereichen.

  • Kai
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    • March 20, 2025 at 5:13 PM
    • #8

    Genau, nie glauben, sondern ausprobieren.

    Und: der Bien sagt es uns. :) Durch sein Wohlergehen (oder Ausbleiben desselben).

  • Gast-2025-05-13
    Guest
    • March 21, 2025 at 8:39 AM
    • #9

    Da stimme ich voll überein - es geht nichts über Beobachtung am Bien. Auch wenn der Eindruck entstanden sein sollte dass die Bienen bei mir zu oft gestört werden, ich bin Rentner und habe Zeit um taeglich am Flugloch zu schauen, Gemuell rauszufegen (früh morgens wenn die Bienen noch nicht fliegen) und den Varroaschieber rauszuziehen um zu sehen ob der Milbenbefall zunimmt, wie es mit den Futterwaben läuft und ob sonst was nicht optimal ist. Dabei werden die Bienen nicht gestört. Was meine jungimkerliche Ungeduld und Neugier angeht - ja die ist ausgeprägt vorhanden, die wird ersatzweise nicht an den Völkern sondern hier im Forum befriedigt und 😄 bei YouTube wo ich sowohl von erfahrenen Imkern als auch von Fehlern die dort freiwillig oder ohne es zu wissen vorgestellt wird.

    Ich habe die Erfahrung gemacht dass es für jemanden der es hasst eine Schulbank zu drücken keine bessere Lernmethode gibt als die aus eigenen Fehlern und aus denen anderer zu lernen.

    Uwe: Ein Foto von den Schürzen kann ich momentan nicht reinstellen, vielleicht hilft Dir die Beschreibung der Schürzen:

    Diese bestehen aus einem rechteckigen regenabweisenden Material, die lange Seite lang genug um einmal um die ganze Beute geschlagen zu werden. Oben kann ein Saum mit einem dünnen Seil drin dafür sorgen dass man minimal über dem Deckel zusammenziehen und so die Schürze fixieren kann, dies wird auf der entgegengelegenen Seite der Haupt Windrichtung gemacht, also die offene Seite der Schürze besser nicht zur Wetterseite offen und unten gerade so hoch dass das Flugloch freibleibt.

    Es kommt nicht darauf an die Beute eng und luftdicht zu ummanteln sondern nur darauf dass die Beuten Außenwände trocken bleiben wegen der sonst bei nassem Wetter unweigerlich entstehenden hohen Verdunstungskälte.

    Die Verdunstungskälte - gerade bei feuchtem Holz - ist ein nicht zu unterschätzender Faktor weil jedes Material genauso wie es Wärme auch Kälte leitet. Holz liegt da trocken gut in der Mitte, Styropor viel stärker isolierend.

    Ich vermute, das Problem mit Schimmelbildung hängt mit der jahreszeitlichen Brutentwicklung zusammen denn gerade wenn diese sich stark erhöht - also im Frühjahr jetzt - ist es draussen zumindest nachts noch Recht kalt.

    Kondensation entsteht nur als Reaktion auf höhere Luftfeuchtigkeit - die Bienen verbrauchen mehr Futter, es werden mehr Bienen, mehr Larven, alles bei erhöhter Wärmeentwicklung und Feuchtigkeit durch den Stoffwechsel der Tiere und da die Innenwände bei den Außentemperaturen immer kälter sind als die Wärmequelle Bien und dieser Temperaturunterschied viel höher ist als z.B. im Sommer wo wir kaum noch mit Schimmelbildung rechnen müssen kondensiert dann die stark gesättigte Stockluft besonders stark.

    Ich hoffe man nimmt es mir nicht übel diese Zusammenhänge so zu äußern als ob ich schon mein ganzes Leben praktische Erfahrungen mit Bienen gesammelt hätte, tatsächlich hat das nicht direkt etwas mit Bienen zu tun sondern mit Thermik und Wärmelehre.

  • Kai
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    • November 10, 2025 at 3:54 PM
    • #10
    Quote from Gast-2025-05-13

    Es kommt nicht darauf an die Beute eng und luftdicht zu ummanteln sondern nur darauf dass die Beuten Außenwände trocken bleiben wegen der sonst bei nassem Wetter unweigerlich entstehenden hohen Verdunstungskälte.

    Die Verdunstungskälte - gerade bei feuchtem Holz - ist ein nicht zu unterschätzender Faktor weil jedes Material genauso wie es Wärme auch Kälte leitet. Holz liegt da trocken gut in der Mitte, Styropor viel stärker isolierend.

    ...

    Genau das ist mein Reden. Ganz wichtig vor allem im dauernassen Klima. Daher verwende ich sehr gerne Styropor, das so gut wie kein Wasser aufnimmt.

    LG

    Kai

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