Hallo aus Portugal-Alentejo!
Foren und Pc ist eher nicht mein Fall, ich fuerchte, ich habe meine ersten beiden Beitraege ins falsche Thema gestellt unter <Ihr fragt- Nordbiene antwortet>, und dort kann ich wiederum keine Beitraege dann beantworten. Pardon also fuer meine Unkenntnis.
Mein Wildbienenvolk/ Voelker leben jetzt also in traditionellen Korkbeuten, statt am Swimmingpool oder irgendwo im Dickicht. Erstmal haben wir uns spontan zur Korkbienenhaltung entschlossen, wobei mir die kleine Problematik der fast wilden Haltungsform allmaehlich klar wird gegenueber der modernen.
So erfordern Korkbeuten auch wahrscheinlich den Bau eines sog. <Bienengehoeftes>, aber auch das waere hgenau dort wo wir sie untergebracht haben moeglich, die Beuten stehen mit dem Ruecken an einer natuerlichen Granitwand Flugloch Richtung Ost.
Was ich mir unklar ist; wie hat dieses Bienenvolk ohne jede menschliche Hilfe die Varroa wenigstens 40 Jahre lang ueberlebt? Wieso muss ich die scheinbar ja gesunden Voelker mit Chemie oder auch biologisch jetzt schuetzen?
Bisher haben sie das ohne jede menschliche Hilfe geschafft. Erst wir haben das Volk in wirkliche Gefahr gebracht, tun das in unserer bisherigen Unkenntnis auch jetzt noch, wie ich vermute. Wenigstens haben wir jetzt imkerische Hilfe, ein aelterer Korkimker wird uns auch bei der ersten Honigernte aus den Korkbeuten helfen, wie das hier vor Beginn der modernen Imkerei seit Jahrhunderten wenigstens gemacht wurde. Da wir einen kleinen Pensionsbetrieb haben, wird das auch sicherlich fuer unsere Hausgaeste interessant - im Gegensatz zum ersten Jahr als wohl wenigstens 100.000 Bienen nahe Pool wohnten.
Wahrscheinlich handelt es sich um Apis mellifera iberica - Fotos folgen - diese Bienen sind bisher vollkommen friedfertig, eher langsam, ein bischen <verwirrt > wirken sie , staendig voller Bluetenstaub, dieses Jahr erscheinen sie mir etwas groesser. Der Imker meint dazu, das seien beides sehr junge Voelker, muessen erst ein groesseres starkes Volk bilden.
Problem ist auch , dass wir beide noch nicht ausreichend Portugiesisch koennen; Aber das werden wir durch die Bienen nun sehr schnell lernen muessen, haben uns zu einem Imkerkurs angemeldet und muessen sehr viel lesen.
Man riet uns, wir sollten die Bienen dann auf moderne Beuten umstellen. Wir sind uns noch nicht darueber im Klaren, ob wir das wirklich wollen und nicht lieber mit der momentanen Romantik alter Zeiten leben wollen. Um die Menge des produzierten Honigs geht es uns eher nicht. Die Bienen gehoeren scheints zu diesem Ort im Korkeichenwald.
Mit Sicherheit werde ich bald fachliche Fragen haben und waere sehr froh darueber eine fachkompetente Antwort in meiner Muttersprache lesen zu koennen, man versteht die Dinge dann doch besser.
Herzlichste Gruesse, Michaela